Stillen -antifeministisch?!

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klimaforscherin
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von klimaforscherin »

Maren hat geschrieben:Und was glaubst Du, wie wir Frauen, die wir arbeiten, uns fühlen, wenn uns zuviel Emanzipation oder falsch verstandene Emanzipation unterstellt wird?

Übrigens hab ich angefangen zu arbeiten, als Felix 7 Monate alt war, danach hatte mein Mann 7 Monate Elternzeit. Und ich habe abgepumpt - gerne - und dann gestillt, wenn ich zuhause war. Das tu ich jetzt seit 2 1/2 Jahren und ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht.

Ich fühl mich auch nicht besonders gut dabei, wenn man mir unterstellt, dass ich meinem Baby etwas Wichtiges (nämlich die Nähe zu mir als Mutter) vorenthalte, wenn ich arbeiten gehe, mir dabei den Hintern aufreiße, um abzupumpen, zuhause zu Stillen und jede freie Minute mit meinem Kind zu verbringen.

Komisch, ich hab mich so gut wie nie vor Männern für mein Lebensmodell verteidigen müssen, immer nur vor Frauen... Irgendwie ist die Emanzipation bei manchen Männern eher angekommen...
Tja, Nähe zum Vater ist eben nicht so hoch angesehen oder wird nicht als gleichwertig oder zumindest als wichtig anerkannt. Leider.

Bleibt man zuhause, ist man "Heimchen am Herd", "abhängig", geht man arbeiten, ist man "Rabenmutter".
Irgendwie macht man immer alles falsch....
Grüße
klimaforscherin
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sabri
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von sabri »

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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

LaLeMi hat geschrieben:Es ist doch immer wieder das Gleiche: eigentlich wäre es toll, wenn das Kind, das Baby, BEIDE Eltern haben könnte.
ja, das wäre bzw. ist toll - aber ich sehe es so, dass das Kind in den ersten Wochen nun mal noch symbiotisch mit dre Mutter verbunden ist - da ist noch ganz viel Nähe nötig.....und das kann halt dre Vater nicht wirklich komplett ersetzen....
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Maren hat geschrieben:Und was glaubst Du, wie wir Frauen, die wir arbeiten, uns fühlen, wenn uns zuviel Emanzipation oder falsch verstandene Emanzipation unterstellt wird?

Übrigens hab ich angefangen zu arbeiten, als Felix 7 Monate alt war, danach hatte mein Mann 7 Monate Elternzeit. Und ich habe abgepumpt - gerne - und dann gestillt, wenn ich zuhause war. Das tu ich jetzt seit 2 1/2 Jahren und ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht.

Ich fühl mich auch nicht besonders gut dabei, wenn man mir unterstellt, dass ich meinem Baby etwas Wichtiges (nämlich die Nähe zu mir als Mutter) vorenthalte, wenn ich arbeiten gehe, mir dabei den Hintern aufreiße, um abzupumpen, zuhause zu Stillen und jede freie Minute mit meinem Kind zu verbringen.

Komisch, ich hab mich so gut wie nie vor Männern für mein Lebensmodell verteidigen müssen, immer nur vor Frauen... Irgendwie ist die Emanzipation bei manchen Männern eher angekommen...
welche Mütter greifen Dich denn dann an?
Ich schrieb ja gerade, dass ich denke, Mütter gehören in der ersten Zeit zu ihren Babys. Aber mit 7 Monaten kann ein Kind sicher auch liebevoll vom Vater versorgt werden. Wobei es da auch sicher darauf ankommt, wieviel Vater das Kind vorher hatte.......bei meinen hätte das nicht geklappt, weil Vater zu viel arbeitet. Aber wir haben uns das so ausgesucht und es sit auch gut so, wie es ist.
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Domi »

@ talismama: Oh sorry, dachte, das wäre derselbe Artikel gewesen, da es auch ein Interview von Elisabeth Badinter war, aber dann ist sie anscheinend derzeit recht gesprächig...
Schöne Grüße von Domi mit Sohn 1 (10/07) und Sohn 2 (02/18)
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klimaforscherin
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von klimaforscherin »

Ich habe den Artikel bei der Süddeutschen gesucht, aber nicht gefunden.
Grüße
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Urania »

@Maren sieht so aus das wir (Berufstätige und Hausfrauen) werden gegen einander ausgespielt.So oder so werden wir unter Druck gesetzt.Darum jeder macht so wie er will,aber das ist nur dann gut ,wenn man das selber entscheiden kann.Das mach Emanzipation aus.Es gibt keine einzig Wahre Entscheidung,sondern für jede Frau und Familie auf Maas geschnitten. Sorry wenn meine Aussage dich so getroffen hat,wollte ich nicht.Aber ich bin trotzdem der Meinung,das Mutter erste Monate zum Kind gehört.Mit 6-7 Monaten,essen aber manche schon am Familientisch und können gut vom Vater vertröstet werden,darum siehe ich auch kein Problem wenn Mutter arbeiten geht.Wie gesagt die erste Monate sind sehr wichtig.
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Urania, mich interessiert, von wem und durch was (und wofür) du dich unter Druck gesetzt fühlst.

Ich fühle mich tatsächlich in keiner Weise unter Druck gesetzt - auch nicht von deiner Frage (die ja eher eine Behauptung war), ob dass denn überhaupt zu schaffen sei, länger als 6 Monate zu pumpen. Auch nicht davon, dass du sagst, die ersten Monate gehört das Kind ausschließlich zur Mutter. Über der "Rabeneltern(-mütter)-Diskussion" stehe ich lächelnd - vor allem, seitdem ich das entsprechende Forum kenne :mrgreen: .

Ich werd gleich mal meinen Mann fragen, der ja in Elternzeit ist, ob er sich irgendeinem Druck ausgesetzt sieht... Bisher hab ich nix davon gehört. Im Grunde haben wir doch jede Entscheidungsfreiheit, oder?

Solange ein Lebensmodell freiwillig gewählt und selbst entschieden wurde, gibts doch "eigentlich" nix zu meckern? Woher kommt das, dass es anscheinend trotzdem nötig ist?

Ich verstehs nicht ganz...
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Urania
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Urania »

hm ich dachte wir diskutieren über ein Artikel und nicht darüber was ich geschrieben habe? Vorallerdingen ich schreibe über bestimmte Situationen und nicht allgemein.Kann sein das es möglich ist so lange und so oft zu pumpen und kann sein eine Frau macht das mit vergnügen.Ich fühle mich keineswegs von euren Äußerungen unter Druck gesetzt sondern ärgere mich über den Artikel.Ich behaupte garnichts sondern äußere meine Meinung und wenn es hier nicht so passt dann schreibe ich nichts mehr.Wenn das Sinn und Zweck ist. Ich dachte (so wie es aussieht fälschlicherweise) das Kind eben erste Monate zu Mutter gehört und frage mich langsam wo zu ich überhaupt diese Dinger habe :roll: wenn das alles so wunderbar mein Mann erledigen kann?
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Re: Stillen -antifeministisch?!

Beitrag von Lösche Benutzer 2178 »

Sorry Urania, wollte dir nicht auf die Zehenspitzen treten.

Aber Antworten bzw. Nachfragen zu deinen Äußerungen müssten doch eigentlich möglich sein? Ich versteh auch nicht, wieso du meinst, deine Meinung sei "falsch", nur weil jemand anders ne andere hat...

Naja, nix für ungut...
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