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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 16.06.2017, 00:21
von Cholula
Sibi hat geschrieben:
Sibi hat geschrieben:Mein Sohn hat offenbar einen MD-Infekt. Eigentlich würde ich gern ihm und seiner Zwillingsschwester jeweils eine Brust zuteilen, um eine Ansteckung zu vermeiden, aber das Mädchen wechselt sehr gern die Seiten beim Stillen. Ist das ok oder doch lieber auf der eigenen Seite bestehen für heute und morgen?
Darf ich noch mal schieben, als prinzipielle Frage zum Thema Ansteckung, gerade bei Magen-Darm-Infekten? So für die nächsten 2 Jahre. :roll:
Nur meine Laienerfahrung: ich habe zumindest beim Abpumpen immer auf der einen Seite deutlich mehr Milch. Daher würde ich Zwillingen erst dann eine feste Seite zuteilen, wenn sie gut am Tisch essen und eventuell fehlende Milchmenge so ausgleichen können.
Aber ich fürchte auch, dass sich eine Ansteckung dadurch nicht verhindern lässt. Meine tauschen beim Essen am Tisch auch Löffel, Teller, Gläser. Stecken die Finger des Bruders in den Mund und bieten sich gegenseitig das Spielzeug zum Draufrumkauen an ...

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 16.06.2017, 08:22
von deidamaus
Larala hat geschrieben:Wie kann man denn verhindern, dass man sich Soor überhaupt erst einfängt? Gibt es da bestimmte Risiken, die man vermeiden kann?
Wichtig ist ein gutes Immunsystem und intakte Haut, dann haben die Pilzsporen wenig Chancen sich unkontrolliert zu vermehren. Feucht-warmes Klima ist auch nicht förderlich, da vermehren sie sich gut. Antibiotika töten leider nicht nur die krankmachenden Bakterien, sondern auch die physiologische bakterielle Hautflora, die Teil des Immunapparats des Körpers ist, so dass die natürlicherweise auf der Haut vorkommenden Pilze sich abnorm stark vermehren.

LilyGreen hat es ja auch schon passend beschrieben.
Cholula hat geschrieben: Nur meine Laienerfahrung: ich habe zumindest beim Abpumpen immer auf der einen Seite deutlich mehr Milch. Daher würde ich Zwillingen erst dann eine feste Seite zuteilen, wenn sie gut am Tisch essen und eventuell fehlende Milchmenge so ausgleichen können.
Aber ich fürchte auch, dass sich eine Ansteckung dadurch nicht verhindern lässt. Meine tauschen beim Essen am Tisch auch Löffel, Teller, Gläser. Stecken die Finger des Bruders in den Mund und bieten sich gegenseitig das Spielzeug zum Draufrumkauen an ...
Die Ansteckungsgefahr bei Geschwistern ändert sich praktisch nicht, wenn jeder eine eigene Brust bekommt, da es noch so viel mehr Ansteckungsquellen gibt, wie du so schön schreibst. Wichtig ist bei Soor immer beide Babys mitzubehandeln, auch wenn eines keine Symptome hat, damit dieses Baby nicht wieder als Ansteckungsquelle in Frage kommt. Desinfizieren möglichst aller Gegenstände, die mit den Babymund Kontakt haben, ist auch unerlässlich.

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 16.06.2017, 13:02
von Sibi
Danke Euch. Ich komme hier seit einer Woche aus dem Wickeln nicht mehr raus - würde schon bei einem Kind nerven, bei zweien mache ich gefühlt nichts anderes mehr. Glücklicherweise sind beide dabei fit und gut gelaunt und dank Abhalten haben wir auch die Haut in den Griff bekommen. Daher die Frage, ob Ansteckung prinzipiell vermeidbar ist.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 19.06.2017, 09:34
von Jia
Wir haben einen kompletten Stillstreik seit anderthalb Tagen (nachdem Mini vorher zu 90% stillen wollte und Essen sehr doof fand). Entsprechend habe ich übervolle schmerzende Brüste. Ausstreichen klappt ganz gut, damit bekomme ich alle harten Stellen weg, aber es dauert und es kommt dann auch recht viel Milch. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass die Pausen dazwischen immer kürzer werden. Rege ich dadurch die Produktion zu sehr an? Was hilft besser, die Milchmenge zu reduzieren: öfters (also jede Stunde?) ein wenig ausstreichen, um den aktuellen Druck etwas zu minimieren, oder alle 3-4 Stunden unter der Dusche komplett, bis alle harten Stellen weg sind?

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 19.06.2017, 21:59
von Nikolausi
Vor Geburt meiner Tochter hatte ich Flachwarzen und meine Tochter konnte deshalb ohne Stillhütchen anfangs nicht andocken. Nach einer schwierigen Startphase in der ich mehrere Wochen überwiegend abgepumpt habe, haben sich meine Brustwarzen so verformt dass sie es schaffte anzudocken. Wir haben es dann auch zum Vollstillen geschafft (an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an deidamaus!).
Bleibt die Brustwarzenform nun über Jahre erhalten, oder muss ich befürchten, bei einem zweiten Kind dieselben Startschwierigkeiten zu bekommen?
Danke und liebe Grüße, Nikolausi

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 19.06.2017, 22:04
von delfinstern
Würde mich auch interessieren. Ich vermute allerdings dass es auch viel am Kind liegt, manchen ist die Form wohl egal...

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 19.06.2017, 22:55
von Larala
Ich würde gern meine 4 Wochen alte Tochter langsam an die Flasche gewöhnen, damit mein Mann ihr auch manchmal abgepumpte Milch geben kann. Zweimal haben wir die Flasche schon angeboten, aber sie hat null Interesse gezeigt. Gibt es irgendwelche Tricks, um es ihr schmackhaft zu machen, oder sollten wir es einfach weiterhin jeden Tag einmal anbieten und hoffen, dass sie irgendwann anhappt?

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 19.06.2017, 23:05
von Brianna
Dein Mann könnte auch bechern üben. Das wäre eine stillfreundliche Möglichkeit, abgepumpte Milch zu füttern. Manche Babys warten aber auch auf Mama.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 20.06.2017, 05:44
von Regenbogen82
Nikolausi hat geschrieben:Vor Geburt meiner Tochter hatte ich Flachwarzen und meine Tochter konnte deshalb ohne Stillhütchen anfangs nicht andocken. Nach einer schwierigen Startphase in der ich mehrere Wochen überwiegend abgepumpt habe, haben sich meine Brustwarzen so verformt dass sie es schaffte anzudocken. Wir haben es dann auch zum Vollstillen geschafft (an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an deidamaus!).
Bleibt die Brustwarzenform nun über Jahre erhalten, oder muss ich befürchten, bei einem zweiten Kind dieselben Startschwierigkeiten zu bekommen?
Danke und liebe Grüße, Nikolausi
Ich hatte vor dem ersten Kind Flach/Schlupfwarzen. Durch eine ziemlich verkorkste Stillbeziehung habe ich nur ein paar Wochen gestillt (mit Hütchen) und gepumpt und danach waren die Warzen schon weiter draußen und in der zweiten Schwangerschaft dann noch Brustwarzenformer getragen und dann war das Anlegen beim zweiten und dritten Kind überhaupt kein Problem mehr.

Re: RE: Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 20.06.2017, 06:35
von magicstella
Nikolausi hat geschrieben:Vor Geburt meiner Tochter hatte ich Flachwarzen und meine Tochter konnte deshalb ohne Stillhütchen anfangs nicht andocken. Nach einer schwierigen Startphase in der ich mehrere Wochen überwiegend abgepumpt habe, haben sich meine Brustwarzen so verformt dass sie es schaffte anzudocken. Wir haben es dann auch zum Vollstillen geschafft (an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an deidamaus!).
Bleibt die Brustwarzenform nun über Jahre erhalten, oder muss ich befürchten, bei einem zweiten Kind dieselben Startschwierigkeiten zu bekommen?
Danke und liebe Grüße, Nikolausi
Ich habe auch flach bzw schlupfwarzen und Stille seit 5 Monaten. Zwischen dem stillen schlüpft die brustwarze oft trotzdem nach innen.
Meine mittlere habe ich nur 6 Wochen gestillt danach waren die brustwarzen sogar öfter bzw dauerhaft weg.
Allerdings hatte Tochter 2 null Probleme an nicht vorhandenen brustwarzen anzudocken während Sohn am Anfang Hütchen gebraucht hat.

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