Kate hat geschrieben:Ich lese nach wie vor die Seiten der Vorschau und warte auf mein Buch. Finde es jetzt aber schon unglaublich, was mich selbst überreizt oder was ich bei meinem Kind festgestellt habe, wo aber immer sofort eine innere Gegenstimme kam, dass das so nicht sein darf. [emoji15]
Mit dieser "Erlaubnis" aus dem Buch, dass auch Licht oder Lautstärke zu viel sein können, ist mir so einiges bewusst geworden, was mir gerade zu viel ist, kein Wunder, dass ich mich seit Tagen erschöpft fühle und ich mittlerweile "Kleinigkeiten" an die Decke gehen könnte. Und das trotz wenig Terminen usw., was man ja immer so liest.
Nuala, hast du schon Tipps gelesen, wie man seinem überreizten Kind runterhilft?
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Ja, die lesen sich aber nicht neu, erst mit dem ganzen Hintergrundkonzept vom Buch sieht man sie im neuen Licht.
Erstens Mal: wir sind mit den Menschen, die wir lieben emotional verbunden. Im Buch wird das "Gehirnbrücke" genannt und liest sich erst etwas esoterisch, aber dann immer logischer.
Dh. in Stresssituationen finden Gegenübertragungen statt. Logisch.
Dh. wenn ICH gestresst bin, stresse ich damit mein Kind. Wir alle kennen das: sie bekommen immer dann die heftigsten Anfälle, wenn wir schlechte Tage haben und an guten Tagen ist alles gut.
Jetzt ist mein Kind derart gestresst, dass es auszuckt. IdR bringt das die Eltern schnell an einen Punkt wo sie auch nimmer können.
Akutmaßnahme:
- bevorzugte Höchststressmaßnahme des Kindes identifizieren (Angriff, Flucht, Erstarrung)
- sich obigen Kreiskauf bewusst machen!
- sich selbst regulieren (kurz raus, atmen, Mantra, sagen, sich emotional abtrennen, jodeln... was immer geht)
- Kind beruhigen (Stressoren entfernen so möglich zB. Licht aus, sanfte Berührung...)
- NICHT REDEN!!!!!
- warten
Alles andere (erklären, besprechen, vorschlagen) kommt erst nachdem die Stresssituation aufgelöst ist, im Idealfall warten bis das Kind damit kommt (je mehr desto älter).
Langfristig:
- Stressoren identifizieren
- Strategien zum Wahrnehmen des Stresses mit Kind erarbeiten
- Strategien zum rechtzeitigen Runterregeln des Stresses (Selbstregulation) mit dem Kind entwickeln
- je kleiner es ist umso mehr Hilfe braucht es dabei - Kind nicht überfordern!
- wie geht das erarbeiten von Strategien: durch vorleben/sich selbst bewusst sein, durch reden, durch exakte Benennung (hilft dem Kind beim Lernen!) , Ankern durch Körperarbeit (berühren), und vieles mehr.
Das sind meine Ideen bis jetzt, bin bei der Hälfte vom Buch, weil ich lese und dann lange nachdenke und dann erst weiterlese wenn ich glaube es verstanden zu haben. Und ich hab ur viel zu tun grad.
