Seite 5 von 43

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 15.06.2015, 10:43
von Kinsale
Ineken hat geschrieben:Dann werde ich mich doch mal an die Wickelkreuztrage heran wagen. Habe in der Tat darüber nachgedacht eine Trage Beratung zu machen, nur scheint es irgendwie niemanden hier zu geben der das in unserer Nähe anbietet.
Hast du schon mal im Trageforum geschaut? Wenn du magst, kannst du mir per PN schreiben, wo du wohnst, dann kann ich mal für dich schauen. Inzwischen gibt es kaum noch Gegenden ohne Beraterinnen [emoji1]

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 15.06.2015, 14:15
von Mondenkind
Ineken hat geschrieben: Es lief alles viel besser. Milena hatte auch gestern Phasen, da wollte Sie andauernd an die Brust , aber mit Tragen kann ich das ganze gut durchbrechen.

Wir konnten auch gestern 2 Stunden aufs Familienfest gehen- das tat sehr gut mal raus zu kommen.
Super, schön!
Das mit dem Vasospasmus trifft wirklich auf mich zu, denke ich.
Vor allem , vielleicht hätte ich das mal eher erwähnen sollen, habe ich eine Kollagenose und im Winter auch ein ausgeprägtes Raynoud -Syndrom.
Was mache ich denn jetzt dagegen? Magnesium, Cacium und Vitamin. B6 nehmen? Wärme? Und in welcher Dosierung nehme ich das alles ?
Ah, ok, wichtig zu wissen! Nimmst Du da im Winter was gegen?

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 15.06.2015, 14:16
von koalina
Selina79 hat geschrieben:Versuch Dich doch erstmal mit der Wickelkreuztrage, das ist anfangs einfacher als das Känguruh und von der Haltung fürs Baby besser als der Ergo mit Neugeboreneneinsatz :)
Echt??? Ich fand Känguru einfacher (und bequemer) als WXT. So verschieden ist es halt...
Liebe Grüße!
koalina

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 15.06.2015, 14:22
von Selina79
Bequemer fand ich es auch. 8)

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 15.06.2015, 14:41
von Ineken
[quote]Ah, ok, wichtig zu wissen! Nimmst Du da im Winter was gegen? 
/quote]
Ich habe früher Kortison und ein Antimalaria (Quensyl) genommen. Speziell für das Raynoud nehme ich aber kein Medikament.

LG Ineken

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 16.06.2015, 09:43
von Ineken
Kleines update zu gestern. Nachdem am Sonntag ja alles besser lief, kam gestern ab Nachmittag der grosse Knall. Milena wollte wieder konstant an die Brust. Nix, aber auch wirklich gar nix hat geholfen. Selbst im Tragetuch / Tragehilfe hat sie wahnsinnig geweint. So war sie dann gestern mit vielleicht 10 Minuten Nickerchen zwischendrin bis 22.30 Uhr wach und ich fix und fertig.
Ich war kurz davor ihr eine Flasche zu machen. Es frustet so sehr, es verunsichert, weil man immer Angst hat man lässt sein Kind hungern und es ist für mich psychisch auch extrem belastend nur Zuhause zu sein. Ich wollte zb.so gerne mit Milena zur Babymassage , aber das scheint unmöglich zu sein. Mittlerweile habe ich auch schon fast Angst weg zu gehen , denn egal wo ich bin ich stille und habe danach dann ein unzufriedenes weinende Kind und immer die selben Kommentare, wie " Du bekommst sie nicht satt.
Auf dem Familienfest am Sonntag habe ich eine Frau aus dem Geburtsvorbereitungskurs getroffen. Sie ist auch am Stillen, natürlich ohne irgendwelche Probleme. Ca alle 3 - 4 Stunden , Baby ist danach Glücklich und zufrieden. Am Sonntag habe ich es mir noch gar nicht zu Herzen genommen, da habe ich innerlich gedacht , ach da kommen wir auch noch hin. Gestern aber habe ich nur gedacht , was mache ich bloß falsch? Mein Kind ist immer nur wach und meistens unzufrieden ... !Ich war gestern so weit, dass ich gesagt habe ich höre auf zu stillen. Der beste Satz kam wieder von meiner Schwiegermutter : Lieber ein sattes Glückliches Flaschen Kind, als wie ein ständig nörgelndes Hungerndes Brust Kind.Und ob es nicht egoistisch von mir wäre, nur weil ich auf biegen und brechen Stillen wollte Milena hungern zu lassen. Autsch, das tat verdammt weh und hat mich echt innerlich zerfressen. Ich will ja alles, aber bestimmt nicht mein Kind Hungern lassen.
Was Milena jetzt auch noch hat ist, dass sie nun beim Bäuern oder auch zwischendurch immer mal wieder Mageninhalt ausspuckt.
Und zu guter Letzt hat meine Nachsorgehebamme den letzten Termin verschoben, da sie krank ist.
Somit hat mein Mann mir gestern eine Waage aus der Apotheke geholt und ich werde heute alle Daten die ich habe aufschreiben.
Also:
Geburt 19.04 3400 Gramm
Niedrigstes Gewicht Hebamme mit einer Tuchwaage (Gewogen wurde immer mit Body und frischer Windel und die Differenz wurde abgezogen ) 3080 Gramm
U2 beim Kinderarzt am 24.04. : 3165 Gramm (Nackt)
U3 beim Kinderarzt am 21.05 : 3745 Gramm ( Nackt)
Heute mit der Waage aus der Apotheke ca 30 Minuten nach dem Stillen 4510 Gramm ( Nackt )
So, neuer Tag , neues Glück ,

LG Ineken

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 16.06.2015, 10:10
von Selina79
Die nimmt doch super zu!! Der fehlt es an überhaupt nix! Wenn sie spuckt würde ich eher sagen es ist so dass sie ein sehr großes Saugbedürfnis hat, und weil an der Brust saugen halt nunmal auch mit Nahrungsaufnahme verbunden ist hat sie im Mgaen zuviel Milch und spuckt das was zuviel ist eben einfach wieder aus.

Ach mensch Du arme, mit dem Umfeld ist das ja echt sehr sehr anstrengend!

Übrigens hatte ich bei Drei Kindern im ersten Lebensjahr glaube ich niemals einen 3h Abstand ... wenn überhaupt mal ,dann nachts. Das ist völlig unnormal bei der Bekannten aus dem Kurs, und nicht das Normale!

Bzgl. Msasage: Probiers aus!! Vielleicht ist sie dort so schön abgelenkt und es tut ihr so gut dass sie dann da gar kein Saugbedürfnis hat! Vielleicht ist ihr auch einfach zu langweilig und das würde sogar helfen!

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 16.06.2015, 10:17
von Serafin
Zum Kommentar deiner Schwiegermutter: Unter aller Kanone.
Es gibt nicht nur zufriedene Flaschenkinder. Die Wahrscheinlichkeit ist ja wohl sehr hoch, vor allem, wenn die Zunahme passt (dsa prüft die Stillberaterin), dass dein Kind nach der Flasche genau so drauf ist wie jetzt. Nur dass es dann keinen Busen mehr zur Beruhigung gibt. Und: Alle Kinder sind verschieden. Es gibt welche, denen reicht alle drei Stunden und sonst sind sie zufrieden. Das sind aber die wenigsten. Und du weißt nicht, wie die Nächte oder so bei der anderen Familie sind. Es gibt überall irgendwelche Probleme, nur sagen die Leut das nicht.
Und: Wer sagt dir, dass das Flaschenkind nach der Flaschenfütterung wirklich aus Zufriedenheit einschläft? Vielleicht ists schlicht und ergreiffend im Fresskoma! Das ist sicher auch nicht gut.
Und vielleicht muss deine Tochter halt mitteilen, dass sie nicht zufrieden ist. Sie hat neun Monate im Bauch gewohnt und hatte da einen Rundumservice, da kann ich schon verstehen, wenn man nicht zu hundert Prozent zufrieden ist, wenn man vom all-Inclusive-1000-Sterne-Hotel leider ins 5-Sterne ziehen muss, wo man auch noch selber essen soll :mrgreen:

Ach ja, viele Kinder "überfressen" sich auch gern mal an der Brust, weil sie noch nuckeln und bei Mama ist es schön und nuckeln ohne Milch klappt manchmal nicht gleich. Und der Überschuss kommt eben auf kürzestem Weg retour.

Glaub den Quatsch nicht. Meiner Mutter wollten sie auch so nen Schmarrn einreden, vor allem, weil ich ein eher dünnes Baby war am Anfang. Nach ein paar Monaten war ich das fetteste von allen meinen Cousins und Cousinen.

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 16.06.2015, 10:36
von Winterwunschkind
((((Ineken))))

Ich kenne das Gefühl sehr gut eines ständig schreienden Kindes, an der Brust und nach der Brust, zu haben. Ich hab mich auch lange Zeit nicht recht getraut raus zu gehen, weil es blöde ist wenn man Sorge haben muss, dass das Baby schreit.
Wir hatten diese Phase gute 2,5 Monate mal mehr mal weniger. Mir ist die Decke auch manchmal richtig auf den Kopf gefallen.
Ich mag dir Mut und Muße zu sprechen.
Bei uns war es eine Phase, eine furchtbar lange Phase zwar, aber es war eine Phase. Und ich hab mir auch viel anhören müssen. Und jetzt nach dieser Phase, bin ich glücklich, dass ich durchgehalten habe. Ich bin die einzige in meinem Bekanntenkreis die noch stillt. Unsere Lütte ist auch das properste Kind und mir wurde gesagt es wäre erstaunlich wie gut zufrieden sie ist, ein nahezu immer lächelndes Kind.
Deine Milena nimmt prima zu! Du machst das genau richtig, meiner Meinung nach. Lass dich von diesen Flaschen-Sachen nicht verunsichern. Stillen ist nicht nur Hunger befriedigen, sondern Mama tanken. Und es gibt so Kinder (wie meines ebenfalls) die brauchen das manchmal ebend mehr als Andere. Viele erzählen nicht direkt von den Schwierigkeiten, die sie zu Hause haben, aber wenn man dann erstaunt nachfragt und den eigenen Alltag beschreibt, nähert sich meistens das Bild dem Eigenen sehr an. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Lass dich nicht verunsichern, hör auf dich und dein Mama-Herz dann machst du das goldrichtig.

Jetzt mit 6 Monaten ist hier an langes Stillen nicht mehr zu denken, alles andere ist viel spannender, der Hund, der Schrank, Essen, die neuen Zähne über die man mit der Zunge fahren muss, das Krabbeln. Das wird sich alles noch 100x ändern.

Mein Tipp an dich: Versuche es mit dem rausgehen, überwinde dich auch wenn es dir schwer fällt! Meistens war es wenn wir dann draußen waren wirklich so, dass stillen völlig okay war (nicht entspannt und reibungslos, aber okay ;) ).

Re: Ich bin so verzweifelt

Verfasst: 16.06.2015, 10:44
von Ycry
Auch von mir einen Ferndrücker.

Steht dein Mann hinter dir? Kann er nicht mal mit seiner Mutter reden? Diese fiesen KOmmentare sind ja echt nicht zum aushalten und machen doch nur Stress.

Bist du sicher das deine GVK-Bekannte wirklich 3-4h Abstände hat? Es kann ja sein, dass sie die letzten paar Tage hin und wieder 4h Abstände hatte und sich deswegen total freut. Mütter erzählen ja gerne selektiv. :D