Ja, genau. Schritt für Schritt, und wir schauen dabei auf die Daten als Beleg dafür, dass alles OK ist.Gut, machen wir das. Auch wenn ich ein bissel Schiss vorm Milchstau und dergleichen hab, weil ich immer das Gefühl hab, der Kleine trinkt die Brust nicht leer. Läuft das ähnlich wie bei der Reduktion des Zufütterns?
Davon rate ich ab. Mahlzeitengrößen variieren natürlicherweise stark - also um 10 Uhr kann ein Baby 80 g trinken und um 12 Uhr 140 g (oder 30 gHab heute interessehalber mal vorm und nach dem Stillen an der rechten Brust gewogen. Nach dem Stillen wog der Kleine 80gr mehr. Bei der linken Brust möchte ich das auch nochmal ausprobieren.
Wenn man nur EINMAL misst, hat das null Aussagekraft; denn es ist purer Zufall, was dabei herauskommt. Wenn zufällig ein niedriger Wert dabei herauskommt, hat das oft dramatische Auswirkungen auf die Psyche der Mutter - die durchaus lang anhalten können, und das leider ganz umsonst. Der wichtige Punkt ist ja zudem: Wie interpretiert man diese Daten? (Was hofft man zu finden, was erwartet man? Welche Handlungsoptionen leitet man ab?..) Und v.a.: Welche Info liefert einem die Durchführung von Stillproben, die man nicht längst schon woanders her hat? (Für gutes Gedeihen z.B. braucht kein Mensch Stillproben; das wissen wir durch die Gewichts- und Mahlzeitendoku bereits viiiel genauer)
Also gib Acht, dass es Dir mit Durchführung von Stillproben nicht schlechter geht als ohne. Eine stillberaterische Indikation gibt's für die Durchführung nicht.
Total OK. Einfach nach Bedarf stillen, und dabei versuchen, dass möglichst beide Seiten ungefähr gleich oft angeregt werden.Vielleicht noch zur Info: Inzwischen gebe ich pro Mahlzeit immer nur eine Brust. Wenn er links trinkt, dann bei Bedarf noch die rechte. Umgekehrt aber nie. D.h., ich versuche weitgehend einen Wechsel. Klappt nicht immer: Wenn mir die rechte Brust arg voll erscheint, kann es auch mal zweimal rechts, einmal links werden.
LG
Julia