Meine Stillentscheidung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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FrauMops
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von FrauMops »

Noch eine Meinung PRO stillen:

Die Kleine ist ein absoluter Profi, was das stillen angeht, und zwar von Anfang an. Sie hat von Anfang an nie länger als 15-20 Minuten gestillt, mit wenigen Wochen waren es oft nur noch insgesamt 10 Minuten. Die bekommt man immer gut rum! Sie war am Anfang immer eher zart, passte aber alles gut zur Größe. Seit sie 6 Monate alt ist wird sie immer runder und runder. Die 25% Pertizile im U-Heft hat sie längst hinter sich gelassen, glaube ich :lol: . Sie wurde 9 Monate voll gestillt, da sie kein Interesse an Brei bekommt. Soviel dazu, dass später die MuMi nicht mehr reicht :roll: . Ich kam also in den genuss beides zu haben, ein zartes Kind und jetzt habe ich einen kleinen Moppel. Das hat mir immerhin die kommentare erspart, dass das Kind nun aber auch was vernünftiges zu Essen braucht. Verhungert sieht sie nun wirklich nicht aus. Seit ca. 2-3 Wochen isst sie einfach bei uns vom Familientisch mit und liebt es!

Ich selbst esse und trinke alles, bis auf Alkohol. Veränderungen konnte ich bei Leni nie feststellen, egal was ich gegessen habe. Ich höre auf meinen Körper und esse, wonach mir ist. Dazu gehören auch gerne mal 1-2 Becher Kaffee oder auch Cola. Alles kein Problem. Auch Zwiebeln, Südfrüchte etc. gehen problemlos.

Ich finde stillen weit praktischer als die Flasche!

Eine Freundin von mir hat nun das 7. (!) Kind gestillt. Sie fand es so toll, dass sie ein Jahr gestillt hat! Alle Kinder vorher bekamen die Flasche, da auch immer die Hebammen und Schwestern im Krankenhaus meinten, mit so vielen Kindern geht das mit der Flasche leichter. Tja, sie sagt nun, sie hätte lieber die anderen auch gestillt, das wäre viel einfacher!

Wegen Schlafen: Leni hat seit sie 7 Wochen alt ist komplett von 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens durchgeschlafen. Zuverlässig und wirklich jeden Tag, außer die war mal erkältet. Bis sie 6 Monate alt war, seitdem stillen wir 1-2 mal die Nacht. Auch das ist kein Problem sie trinkt meist nur eine Seite (Dauer: 5 Minuten im liegen gestillt) und schläft dann friedlich weiter.

Schmerzen hatte ich nie beim stillen, nur ganz am Anfang, ich glaube nach 2-3 Wochen mal ganz leicht schmerzende Brustwarzen. Ich habe einen Tag eingekremt und danach war alles wieder gut. Gibt es also auch!
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Ivikiwi
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Ivikiwi »

Bezüglich schmerzen beim stillen: ich hatte in der ersten woche leichte schmerzen beim "andocken". Nur zum vergleich: pflaster abziehen an einer haarlosen Stelle fand ich schmerzhafter.
Ich habe am Anfang sehr genau darauf geachtet, dass der Kleine auch richtig alles im Mund hat. Dafür musste ich den Kleinen oft halt 2 bis 4mal "ab-und-andocken".
Der Milcheinschuss war bei mir auch nicht schmerzhaft. Ich habe allerdings in der Zeit den Kleinen sehr oft angelegt, weil ich das Spanngefühl der geschwollenen Brust unangenehm fand.
Umdie 12. woche ist mein Baby abends für ein paar Tage echt lange an der Brust gehangen, aber das waren so drei Tage und dann war es auch wieder gut.

Ach ja, meine Brust hat sich bisher gar nicht verändert. Alle meine Vorschwabgerschafts-BHs passen noch.

Ich esse alles, was mir schmeckt. MeinSohn hat zwar auch mal Blähungen gehabt, aber ich glaube nicht, dass es im Zusammenhang stand mit dem was ich esse. Schliesslich pupsen dir Flaschenkinder in meiner Umgebung genau so viel. :D
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datlinchen
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Vielen Dank für eure ganzen Antworten. Einige haben mich wirklich darin bestärkt es zu probieren. Kann ich denn für den Ernstfall schon was besorgen für den Fall von wunden Brustwarzen? Oder kann man diese evtl schon in der Schwangerschaft darauf vorbereiten?
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nido56
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von nido56 »

Also, grossartig vorbereiten muss man da nichts, das uebernimmt schon die Natur. Es kann vielleicht nicht schaden, sich ein Toepfchen Lanolin zu besorgen, dass soll ja gut helfen bei wunden Brustwarzen, aber ich denke, die Telefonnummer einer Stillberaterin ist sinnvoller. Ich wuerde an Deiner Stelle auch schon vor der Geburt mal Kontakt mit einer Stilleraterin aufnehmen, so dass Du weisst, an wen Du Dich wenden kannst, falls Du nach der Geburt Unterstuetzung brauchst.

Uebrigens hatte ich nie wunde Brustwarzen oder Milchstau. Gegessen habe ich alles. Ich habe nur anfangs keinen Alkohol getrunken (jetzt, wo der Pirat nur noch selten stillt, erlaube ich mir schonmal ein kleines Bier oder ein halbes Glas Wein) und meinen Kaffeekonsum auf 1-2 Tassen am Tag beschraenkt. Der Kleine hatte zwar manchmal Blaehungen, aber nichts, was ueber das normale Mass hinausgegangen waere. Bei uns waren die ersten 2 Monate etwas anstrengend. Anfangs hat der Pirat nicht kraeftig genug gesaugt, meine Milchproduktion kam nur langsam in Gang, und wir mussten zufuettern. Als er kraeftiger wurde und den Trick mit der Brust dann endlich so richtig raus hatte, da wollte er staendig stillen, so dass ich einige Wochen wirklich fast alles mit einer Hand und Baby entweder an der Brust oder im Tuch gemacht habe. Aber dann, im dritten Monat, wurde es vieeeel entspannter, und was sind schon 2 Monate?! Die Zeit geht soooo schnell um! Eigentlich habe ich die Clusterfeeding-Nachmittage am Anfang auch genossen. Zwangspause auf dem Sofa mit Baby an der Brust, DVD im Laptop und etwas zum Knabbern auf dem Tisch... Ich wuenschte, das koennte ich heute nochmal machen, aber jetzt goennt mir der Pirat keine 5 ruhigen Minuen mehr :-)
nido mit dem Piraten (01/2012)
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datlinchen
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Wenn es mein erstes wäre, wäre die Vorstellung für mich auch nicht so schrecklich den ganzen Tag auf der Couch liegen zu müssen :D da ich aber noch zwei habe eine davon sehr sehr Mama bezogen und die große geht in die Schule und hat halt auch Hobbys ist die Vorstellung an sich ebenfalls noch absolut fantastisch, lässt sich aber leider nicht umsetzen, das ist es ja ;)


Ich habe jetzt so ziemlich Hebamme in meiner Gegend abgeklappert um mir diesbezüglich eine Ansprechpartnerin zu sichern allerdings bin ich in der fast 27 Woche schon recht spät dran :( bisher hatte ich keinen Erfolg habe aber dies auf der Seite der Klinik entdeckt in der ich entbinde:

Stillambulanz

Während Ihres Aufenthaltes auf der Wochenstation erhalten Sie umfassende Beratung und aktive Unterstützung rund um das Stillen durch unsere Krankenschwestern und Laktationsberaterinnen. Aber auch nach Ihrer Entlassung sind wir für Sie da. Bei Stillschwierigkeiten bieten Ihnen die ausgebildeten Still- und Laktationsberaterinnen der Stillambulanz fachliche Hilfestellung, Beratung und Betreuung an - auch wenn Sie nicht in unserem Haus entbunden haben.


Hört sich für mich als Anfängerin gut an und hoffe das sie diesbezüglich auch halten was sie dort schreiben
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von melile »

Was die anderen kinder anbelangt klar mit flasche kommen die meisten nur alle 3-4 stunden aber ich kann mich sehr gut daran errinnern dass ich meine viel tragen musste weil sie entweder bauchschmerzen hatten oder sonstwie unruhig waren da finde ich das stillen auf dem sofa oder tragehilfe viel bequemer.
Mit den hobbys ist auch viel leichter als mit flasche. Ich brauch mir nur alle kinder ins auto setzen,die grosse zum sport fahren, mit der mittleren in der zwischenzeit auf den spielplatz und die kleine wird dann dort gestillt. Wenn dann was dazwischen kommt brauch ich auch nicht gleich nach hause weil ich kein fläschen mehr dabei habe sondern kann ruhig noch mehrere stunden weg bleiben :lol:

Also bei mir überwiegen tatsächlich die vorteile, mein wirklich einziger nachteil den ich sehe ist das stândige verfügbar sein müssen aber es gibt ja auch viele wo mal der papa abgepumpte milch füttert.
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Rumpelmama »

So ähnlich stand das bei meinem KKH auch , aber ich habe nie eine Laktationsberaterin gesehen. War eben gerade übers WE da... Und die Krankenschwestern waren sehr unterschiedlich interssiert an meinen Stillproblemen.
Lanolin reicht kurz vor der Geburt, das ist (Apo) nur 6 Mon. haltbar.
Habe übrigens verbotenerweise ab dem 2. Tag mit Schnuller beruhigt und wir hatten zumindest keine Saugverwirrung.
Rumpelmama mit Schmusekater (3/2012), mit TH getragen bis 5/2015, "Brust genuckelt" bis 11/2015, immer noch im Familienbett
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von datlinchen »

Gut, dann kann mein Mann die auch besorgen wenn ich gerade entbunden habe ;) Ich lasse das ganze jetzt einfach auf mich zukommen.

Das dauernde tragen kenne ich von meiner noch kleinsten auch sehr gut begingt durch das KiSS und auch das im 10 Minuten takt nachts aufstehen zwecks schmerzen oder oder oder
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Mirimama
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Mirimama »

Das mit der Stillambulanz klingt sehr gut finde ich. Man muss halt mal schauen, wie die da so drauf sind. Manchmal geben ja selbst "Fachleute" in babyfreundlichen Krankenhäusern nur bedingt gute Tipps, wie ich selbst erlebt habe. Aber es ist halt auch nicht jede Schwester auch Stillberaterin. Aber in der expliziten Stillambulanz scheint das ja dann der Fall zu sein. Nur nach Hause kommen die halt nicht.
Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber hast du gesehen, dass es hier auch eine Auflistung von Stillberaterinnen nach Postleitzahlen gibt? Vielleicht findest du da ja noch eine, die Zeit für dich hat? Ansonsten gibt es noch die Lalecheliga, die auch an vielen Orten Stillgruppen anbieten. Das ist zwar auch nicht jedermanns Sache, aber die kennen sich natürlich sehr gut aus. Von der LLL gibt es auch ein tolles Buch. Das "Handbuch für die stillende Mutter".
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)
Donnerkind
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Re: Meine Stillentscheidung

Beitrag von Donnerkind »

datlinchen hat geschrieben:Wenn es mein erstes wäre, wäre die Vorstellung für mich auch nicht so schrecklich den ganzen Tag auf der Couch liegen zu müssen :D da ich aber noch zwei habe eine davon sehr sehr Mama bezogen und die große geht in die Schule und hat halt auch Hobbys ist die Vorstellung an sich ebenfalls noch absolut fantastisch, lässt sich aber leider nicht umsetzen, das ist es ja ;)


Ich habe jetzt so ziemlich Hebamme in meiner Gegend abgeklappert um mir diesbezüglich eine Ansprechpartnerin zu sichern allerdings bin ich in der fast 27 Woche schon recht spät dran :( bisher hatte ich keinen Erfolg habe aber dies auf der Seite der Klinik entdeckt in der ich entbinde:

Stillambulanz

Während Ihres Aufenthaltes auf der Wochenstation erhalten Sie umfassende Beratung und aktive Unterstützung rund um das Stillen durch unsere Krankenschwestern und Laktationsberaterinnen. Aber auch nach Ihrer Entlassung sind wir für Sie da. Bei Stillschwierigkeiten bieten Ihnen die ausgebildeten Still- und Laktationsberaterinnen der Stillambulanz fachliche Hilfestellung, Beratung und Betreuung an - auch wenn Sie nicht in unserem Haus entbunden haben.


Hört sich für mich als Anfängerin gut an und hoffe das sie diesbezüglich auch halten was sie dort schreiben
Dieses Den-halben-Tag-auf-der-Couch-Verbringen kenne ich von meinen drei Stillkindern überhaupt nicht. Bei jedem Kind hat eine Stillmahlzeit von Anfang an max. 10 min gedauert. Das gibt's also auch.
Wofür hattest Du denn jetzt nach einer Hebamme Ausschau gehalten? Für's Wochenbett oder explizit für's Stillen? Bei letzterem wird Dir eine Stillberaterin wahrscheinlich besser helfen können. Meine Hebammen bei allen Kindern waren immer sehr nett, aber was das Stillen anging, nicht wirklich kompetent. Bei dem Kleinen jetzt hatte ich in den ersten Wochen das eine oder andere Problem und hab einfach eine Stillberaterin angemailt und sehr schnell Antwort erhalten. Gefunden hatte ich sie über die HP der AFS.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
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