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Re: AW: Sie nimmt nicht richtig zu! Mache mir Sorgen...

Verfasst: 01.07.2013, 13:25
von honigtopf2010
Ich kommentiere das mal kurz. Patricia77 ist laut Signatur zwar Stillberaterin jedoch keine Mod. insofern finde ich den Hinweis von Katha mehr als wichtig. Denn sie handelt damit schon im Sinne der Forenregeln. Liebe Patricia ich finde es eher merkwürdig, dass du Naoko rätst sich eine Stillberaterin zu suchen. Denn das hat sie doch getan und ist hier mit Julia doch auch fündig geworden?
Nun das Zitat welches Katha suchte:


jusl hat geschrieben:
Ach noch eine Frage: wie voll sollten Pipiwindeln sein? Manchmal sind sie recht gut voll, manchmal aber nicht so. Ich zähle einfach alle als 1 Windel, ist das ok so?
Voll und ganz OK so.
Bei den Urinwindeln geht es nicht um eine Einschätzung, ob es sich um "mittelviel, sehr viel oder total viel" Urin handelt, sondern es geht ausschließlich darum sicherzustellen, dass bestimmte Mindestmengen nicht unterschritten werden, da dies ein Anzeichen für Austrocknung/Exsikkose wäre.
Davon seid Ihr meilenweit entfernt, deshalb ist es ganz egal, wie voll genau die Pipiwindeln sind. Sobald fühlbar Pipi drin ist, zählt's als Pipiwindel.
Hauptsache ist, dass es meiner Kleinen nicht schadet, wenn sie so lange nicht zunimmt, bzw. wenn sie ev. zu wenig Milch bekommt?
Das ist ganz eindeutig die Hauptsache ;-) , und in dem Moment, wo die Daten den Verdacht nahelegen, dass Dein Baby Schaden nehmen könnte, greifen wir SOFORT ein. Genau deshalb dokumentieren wir ja so engmaschig und konsequent die relevanten Daten: um zum frühestmöglichen Zeitpunkt Bedarf erkennen zu können und entsprechend sofort bei Bedarf eingreifen zu können. Niemals würde dabei zu irgendeinem Zeitpunkt wissentlich in Kauf genommen, dass Dein Baby dabei in akute Gesundheitsgefahr käme. Darauf kannst Du Dich hier verlassen.

LG
Julia

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 14:12
von Novalia
Ups, ich glaube das kam von mir ein bischen mißverständlich rüber :oops:

Ich wollte mit dem Zitat sagen, dass die Interpretation der Windelanzahl/Inhalt eben nur den Mods zusteht und damit Kathas Post unterstützen, weil sie doch nach einem Link gesucht hat.

Re: AW: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 14:14
von honigtopf2010
:grin:

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 14:20
von Naoko
sooo... schon wieder so viele Antworten hier :-) das freut mich. Also nochmal um das Thema Pipiwindeln abzuschließen... Seine windeln waren immer sehr nass (wird in Stoff gewickelt) mal mehr nass, mal weniger. Je nachdem wie oft ich ihn gewickelt habe, aber ich denke, das Thema Pipiwindeln stellt kein Problem da bei uns.
Momentan ist es in der Tat etwas anstrengend, da meine komplette Familie im Urlaub ist, mein Mann noch für 2 Wochen auf geschäftsreise und am Wochenende war die große auch noch krank. Und dann noch alle 2 Stunden bzw. gestern eigentlich dauernt zu stillen und ein krankes, anhängliches Kind noch nebendran zu haben ist wirklich sehr belastend. Da kam gestern gezwungenermaßen leider auch wieder der Schnuller zum einsatz.
Morgen habe ich wie schon geschrieben, einen Termin bei der Stillberatung. Da bin ich mal gespannt, was sie sagt. Genügend Milch habe ich übrigens, da ich gestern Nacht abgepumpt habe (zwar nur an einer Brust) aber es sind immerhin 50ml dabei rausgekommen. Dann nehme ich mal an, das ich an der anderen Brust auch so viel rausbekommen hätte.
Ich denke, der kleine Zwerg macht gerade auch einen Wachstumsschub durch. Er schießt in die Länge das ist der Wahnsinn... passt bald schon nicht mehr in das Nest von seinem Kinderwagen...

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 17:31
von jusl
17.04.2013 - 4110 g (Geburt)
22.04.2013 - 3865 g (U2)
06.05.2013 - 4250 g (Hebamme)
20.05.2013 - 4590 g (Hebamme)
29.05.2013 - 4735 g (U3)
26.6.2013 4950 Gramm 12xgestillt, 5x Pipi 0x Stuhl
27.6.2013 4960 Gramm 12xgestillt, 6xPipi 0x Stuhl
28.6.2013 4960 Gramm 11xgestillt 5x Pipi 0x Stuhl
29.6.2013 4960 Gramm 14xgestillt 6xPipi 0x Stuhl
30.6.2013 4940 Gramm 13xgestillt 5xPipi 1x Stuhl *jubel*
Hallo Naoko,

zunächst zu den Pipiwindeln:
Seine windeln waren immer sehr nass (wird in Stoff gewickelt) mal mehr nass, mal weniger. Je nachdem wie oft ich ihn gewickelt habe, aber ich denke, das Thema Pipiwindeln stellt kein Problem da bei uns.
Sehe ich genauso, die akute Gefahr einer Austrocknung ist bei Euch damit nicht gegeben.

Zur Gewichtsentwicklung:

Vorausgesetzt alle Daten stimmen, dann lassen sich in den Daten deutliche Auffälligkeiten erkennen. Letzte Woche schrieb ich:
jusl hat geschrieben:Die Gewichtszunahme lag bis Ende Mai mit rund 170 g/Woche im normalen Bereich, allerdings sind zur aussagekräftigen Beurteilung der Gewichtsentwicklung unbedingt neuere Daten notwendig.
Diese neueren Daten liegen jetzt vor, und wie gesagt unter der Annahme, dass alle Werte korrekt sind, ergibt sich seit Mai eine Zunahme in der Größenordnung 40-50 g/Woche. Das ist ein sehr niedriger Wert, normal für diesen Zeitraum wäre ein Wert zwischen 140 und 330 g/Woche gewesen. (Quelle)

(Sorry falls ich es überlesen habe: Du hattest eine elektronische, moderne Babywaage aus der Apo geliehen, richtig?)

Zusammen mit dem seltenen Stuhlgang und der bereits sehr hohen Stillfrequenz stellt die niedrige Gewichtszunahme eine eindeutige Indikation für zwei Dinge dar:

1. Zufüttern (und zwar mit einer stillfreundlichen Methode) , und
2. weitere kinderärztliche Untersuchungen, um mögliche medizinische Ursachen (Malabsorptionserkrankungen, Stoffwechselstörungen, neuronale/muskuläre Probleme) ausschließen zu lassen.
Untersuchungen bei Dir selbst können da erstmal hintenangestellt werden, denn offenbar ist Deine Milchproduktion nicht grundsätzlich auffällig niedrig; und die Gewichtszunahme war in den ersten Lebenswochen ja auch unauffällig; das spricht ebenfalls gegen ein grundlegendes medizinisches Problem bei Dir.

Du schriebst, dass Du unzufrieden mit Eurem bisherigen KiA warst. Hast Du bereits einen neuen gefunden?

Und noch zum Thema Zufüttern: Bitte überlege, auf welche Weise Du zufüttern möchtest, und von wem Du hinsichtlich des weiteren Vorgehens (insb. der Zufüttermenge und der weiteren Gestaltung der Stillzeit) beraten werden möchtest, vom KiA oder von mir (beides ist selbstverständlich total OK).

Ich hoffe, Du kannst mit diesem Hinweisen etwas anfangen, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 21:29
von Naoko
also wir werden nächste Woche zu einem anderen Kinderarzt gehen, da ich mit unserer Kinderärztin mehr als unzufrieden bin. Auf sämtliche Diagnosen, bzw. Behandlungen oder Medizinischen Hilfmittel musste ich sie hinweisen. Ich musste mir auch immer eine Lösung für das Problem aus dem Internet und aus Büchern suchen, anstatt die Lösung von ihr zu bekommen. z.B. das uns einmal im Jahr eine Kur zusteht usw.

zum Thema zufüttern würde ich somit auch gerne von dir beraten werden, jusl. Meine Kinderärztin brachte nur den schlauen Tipp, ich solle ihm einfach 150ml machen und schauen wieviel er davon trinkt.
Laut Kinderärztin bin auch ich schuld an seinem Untergewicht, da sie sich den Zwerg ja nicht mal 1sekunde angeschaut hat.
Wie kann man den eine Malabsorptionserkrankung feststellen? Sollte ich den Arzt auf soetwas hinweisen, oder kommt er selbst darauf?
Wie oft und wie viel soll ich ihn zufüttern? Wie lange oder muss ich nun immer zufüttern? Welche Milch gebe ich ihm am besten? Seine große Schwester hat ja eine starke Milchallergie, somit habe ich kein gutes Gefühl wenn ich ihm nun ein normales Milchpulver gebe, selbst wenn es HA-Nahrung ist... sollte ich ihm die selbse spezial Nahrung geben, die seine Schwester auch bekommen hat, bzw immer noch bekommt? Diese spezielle Milch ist für babys ab Geburt geeignet.
Das zufüttern mit Becher/löffel klappt leider nicht. Er weigert sich, spuckt alles wieder aus und fängt an zu weinen. Ich würde eigentlich gerne das Brusternährungsset ausprobieren. Oder soll ich ihm doch lieber ein Fläschchen geben?

Ach ich bin einfach so frustiert, das es nun schon wieder nicht klappt mit dem Stillen. Ich habe in der Schwangerschaft extra einen Stillkurs gemacht, und es hat auch anfangs alles so gut geklappt... und ich habe mich so gefreut das es so gut funktioniert hat...
Ich habe einfach Angst, wenn ich nun anfangen ihn zuzufüttern, das dann die Neurodermitis ausbricht. So war es bei seiner schwester auch. pünktlich zum ersten Fläschchen sind die Ektzeme gekommen und aus meinen total braven, zufriedenen und glücklichen Baby ist innerhalb 2 Tagen ein unzufriedenes, krankes Schreibaby geworden, das gefühlte 5 Stunden am Stück geweint hat wegen dem quälenden Juckreiz...
Ach mann... natürlich geht jetzt erst mal sein Gewicht vor, aber ich habe so angst davor, das es bei ihm genau so wird wie bei seiner Schwester.

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 21:35
von Katha
Lass Dir einen Drücker da, wenn Du magst!

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 21:50
von Regenbogen82
(((Naoko)))
Ich kann gut verstehen, dass es Ich trifft, zufüttern zu müssen. So ging es mir auch. Einen Satz von Dir möchte ich aber herausgreifen, weil ich auch so ähnlich gefühlt habe und Jusl mir da, obwohl in eigentlich von Mondenkind beraten werde, sehr geholfen hat, es anders zu sehen:
Du schreibst, dass Du traurig seiest, weil das Stillen nicht Klappe. Es klappt doch! Ihr habt eine funktionierende Stillbeziehung, Ihr könnt Euch weiterhin beim Stillen ganz viel Nähe schenken, Du kannst ihm alle gesundem Inhaltsstoffe der Mumi bieten und spätestens mit der Beikost seid Ihr (höchstwahrscheinlich - ich bin keine Stillberaterin) die zusätzliche Milchnahrung wieder los. Der einzige Punkt ist, dass er jetzt für zusatzliche Kalorien etwas zusätzliche Nahrung, z.B. In Form von Pre per BES braucht. Du wirst weiterstillen können! :)

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 21:52
von saiidi
Hallo, ich finde super daß du dir hier Hilfe holst. Respekt vor allen Müttern die sich so für ihre Kinder bemühen und bei Stillproblemen alles zu versuchen.
Du schriebst doch du konntest gut abpumpen. Vielleicht kannst du die Zufüttermilch komplett pumpen, dann bäuchtest du keine fremde Milch.
(Ich hoff ich hab hier jetzt keinen Schmarrn geschrieben.)

Re: Seit 3 Wochen keinen Stuhlgang

Verfasst: 01.07.2013, 21:59
von jusl
Laut Kinderärztin bin auch ich schuld an seinem Untergewicht, da sie sich den Zwerg ja nicht mal 1sekunde angeschaut hat.
Hallo Naoko,

ich kann gut verstehen, dass Du Dir einen neuen KiA suchst. Schuldzuweisungen helfen ja nicht weiter, auch nicht bei denjenigen Müttern, die tatsächlich "schuld" dran sind (z.B. wegen Milchdrüsenfehlbildungen oder wegen ausgeprägtem StillUNwissen oder so). Weder lösen Schuldzuweiseungen medizinische Probleme, noch vermehren sie Wissen, noch bereiten sie den Boden für eine gute Zusammenarbeit.
Wie kann man den eine Malabsorptionserkrankung feststellen? Sollte ich den Arzt auf soetwas hinweisen, oder kommt er selbst darauf?
Das ist eine ärztliche Tätigkeit - je nach Verdacht gibt es unterschiedliche Diagnostikverfahren. Normalerweise sollten Ärzte da selbst drauf kommen :lol: - aber es schadet sicher nicht, mal explizit nachzufragen: "Angenommen, mein Baby bekommt tagtäglich eine ganz normale Milchmenge ab. Welche möglichen Ursachen vermuten Sie in dem Fall für die geringe Gewichtszunahme? Auf welche Weise würde diese Vermutung bestätigt oder ausgeschlossen?"
Wie oft und wie viel soll ich ihn zufüttern? Wie lange oder muss ich nun immer zufüttern?
Ich würde erstmal mit einer relativ großen Menge starten (einfach weil ja - falls fehlende Milch zum Problem beiträgt - schnell ein nennenswerter Effekt erzielt werden soll). Größenordnung 250 ml täglich mindestens. Dies erstmal testweise für die nächste Zeit, bis wir mehr wissen.
Welche Milch gebe ich ihm am besten? Seine große Schwester hat ja eine starke Milchallergie, somit habe ich kein gutes Gefühl wenn ich ihm nun ein normales Milchpulver gebe, selbst wenn es HA-Nahrung ist... sollte ich ihm die selbse spezial Nahrung geben, die seine Schwester auch bekommen hat, bzw immer noch bekommt? Diese spezielle Milch ist für babys ab Geburt geeignet.
Erste Wahl wäre abgepumpte Milch. Zweite Wahl wäre ganz normale herkömmliche PRE, kein HA oder sonstige Spezialnahrung. Nur weil seine Schwester eine starke Kuhmilcheiweißallergie hat, muss das für Deinen Sohn ja nicht auch gelten. HA-Nahrung wäre bei Kuhmilcheiweißallergie ohnehin ungeeignet, in diesem Fall müsste ein Vollhydrolysat aus der Apo her (ich nehme an, Du meinst das mit "Spezialnahrung").
"Kein gutes Gefühl" kann allerdings zum Problem werden... ;-) Bei einer schweren Gedeihstörung ist es hilfreich, dass Mütter zuversichtlich und vernünftig an die Sache herangehen. Ich weiß, Ihr habt schon schwere Erfahrung mit der großen Schwester hinter Euch, aber zum Wohle Deines Sohnes wäre es gut, sich davon zu lösen. Vielleicht ist Dein Baby kerngesund und verträgt PRE bestens.
Ich würde eigentlich gerne das Brusternährungsset ausprobieren. Oder soll ich ihm doch lieber ein Fläschchen geben?
Wenn Du vor der Wahl "BES oder Flasche" stehst, dann kann ich aus stillberaterischer Sicht nur gaaanz eindeutig zum BES raten. Mit der Flasche besteht die Möglichkeit, dass das Stillen selbst eine massive Störung erfährt. Dann hättest Du zusätzlich zu der schweren Gedeihstörung auch noch das Problem, dass das Stillen gefährdet ist. Das ist ungünstig, und durch die Wahl einer stillfreundlichen Zufüttermethode vermeidbar.
Ach ich bin einfach so frustiert, das es nun schon wieder nicht klappt mit dem Stillen. Ich habe in der Schwangerschaft extra einen Stillkurs gemacht, und es hat auch anfangs alles so gut geklappt... und ich habe mich so gefreut das es so gut funktioniert hat...
Ich verstehe Deinen Frust. Aber vielleicht passt das Wort "klappen" gar nicht so richtig - möglicherweise liegt ein grundlegendes medizinisches Problem vor, bei dem Dein Sohn Hilfe braucht. Dann ist es ein Segen, dass Ihr noch stillt, und mit allen zusätzlichen notwendigen Maßnahmen werdet Ihr beide Euch sicher gut arrangieren können.
Ich habe einfach Angst, wenn ich nun anfangen ihn zuzufüttern, das dann die Neurodermitis ausbricht. So war es bei seiner schwester auch. pünktlich zum ersten Fläschchen sind die Ektzeme gekommen und aus meinen total braven, zufriedenen und glücklichen Baby ist innerhalb 2 Tagen ein unzufriedenes, krankes Schreibaby geworden, das gefühlte 5 Stunden am Stück geweint hat wegen dem quälenden Juckreiz...
Ach mann... natürlich geht jetzt erst mal sein Gewicht vor, aber ich habe so angst davor, das es bei ihm genau so wird wie bei seiner Schwester.
Verstehe ich, aber wie gesagt: Dein Sohn ist ein Individuum - bei ihm kann es komplett anders laufen. Und Neurodermitis könnte er genausogut bekommen, wenn Du ihn 9 Monate lang vollgestillt hättest.
Die Fremdmilchproblematik jedenfalls ließe sich ja mit abgepumpter Muttermilch umgehen.

Wie siehst Du das?

LG
Julia