Von entspannten und unentspannten Babies

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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beccarei
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von beccarei »

Wir hatten in der Krabbelgruppe gerade eine Mama, die nicht mehr kommen möchte, weil ihr Kind zu unentspannt und ihr das damit zu anstrengend ist. ;-)
Und meine Trainerin meinte mal im Sportkurs mit Baby, dass ich ihr immer leid tue, weil ich ja so wenig mitmachen kann. Sie wundere sich, wie ich dabei so gelassen und entspannt bleiben könne. :shock: Ich konnte oft 45 von 60 Minuten mit turnen. Luxus! :lol:

Und bei Klößchen unterschreibe ich auch noch. Jedes Kind ist anders. Und das ist gut so.
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
Katzensanne
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von Katzensanne »

Wenn ich das hier alles lese, könnte ich euch quasi mein Baby unterjubeln und ihr würdet es nicht mitbekommen :wink:

Ich hatte ja schonmal in einem anderen Thread von kiki18 von meinem Baby berichtet und lese ihn und uns in vielem wieder, auch die Aussagen, die andere über ihn treffen, kenne ich. Für mich war es hilfreich, ihn so anzunehmen wie er ist. Obwohl ich sagen muss, dass ich trotzdem ganz oft ganz schön kaputt bin, was häufig meine Große spürt, die mit ihren 4 Jahren auch ihr "Macken" hat und dann kommt noch die Tochter meines Freundes hinzu, die auch die Hälfte des Monats bei uns ist und auch einen ganz eigenen Charakter hat.
Aber ich weiß auch, dass mit der Zeit vieles einfacher wird, einiges anders (meine Tochter war auch kein "entspanntes" Baby - wobei sie super geschlafen hat) und das meiste im Nachhinein gar nicht mehr so schlimm war :wink: Wenn unsere Großen bei den Omas sind und wir nur den kleinen Zappelkäfer haben, empfinde ich das echt als Luxus und genieße unser kleines neugieriges, immer in Bewegung seiendes Baby.
Trotzdem schaue ich manchmal neidvoll auf Babies, die wach und ruhig im Kinderwagen liegen und ich mit A. im Ergo nicht mal kurz stehen bleiben kann :roll:
Ein Kind betritt Deine Wohnung und macht in den folgenden 20 Jahren so viel Lärm, dass Du es kaum aushalten kannst.
Dann geht das Kind weg und läßt das Haus stumm zurück, dass Du denkst, Du wirst verrückt.

Sanne mit großer Räubertochter (09/08), großer Stiefprinzessin (09/08), kleinem Zappelkäfer (11/12) und Überraschungsmaus (01/15)
kiki18
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von kiki18 »

Ja, habe schon festgestellt, dass sich in manchen Threads immer die selben Leute treffen. :mrgreen:
Und zum Thema "anstrengend finden". Ganz ehrlich: Ja, ich finde es anstrengend. So Tage wie gestern und heute, an denen ich gar nicht weiß, was los ist: Sinds die Zähne, sind die Blähungen wieder schlimmer, ists ein Schub, braucht sie grad einfach ganz viel Mama? Sie brüllt ja schon, wenn ich sie nur auf den Wickeltisch ablege. Und das ist ja nunmal was, was sich nicht vermeiden lässt. :roll: Selbst stillen hilft grad nur bedingt. Sie dockt ab und weint gleich wieder. :( Gestern zwei Stunden durch den Wald getragen, zuhause aus dem Luemai genommen: Brüüülllll! :? Und 12 Stunden am Tag tragen... das macht mein Körper dann doch nicht mit.
Es sind nicht alle Tage so, wobei andere schon unsere normalen Tage als superanstrengend empfinden. Ich empfinde es als den anstrengendsten Job überhaupt, den ich nicht für alles Geld der Welt für ein anderes Kind machen würde. Diesen Job aber für MEIN Kind zu machen, ist das größte Glück der Welt.
Heute war unsere Hebi in der Krabbelgruppe zu Besuch. Meine (natürlich) im Tuch. Als wir dann so über unsere Kleinen plauderten, meinte sie wieder, wie intelligent solche Kinder später mal werden. :D Und dann an alle: "Also, tragt eure Kinder!" Fand ich schön und war ein Stück Bestätigung, dass wir nix verkehrt machen.
Milchkaffee-Baby (10/15) und Cappuccino-Kind (11/2012) immer dabei und Sternchen (01/2012) fest im Herzen
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MomoHerbstauge
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von MomoHerbstauge »

kiki18 hat geschrieben:Gestern zwei Stunden durch den Wald getragen, zuhause aus dem Luemai genommen: Brüüülllll! :? Und 12 Stunden am Tag tragen... das macht mein Körper dann doch nicht mit.
wenn du nach 2h erschöpft bis vom tragen, denkst du dann nicht daran einen wagen zu nehmen, wenn es dein baby weiter entspannen würde?
(ich trage noch voll, aber spiele mit dem gedanken an wagen, wenn ich nach ein paar h nicht mehr kann.
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von kiki18 »

Schön wärs...
Im KiWa hält sies maximal 15 Minuten aus, dann: BRÜLLLL!
Hat halt einfach ihren eigenen Kopf, die Madame... :wink:
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von MomoHerbstauge »

ach seufz, vorne zu tragen ist so schön. habe ich heute eine stunde gemacht, aber nun merke ich es am rücken die 12kg.
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von kiki18 »

Ja,ich trage hier auch nur noch bei akuter Unruhe und zum Einschlafen vorne.
Bei uns ist die ganz schlimme Phase, wo sie sich gar nicht ablegen ließ, wieder vorbei. Sie kann jetzt robben, vielleicht lag die Unruhe ja daran, dass sie was neues gelernt hat.
Ist grad echt ein Unterschied wie Tag und Nacht, weil sie sich jetzt auch mal ne Weile selbst beschäftigt und ganz begeistert von einem interessanten Gegenstand zum nächsten robbt. Aber nach ner bestimmten Zeit braucht sie dann wieder ganz viel Mama - ist ja auch schön.
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von amanite »

ich reihe mich mal bei euch ein.
ich hab immer gaaanz neidisch auf die kinder von anderen geschaut, die alleine irgendwo liegen und tiefenentspannt schlafen oder sich einfach nur glücklich umschauen was es noch so zu sehen gibt. diesen zustand gab es bei meiner tochter nie, weder schlafend, geschweige denn im wachzustand, daran war nie zu denken. noch heute mit zwei will sie ständig hoch und getragen werden. nach den zwei jahren bin ich entsprechend geschlaucht und wüsste nicht mal ansatzweise wie ich noch ein zweites kind bekommen könnte, ich glaube das würde ich nie und nimmer packen. sehe aber auch langsam kleine fortschritte. heute im strandbad hat sie sich schlafend vom arm ablegen lassen und lag dann neben uns auf dem handtuch und trotzdem dort ein heftigster lautstärkepegel von spielenden kindern war, schlief sie ne ganze weile. ich sah einige frauen an uns vorbeilaufend die sie anschauten und dann lächelten. von so kleinen momenten muß ich nun zehren.

unsere kinderärztin meint immer, dass wir ein besonderes exemplar haben. dass sie sich sicher ist, dass meine tochter hochintelligent ist. vielleicht wär das ja eine erklärung, warum sie so extrem fordernd ist und trotz sutigem aufwachsen doch immer sehr unentspannt wirkt(e).

es gibt von julia dibbern so ein video, wo sie mit nicole zusammen erklärt, warum artgerechte erziehung in den ersten jahren mehr aufwand erfordert, sich dann aber später ausgleicht indem mann dann weniger aufwand hat im vergleich zu den anderen. man geht praktisch nur in die zeitliche vorleistung. ich versuch mir das immer so etwas schön zu reden und zu hoffen, dass es irgendwann besser läuft.
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Marlio
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von Marlio »

Ich hab hier auch so ein unentspanntes Exemplar und muss zugeben, dass ich schon sowohl den Gedanken hatte etwas falsch zu machen, als auch wie PaleFire an ADHS denken musste.

Anfangs war meiner auch sehr entspannt, hat kaum geheult, viel geschlafen und meine Hebi meinte, er wäre ja ein tiefenentspanntes Kind. Tja, jetzt mit 6 Monaten sieht der Alltag so aus, dass ich ihn nichtmal kurz im Wohnzimmer liegen lassen kann, um mir in der Küche kurz nen Kaffee zu machen. Nichtmal wenn ich ihn auf seiner Decke so lege, dass er in die Küche schauen kann. Momentan (und schon seit Wochen) ist es so extrem, dass er eigentlich nur spielt, wenn ich neben ihm sitze. Ihn kurz wo lassen und etwas machen ist nahezu unmöglich. Es kann ihn auch niemand anderes nehmen, außer mein Mann.Vielleicht mal 5 Minuten und wenn ich direkt daneben stehe, mich idealerweise auch noch mit ihm beschäftige, das wars. Ich hab mich schon öfters mal gefragt, ob das wirklich noch im normalen Rahmen liegt. Oder ob wir selber schuld dran sind, weil wir ihn Anfangs kaum aus der Hand gegeben haben, bei Geburtstagen usw. mit Tragehilfe ankamen und er so die Erfahrung nicht machen konnte... Wir haben an dem Punkt nach unserem GEfühl gehandelt und das war, dass das Baby die ersten 8 Wochen zu den Eltern gehört.

In der Entwicklung früher dran oder besonders offen ist er auch nicht. Zumindest in der motorischen Entwicklung. Ansonsten ist er so neugierig, wie es ein 6 Monate altes Baby eben ist. Er möchte alles anfassen und begutachten und befühlen. Gut zu wissen, das man nicht alleine ist :-)
Unser Blubberchen kam am 26.11.12 zur Welt - "Wir lieben Dich weit inniger, als Licht und Luft und Freiheit!"

Wenn ein Kind...
-kritisiert wird, lernt es zu verurteilen. -angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. -verspottet wird, lernt es schüchtern zu sein. -beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen.
-verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein. -ermutigt wird, lernt es sich selbst zu vertrauen. -gelobt wird, lernt es sich selbst zu schätzen. -gerecht behandelt wird, lernt es gerecht zu sein. -geborgen lebt, lernt es zu vertrauen. -anerkannt wird, lernt es sich selbst zu mögen. -in Freundschaft angenommen wird, lernt es in der Welt Liebe zu finden.
(Text über dem Eingang einer tibetischen Schule)
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Kronsbär
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Re: AW: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von Kronsbär »

bettibeutlin hat geschrieben: Und dein unentspanntes Baby einfach viel Glück hat, dass es eine Mutter hat, die so auf es eingeht.
2
:bravo :bravo :bravo
Perfekt gesagt.
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Muckelchen, *9.11.2012
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