Hallo,
wir leben noch ...
So langsam stellt sich eine gewisse Routine ein, was gut ist. Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, daß wir beim Zufüttern bleiben.
Meine Hebamme hat meinen Prolaktinwert bestimmt - dank Domperidon ist der Normal. Da ich trotz diverser anderer milchbildender Maßnahmen immer noch keine riesen Tüten vor mir hertrage, brauche ich mir da keine Illusionen zu machen fürchte ich.
Malzbier ist tabu für mich, ich bin klein und dick und muß auf meine Kurven achten. Mit Linie ist da eh nix mehr.

Ich halte mich an alkfreies Weizen (find ich echt lecker), Caro Kaffee und Stilltee. Was anderes trinke ich gar nicht mehr.
Wir füttern inzwischen meist so 500 ml zu. Er nimmt aber auch kräftig zu dabei, teils so 80g am Tag. Tagsüber ist der Kleine nach 60 ml Zufüttern satt und zufrieden. Abends so zwischen 19 und 23 Uhr rastet er aus und spielt "ich-armes-Kind-werde-hier-verhungern-gelassen" und zieht sich dann noch mal kräftig was nach in kurzen Abständen, so daß es sich dann doch auf einen halben Liter zusammenaddiert.
Ich habe es noch mal mit zwischendurch Pumpen versucht, aber das funktioniert einfach nicht. Daß nix bei rumkommt war ja eh klar, aber mir tun die Brüste dann weh für nen halben Tag. Da ist es auch egal ob ich die Pumpe nur im Nuckelmodus laufen lasse. Wenn mein Söhnchen richtig angedockt ist, kann ich ihn ne Stunde lang problemlos Wechselstillen, aber die olle Pumpe sorgt schon nach 10 min dafür, daß mir danach 10 Stunden lang die Brüste stechen und brennen.
Also laß ich das nun auch wieder ...
Er wiegt jetzt knapp 4500g und hätte damit reich rechnerisch einen Bedarf von ca 750-900 ml. Also gehe ich mal davon aus, daß er wenigstens 100-200 ml von mir bekommt. Ich denke wir leihen uns die Tage mal eine Waage und machen doch mal eine Stillprobe. Ich würde schon gerne wissen, wieviel er in etwa bekommt, auch um zu entscheiden ob ich doch die BES mal ausmotte.
Beim Osteopathen waren wir inzwischen auch beide. Ich hab aua ISG, das war mir ja klar, und Baby hat - nix. Das ist natürlich gut, aber bringt dann auch kein unverhofftes osteopathisches Stillwunder.
Ich danke euch für euren Beistand. Im realen Leben interessieren sich da nur Hebamme, Stillberaterin und der Gatterich für. Alle anderen können nicht wirklich nachvollziehen, was das für mich bedeutet. Zumindest kommt da meist null Reaktion oder doofe Standardsprüche (Kinder werden auch so gesund groß etc), obwohl alle die uns nahe stehen von unserer Vorgeschichte wissen. Das schmerzt irgendwie noch mal mehr. Da kommt kein seelischer Beistand, und da bin ich froh, daß es euch gibt.

Ich glaub manch einer findet es sogar gut, besonders auch daß ich die BES nicht im Einsatz hab. Man spekuliert wohl drauf bald die Flasche geben zu dürfen.