Das "spielen" gehört zum normalen essen lernen dazu. Die Kinder erkunden das Essen erstmal mit allen Sinnen. Kosten mal, beißen mal ein Stück ab, schiebens im Mund herum, spucken es wieder aus. Irgendwann wird doch mal was geschluckt, was du dann meist in der Windel wiederfindest. Irgendwann wird das schlucken mehr und mehr und eines Tages isst das Kind ganz normal.
Meine Tochter hat mit 5,5 Monaten Interesse an essen gezeigt. Bis sie wirklich gegessen und runtergeschluckt hat, sind aber nochmal fast 3 Monate vergangen. Und bis sie dann auch nennenswerte Portionen zu sich nahm, verging nochmal ein Vierteljahr, da war sie dann 11 Monate alt. Jetzt mit 14 Monaten isst sie wirklich gut und gerne und teils auch richtig viel. Und es gibt nichts, was sie nicht weigstens probiert, wenn nicht sogar mit Begeisterung verschlingt. Es ist eine wahre Freude, ihr beim Essen zuzusehen. Ein strahlendes Kind, was Butter pur löffelweise in sich reinstopft oder gleich das Stück in die Hände nimmt, abbeißt und das abgebissene Stück genüsslich lutscht. Das wöllte ich echt nicht mehr missen. Was gibt es schöneres bei der Beikost als ein mit Freude, Genuss und allen Sinnen essendes Kind? Auch die angeekelten Blicke von meinem Mann, wenn sie mal wieder meinen stinkenden Harzer Käse verspeist, sind aus unserem Familienleben nicht mehr wegzudenken.
Wir stillen nach wie vor, von abstillen keine Spur. Und gerade wenn Kinder krank sind, schalten sie gaaaanz schnell von alleine wieder auf vollstillen um. Aber auch ich war froh, als sie von anderem satt wurde als nur vom stillen oder der Flasche mit PRE, die sie in Notzeiten nahm. Ab dem 8. Monat war es für mich nicht mehr möglich, sie nur noch alleine durch meine Muttermilch zu ernähren. Ich war heilfroh, als wir endlich eine Flasche gefunden hatte, die sie akzeptierte. Und mittlerweile nimmt meine Gewichtsabnahme schon beängstigende Ausmaße an, sodass ich froh bin, nicht mehr voll stillen zu müssen.