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Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 00:31
von blueberry
Liebe Toncks,

ich mag mich den anderen mal anschließen, die sagen, dass es ganz normal ist, auch mal aggressive Gefühle zu entwickeln, wenn ein Kind weint. Ich selbst hatte ein KISS-Baby, das bei jedem Wachstumsschub viel geweint hat (sonst nicht so viel), sich nach hinten verbog, aufgrund des über KISS ein Jahr nur im Liegen stillen konnte, weshalb soziale Kontakte lange fast unmöglich waren, wenn ich keine Möglichkeit hatte, mich vor Ort mit Kind hinzulegen zum Stillen :( ... - und obwohl ich volle Unterstützung meines Manes hatte, hatte ich immer wieder Momente, wo ich das Kind meinem Mann in die Hand gedrückt habe, ein "ich hab keine Ahnung, ich hab alles versucht, soll er doch sehen, wo er bleibt!" oder ähnliches gefaucht habe und erstmal in einen anderen Raum zum Brüllen und Wutablassen gerannt bin :oops: :oops: :oops: Hört sich nicht nach einer reifen Leistung an, aber hat geholfen, wieder runterzukommen und mich danach wieder ums Kind zu kümmern. Und ja, ich hatte dann auch immer ein wahnsinnig schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass ich sogar mal eine Phase hatte, in der ich gesagt habe, es sei nett gewesen, ein BAby zu haben, aber nun könne es auch gern wieder jemand mitnehmen :( :oops: :cry: :oops: . Solche Momente kann ich jetzt - ein Jahr später - schon nur noch schwer ins Gedächtnis rufen, weil es schon soooo lange her scheint. Vielleicht ermutigt Dich das ja ein bisschen. Mittendrin konnte ich es mir kaum vorstellen, aber jetzt sehe ich, dass es wirklich nur (an der Lebenszeit gerechnet) "kurze" Phasen waren, in denen alles so schwer war...


Zum Essen: mein Kind war auch erst sehr spät beikostreif - nennenswerte Mengen hat er dann auch nach erreichen der Beikostreife monatelang nicht gegessen. Er hat alles angelutscht, betastet, angekaut, ausgespuckt, wieder abgebissen, wieder ausgespuckt - mit vieeeeel Interesse und Appetit angeleckt etc. Aber ESSEN hätte ich das nicht genannt. Das tut er nun erst seit wenigen Monaten in nennenswerten Portionen. Da war er weit über ein Jahr alt. Vielleicht würde ich an Deiner Stelle auch mal ein paar Wochen lang die Beikost nochmal zurückfahren und nur Stillen und schauen, wie sich das macht.
Toncks hat geschrieben: Für den Getreidebrei nehm ich Weizenkörner und müller den durch unsere Getreidemühle, geb dann Mumi hinzu und wärm ihn auf, damit er schön quillt.
An dieser Stelle wollte ich mal nachfragen: das Getreide ist also völlig ungekocht? Du schrotest das roh, gibst Muttermilch dran und erwärmst es nur ein bisschen und lässt es quellen? Ich glaube, das würden selbst viele Erwachsene wirklich schlecht vertragen. Rohes Getreide, das weder längere Zeit gekocht noch längere Zeit, z.B. über Nacht, in Wasser gequollen wurde (was wiederum aufgrund der dann möglichen Keimbelastung für Babys unter einem Jahr nicht gut ist) ist für Menschen nur sehr schwer verdaulich. Und da meine ich jetzt Erwachsene mit einem voll ausgereiften Darm...


Ganz davon abgesehen aber (denn das Weinen Deines Babys ist ja nicht mit dem Getreidebrei gekommen), mag ich auch denen zustimmen, die eher an "bedürfnisstark" oder Reizüberflutung denken, als an Schmerzen. Wir hatten mit unserem Baby ja ein eher beschauliches Leben, da ich durch das ausnahmslose Liegendstillen im Alltag kaum was anderen "unternehmen" konnte als Spaziergänge durch die Landschaft oder mal was Einkaufen. (Landleben halt). So richtig richtig schlimm unstillbares Schreien über eine halbe, dreiviertel, ganze Stunde am Abend hatten wir ausnahmslos an Tagen, an denen es total viel Action gab (Besuch mit Kindern, selbst länger unterwegs gewesen, mehrtagesausflüge mit vielen Menschen am Zielort, ...). Während der "Action" war er sehr zufrieden. Und als zuhause dann wieder Ruhe einkehrte, war er völlig aufgelöst. Ich dachte auch, er könne nur schlimme Schmerzen haben :cry: , aber rückblickend ergab sich de rzusammenhang zu viel Action vorher sehr eindeutig...


Einen KISS-Spezialisten, der nach Gutmann arbeitet (findest Du auf der Liste auf kiss-kid.de) würde ich im Zweifelsfall auch hinzuziehen.

Und ich wollte fragen, wie Deine Kleine auf Stillen reagiert, wenn sie am Abend so schwer runterkommt. Oder nachts, wenn sie aufwacht - stillst Du dann gleich? Oder schaust erst, ob sie sich auch so beruhigt? (Ich komme drauf, weil Du schriebst, sie schlafe manchmal auch ohne Stillen ein, wenn man sie wach ins Bett legt - ich glaube, das hat meiner erst mit weit über einem Jahr gemacht. Vorher gab es nur Einschlafstillen und was anderes hab ich auch nie ernsthaft probiert). Viele Babys wollen abends quasi ununterbrochen oder in sehr kurzen Abständen stillen (z.B. 45 min. Stillen, zehn Minuten Pause, dann wieder 30 min stillen, dann fünf Minuten Pause, eine Stunde Stillen, ...) Das nennt sich Clusterfeeding und ist nicht ungewöhnlich...


Ich finde jedenfalls, wenn ich das so lese, dass Du das alles ganz bewundernswert machst. Du stemmst soooo viel allein und gehst so viel auf Deine Tochter ein. Ich finde, Du solltest sehr stolz auf Dich sein!

(Und Deiner Verwandtschaft kannst Du ja mal "Kinder verstehen. Born to be wild" von Renz-Polster schenken. Dort wird erklärt, warum das alles evolutionär völlig sinnvolles Verhalten ist, das Du und Dein BAby da an den Tag legen, wenn Ihr Euch körperlich nicht weit voneinander trennt. Das hat NICHTS mit Verwöhnen zu tun. Überhaupt gar nichts. 8) )

Ich wünsche DIr viel Kraft! Und evtl. doch die Gelassenheit, den Studienabschluss nochmal zu verschieben. Das wäre etwas, was ich nie und nimmer auch noch in der Zeit geschafft hätte, in der mein Kind so klein war. Ich glaub, da wäre ich ein Nervenwrack gewesen, wenn ich den Anspruch gehabt hätte, auch noch "nebenbei" neben Kind und Haushalt (in dem mein Mann mir schon viel abnahm) auch noch zu Studieren - geschweige denn, ein Studium zu beenden.

(Und noch eins wollte ich sagen: Schreiambulanzen können sehr unterschiedlicher Qualität sein. Manche raten auch einfach knallhart zum ferbern und schreienlassen, damit das Kind endlich lernt "richtig zu schlafen" usw. :? :( Es kann nicht schaden, da im Zweifelsfall kritisch zu bleiben)

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 13:34
von Toncks
blueberry hat geschrieben:
Und ich wollte fragen, wie Deine Kleine auf Stillen reagiert, wenn sie am Abend so schwer runterkommt. Oder nachts, wenn sie aufwacht - stillst Du dann gleich? Oder schaust erst, ob sie sich auch so beruhigt? (Ich komme drauf, weil Du schriebst, sie schlafe manchmal auch ohne Stillen ein, wenn man sie wach ins Bett legt - ich glaube, das hat meiner erst mit weit über einem Jahr gemacht. Vorher gab es nur Einschlafstillen und was anderes hab ich auch nie ernsthaft probiert). Viele Babys wollen abends quasi ununterbrochen oder in sehr kurzen Abständen stillen (z.B. 45 min. Stillen, zehn Minuten Pause, dann wieder 30 min stillen, dann fünf Minuten Pause, eine Stunde Stillen, ...) Das nennt sich Clusterfeeding und ist nicht ungewöhnlich...
Die Kleine ist kein "Brustnuckel-Kind". Sie nimmt die Brust nur, wenn sie Hunger hat. Deshalb funktioniert bei uns das Einschlafstillen gar nicht. Nachts nimmt sie die Brust auch nicht immer, außer sie hat ein unglaubliches Nuckelbedürfnis, da nimmt sie dann alles was sie in die Finger bekommt. Ich glaub, dass sie schon gemerkt hat, dass Nuckeln oftmals gut gegen ihre Bauchschmerzen sind, weil sie danach sehr gern mal pupst.


Je länger ich nun darüber nachdenke und lese, bin ich mir nicht mehr sicher, dass sie am Abend wirklich Bauchschmerzen hat. Wobei ich mir nachts immer noch sehr sicher bin, dass sie der aufgeblähte Bauch aufweckt. Manchmal macht sie mir auch in der Früh um 4 Uhr in die Windel. Gepupst wird auch häufig in den Morgenstunden. Wo ich mir auch sicher bin, dass die Nächte und Abende zurzeit nun extrem schlimm sind, weil sie Zahnschmerzen hat.

Ich werde nun die Zahnschmerzen erstmal vergehen lassen und das Ganze erneut beobachten, um wirklich Bauchschmerzen auszuschließen. Es könnte wirklich auch Reizüberflutung sein, wir sind ja imemrhin den halben bis ganzen Tag unterwegs. Das Problem ist nur, dass sie mich wahnsinnig macht, wenn wir zu Hause bleiben. Sie quengelt, zetert, weint, schreit und dann muss ich mich wie gesagt die ganze Zeit um sie kümmern und den Kasperl spielen und das ist auch sehr anstrengend.

Ich danke euch nochmal vielmals für eure Kraft und Tipps und vor allem für euer Verständnis. Das bedeutet mir sehr viel und motiviert auch ungemein!

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 13:37
von Toncks
Achja, diese Nacht gaben wir um 23:00 Uhr ein Benuronzäpfchen, das hat uns lediglich einen ruhigen Schlaf bis 1:30 Uhr beschert ... ich hoffe wirklich, dass die Zahnschmerzen bald verschwinden. Ich kann ja und will auch nicht jede Nacht ein Zäpfchen geben.

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 14:14
von Johana
Hm,wenn ein Zaepfchen nicht hilft,sind es vielleicht keine Schmerzen?

Dass ein Kind pupst heißt ja nicht,dass es Bauchweh hat.
Und dass der Bauch hart ist,wenn das Kind schreit ist normal.Die Muskeln sind angespannt beim Schreien.

Ich möchte dich nicht (weiter) verunsichern.Nur eventuell noch eine andere Richtung aufzeigen.

Was passiert denn nachts,wenn sie aufwacht?
Und wie bzw. womit lässt sie sich tagsüber beruhigen wenn sie schreit?

Liebe Grüße

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 15:24
von blueberry
Dass Deine Kleine keine Nucklerin ist, und auch nicht einschlafen kann beim Stillen (was mich allerdings doch auch nochmal an KISS denken lässt, wenn ein Baby sich beim Stillen nicht richtig entspannen kann...) erschwert Deine Situation natürlich. Ich habe mich in anstrengenden Zeiten wenigstens immer beim Stillen und Einschlafstillen sehr erholen können, indem ich mich dazu einfach mit dem Baby gemütlich hingelegt habe. Das sind heute noch meine Auszeiten und Ruhezeiten am Tag, die ich brauche und genieße.

Was mir allerdings noch einfiel, als Du das mit dem Windel-Vollmachen früh um vier schriebst: es gibt Babys, die einfach nicht lernen entspannt in eine Windel zu machen. Gegen "Gegendruck"/Eingepacktsein und gleichzeitig Pullern/Kackern haben Babys einen eingebauten Hemm-Mechanismus, der verhindert, dass tausende von Jahren lang Mütter von ihren (natürlich windellosen - wie auch noch heutzutage die meisten BAbys weltweit!) Babys beim Tragen einfach "beschmutzt" wurden. Babys haben also eigentlich wenn sie auf die Welt kommen, das Bedürfnis, nur zu pinkeln etc. wenn sie untenrum frei sind, weil das signalisiert, dass Mama erkannt, hat, dass sie grad müssen und sie deshalb von sich weghält um nicht dreckig zu werden 8) . Das ist auch der Grund, warum zahllose Eltern just in dem Moment angepinkelt werden, wenn sie wickeln, bzw. warum viele Babys dann genau in die frische Windel kackern :lol: , die man ihnen grad drum gemacht hat (sprich: mit dem Drücken anfangen, wenn sie freiliegen).

Jedenfalls verliert sich das bei vielen Babys in westlichen Kulturen dann schnell und sie lernen, dass in die Windel machen bei uns erwünscht und okay ist. Manche Babys verlieren Ihre angeborenen Hemmungen diesbezüglich aber spät oder schwer. Bei unserem Sohn war z.B. das Pullern (zumindest tagsüber) kein Problem, aber für ein großes Geschäft wollte er sehr lange Zeit (einige Monate lang) einfach untenrum frei sein. "Windelfrei 24/7" war mir aber zu anstrengend rund umdie Uhr :oops: :wink: , aber ich habe meist gemerkt, wenn er mal "groß" musste und hab ihn dann untenrum ausgezogen und auf alte Handtücher oder eine Einweg-Wickel-Unterlage auf eine Decke auf dem Boden gelegt oder am Wickeltisch unten nackig etwas "geturnt", den Bauch massiert, etc. Manche Babys mögen auch gern abgehalten werden (Such mal "Abhalten" in der Suche oder bei G**gle)

Manchmal ist er auch nachts weinend aufgewacht, wollte nicht stillen oder getragen werden und hat gejammert - bis wir drauf kamen, ihn dann mal auszuziehen, pullern zu lassen (irgendwie konnte er in eine sehr volle Pampers nicht mehr pullern, vielleicht weil dann der Gegendruck zu hoch war?), und schon schlief er mit frischer Windel weiter. Irgendwann verlor sich das und er ist ein ganz normales westliches Windelbaby geworden :wink: .


Zum "Kasperl spielen" vs. "Action": es gibt ja noch was zwischen "Uni und Action den ganzen Tag" und "nur zuhause hocken". Vielleicht wäre so ein Mittelmaß für sie gut - bissl zuhause sein, bisschen ruhige Spaziergänge im Tragetuch an der frischen Luft, zuhause mal baden oder gemeinsam ruhige Musik hören...

Und: die Zahnungszeit war bei uns auch einfach sehr anstrengend. Und Wachstumsschübe auch. Da hilft phasenweise auch manchmal alles nichts und man hat ein sehr anhängliches, ablenkungsbedürftiges, anstrengendes Baby :( Aber diese Phasen sollten halt auch nicht dauerhaft sein, sonst dreht man wirklich am Rad :(

So wie Du Dich bemühst und abrackerst und bei Deiner Tochter bist und für sie da bist, sei aber einer Sache gewiss: Du bist für sie eine wunderbare Mutter! :staub:

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 15:37
von Miracleine
[quote="Toncks"Die Kleine ist kein "Brustnuckel-Kind". Sie nimmt die Brust nur, wenn sie Hunger hat. Deshalb funktioniert bei uns das Einschlafstillen gar nicht. Nachts nimmt sie die Brust auch nicht immer, außer sie hat ein unglaubliches Nuckelbedürfnis, da nimmt sie dann alles was sie in die Finger bekommt. Ich glaub, dass sie schon gemerkt hat, dass Nuckeln oftmals gut gegen ihre Bauchschmerzen sind, weil sie danach sehr gern mal pupst.

Ich danke euch nochmal vielmals für eure Kraft und Tipps und vor allem für euer Verständnis. Das bedeutet mir sehr viel und motiviert auch ungemein![/quote]

Schläft sie denn beim Stillen auch mal ein? Sonst könntest Du sie ja zum Schlafen fertig machen wenn sie Hunger hat und nach dem Stillen dann hinlegen. So zumindest die Theorie. Ich weiß, dass das längst nicht bei allen Kindern funktioniert, wie mir meine Kleine gerade vor einer Viertelstunde wieder bewiesen hat. 8) Und meine Kleine wacht nachts derzeit auch spätestens alle anderthalb Stunden mit Blähungen auf. Dann nuckelt sie kurz und dann ist alles wieder gut, wenn das Nuckeln das pupsen beschleunigt hat.

Dafür ist das Forum da. Ich war überglücklich als ich damals, in ähnlicher Situation wie Du heute, endlich das Forum gefunden hatte und mir nicht mehr überall wie ein Exot vorkam.
Toncks hat geschrieben:Achja, diese Nacht gaben wir um 23:00 Uhr ein Benuronzäpfchen, das hat uns lediglich einen ruhigen Schlaf bis 1:30 Uhr beschert ... ich hoffe wirklich, dass die Zahnschmerzen bald verschwinden. Ich kann ja und will auch nicht jede Nacht ein Zäpfchen geben.
Hast Du denn mal beruhigende Medikamente ausprobiert (Zäpfchen oder Globuli)? Dann könntest Du eventuell das Problem noch näher eingrenzen. Davon einmal abgesehen kann es auch sein, dass Paracetamol Dein Baby noch aufgekratzer macht. Mein Großer ist damals bei Paracetaml immer zu Höchstformen aufgelaufen und hat gar nicht mehr geschlafen. :roll:

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 16:11
von zierfisch
blueberry hat geschrieben:... und auch nicht einschlafen kann beim Stillen (was mich allerdings doch auch nochmal an KISS denken lässt, wenn ein Baby sich beim Stillen nicht richtig entspannen kann...)
Nicht unbedingt. Unser Zwerg kann/mag nicht stillen zum Einschlafen. Er kommt damit ganz gerne runter, ist ok. Aber zum Einschlafen bitte schön kuscheln, mehr nicht.

Wie viel schläft deine Lütte denn tagsüber eigentlich, fällt mir mal so ein.

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 16:32
von Toncks
blueberry hat geschrieben:
An dieser Stelle wollte ich mal nachfragen: das Getreide ist also völlig ungekocht? Du schrotest das roh, gibst Muttermilch dran und erwärmst es nur ein bisschen und lässt es quellen? Ich glaube, das würden selbst viele Erwachsene wirklich schlecht vertragen. Rohes Getreide, das weder längere Zeit gekocht noch längere Zeit, z.B. über Nacht, in Wasser gequollen wurde (was wiederum aufgrund der dann möglichen Keimbelastung für Babys unter einem Jahr nicht gut ist) ist für Menschen nur sehr schwer verdaulich. Und da meine ich jetzt Erwachsene mit einem voll ausgereiften Darm...
Mir ist das jetzt den ganzen Tag durch den Kopf gegangen und ich hab mich dann gefragt, wie das mit den fertig gequetschten Flocken im Laden ist. Sind die denn bereits gekocht? Oder auch roh?

Außerdem ist mir ja aufgefallen, dass meine kleine Maus ja den Getreidebrei besser vertragen hat als den Gemüsebrei, bis halt die Zahnschmerzen dazukamen. Ich mach den Brei ja auch immer ganz heiß, damit er ja quellen kann. Ich würde halt ungern den ganzen Firmen Geld für ihre überteuerten Produkte in den Rachen werfen, aber wenn die den Getreidebrei bereits vorkochen und er dann verträglicher ist, würde ich es sicherlich machen.

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 16:40
von Toncks
Johana hat geschrieben:Hm,wenn ein Zaepfchen nicht hilft,sind es vielleicht keine Schmerzen?

Dass ein Kind pupst heißt ja nicht,dass es Bauchweh hat.
Und dass der Bauch hart ist,wenn das Kind schreit ist normal.Die Muskeln sind angespannt beim Schreien.

Ich möchte dich nicht (weiter) verunsichern.Nur eventuell noch eine andere Richtung aufzeigen.

Was passiert denn nachts,wenn sie aufwacht?
Und wie bzw. womit lässt sie sich tagsüber beruhigen wenn sie schreit?

Liebe Grüße

Ich weiß, nun denk ich auch eher kritisch darüber nach, ob es wirklich Bauchschmerzen sind. Letztens ist uns auch etwas sehr seltsames passiert. Da hat sie sich in der Früh im Halbschlaf wieder fürchterlich gewindet und gewimmert und als wir sie aufgeweckt haben, war alles vorbei und sie hat gelacht. Wir haben uns dann wieder hingelegt und als sie wieder schläfrig wurde und einschlafen wollte gings wieder los. Wir konnten das nicht ganz deuten.

Tagsüber schreit sie eigentlich sehr selten. Außer wir sind zu Hause. Dann wird ihr wohl langweilig. Dann muss ich sie ins Tuch nehmen und raus gehen. Seit wir den Brei eingeführt hatten - und nun ja wieder abgeschafft - weint sie eigentlich selten tagsüber. Es ging nur am Freitag wieder los und da wusste ich nicht gleich was los war. Am Dienstag wusste ich ja dann, dass das die Vorboten der Zahnschmerzen waren. Am Freitag schrie sie um Mittag rum und als ich sie dann stillte, gabs einen Mörderpups und danach wars vorbei.

Mir fällt auch tagsüber oft auf, dass ihr Darm sehr stark grummelt, da scheint es sie aber nicht zu stören. Ich spüre dieses Grummeln auch. Bisher hab ich es auch zweimal gespürt und geschafft rießige Luftansammlungen in ihrem Darm Richtung Enddarm zu bewegen und die hat sie dann in einem Pupskonzert rausgelassen.

Mir fällt auch grad auf - wenn ich so drüber nachdenke - dass sie vor Freitag tagsüber eigentlich nicht mehr wegen Bauchschmerzen geweint hat, also seit die Koliken weg sind. Es fing halt nur wieder mit dem Brei essen an, dass sie Abends und Nachts dann auch wieder vermehrt drückte und weinte. Deswegen dachte ich auch immer es wären wieder Blähungen und daher die Schmerzen.

Da meine Kleine ja seit August nachts so unruhig schläft - egal ob mit Brei oder ohne Brei, es wird immer nur schlimmer oder leichter, hat nie ganz aufgehört - leben wir glaub ich in so einem instabilen System. Und wenn dann die Zahnschmerzen kommen, wirds mir einfach zu viel und ich bin schnell überfordert und nervlich am Ende, da es ja dann exorbitant schlimmer wird.

Re: Ich schaffs nicht mehr :(

Verfasst: 10.11.2011, 16:43
von Toncks
blueberry hat geschrieben:Was mir allerdings noch einfiel, als Du das mit dem Windel-Vollmachen früh um vier schriebst: es gibt Babys, die einfach nicht lernen entspannt in eine Windel zu machen.
Also ich glaube, dass ich das ausschließen kann, denn die Kleine ist normalerweise eine Stealth-Käckerin :) sie machts immer heimlich und auch mal gern, wenn die Windel frisch gewechselt wurde, so dass ich nach 5 Minuten wieder windeln darf. Wenn sie nachts in die Windel macht, drückt sie vorher ungemein. Deshalb dachte ich auch immer, dass sie Bauchschmerzen hatte. Mir fällt grad noch ein, dass sie ab und an nachts besser schläft, wenn ich sie auf den Bauch drehe oder ihr in Rückenlage die Beine an den Bauch drücke. Was mich ja auch immer an Bauchschmerzen denken lies.