Vielen Dank nochmal für eure tollen Antworten und für eure so liebe Anteilnahme! :') Es hat mich sehr gefreut, dass ihr mir alle helfen wollt und ich auch nicht alleine mit den ganzen Problemen dastehe!
Sakura hat geschrieben:hi toncks,
eben erst den rest gelesen. kaiserschnitt... ja. ich drück dich mal. für ein neues kind kannst du ja gezielt eine klinik suchen, die mit niedriger kaiserschnittrate werben? die, wo ich war, die haben eine KS-rate von 12% (durcschnitt in D ist wohl 35%).
Ich war in einer hervorragenden Klinik, was die Versorgung und Wünsche einer Schwangern anbelangt. Man hat den Kaiserschnitt so lange wie möglich hinausgezögert. Das Problem war, dass die Kleine auf meinem rechten Harnleiter saß und ich das über 5 Tage nicht gemerkt habe, d.h. meine Rechte Niere war so voll mit Urin, dass diese auf Tennisballgröße angeschwollen ist. Als sie das beim Frauenarzt gemerkt hatten (die Fraunärzte dort waren auch die Ärzte in der Geburtsklinik) wollten sie gleich einen KS machen, aber sie berücksichtigten meinen Wunsch, dass ich keinen möchte und erst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfe. Sie boten mir dann an es mit linkslagern zu versuchen und wenn der Schmerz etwas nachlässt, dann könnten wir eine Geburt einleiten. Dem war dann auch so und ich hatte für den Freitag in der Früh um 8 Uhr ein Termin zum Geburt einleiten. Leider bekam ich dann in der Nacht zum Freitag um 4:00 Uhr früh meine erste Nierenkolik. Am Ende lag ich schreiend auf dem OP-Tisch und wie es sich herausstellte war es gut so einen KS zu haben, da die Kleine ja einen Nabelschnurknoten hatte - was alles passieren hätte können ... von dem her glaub ich, dass ich in einer hervorragenden Klinik war.
lona27 hat geschrieben: Tipps gabs in der Zeit zuhauf, alles haben wir probiert... DU warst ja beim Osteopathen, das ist ziemlich ähnlich. Nur bei der CS arbeitet man wohl MIT der Blockade, statt sie mit leichtem Druck zu lösen. Im Netz findest du dazu einiges, wenn du googelst.
Die Osteopathin, die ich mir rausgesucht hatte, konnte auch Craniosacrale Therapie, hat aber über die Krankenkasse Physiotherapie abgerechnet. Mir war das schon etwas suspekt, aber ich hatte so viel Hoffnung in diese Frau... aber da es nach jeder Behandlung so viel schlimmer wurde, hab ich das ja abgebrochen. Ich hab für die zwei Behandlungen 105 € bezahlt, was in mein nicht vorhandene Studentenkasse ein ganz schönes Loch reingerissen hatte. Der Papa und Opa des Kindes fanden den ganzen Heiltherapeuthen-Trara eh völligen Humbug, von dem her kann ich sie sicherlich nicht nochmal von so einer Behandlung überzeugen...
feuerdrache hat geschrieben:
Was mir aber gerade einfällt wegen der Blähungen: Meine Kinder haben auf unterschiedliche Dinge reagiert. Beim Großen waren es Schokolade, Zwiebel und Knoblauch und ein Gewürz! Bei der Mittleren Tomaten. Und der Jüngste ist relativ resistent.
Also ich hab das jetzt schön öfter gelesen, dass ihr alle wisst, was die kleinen Racker nicht vertragen! Jetzt frag ich mich doch, wie ihr das rausgefunden habt? Seit die Kleine da ist, hab ich versucht mich gesund und abwechslungsreich zu Ernähren - natürlich mit Aufpassen zwecks blähender Sachen. Da ich so viel verschiedenes gegessen habe, konnte ich keine Muster erkennen. Sie hatte auch oft Blähungen, wenn ich keine hatte oder wenn ich welche hatte, dann hatte sie keine. Also entweder sie reagiert auf sehr sehr vieles oder es ist irgendetwas, was ich jeden Tag esse, das könnten nur Vollkornprodukte sein, aber die hab ich nun auch seit gestern weggelassen, bin mal gespannt... heute Nacht war sie auf alle Fälle ruhiger, wachte aber dennoch mehrmals weinend auf, wel sie Pupsen musste. Als die Winde raus waren gings wieder.
feuerdrache hat geschrieben:
Nimmst Du vielleicht irgendwelche Vitaminergänzungen? Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum einge mamas die nicht vertragen haben. Oder eine Stillpille oder so was?
Ja ich nehm die gängigen empfohlenen Nahrungsergänzungen: Vitamin D, Folsäure mit Jod und Vitamin B12, Calcium - weil ich kaum mehr Milchprodukte zu mir nehme - Omega-3-Fettsäuren, also Lachsöl, Eisen, weil ich zu niedrige Eisenwerte habe und Magnesium. Diese Präparate hatte ich aber auch schonmal zwei Tage hintereinander vergessen einzunehmen und es wurde nicht besser mit der Kleinen.
Die Stilliplle nehm ich auch, aber die bekam ich ja erst 6 Wochen nach der Geburt und da ging das mit der Kleinen ja schon 4 Wochen lang oder meinst du das könnte nun von der Stillpille kommen, dass sie sozusagen "immer noch" Blähungen hat?
feuerdrache hat geschrieben:
Undm it Deinem Freund- ehrlich ich musste lachen. Jetzt kommt der "arme Kerl" von der schweren schweren Arbeit heim und nicht die sexy Frau im Neglige mit fröhlichem Ableger erwarten ihn, sondern das reale Leben. Ach muss der hart auf den Boden der Realität geplumpst sein. Rede mal in aller Ruhe mit ihm. Ohne Vorwürfe. Üb erlegt gemeinsam wie er Dir da etwas Ruhe verschaffen kann. Spazieren gehen mit der Kleinen oder was auch immer. Vielleicht muss er konkrete Beispiele haben um Dir helfen zu können. Denn auch wenn wir es alle gerne hätten- Männer können nicht Gedanken lesen. Die brauchen beim Wink mit dem Zaunpfahl ein mehrere Quadratmeter großes Schild drauf! Und ja, die erste Zeit ist anstrengend.
Jaja mein Freund...er versuchts ja und da bin ich ja auch froh drum und das mit dem Wink mit dem Riesenzaunspfahl - ich brauch da oft mal nen Vorschlaghammer... am Wochenende versucht er gern mal die kleine zu bespaßen und gleichzeitig am Computer zu arbeiten, dass das nicht so geht, musste ich ihm auch erst einprügeln. Ansonsten gibt er sich ja Mühe, das Problem ist nur, dass er eine unglaublich kurze Lunte hat und schon nach max. 10 Minuten mit der Kleinen, wenn sie schreit, schon am ausrasten ist und am liebsten was kaputt machen würde, dann nehm ich doch lieber wieder die Kleine...
feuerdrache hat geschrieben:
Und wenn Deine Tochter gerne viel sieht und Du sie nicht auf dem Rücken trage nwillst, probiers doch mal für ganz kurze Zeit seitlich? Bis Du Dich an den Rücken herantraust? Oder mach mal eine Trageberatung, Die hilft Dir sicher weiter.
Ich habs gestern nochmal mit auf den Rücken binden versucht und nach dem zweiten Mal hats geklappt und wusset dann auch warum sie so geweint und gequengelt hatte! Sie wollte einfach nicht in der Wohnung gebunden werden! Sobald ich draußen im Vorraum war, hat der kleine Schelm gelacht und ich musste dort vorsichtig weiterbinden! Und so hatten wir einen kleinen Ausflug gemacht und ich war doch etwas enttäuscht, dass sie nach 10 Minuten schon wieder eingeschlafen war

manchmal ist die Einschlaffunktion vom Tuch doch zum mäusemelken!
Das seitliche Binden hab ich aufgegeben, nach 5 versuchen gings einigermaßen, aber sie hängt bei mir so fürchterlich drin und bei dem Zappelphilipp kann ich das auch nicht richtig korrigieren. Die Bindetechnik ist mir einfach zu schwer
M0NA hat geschrieben:Bekommt Deine Kleine Fluortabletten?
Nein die kleine Maus bekommt nur Vitamin D Tabletten und das von Anfang an.
M0NA hat geschrieben:Mir hat es sehr geholfen, an meiner eigenen Einstellung gegenüber meinem schreienden Kind zu arbeiten. Das macht das Schreien nicht besser, aber mir als Mutter geht es damit besser.
ich habe mir vorgenommen, das nun auch wieder so zu machen. Ich werde wieder optimistisch in die Zukunft sehen und nicht nur das Geschrei und die nächtliche Pupserei, sondern meinen Blick mehr auf die schönen Zeiten mit der Kleinen richten. Die schlimmen Zeiten gehen sicherlich bald vorbei. Es ist halt nur sehr traurig, dass einem eigentlich die schönste Zeit mit seinem Neugeborenen so zunichte gemacht werden können. Aber ich werde das einfach so nicht mehr sehen, sondern froh drum sein, dass ich sie hab und mit ihr lachen kann!
M0NA hat geschrieben:Übrigens bist Du mir meilenweit voraus, indem Du sagen kannst, Du hättest Deinen Kaiserschnitt verarbeitet. Das habe ich nämlich definitiv nicht. Und ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht wie, denn außer mir selber interessiert sich ohnehin niemand dafür und verstehen kann das erst recht niemand, wo an einem Kaiserschnitt so ein riesen Problem sein soll.
ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich verarbeitet habe. Ich weiß nur, dass es mir heute nicht mehr so schlecht geht, wie damals. Als ich meine Tochter nach dem Kaiserschnitt das erste Mal gesehen hatte, fand ich sie nicht hübsch, ich konnte sie nicht lieben. Ich kann auch bis heute kaum sagen, dass ich sie zur Welt gebracht habe, denn das habe ich nicht. Man hat sie mir genommen. Ich habe sicherlich zwie Monate damit gekämpft meine Tochter anzunehmen und mir solche Vorwürfe gemacht, dass ich an vielen Tagen nicht die Gefühle einer Mutter für meine Tochter hatte. Es gab Tage, da konnte ich sie nicht lieben, unabhängig vom Schreien. Ich suchte verzweifelt das Überglücklichsein, dass ich doch ab und an mal verspührt hatte. Ich empfand mich als Rabenmutter. Im Krankenhaus hatte ich meine Tochter auch immer nur zum Stillen und Nachts dann, da lag sie auf mir, da ichs von der KS-Wunde her nicht mehr geschafft hatte, sie in ihr Bettchen zurückzulegen. Ich glaub, das war ganz gut so, sonst hätt ich den kompletten Draht zu ihr verloren. Tagsüber war ich nämlich froh, wenn sie jemand anderes hatte, denn ich war nicht glücklich. Ich war auch eifersüchtig auf alle Frauen, die ihre Kinder spontan entbinden konnten. Ich hasste sie förmlich und ich habe alle Frauen verflucht, die sich einen KS wünschten oder wünschen! Ich weiß nicht, was ich heute machen würde, wenn mir so eine begegnet! Es gab dann einen gewissen Wendepunkt, der war ungefähr ein Monat nach ihrer Geburt bei der U3-Untersuchung. Da war die kleine Maus bei der Kinderärztin auf dem Arm und wollte mit der Kleinen zur Hüftuntersuchung. Leider war der Raum grad bestzt und sie drückte mir mit dem Spruch "dann geh doch mal nochmal kurz zu deiner Mama" in die Hand. Ich war in dem Moment total überfordert, weil ich bis dato die Kleine immer noch nur zum Stillen hatte. Und von da an wusste ich, dass es so nicht weiter gehen konnte und ich mich viel viel mehr mit meiner kleinen Tochter beschäftigen musste. Als ich dann noch eine Hebamme fand, die mir aus der Seele gesprochen hatte, konnte ich das alles viel besser annehmen und seit dem ist der KS nur noch ein dunkles Kapitel irgendwo im Hinterköpfchen. Ich weiß nun auch, dass der KS unausweichlich war und das hilft mir auch ein bisschen. Ich glaube, dass das Thema erst wieder bei der nächsten Kinderplanung hochkommt, aber dann bin ich denk ich gewappnet und werde mir alle erdenkliche Hilfe zu diesem Thema holen.
lona27 hat geschrieben:Mir ging dein Beitrag gestern noch lange im Kopf rum... Im Bett liegend fiel mir ein, dass es bei uns eine Schreiambulanz in der Kinderklinik gab/gibt. Da werden Eltern beraten und unterstützt und vlt. wird auch geschaut, ob es weitere körperliche Ursachen gibt für das Schreien. Dein KiA ist ja recht gelassen, oder? Ist da schonmal genaueres untersucht worden? Wie ist denn die Verdauung? Regelmäßig oder vlt. Verstopfung? Ich denke, ich würd da auch nochmal genauer drauf schauen wollen....
Das war oder ist total lieb von dir (gewesen)! Vielen Dank! Ich bin total begeistert, dass es so viel Anteilnahme gibt und das in einer Gesellschaft, die doch teilweise so egoistisch ist. Allein deswegen bin ich nun schon viel besser drauf, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin und es Menschen da draußen gibt, die sich für mich interessieren, auch wenn sie mich nichtmal kennen. Das Gefühl ist herrlich!
Das mit der Schreiambulanz werd ich mir mal durch den Kopf gehen lassen und raussuchen, ob es hier in der Nähe eine gibt und sicherlich einmal anrufen! Ja die KiÄ ist recht gelassen. Sie hört auch jedes Mal den Darm ab, aber hört nie was - liegt vielleicht daran, dass ich oft den Termin in der Früh um 10 hab und da ist die Kleine recht gut drauf und pupst nur selten. Der Stuhlgang von der Kleinen ist eigentlich immer recht cremig und frage mich eigentlich jedes Mal, warum der so lange auf sich warten lässt. Sie hat wohl einen unglaublich trägen Darm. Das erklärt vielleicht auch, dass sie solche Probleme mit dem Pupsen hat. Das ist manchmal wirklich ein Kraftakt. Und nachts, das versteh ich einfach nicht. Anscheinend wird da Unmengen an Luft aufgebaut, die dann irgendwann in den ganz frühen Morgenstunden unerträgliche Schmerzen bereiten. Kein Wunder also, dass sie sich wälzt und weint.
Ich hoffe, ich konnte nun so allen Posts gerecht werden und bedanke mich nochmal vielmals bei allen!