Wie macht ihr das mit Vitamin D

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Peppa
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Peppa »

Vorsicht vor Lebertran in der Schwangerschaft, der Vitamin A-Gehalt kann ausreichen, um Fehl- und Mißbildungen zu verursachen!

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Seerose
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Seerose »

Abgesehen vom Vergiftungsrisiko, hätte ich zusätzlich noch Bedenken wegen der Schadstoffe. Es heißt zwar immer es werden für die Produkte auf dem Markt Fische aus "schadstoffarmen Gewässern" verwendet, aber wo in aller Welt gibt es denn noch sog. schadstoffarme Gewässer?


Darf ich zu dem Thema mal die medizinische Sicht erfragen:

Soll man vorsichtshalber mal den Vitamin D Wert von Kindern bestimmen lassen? Ich hab mich um so etwas nie gekümmert bei meiner Tochter. Also ich sah keinen Anlaß dafür, aber wenn mein Wert unbehandelt bei 7 ist, dann kann ihr Wert doch eigentlich nicht besser sein?
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Sagittaria »

Nein, ich habe mich mich nicht vertippt. Ich nehme täglich 50.000 iE. Ich habe Hashimoto und daher einen erhöhten Bedarf. Derzeit geht es mir mit der Dosis hervorragend.

Eine Empfehlung zur dauerhaften Dosierung (ohne Mangelausgleich!) aus 2011 (USA) lautet Babys und Kleinkinder täglich 2.000 iE, Schulkinder täglich 4.000 iE und Erwachsene mindestens täglich 10.000 iE. Damit kann man sich gesund erhalten, aber keinen Mangel ausgleichen!

Vitamin K2 ist sehr wichtig dazu, weil es dafür benötigt wird, dass das Calcium in die Knochen und Zähne eingelagert werden kann und sich nicht sonstwo einlagert (Blutbahnen, Gelenke usw.).

Magnesium dazu ist sehr wichtig. Die meisten haben eh einen Mangel und wenn man Vitamin D auffüllt, dann benötigt der Körper vermehrt Magnesium. Deswegen dies auf jeden Fall auch zuführen. Am Besten über die Haut (Fußbad mit Mg oder Mg-Öl).

Wenn Ihr Blutergebnisse habt, dann könnt Ihr hier den Bedarf ausrechnen und eigenverantwortlich auffüllen und erhalten:

http://www.melz.eu/index.php/formeln/vi ... tituierung

Bildquelle: Dr. Rer. Nat. Hager
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kaehde
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von kaehde »

Das ist aber die Ober- und nicht die Mindestgrenze, oder?
In europa liegt die empfehlung meines Wissens bei 4000 iE taeglich fuer Erwachsene. Dabei ist aber immer die Gesamtmenge gemeint. Man nimmt ja auch was über die Ernährung zu sich.
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Sagittaria »

Das ist die empfohlene Menge täglich. Hier Obergrenze genannt, aber ich denke wir wissen alle was das heißt.

In der Türkei zB empfehlen sie in den Apotheken einmal im Monat 300.000 iE zu nehmen. Wenn Du dort Vitamin D kaufst und sagst, Du bist aus Deutschland, dann sagt Dir der Apotheker, dass Du das dann aber alle zwei Wochen nehmen musst.

Vitamin D über die Ernährung? Das musst Du mir erklären ;-)

Die Theorie, die ich für mich selbst habe ist diese:
Wenn Du ein Sonnenbad nimmst im Hochsommer, dann hast Du in 15 Minuten ca. 20.000 iE. Warum sollten dann 4.000 iE täglich supplementiert ausreichen? Wenn sie 2011 in den USA 10.000 für einen Erwachsenen als Obergrenze geschrieben haben und man weiß, dass diese Empfehlungen in zeitlich sehr kurzen Abständen städnig nach oben angehoben werden, dann kann man sich ausrechnen, dass heutzutage 20.000 iE da stehen sollte oder mehr.

Ich kenne viele, die über lange Zeit als Therapie täglich 50.000 iE und mehr nehmen.

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Noch was, im Rahmen der Neugeborenenvorsorge haben in den 70gern noch alle Babys einfach mal eben so 200.000 iE als Geburtsgeschenk bekommen. Und jetzt sollen sie mit 400 auskommen? Da ist doch was faul :wink:
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Sagittaria »

kaehde hat geschrieben:Das ist aber die Ober- und nicht die Mindestgrenze, oder?
Das ist die sichere Obergrenze. Das kannst Du also einfach so bedenkenlos nehmen.

Und es steht deutlich da, dass keine toxischen Grenzen bekannt seien.

Man braucht da nur etwas zwischen den Zeilen zu lesen :wink:
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Seerose »

Sagittaria hat geschrieben:
Das ist die sichere Obergrenze. Das kannst Du also einfach so bedenkenlos nehmen.

Und es steht deutlich da, dass keine toxischen Grenzen bekannt seien.

Man braucht da nur etwas zwischen den Zeilen zu lesen :wink:
Aber warum zögern dann die Ärzte hier so?

Also ich frag, weil mich das interessiert. Ich selbst weiß es nämlich nicht besser. (Will sagen, meine Frage soll explizit nicht provozieren)

Ich hatte den Wert von 7 und sollte 20.000 Einheiten wöchentlich nehmen. Jetzt hatte ich ca. 30 im Sommer und soll die 20.000 Einheiten nur noch 14-tägig nehmen. Ich glaub auf die Nieren wird immer verwiesen, von wegen Überdosierung und so.

Warum sind hier in D die Ärzte so zögerlich? Das muß doch einen Grund haben?
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von Sagittaria »

Die Ärzte, die ich kenne, die gehen den gleichen Weg wie ich. Auch mit den Patienten.

Der Rest, der weiß es einfach nicht besser.

Es ist einfach Unwissenheit :?

Hier mal eine interessante Seite:

http://www.vitamindelta.de/baby.html
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soda
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von soda »

Das finde ich bemerkenswert, Sagittaria. Wie entwickelt sich dein Vitamin D Wert? Seit wann machst du das so?

Zu kämpfen habe ich mit der Vermutung, dass die meisten sowieso einen Mg-Mangel hätten. So oft ich diesen Wert nun schon irgendwo gesehen habe (bei Patienten) - er war bei laufenden, ansonsten halbwegs gesunden Personen praktisch noch nie unterhalb der als normal geltenden Referenzwerte. Ausnahmen gab es bei Personen, die massive Dosen (intravenöser) Diuretika erhielten.
Wie soll man dann bewerten, ob Magnesium fehlt? Also wenn Symptome fehlen (jenseits von unspezifischen) und Referenzwerte eingehalten werden?

Und diese Empfehlungen mögen ja wirklich funktionieren, wenn man "ansonsten gesund" ist. Aber ich denke mir auch nicht aus, dass wir in unserem eher beschaulichen Krankenhaus jedes Jahr mehrere Menschen stationär aufnehmen mußten, um eine Hypercalcämie mit Nierenschädigung diagnostisch abzuklären. Da läuft dann die komplette Maschinerie auf Hochtouren (Stichworte Tumorsuche vs. endokrinologische Erkrankung vs. primäre Nierenerkrankung). Sicher 1-2 jährlich von diesen Patienten hatten keine feststellbare Erkrankung (schön!), die einzige auszumachende Ursache lag in Vitamin D Einnahme.

Ich bin sicher, dass Vitamin D normal sein sollte und habe nix dagegen, dass zum Erreichen dieses Ziels hohe Dosierungen genommen werden. Aber man braucht sicher keinen Vitamin D Spiegel von 154. Dieses Ergebnis ist ziemlich aktuell, erhoben bei einer knapp 40-jährigen Frau, die seit sechs Monaten 20.000 IE täglich nahm und zwar auf Anraten eines Orthopäden wegen Knieschmerzen. Hat zwar geholfen, aber ob das nötig war, um die Knieschmerzen zu beseitigen und ob man im Gegenzug Nierensteine haben möchte, dass wage ich zu bezweifeln.
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kaehde
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Re: Wie macht ihr das mit Vitamin D

Beitrag von kaehde »

Sagittaria hat geschrieben:Die Ärzte, die ich kenne, die gehen den gleichen Weg wie ich. Auch mit den Patienten.

Der Rest, der weiß es einfach nicht besser.

Es ist einfach Unwissenheit :?
Nein, das ist falsch.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die von Dir genannten Dosen irgendwelche positiven Effekte hätten.
Auch in den USA gelten deutlich niedrigere Empfehlungswerte als das, was als Obergrenze definiert wurde.

Vitamin D hat keine direkte Toxizität in der Dosierung, das stimmt.
Aber: es wirkt in Überdosierung auf den Kalziumstoffwechsel in einer Art, die gesundheitsschädlich ist.

Viele gruesse,
Katja
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Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
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