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Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 19:54
von Jonida
Liebe Nadine,
deine Milch ist sicher nicht innerhalb eines Tages zurückgegangen. Was du da beschreibst, hatte auch meine Tochter. Sie hat 45 Minuten lang getrunken und ist eingeschlafen und nach 30-45 Minuten war sie wach und hat geweint und hatte wieder Hunger. Das ist normal für kleine Babys und bei Kinder mit kurzem Zungenbändchen ausgeprägter, weil durch die Einschränkung der Zungenbeweglichkeit müssen die mehr arbeiten um an die Milch zu kommen.
Bei uns war nach der Frenotomie deutlich besser, sie hat effektiver getrunken und super gut zugenommen, aber nuckeln tut sie auch jetzt gerne. Vertrau Teazer, sie hat mich super gut beraten und mir sehr viel geholfen. Sie hat sogar nur vom Foto das kurze Zungenbändchen bei meiner Tochter festgestellt. Ich habe auch am Anfang wie du gestillt und abgepumpt und hatte einen Milchstau nach dem anderem und dann mit Hilfe von Teazer bin ich die Stillhütchen und das Abpumpen losgeworden.
Eine virtuelle Umarmung von mir und versuch dich zu entspannen und loszulassen.
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 19:56
von ShinyCheetah

Die anderen haben ja schon alles geschrieben. Eine Sache noch: Du hast oben geschrieben, dass du sie jetzt zum Nuckeln an die Brust lässt. Ich bin nur Mama, wenn ich Unsinn rede, wird Teazer mich hoffentlich korrigieren, aber das sollst und darfst du immer machen - auch Brustnuckeln gehört zum Stillen nach Bedarf! Sonst... Vielleicht hilft es dir, einfach die Augen zu schließen, an deinem Baby zu riechen und es zu streicheln und an sprudelndes Wasser zu denken. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass der Milchspendereflex dann schneller kam
Panik hin oder her, ich glaube, egal was du heute machst - wirklich gefährden kann das eure Stillbeziehung nicht

Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:04
von Nadine212
Danke für eure ganzen Nachrichten es tut so gut nicht alleine zu sein. Mir kullern die Tränen weil meine arme Maus alles an der Brust versucht aber NICHTS kommt, das ist mein ernst! Das Stillhütchen ist leer und wenn ich ausstreiche kommt auch nichts.....
Und wieder werde ich unter Druck gesetzt wegen morgen...
Wie bekomme ich jetzt also meine kleine Maus satt???
Ich bin kurz davor die Flasche zu geben damit die arme nicht ganz durchdreht .
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:12
von SchwarzwaldMama
Also es kann natürlich sein dass ich mich beim ausstreichen immer extrem blöde angestellt habe, aber:
Ich habe da selten mehr als ein paar Tropfen raus bekommen. Es sei denn die Brüste waren zum bersten gefüllt und ich musste entlasten. Das kam vielleicht 1,5 Mal vor, so ganz in der Anfangszeit...
Schau beim stillen nicht aufs Hütchen. Trink viel, wenn du kannst auch während des Stillens. Und Lenk dich dabei ab, bzw lass dich ablenken.
Vielleicht kannst du ein bisschen fernsehen? Oder ein Buch lesen?
Evtl kann es auch sein dass deine Tochter tatsächlich nur trocken nuckeln will, zur Beruhigung weil sie irgendwas drückt? (Wachstum, Entwicklung, Luft im Bauch, oder sie findet halt gerade einfach alles doof?)
Hat sie denn normal gepinkelt heute über den Tag?
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:14
von Pungl
Sie könnte genauso gut den Tag verarbeiten und die Milch für die nächsten Tage bestellen. Die Milch geht nicht binnen so kurzer Zeit zurück.
Bitte gib ihr nicht die Flasche, ihr habt so viel in so kurzer Zeit erreicht.
Und: wer dich in deiner Situation unter Druck setzt wegen morgen, sorry, da fehlen mir höfliche Worte. Lass dich nicht verunsichern und bleib bei deiner Entscheidung, deiner Maus das nicht zuzumuten!
LG Pungl
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:22
von elamshin
Und soweit ich weiß, hemmt Stress auch den Milchspendereflex. Milch ist ganz bestimmt da! Sie kommt vielleicht nicht sofort, aber sie kommt.
Du machst das wunderbar, die Situation wird sich beruhigen. Ganz bestimmt! Solche Tage, an denen das Baby unglücklich ist, kommen vor. Wir waren mal mit unserem 8 Wochen alten Baby nachts in der Ambulanz, weil er permanent geschrien hat, stillen - weg - schreien - stillen - weg...
Tatsächlich hat er sich dann auf der Fahrt beruhigt und war dann quickfidel und höchst interessiert an der Umgebung. Gestillt hat er danach dann auch wieder normal.
Es ist gut, aufmerksam und wach zu beobachten. Aber du und deine Milch sind nicht für jedes Gefühl deiner Tochter verantwortlich.
Es wird wieder, ganz bestimmt!
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:23
von Nadine212
Um 19 Uhr war die windel nass.
Sie hat defintiv Hunger ganz eindeutig aber sie saugt heute kaum sondern nuckelt vor sich hin und schläft ganz viel.
Beim ausstreichen schoss die Milch bei mir nur so heraus daher verunsichert mich das total das jetzt nichts kommt.
Icb versuche mich abzulenken aber mir wurde schon wieder gesagt icb soll mir überlegen was mit morgen ist, sie wollen vorbei kommen aber in meiner jetzigen Situation keine Ahnung.
Ich fühle mich ganz und gar nicht gut.
Milchbestellung funktioniert dann per nuckeln oder wie?
Okay wenn es mir später aber zu heikel ist könnte ich ja die abgepumpte Milch vielleicht mit dem BES geben.
Und sollte ich jetzt abpumpen oder nicht?
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:28
von Lucccy
Hallo,
Als erstes würde ich wegen morgen alle Verbindungen nach draußen kappen. Wer nicht versteht, dass ihr noch im Wochenbett seid, wird halt ausgesperrt.
Dir ist nicht nach Besuch und es geht Dir gerade schlecht: Telefon aus, Handy Stumm, Türklingel abstellen.
Und dann bitte hör auf zu kontrollieren: egal ob Stillprobe, Hütchen, Versuche auszustreichen oder abzupumpen, ...
Dein Baby spürt gerade, dass es Mama nicht gut geht (wegen dem Stress von außen) und sucht sich den sicheren Hafen: die Brust. Und da kann man dann auch schlafen, weil man keine Angst haben muss, dass Mama unbemerkt verschwindet. Dein Baby hat es übrigens viel stärker unter Kontrolle als Du, ob es trocken nuckeln will oder ob es Milch bekommt.
Dein Baby ist an Deiner Brust sicher perfekt versorgt. Teazer würde beim geringsten Zweifel sofort etwas sagen. Vertrau drauf, dass Teazer über Deine Dokumentation sofort eingreifen kann.
Ich sehe gerade die Vorschau: als ich noch Überproduktion hatte, ging ausstreichen und abpumpen bei mir auch viel leichter als zu der Zeit als sich Bedarf und Nachfrage eingespielt hatten. Deute doch einfach mal das nicht ausstreichen müssen als gutes Zeichen, dass die Gefahr eines Milchstaus geringer wird.
Gruß Lucccy
Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:30
von SchwarzwaldMama
elamshin hat geschrieben: 11.05.2019, 20:22
Und soweit ich weiß, hemmt Stress auch den Milchspendereflex. Milch ist ganz bestimmt da! Sie kommt vielleicht nicht sofort, aber sie kommt.
Du machst das wunderbar, die Situation wird sich beruhigen. Ganz bestimmt! Solche Tage, an denen das Baby unglücklich ist, kommen vor. Wir waren mal mit unserem 8 Wochen alten Baby nachts in der Ambulanz, weil er permanent geschrien hat, stillen - weg - schreien - stillen - weg...
Tatsächlich hat er sich dann auf der Fahrt beruhigt und war dann quickfidel und höchst interessiert an der Umgebung. Gestillt hat er danach dann auch wieder normal.
Es ist gut, aufmerksam und wach zu beobachten. Aber du und deine Milch sind nicht für jedes Gefühl deiner Tochter verantwortlich.
Es wird wieder, ganz bestimmt!
Stimmt, das hatten wir hier auch schon.
Stundenlanges schreien, und zwar wirklich über vier Stunden!! Nix hat geholfen, stillen nicht, tragen nicht, Spaziergang nicht, liegen nicht, singen nicht, absolut nix!
Haben dann im KH angerufen, wir sollen es mit Schmerzmittel versuchen und ansonsten kommen.
Zäpfchen rein, nach 15-20 Minuten immer noch keine Besserung.
Sind dann ins KH gefahren. Auf der Fahrt ist sie eingeschlafen und war dort dann wieder der Sonnenschein den wir kennen.
Was es war, ob sie tatsächlich Schmerzen hatte, oder einfach nur die Schnauze voll und es uns Mal deutlich sagen wollte, keine Ahnung

Manchmal wünschte ich mir echt so ne Bedienungsanleitung fürs Baby...
Aber es wird besser

Re: Pumpstillen bei Frühchen
Verfasst: 11.05.2019, 20:39
von äffchen
<t>ach (((Nadine)))
das ist aber auch ein Stress! lass dich bloß nicht verrückt machen. es werden noch viele Muttertage kommen. dein Mann unterstützt dich ja so toll. vielleicht kann er mal was zu deiner Familie sagen..?
bestimmt ist die kleine genauso aufgewühlt wie du..es muss wirklich kein Hunger sein und bei mir ist es auch normal, dass beim ausstreichen kaum etwas kommt..außer wenn die Brüste eh fast überlaufen.
ich würde dir so gerne helfen. mit kleinen Babys ist es einfach manchmal anstrengend und verzwickt. ich glaube das kann hier jede nachvollziehen. das ist leider normal. mit der Zeit lernt man, dass man es oft eh nicht ändern kann und vielleicht ein bisschen entspannter zu sein..was zugegebenermaßen nicht immer gelingt.
vielleicht kann dein Mann dich ein bisschen verwöhnen und ablenken? was leckeres kochen oder so?
ich seh gerade die Vorschau..da wurde ja schon alles gesagt.
zu deinem letzten post: ich hab auch am Anfang die Feststellung gemacht, dass sie nicht jeden Tag gleich viel trinken und schlafen. hier gab's auch öfter mal einen schlaftag. wir haben dann immer gesagt an einem Tag isst sie viel und am nächsten Tag schläft sie fast nur und wächst und verarbeitet alles. ich glaube das ist auch normal.