Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Moderator: britje
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ich finde das sehr logisch und konsequent. Man nimmt es ja in Kauf!?
Servus!
Claudi mit Rübe 03/09 und Eule 07/11
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
finde ich auch - es sollte auch Achtung für das Lebewesen vorhanden sein, Bewußtsein, dass man ein Leben nimmt...Milky Way hat geschrieben:Ich finde das sehr logisch und konsequent. Man nimmt es ja in Kauf!?
ansonten stecke ich im gleichen Dilemma wie Du
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Lila
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
nein, ist man nicht.Zierbanane hat geschrieben:Diese Frage stelle ich mir immer bei Fisch. Fische empfinden doch auch Schmerzen oder? Ist man überhaupt ein richtiger Vegatarier wenn man Fisch ißt?uvd hat geschrieben:ich finde die frage auch interessant. ich überlege aber, warum es vertretbarer sein soll, pflanzen zu töten?
pflanzen sind schließlich auch lebenwesen, die fühlen können.
was macht es also besser, nur pflanzen zu verzehren?
ein vegetarier ist keine getöteten lebewesen. d.h. auch keine gummibärchen in denen gelatine ist, keine suppe, die mit fleischbrühe angerührt wurde, etc. pp.
selbstsamerweise hält sich bis heute noch der glaube, dass ein vegetarier lediglich kein fleisch essen würde, allerdings fisch und oben aufgezähltes, ist ja kein fleisch
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)
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Millefiori
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
klar nimmt man es in kauf, trotzdem muss ich nicht dabei sein...Milky Way hat geschrieben:Ich finde das sehr logisch und konsequent. Man nimmt es ja in Kauf!?
ist doch quatsch...
ich könnte auch nicht leichenschwester werden und möchte mich trotzdem von meinen liebsten mal verabschieden dürfen.
ich weiß, der vergleich ist etwas ...
liebe Grüße von mir mit
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Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
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- Milky Way
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ich finde Jamie Oliver hat das mal ganz gut rüber gebracht (dass ich hier mal einen koch wiedergebe, habe ich auch nicht gedacht..). Er sagte er habe bestimmt schon 1000 Lämmer in seinem Leben verkocht...da wäre es fast schon unverschämt nicht schonmal mindestens eins getötet zu haben. das hat er dann auch beim nächsten Lamm gemacht, das er in die pfanne hauen wollten. war wohl kein spaß für ihn, aber ich verstehe den gedanken dahinter. (Bitte jetzt keine der-machte-das-nur-wegen-geld-kommentare-wollte nur damit erklären!!
)
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Claudi mit Rübe 03/09 und Eule 07/11
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Millefiori
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
also, wenn ich das 1000. schwein verkocht hab, dann töte ich das 1001. auch...
ich weiß schon, welcher gedanke da hinter steht, und man soll sich natürlich bewusst sein, dass ein tier dafür getötet wird, dennoch finde ich, das "selber-töten-müssen" geht zu weit.
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
wäre auch ein großer organisatorischer aufwand

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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Milky Way hat geschrieben:wäre auch ein großer organisatorischer aufwand![]()
Naja, einfach zum Martinsganszüchter nebenan fahren und erstmal beim Schlachten zugucken und danach mit Anleitung selber machen...
Aber mir wird schon übel, wenn ich meinen Mann dabei zuschaue, wie er Schnitzel paniert. Ich bin so ein Pflanzenfresser, der sogar das getötete Tier nicht ohne Kloß im Hals verarbeiten kann (wobei ich für meinen Liebsten auch gerne mal Hack anbrate..)
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jatta
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Und wenn ich nun - um bei dem schönen Antibiotikavergleich zu bleiben - auch Medikamente verwende, die an Tieren erprobt wurde...muss ich dann auch bei den Tierversuchen dabei sein ? Müsste man dann nicht auch so konsequent sein ?
Und ja, ich habe schon Tiere getötet - Fische, Meerschweinchen, Wachteln, Mäuse, Kröten und Ratten. Manche ganz "einfach" mit Gas, die Fische mit nem Knüppel und den Kröten habe ich das Gehirn rausgestanzt. Ich fand es ganz sicher nicht einfach, aber ich stehe dazu...es gehörte für die Forschung (bin Biologin) meiner Meinung nach eben auch dazu, dass ich weiß, wie die Tiere getötet werden können.
Und ja, ich habe schon Tiere getötet - Fische, Meerschweinchen, Wachteln, Mäuse, Kröten und Ratten. Manche ganz "einfach" mit Gas, die Fische mit nem Knüppel und den Kröten habe ich das Gehirn rausgestanzt. Ich fand es ganz sicher nicht einfach, aber ich stehe dazu...es gehörte für die Forschung (bin Biologin) meiner Meinung nach eben auch dazu, dass ich weiß, wie die Tiere getötet werden können.
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Lila
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
ich glaube, dass der mensch ein allesfresser ist. inwieweit dies noch für den seit jahren zivilisierten menschen zutrifft, kann ich nicht sagen.
ich finde nichts verwerfliches daran, wenn man irgendwo lebt, ein tier jagt und es isst, den rest seinen tieren gibt, sich aus dem fell etwas herstellt. wenn man der ziege oder dem pferd, dass ein jungtier hat zusätzlich von der milch etwas nimmt, um diese zu trinken, etc. pp.
das problem ist in meinen augen, dass wir mittlerweile lebensmittel sehr unbewusst und vermischt konsumieren.
ich bin seit knapp 20 jahren vegetarierin. kurz vor der schwangerschaft habe ich angefangen mich aus überzeugung vegan zu ernähren (peta hat mir da den kick zu gegeben). ich fand es erst sehr anstrengend, umzustellen. kurze zeit später bin ich schwanger geworden. und während der schwangerschaft ging sojamilch gar nicht, ich hatte einen extremen schmacht nach mozarella (bestimmt fünf die woche) und grießbrei mit milch (jeden tag aus einem halben liter milch gekocht) ... und ich habe mir gedacht. dass ich mal auf meinen körper höre.
meine tochter wurde - bis auf meine milch - zwei jahre vegan ernährt. nachdem sie abgestillt war, wurde sie vegetarisch ernährt. für mich ist vegane ernährung von kindern nicht zu vertreten.
da ich der meinung bin, dass der mensch - körperlich gesehen - ein allesfresser ist, verzichte ich auf tierische produkte aufgrund einer intellektuellen, ideelen einstellung. diese möchte ich nicht, in einem so umfassenden rahmen auf mein kind übertragen, selbst wenn es möglich ist / wäre sein kind (problemlos, ohne für das kind wahrnehmbaren extremen aufwand) auch mit veganer kost entsprechend des kindlichen wachstums ausreichend zu versorgen.
d.h. meine kinder werden vegetarisch ernährt. wobei ich ihnen gegenüber die haltung vertrete, dass es o.k. ist tiere zu essen, wenn es diesen zuvor "gut" ging und sie artgerecht gehalten wurden. ich dies jedoch nicht. sie dies allerdings können. aber natürlich - zu groß ist die loyalität der mutter gegenüber - wollen sie dies aktuell nicht. ich bin froh, dass wir eine katze haben, bei der sie erleben können, das fleisch fressen und töten nicht an sich verwerflich ist und vor allem, dass sie auch mal fleisch sehen, z.b. rohes herz oder hühnerhälse. sie sollen sich nicht vor fleisch ekeln.
also vegetarisch. keine milch. haben sie probiert. fanden sie blöd. ich finde kuhmilch unnötig. ca. 2 eier im monat und 3-5x pro woche käse. seit einem knappen halben jahr essen sie auch gelegentlich joghurt.
ich habe mit unserer ernährung ein sehr gutes bauchgefühl und habe da gefühl, dass wir den balanceakt hinbekommen.
was mich nervt sind fanatische ansichten. dies habe ich vor acht jahren teilweise in foren erlebt, ich glaube es ist mittlerweile liberaler.
ein fleischfresser ist schlechter.
ein wenig fleischfresser ist schlechter.
ein vegetarier ist schlecht.
ein mensch, der sich vegan ernährt ist schlecht.
ein mensch der vegan lebt ist schon fast gut (d.h. auch keine lederprodukte).
ein mensch der rohkost isst, ist schon fast perfekt.
aber eigentlich ist nur der mensch perfekt, der sich ausschließlich von den lebensmitteln ernährt, die die natur ihm zur verfügung stellt, also z.b. früchte, die vom baum fallen ... aber so jemanden habe ich noch nie im realen leben getroffen
ich denke jeder macht es so gut er kann.
vegan leben wäre für mich unmöglich, da ich einfach nicht die kraft habe auch noch gute schuhe zu finden, die ohne leder sind, fair produziert und mir passen.
vegan ernähren könnte ich mir für mich vorstellen ... mit meinen kindern möchte ich diese ernährungsform allerdings nicht praktizieren.
ich glaube es gibt so viele bereiche in denen man bewusst sein / leben kann und es ist sinnvoll seine kraft zu dosieren. ich weiß, dass es menschen gibt, die ihren ökologischen fussabdruck deutlich geringer halten als ich, ich weiß, dass es menschen gibt, die viel deutlicher darauf achten, wie ihre konsumgüter produziert werden. ich finde es toll, dass andere dies können, für mich jedoch finde ich schon toll was ich schaffe, denn auf ein paar sachen achte auch ich. manchmal kommt noch was dazu, dann gibt es wieder phasen, in denen es "lockerer" zu geht ... fleisch jedoch wird vermutlich nie zu meinem speiseplan gehören ... denn ich fand fleisch tatsächlich schon als kind ekelig.
lg
ich finde nichts verwerfliches daran, wenn man irgendwo lebt, ein tier jagt und es isst, den rest seinen tieren gibt, sich aus dem fell etwas herstellt. wenn man der ziege oder dem pferd, dass ein jungtier hat zusätzlich von der milch etwas nimmt, um diese zu trinken, etc. pp.
das problem ist in meinen augen, dass wir mittlerweile lebensmittel sehr unbewusst und vermischt konsumieren.
ich bin seit knapp 20 jahren vegetarierin. kurz vor der schwangerschaft habe ich angefangen mich aus überzeugung vegan zu ernähren (peta hat mir da den kick zu gegeben). ich fand es erst sehr anstrengend, umzustellen. kurze zeit später bin ich schwanger geworden. und während der schwangerschaft ging sojamilch gar nicht, ich hatte einen extremen schmacht nach mozarella (bestimmt fünf die woche) und grießbrei mit milch (jeden tag aus einem halben liter milch gekocht) ... und ich habe mir gedacht. dass ich mal auf meinen körper höre.
meine tochter wurde - bis auf meine milch - zwei jahre vegan ernährt. nachdem sie abgestillt war, wurde sie vegetarisch ernährt. für mich ist vegane ernährung von kindern nicht zu vertreten.
da ich der meinung bin, dass der mensch - körperlich gesehen - ein allesfresser ist, verzichte ich auf tierische produkte aufgrund einer intellektuellen, ideelen einstellung. diese möchte ich nicht, in einem so umfassenden rahmen auf mein kind übertragen, selbst wenn es möglich ist / wäre sein kind (problemlos, ohne für das kind wahrnehmbaren extremen aufwand) auch mit veganer kost entsprechend des kindlichen wachstums ausreichend zu versorgen.
d.h. meine kinder werden vegetarisch ernährt. wobei ich ihnen gegenüber die haltung vertrete, dass es o.k. ist tiere zu essen, wenn es diesen zuvor "gut" ging und sie artgerecht gehalten wurden. ich dies jedoch nicht. sie dies allerdings können. aber natürlich - zu groß ist die loyalität der mutter gegenüber - wollen sie dies aktuell nicht. ich bin froh, dass wir eine katze haben, bei der sie erleben können, das fleisch fressen und töten nicht an sich verwerflich ist und vor allem, dass sie auch mal fleisch sehen, z.b. rohes herz oder hühnerhälse. sie sollen sich nicht vor fleisch ekeln.
also vegetarisch. keine milch. haben sie probiert. fanden sie blöd. ich finde kuhmilch unnötig. ca. 2 eier im monat und 3-5x pro woche käse. seit einem knappen halben jahr essen sie auch gelegentlich joghurt.
ich habe mit unserer ernährung ein sehr gutes bauchgefühl und habe da gefühl, dass wir den balanceakt hinbekommen.
was mich nervt sind fanatische ansichten. dies habe ich vor acht jahren teilweise in foren erlebt, ich glaube es ist mittlerweile liberaler.
ein fleischfresser ist schlechter.
ein wenig fleischfresser ist schlechter.
ein vegetarier ist schlecht.
ein mensch, der sich vegan ernährt ist schlecht.
ein mensch der vegan lebt ist schon fast gut (d.h. auch keine lederprodukte).
ein mensch der rohkost isst, ist schon fast perfekt.
aber eigentlich ist nur der mensch perfekt, der sich ausschließlich von den lebensmitteln ernährt, die die natur ihm zur verfügung stellt, also z.b. früchte, die vom baum fallen ... aber so jemanden habe ich noch nie im realen leben getroffen
ich denke jeder macht es so gut er kann.
vegan leben wäre für mich unmöglich, da ich einfach nicht die kraft habe auch noch gute schuhe zu finden, die ohne leder sind, fair produziert und mir passen.
vegan ernähren könnte ich mir für mich vorstellen ... mit meinen kindern möchte ich diese ernährungsform allerdings nicht praktizieren.
ich glaube es gibt so viele bereiche in denen man bewusst sein / leben kann und es ist sinnvoll seine kraft zu dosieren. ich weiß, dass es menschen gibt, die ihren ökologischen fussabdruck deutlich geringer halten als ich, ich weiß, dass es menschen gibt, die viel deutlicher darauf achten, wie ihre konsumgüter produziert werden. ich finde es toll, dass andere dies können, für mich jedoch finde ich schon toll was ich schaffe, denn auf ein paar sachen achte auch ich. manchmal kommt noch was dazu, dann gibt es wieder phasen, in denen es "lockerer" zu geht ... fleisch jedoch wird vermutlich nie zu meinem speiseplan gehören ... denn ich fand fleisch tatsächlich schon als kind ekelig.
lg
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