Blümchen hat geschrieben:Wir haben uns bewußt gegen einen Buggy entschieden. Nie und nimmer wöllte ich so ein Ding schieben. Ich bekomme schon Rückenschmerzen vom zukucken
Die Maus wollte auch lange Zeit nur auf dem Arm getragen werden, was auch ok war als sie noch 8 kg wog. Mittlerweile erkläre ich ihr das es nicht anderes geht und stelle ihr die Wahl laufen oder Tuch/Tragehilfe.
Sie lässt sich nun seit einiger Zeit wieder sehr gerne im Tuch tragen.

Für die kurzen Strecken hab ich einen Full-Buckle-Tai genäht, der hat sich als sehr praktisch erwiesen.
Das machen wir hier auch so.
Wir haben zwar so'ne schicke Kutsche - aber das ist sie seit Theos Geburt - schick - und wird sie auch bleiben, weil sie seltenst zum EInsatz kommt. Eigentlich nur, wenn Oma da ist.
Ich mag sie nicht mitnehmen weil sie super upraktisch ist - hier kommt man in keine U-Bahn vernünftig rein, kriegt blöde Blicke, weil man im Weg steht. Ich muss vorher gucken, wie ich fahren muss, um das Ding vom Untergrund in den Obergrund zu kriegen ohne auf andere Leute angewiesen zu sein, die mir gerade dann nicht helfen, wenn ich's bräuchte.
Ich mag mein Kind auch eher zum Laufkind als zum Fahrkind erziehen und denke, dass das durchaus für langfristige gesundheitliche Konsequenzen Grundlage legt. Er soll lernen, dass Bewegung etwas normales und gutes ist. WIr laufen oder fahren Fahrrad, gehen zur U-Bahn oder zum Bus. Theo läuft meist erst selber bis er nicht mehr kann. Und auch hier nehm ich ihn nicht gleich bei jedem "ich will nicht mehr" hoch, sondern frag ihn erstmal, ob es nicht noch ein bisschen geht? Meistens geht's dann nochmal etwa genauso weit wie vorher. Und wenn nicht mehr, kommt er in den Onbuhimo oder Manduca oder Sling. Tuch nehmen wir noch, wenn ich vorher weiss, dass er einschlafen wird oder wir lange am Stück unterwegs sind.
Beim Auto ist es ähnlich. Wir haben es, aber mehr weil wir es hatten als wir noch an einem Ort ohne so gutes öffentliches Verkehrsnetz gewohnt haben. WIr benutzen es etwa einmal pro Woche zum Einkaufen, wenn überhaupt. Meist fahren wir dann doch mit der S-Bahn, so dass mein Mann ab und zu dann mal fragt, wann es das letzte Mal bewegt wurde.
Ziemlich weit hergeholt, für mich aber dennoch relevant: Durch diesen Umgang mit meinem Kind, komm ich auch nicht auf so dumme Gedanken wie stundenlanges durch-die-Stadt-geshoppe weil das Kind ja eh da unten in der Karre "verräumt" und praktisch verstaut ist. Ok, ich käme wohl auch so nicht auf die Idee, aber ich finde schon, diese Art des Lebens erzieht auch MICH mit, zu laufen, fahrrad zu fahren, und mehr aus der Perspektive meines Kindes heraus zu leben.
Bei uns ist es noch nicht ganz so schlimm, dass er nicht mehr getragen werden will. Aber oft merke ich durchaus, dass er laufen und nicht einsteigen will. Doof immer dann, wenn ich schnell wohin muss. Aber dann ist es so und peng - dann motzt er etwa 3 Minuten lang und dann guckt er wieder, was in der Gegend passiert. Wenn der Zeitdruck dann weg ist, darf er ein Stück laufen, bis er nicht mehr kann. Oder eben Fahrrad wenn möglich. Wobei das auch bisschen doof ist, weil man ja immer was zum Tragen am Zielort dabei haben muss - Einkaufen gehen im großen Laden will ich einfach nicht ohne Theo irgendwo drin zu haben - ist mir zu stressig!