Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
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Millefiori
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Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
*abo
liebe Grüße von mir mit
11/03 ,
07/07 und
06/09
Mein Bücherblog
Auf meinem Grabstein soll stehen: Schau nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!
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06/09Mein Bücherblog
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- ants
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Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
ich wollte hier mal schnell was dazu schreiben, weil es mir gerade in den letzten tagen aufgefallen ist
ich kenne einige familien mit etwa gleichaltrigen kindern, deswegen finde ich kann ich ganz gut vergleichen
es gibt da schon sehr verschiedene "erziehungs"ansätze (oder halt nicht-erziehung)
ganz unabhängig von tragen/nicht-tragen, stillen usw.
also was mir aufgefallen ist: kinder die respektvoll behandelt werden sind um einiges "braver" als die anderen (kann ich die jetzt normal-erzogen nennen?..ich tu mir da etwas schwer mit den bezeichnungen, aber ihr wisst was ich meine oder?
)
ein kind das angebrüllt wird, vielleicht sogar klapse bekommt oä. ist zumindest in diesem alter (ungefähr 2) kein bisschen ruhiger oder pflegeleichter
im gegenteil, ich hab immer das gefühl, dass man sich das leben ganz schön schwer machen kann, wenn man immer gegen das kind arbeitet anstatt mit dem kind zusammen
immer geht es natürlich nicht ohne konflikte, aber mir kommt es so vor, als könnte amelie besser damit umgehen, wenn ich mal nicht der gleichen meinung bin wie sie, als viele andere kinder
ich respektiere eben ihre meinung und wir schaffen auch oft einen kompromiss, der uns beide zufriedenstellt (jaaa, das geht auch mit so kleinen kindern schon gut, das glaubt einem ja oft niemand
)
lg
ants
ich kenne einige familien mit etwa gleichaltrigen kindern, deswegen finde ich kann ich ganz gut vergleichen
es gibt da schon sehr verschiedene "erziehungs"ansätze (oder halt nicht-erziehung)
ganz unabhängig von tragen/nicht-tragen, stillen usw.
also was mir aufgefallen ist: kinder die respektvoll behandelt werden sind um einiges "braver" als die anderen (kann ich die jetzt normal-erzogen nennen?..ich tu mir da etwas schwer mit den bezeichnungen, aber ihr wisst was ich meine oder?
ein kind das angebrüllt wird, vielleicht sogar klapse bekommt oä. ist zumindest in diesem alter (ungefähr 2) kein bisschen ruhiger oder pflegeleichter
im gegenteil, ich hab immer das gefühl, dass man sich das leben ganz schön schwer machen kann, wenn man immer gegen das kind arbeitet anstatt mit dem kind zusammen
immer geht es natürlich nicht ohne konflikte, aber mir kommt es so vor, als könnte amelie besser damit umgehen, wenn ich mal nicht der gleichen meinung bin wie sie, als viele andere kinder
ich respektiere eben ihre meinung und wir schaffen auch oft einen kompromiss, der uns beide zufriedenstellt (jaaa, das geht auch mit so kleinen kindern schon gut, das glaubt einem ja oft niemand
lg
ants
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Kaluso
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 11.06.2008, 23:58
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
O.T.
Mein 2,5jähriger Sohn sagte neulich zu mir:
"Mama, Du bist irgendwie anders."
Manchmal sagt er auch:"Wir sind alle irgendwie anders."
Er hat es aus dem Bilderbuch:"Irgendwie anders".
Aber irgendwie hat er ja auch Recht
Mein 2,5jähriger Sohn sagte neulich zu mir:
"Mama, Du bist irgendwie anders."
Manchmal sagt er auch:"Wir sind alle irgendwie anders."
Er hat es aus dem Bilderbuch:"Irgendwie anders".
Aber irgendwie hat er ja auch Recht
Liebe Grüße von Kaluso
-
kja1985
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
Ich bilde mir ein sehr respektvoll mit meinen Kinder umzugehen, aber besonders "brav" find ich sie nicht. Beispiel: es ist zehn Uhr abends, Madita kreischt im Schlafzimmer weil sie nicht schlafen will und Rasmus in der Küche aus dem selben Grund. Und ich schwanke irgendwo zwischen scheissegal und Suizidants hat geschrieben: also was mir aufgefallen ist: kinder die respektvoll behandelt werden sind um einiges "braver" als die anderen (kann ich die jetzt normal-erzogen nennen?..ich tu mir da etwas schwer mit den bezeichnungen, aber ihr wisst was ich meine oder?)
- Fliederfee
- Profi-SuTler
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- Registriert: 15.04.2008, 20:24
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
Also ich denke auch, (wobei meine Kleine noch nicht sooo gross ist, dass ich mords Erfahrung habe) dass "Mainstream " Kinder und SUT Kinder schon anders sind.
Ich merke es auch im Umfeld: Glaubt ihr allen ernstes dass alle Kinder sich komischerweise nach 6 Monaten oder spätestens zu einem Jahr selber abstillen? (Wird ja von mainstreammuttis immer behauptet)Dass alle Kinder mit spätestens 6-8 Monaten "Duchschlafen", dass alle Kinder gerne Gläschen essen? Dass alle Kinder ihre Spielsachen gerne teilen? ......Dass alle Kinder alleine im Bettchen einschlafen ? Ohne Probleme?
NEIN - diese Kinder müssen das alles, weil es "mainstream " Kinder sind. Ganz einfach!!!!!!!
Leider traurig, aber harte Realität. Ich denke viele lassen ihre Kinder weinen, damit sie erzählen können, klar kein Problem, schläft alleine ein. Oder sie erzählen es nur!
Aber wenn man die Kinder so sein lässt wie sie WIRKLICH sind, dann dürfen sie auch mal ihren Stinker anfassen,( obwohl sich das ja nicht gehört
) oder sie dürfen auch mal 2 Jahre oder 3 Jahre stillen (oh mein Gott, wie schrecklich!!
).......oder sie dürfen auch mal mit der Katze zusammen ein Wurstbrot essen (oh gott wie eklig
)
Also ich finde es viel schöner ein Kind Kind sein zu lassen, als es in eine Schublade zu drücken, mit Sachen die es alles schon beherrschen muss.(Durchschlafen, Essen, Laufen, Krabbeln, Lesen, Schreiben, Tanzen.............1000 Sachen,alle zum vorzeigen)
Ich will niemanden an den Pranger stellen, aber das Gesellschaftsdenken kotzt micht sowas von an, und daher hier mein kleiner Wutausbruch gegen Mainstream oder vielleicht auch "Laudatio" an uns SUT Mütter????
Ich merke es auch im Umfeld: Glaubt ihr allen ernstes dass alle Kinder sich komischerweise nach 6 Monaten oder spätestens zu einem Jahr selber abstillen? (Wird ja von mainstreammuttis immer behauptet)Dass alle Kinder mit spätestens 6-8 Monaten "Duchschlafen", dass alle Kinder gerne Gläschen essen? Dass alle Kinder ihre Spielsachen gerne teilen? ......Dass alle Kinder alleine im Bettchen einschlafen ? Ohne Probleme?
NEIN - diese Kinder müssen das alles, weil es "mainstream " Kinder sind. Ganz einfach!!!!!!!
Leider traurig, aber harte Realität. Ich denke viele lassen ihre Kinder weinen, damit sie erzählen können, klar kein Problem, schläft alleine ein. Oder sie erzählen es nur!
Aber wenn man die Kinder so sein lässt wie sie WIRKLICH sind, dann dürfen sie auch mal ihren Stinker anfassen,( obwohl sich das ja nicht gehört
Also ich finde es viel schöner ein Kind Kind sein zu lassen, als es in eine Schublade zu drücken, mit Sachen die es alles schon beherrschen muss.(Durchschlafen, Essen, Laufen, Krabbeln, Lesen, Schreiben, Tanzen.............1000 Sachen,alle zum vorzeigen)
Ich will niemanden an den Pranger stellen, aber das Gesellschaftsdenken kotzt micht sowas von an, und daher hier mein kleiner Wutausbruch gegen Mainstream oder vielleicht auch "Laudatio" an uns SUT Mütter????
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
- Fliederfee
- Profi-SuTler
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- Registriert: 15.04.2008, 20:24
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
Ist zwar ein wenig OT, aber eine bekannte deren Tochter ist so alt wie meine fragte mich vor kurzem : Und wirft deine auch das Essen auf den Boden?
Und ich sage : ja
....aber es ist ja anscheinend wichtig dass sie lernen wie das mit der Erdanziehungskraft ist. usw....
Und sie sagte ganz stolz: Meine Leonie macht das jetzt nicht mehr.........zeig mal Leonie was mama immer mit dir macht, wenn du das essen runterwirfst.
Dann hat Leonie sich an die Hände gefasst.
Und die Mutter hat gelacht und geschmunzelt: Hach kuck mal wie lustig, sie hat es gerade gezeigt: Ja genau, da schlägt die Mama immer drauf.....und hat gelacht....
Ich konnte nichts mehr sagen , ich war echt traurig. Und die war noch stolz.
Und das ist das was ich meine. Lieber meine Tochter bewirft den Bürgermeister oder sonst wen wichtigen oder auch normales Fußvolk natürlich
mit irgendwelchen Essenresten, als dass ich meine Tochter haue.
Und das ist das Problem das wir heute zunehmend haben, die Öffentlichkeit und deren Ansichten und Meinungen sind bei vielen an 1. Stelle, dann kommt ein Misthaufen, dann ne weile nicht und dann kommen die eigenen Kinder.
Welch armseelige Kreaturen!
Und ich sage : ja
Und sie sagte ganz stolz: Meine Leonie macht das jetzt nicht mehr.........zeig mal Leonie was mama immer mit dir macht, wenn du das essen runterwirfst.
Dann hat Leonie sich an die Hände gefasst.
Und die Mutter hat gelacht und geschmunzelt: Hach kuck mal wie lustig, sie hat es gerade gezeigt: Ja genau, da schlägt die Mama immer drauf.....und hat gelacht....
Ich konnte nichts mehr sagen , ich war echt traurig. Und die war noch stolz.
Und das ist das was ich meine. Lieber meine Tochter bewirft den Bürgermeister oder sonst wen wichtigen oder auch normales Fußvolk natürlich
Und das ist das Problem das wir heute zunehmend haben, die Öffentlichkeit und deren Ansichten und Meinungen sind bei vielen an 1. Stelle, dann kommt ein Misthaufen, dann ne weile nicht und dann kommen die eigenen Kinder.
Welch armseelige Kreaturen!
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
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Mary Haskell
- Fliederfee
- Profi-SuTler
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- Registriert: 15.04.2008, 20:24
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
So jetzt bin ich es nochmal. Klar ist mir auch dass man nicht alles dulden darf. Man muss den Kindern schon die Welt erklären. Aber man kanns auch übertreiben, als ob sie mit 15 Jahren das noch machen würde. Es gibt einfach gewisse Entwicklungsphasen , die gehören dazu und die sind wichtig und die sollte JEDES Kind erleben dürfen. Genauso nerven mich so sachen zu tode: Nimm das mal aus dem Mund ,das ist "Bäh"......
Es ist nun mal so ,dass Kinder mit der Zunge und Lippen vieles ertasten, schmecken , béfühlen wollen.
Viele informieren sich einfach nicht. Klar , alles muss man auch nicht in den Mund nehmen , aber man kann es auch übertreiben. Manche dürfen ja gar nichts.
Meine Herrn, ist es so schlimm, wenn ein Kind mal Papier isst oder mal der katze nen Kuss gibt. Bei manchen Leuten ist irgendwie jedes 2. Ding : Bäh!
........
Und das allerschlimmste finde ich ,wenn sie den Kindern alle spielzeuge erklären, als ob die alles so bespielen müssen wie es vorgesehen ist., vorallem bevor diese überhaupt die Chance haben, es selbst zu erkunden.......ist doch egal, wenn ein Kind mit einem Spielzeug anders spielt als eigentlich damit vorgesehen ist.....kann doch auch einen Kochtopf als Mülltonne benutzen oder den Kulli als Abtrennung oder ein Waschlappen als Putzlappen. Beim Spielen ist das doch wurst oder?
so das wars!
Es ist nun mal so ,dass Kinder mit der Zunge und Lippen vieles ertasten, schmecken , béfühlen wollen.
Viele informieren sich einfach nicht. Klar , alles muss man auch nicht in den Mund nehmen , aber man kann es auch übertreiben. Manche dürfen ja gar nichts.
Meine Herrn, ist es so schlimm, wenn ein Kind mal Papier isst oder mal der katze nen Kuss gibt. Bei manchen Leuten ist irgendwie jedes 2. Ding : Bäh!
Und das allerschlimmste finde ich ,wenn sie den Kindern alle spielzeuge erklären, als ob die alles so bespielen müssen wie es vorgesehen ist., vorallem bevor diese überhaupt die Chance haben, es selbst zu erkunden.......ist doch egal, wenn ein Kind mit einem Spielzeug anders spielt als eigentlich damit vorgesehen ist.....kann doch auch einen Kochtopf als Mülltonne benutzen oder den Kulli als Abtrennung oder ein Waschlappen als Putzlappen. Beim Spielen ist das doch wurst oder?
so das wars!
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
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vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
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Lila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2122
- Registriert: 20.06.2007, 23:58
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
@fliederfee
nun, man darf bei interpretationen die mögliche motivationsgrundlage der eltern auch vielfältiger ausfallen lassen
. es kann auch einfach sein, dass es ein "wert" der mutter ist, dass man mit essen "nicht spielt" und dass sie vielleicht noch nicht die idee hatte, das verhalten ihrer tochter hinsichtlich nahrung anders zu bewerten als mit "spielen" und spielen hat für die meisten erwachsenen weniger wert. als erforschen, entdecken, lernen, arbeiten, etc. pp.
wir waren übrigens vor kurzen in einer situation, dass meine kinder (5 + 2,5) auf ein weiteres kind (4) trafen, mit dem sie etwas spass hatten. letzteres kind kam auf die idee den 1x angebissenen apfel als ball zu verwenden und warf ihn ständig hin. ich blieb zunächst still, war ja nicht meine aufgabe einzuschreiten, zumal andere zuständige menschen zugegen waren. meine große guckte, irritiert, guckte weiter, betrachtete das lachende kind und fing an mitzumachen und in diesem moment (endlich) konnte ich einschreiten und das verhalten unterbinden. ich bot an einen ball zu holen bzw. mit dem apfel so weiterzuverfahren, wenn er anschließend an (vorhandene) tiere verfüttert werden würde. für mich sind verhaltensweisen altersabhängig angemessen ... in meinen augen ... tatsächlich nehme ich mir raus werte vorzugeben. d.h. meine fünfjährige kann ruhig mal mais oder brokkoli in ihr wasserglas werfen, um herauszufinden was passiert, aber sie muss nicht mehr die tomatensoße auf unserem tisch verschmieren, das durfte sie exzessiv mit 8 monaten tun ...
... von daher wäre vielleicht eine lösung gewesen der mutter einfach deine sicht auf die dinge wiederzugeben, wie du dich dabei fühlst, wenn dein kind mit essen "arbeitet" und was ihre gefühle dabei sind bzw. weswegen es ihr wichtig ist, das verhalten zu unterbinden bzw. welche alternativen der unterbindung es geben könnte.
zum thema an sich:
ich habe getragen, gestillt, familiengebettet und bin in vielen bereichen anders als andere und überhaupt nicht "alternativ-ökig-nicht-erziehend" ... ich sehe es wie "das muli" erziehen beginnt für mich später, definitiv nach einem jahr und dann kommen noch mal ganz andere faktoren zum tragen. welche werte sind mir wichtig, welche altlasten trage ich mit mir rum, welche erwartungen habe ich an das kind, an mich, wie begreife ich die welt, etc. pp.
vor allem im ersten lebenshalbjahr werden die kinder oft einfach "versorgt" und zwar so wie es weitergegeben wird. aber es ist einfach für mich ein fakt, dass nicht jede lzs z.b. ähnlich mit ihren kindern hinsichtlich ernährung umgeht, noch nicht mal der großteil. je mehr zeit vergeht, je mehr faktoren im leben hinzukommen, desto vielfältiger wird es. ich glaube auch nicht, dass generell "sut" kinder ruhiger sind, zumindest ist dies nicht meine erfahrung. in einem anderen forum gibt es eine userin die behauptet immer wieder "gestillte, getragene und familiengebettete" babys seien ruhiger und würden mehr schlafen und es gäbe keine kinder die im familienbett schreien würden. da geht mir immer die hutschnurr weg, weil es einfach nicht so ist. es gibt tatsächlich schreibabys, die auch trotz dieser faktoren die ankunft auf dieser welt beweinen und beweinen bis sie es annehmen können, aber das sieht diese frau nicht und hämmert auf ihre beobachtungen und erfahrungen und auf ihr tolles kind. es ist ein sammelsurium aus vielen teilen, weswegen sich kinder so und so verhalten und oft ist die rolle der eltern an sich, ihre haltung, ihre innere sicherheit, das was man nämlich nicht in handlungen unbedingt sehen kann, ein viel entscheidender faktor. ich kenne "alternative" kinder die - mMn - in einem ausmass nach halt und begrenzung suchen, dass ich das was die eltern tun schon verantwortungslos finde, klar die kinder finden sich und ihre grenzen selbst. bla, bla und wozu bin ich dann da ... ach um das auto zu stoppen, damit mein kind auf die fahrbahnlaufen kann, ja, klar
ich selber bin z.b. extrem autoritär und belastend groß geworden und trotz aller alternativ verhaltensweisen gelingt es mir nicht meinen schatten komplett abzulegen oder so schnell abzuarbeiten wie meine kinder größer werden, d.h. auch ich gebe verletzungen weiter ... die eine mutter, mag darüber "lächeln" wenn sie sagt, dass sie ihr kind auf die hände schlägt ... nun gut, diese frau kann noch nicht fühlen welche missachtung dem kind gegenüber dahinter steht, jeder ist dort wo er gerade ist und die kinder gehen sehr individuell damit um.
von daher: gegen das über den kamm scheren !! es gibt keine verallgemeinerungen !!
nun, man darf bei interpretationen die mögliche motivationsgrundlage der eltern auch vielfältiger ausfallen lassen
wir waren übrigens vor kurzen in einer situation, dass meine kinder (5 + 2,5) auf ein weiteres kind (4) trafen, mit dem sie etwas spass hatten. letzteres kind kam auf die idee den 1x angebissenen apfel als ball zu verwenden und warf ihn ständig hin. ich blieb zunächst still, war ja nicht meine aufgabe einzuschreiten, zumal andere zuständige menschen zugegen waren. meine große guckte, irritiert, guckte weiter, betrachtete das lachende kind und fing an mitzumachen und in diesem moment (endlich) konnte ich einschreiten und das verhalten unterbinden. ich bot an einen ball zu holen bzw. mit dem apfel so weiterzuverfahren, wenn er anschließend an (vorhandene) tiere verfüttert werden würde. für mich sind verhaltensweisen altersabhängig angemessen ... in meinen augen ... tatsächlich nehme ich mir raus werte vorzugeben. d.h. meine fünfjährige kann ruhig mal mais oder brokkoli in ihr wasserglas werfen, um herauszufinden was passiert, aber sie muss nicht mehr die tomatensoße auf unserem tisch verschmieren, das durfte sie exzessiv mit 8 monaten tun ...
... von daher wäre vielleicht eine lösung gewesen der mutter einfach deine sicht auf die dinge wiederzugeben, wie du dich dabei fühlst, wenn dein kind mit essen "arbeitet" und was ihre gefühle dabei sind bzw. weswegen es ihr wichtig ist, das verhalten zu unterbinden bzw. welche alternativen der unterbindung es geben könnte.
zum thema an sich:
ich habe getragen, gestillt, familiengebettet und bin in vielen bereichen anders als andere und überhaupt nicht "alternativ-ökig-nicht-erziehend" ... ich sehe es wie "das muli" erziehen beginnt für mich später, definitiv nach einem jahr und dann kommen noch mal ganz andere faktoren zum tragen. welche werte sind mir wichtig, welche altlasten trage ich mit mir rum, welche erwartungen habe ich an das kind, an mich, wie begreife ich die welt, etc. pp.
vor allem im ersten lebenshalbjahr werden die kinder oft einfach "versorgt" und zwar so wie es weitergegeben wird. aber es ist einfach für mich ein fakt, dass nicht jede lzs z.b. ähnlich mit ihren kindern hinsichtlich ernährung umgeht, noch nicht mal der großteil. je mehr zeit vergeht, je mehr faktoren im leben hinzukommen, desto vielfältiger wird es. ich glaube auch nicht, dass generell "sut" kinder ruhiger sind, zumindest ist dies nicht meine erfahrung. in einem anderen forum gibt es eine userin die behauptet immer wieder "gestillte, getragene und familiengebettete" babys seien ruhiger und würden mehr schlafen und es gäbe keine kinder die im familienbett schreien würden. da geht mir immer die hutschnurr weg, weil es einfach nicht so ist. es gibt tatsächlich schreibabys, die auch trotz dieser faktoren die ankunft auf dieser welt beweinen und beweinen bis sie es annehmen können, aber das sieht diese frau nicht und hämmert auf ihre beobachtungen und erfahrungen und auf ihr tolles kind. es ist ein sammelsurium aus vielen teilen, weswegen sich kinder so und so verhalten und oft ist die rolle der eltern an sich, ihre haltung, ihre innere sicherheit, das was man nämlich nicht in handlungen unbedingt sehen kann, ein viel entscheidender faktor. ich kenne "alternative" kinder die - mMn - in einem ausmass nach halt und begrenzung suchen, dass ich das was die eltern tun schon verantwortungslos finde, klar die kinder finden sich und ihre grenzen selbst. bla, bla und wozu bin ich dann da ... ach um das auto zu stoppen, damit mein kind auf die fahrbahnlaufen kann, ja, klar
ich selber bin z.b. extrem autoritär und belastend groß geworden und trotz aller alternativ verhaltensweisen gelingt es mir nicht meinen schatten komplett abzulegen oder so schnell abzuarbeiten wie meine kinder größer werden, d.h. auch ich gebe verletzungen weiter ... die eine mutter, mag darüber "lächeln" wenn sie sagt, dass sie ihr kind auf die hände schlägt ... nun gut, diese frau kann noch nicht fühlen welche missachtung dem kind gegenüber dahinter steht, jeder ist dort wo er gerade ist und die kinder gehen sehr individuell damit um.
von daher: gegen das über den kamm scheren !! es gibt keine verallgemeinerungen !!
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)
- Fliederfee
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3400
- Registriert: 15.04.2008, 20:24
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
Hallo Lila ! Schön dass wir uns auch in diesem Thread wieder treffen
.......du kannst sehr schön schreiben und da hast soo recht. Klar kann man es NIE verallgemeinern, aber mir tut es manchmal weh, wie heute mit den Kindern umgegangen wird und ich rede da vielleicht aus Verletztheit . weil ich es manchmal schwer ertragen kann wie manche so stolz etwas präsentieren , was ich soo abscheulich finde. Tja und ich finde leider dass es immer mehr werden, die sich im "Erziehungsstil" immer mehr ähneln??
Naja keiner ist perfekt, ich auch nicht, ist mir klar. Und vorallem das mit dem eigenen Schatten das ist wohl wahr.
Ich hoffe du hast auch gesehen, dass meine kleine noch nicht sooo gross ist, somit habe ich ja auch geschrieben, dass ich über weitergreifende Sachen nocht nicht mitreden kann. Und das mit dem Essen steht ja auch im Alter von etwas älteren Kindern auf einem ganz anderem Blatt Papier.
Naja keiner ist perfekt, ich auch nicht, ist mir klar. Und vorallem das mit dem eigenen Schatten das ist wohl wahr.
Ich hoffe du hast auch gesehen, dass meine kleine noch nicht sooo gross ist, somit habe ich ja auch geschrieben, dass ich über weitergreifende Sachen nocht nicht mitreden kann. Und das mit dem Essen steht ja auch im Alter von etwas älteren Kindern auf einem ganz anderem Blatt Papier.
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
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Lila
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2122
- Registriert: 20.06.2007, 23:58
Re: Sind unsere Kinder anders als mainstream-Kinder?
@fliederfeee

Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)