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Verfasst: 06.09.2007, 13:04
von Domi
Hallo,
bin ganz neu hier
Mein Süßer ist noch in meinem Bauch und sollte das auch noch etwa einen Monat bleiben... Mal schaun! Aber hier zu diesem Thread wollte ich dennoch etwas beisteuern, was, soweit ich das sehen konnte, noch nicht zur Sprache kam. Ich las es in dem Buch "Stillen" von V.Weigert:
"Muttermilch hat die einzigartige Fähigkeit, die Ausscheidung mancher Umweltgifte zu fördern. So hat eine Untersuchung gezeigt, dass zum Beispiel ihr niedriger Phosphorspiegel zur Ausscheidung von Strontium 90 beiträgt - Phosphor bindet Strontium 90 im Körper. Babies, die mit 5 mg Strontium 90 geboren wurden, hatten es nach drei Monaten vollkommen ausgeschieden, wenn sie in dieser Zeit voll gestillt wurden. Bei Flaschennahrung hingegen hattten sich die Werte nach einem Monat verdoppelt. Ähnliches wurde bei Schwermetallen und PCB beobachtet."
Es ist nicht meine Absicht, Mütter zu beunruhigen, die ihr Kind mit Flaschennahrung versorgen; diese ist heutzutage sicherlich sehr hochwertig. Dennoch kommt aus meiner Sicht nichts an Mutter Natur ran; man kann halt nicht einen Aspekt einer Sache messen und dann glauben, man könnte es im Ganzen beurteilen. Muttermilch ist viel komplexer. Deshalb lasse ich mich von diesen Meldungen nicht beunruhigen und hoffe sehr, dass ich mein Baby stillen kann.
Schöne Grüße von der Domi
Verfasst: 06.09.2007, 13:28
von Lino
@Domi
Herzlich willkommen hier!
Und danke für die Information! Hab ich irgendwo auch schon mal gelesen,
aber es ist gut, jetzt auch eine Quelle dafür zu wissen. Genauso interessant fand ich, als ich mich ein bisschen mit Fluor beschäftigt hab, dass Muttermilch anscheinend Fluor sehr stark rausfiltert, also kaum Fluor in Muttermilch enthalten ist, was ja normalerweise den Zweck hat, das Baby zu schützen vor einer Substanz, die es nicht, oder nicht viel bekommen soll. Das traf auch noch für einige andere Stoffe zu, weiß aber nicht mehr welche. Irgendein Vitamin? Jedenfalls denke ich auch, dass Muttermilch so komplex ist in ihrem "Nährwert" und außerdem auf verschiedenen Ebenen Nahrung bedeutet und dass die Schadstoff-Komponente mehr als ausgeglichen wird damit.
Verfasst: 12.09.2007, 13:44
von gipsy
Die sollten sich lieber mal Gedanken machen,wie man die Schadstoffe reduziert,denen wir täglich ausgesetzt sind,anstatt vom Stillen abzuraten.Demnächst sollen wir wohl alle nur noch
mit Gasmaske auf die Straße,weil die Luft so schmutzig ist...
Re:
Verfasst: 26.09.2008, 09:30
von Solyra
gipsy hat geschrieben:Die sollten sich lieber mal Gedanken machen,wie man die Schadstoffe reduziert,denen wir täglich ausgesetzt sind,anstatt vom Stillen abzuraten.
Ich habe das so aufgefasst, dass genau das mit der Studie bezweckt werden sollte.
Leider wird es zu oft falsch aufgefasst...

Re: Aktuelle Studie - Schadstoffbelastung der Muttermilch
Verfasst: 26.10.2008, 11:49
von Rica
Wenn Muttermilch die Ausscheidung von Schadstoffen wie PCB begünstigt, warum dürfen/sollen dann die Inuit nicht stillen? Ein abgekapertes "Spiel"?
Re:
Verfasst: 12.12.2008, 15:02
von rose
Nimue1212 hat geschrieben:Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen...
Wer daran Interesse hat und im Bundesland Niedersachsen wohnt, kann seine Muttermilch auf Schadstoffe untersuchen lassen:
Landesgesundheitsamt Niedersachsen
Ist kostenlos und in jedem "Stillalter" möglich. Wenn mich also jemand anquatscht, kann ich immer sagen, dass meine Mumi untersucht worden ist und mir das Landesgesundheitsamt bestätigt hat, das sie das Beste für mein Kind ist.

schade, dass ich nicht in niedersachsen wohne...

weiss jemand, ob man das dort trotzdem machen kann, auf eigene kosten?
oder ist das noch sonst irgendwo möglich?
wobei es vieleicht besser ist, gar nicht erst zu wissen, wie "schlecht" die eigene milch sein könnte..

Re: Aktuelle Studie - Schadstoffbelastung der Muttermilch
Verfasst: 23.12.2008, 22:59
von rucola
hier stehts ganz aktuell:
"Stillen trotz Dioxin in der Muttermilch gesünder als Babynahrung"
Re: Aktuelle Studie - Schadstoffbelastung der Muttermilch
Verfasst: 21.01.2009, 12:20
von Linnea
Ich habe mich vor Jahren mal auf einen Aufruf zu einer Studie zu Schadstoffen in der Muttermilch gemeldet. Ich wurde abgewiesen, weil ich damals schon das 2. Kind stillte. Da ist ein Großteil der Belastung schon vom 1. Kind getrunken worden. Die Studien stellen also eine obere Abschätzung der Situation dar, das sollte man im Hinterkopf behalten. Meist werden nur Erststillende aufgenommen und auch nur bis zu einer Altersgrenze des Kindes.
So blöd es ist, dass wir so sehr von Schadstoffen umgeben sind und selbst so viele enthalten, mit längerer Stilldauer sinkt die Belastung der Milch (wenn man nicht kiloweise "altes" Fettgewebe in der Stillzeit abbaut).
Viele Grüße
Re: Aktuelle Studie - Schadstoffbelastung der Muttermilch
Verfasst: 21.01.2009, 14:16
von jusl
Linnea hat geschrieben:So blöd es ist, dass wir so sehr von Schadstoffen umgeben sind und selbst so viele enthalten, mit längerer Stilldauer sinkt die Belastung der Milch (wenn man nicht kiloweise "altes" Fettgewebe in der Stillzeit abbaut).
Doch

- auch wenn man dutzende Kilos Fett in der Stillzeit abnimmt. Dieser "vermehrte Schadstoff-Transfer Fett -> Milch bei Gewichtsreduktion" ist eine (überholte) Theorie und wurde nie beobachtet...
LG,
Julia
Re: Aktuelle Studie - Schadstoffbelastung der Muttermilch
Verfasst: 22.01.2009, 21:01
von Linnea
jusl hat geschrieben:
Doch

-
auch wenn man dutzende Kilos Fett in der Stillzeit abnimmt. Dieser
"vermehrte Schadstoff-Transfer Fett -> Milch bei Gewichtsreduktion"
ist eine (überholte) Theorie und wurde nie beobachtet...
LG,
Julia
Hallo Julia, hast du da eine Quelle für mich? Ich finde das ein sehr interessantes Thema.
Ich kenne den Zusammenhang aus der Greenpeace-Studie "Chlor macht krank" von 95, zugegeben schon recht alt. Ich fand das immer sehr plausibel, da die chlororganischen Verbindungen, die im Fett gespeichert werden, mit dem Alter der Mutter in der Milch ansteigen und mit der Stilldauer abnehmen.
Viele Grüße