Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

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rueckenwind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von rueckenwind »

Nur ganz schnell ein spontaner Gedanke:
wenn es zeitlich irgendwie möglich ist, könntest du vielleicht ein oder zwei Tage einfach nur mit Baby entspannt im Bett zubringen, ganz viel nackt kuscheln und so eurer Stillbeziehung eine Art "neuen Anfang" gönnen. Ich habe das nachdem wir aus dem Krankenhaus entlassen waren gemacht und empfand es als sehr wohltuend, auch wenn wir dann noch einige Wochen gepumpt und mit der Spritze gefüttert haben. Vielleicht spürt dein Baby auch einfach deine Anspannung und etwas womit es der Mama nicht gut geht erzeugt sicherlich auch ein diffus ungutes Gefühl bei einem Baby. Das ist nicht deine Schuld, ihr seid beide toll so wie ihr seid, müsst nur einfach einen gemeinsamen Weg finden - Gib euch Zeit, ihr werdet sicherlich auch was das Stillen anbelangt ein gutes Team, du bist so engagiert!

Mir hat beim Pumpmanagement auch geholfen, mir einen möglichst gemütlichen Platz vorzubereiten, Wasser parat zu stellen, ein zweites Pumpset zu kaufen, damit auch spontan abgepumpt werden kann und dann an einer Seite anzulegen und gleichzeitig die andere abzupumpen. Zwischendurch habe ich meine Tochter mit dem Finger beruhigt und für meine Nerven viel Schokolade gegessen...
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deidamaus
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von deidamaus »

Hallo Sommerkind,

ich finde sieben Mal Stillen ziemlich gut. Und deine Abpumpmenge super. Wunderbar.

Dein Baby weint, wenn es die Brust sieht, weil es sie im Wachzustand nicht mit Nahrung verknüpft.

Wenn es mit dem srillfreundlich Zufüttern nicht klappt (im Moment), dann gib ihm auf jeden Fall die Flasche direkt neben deiner nackten Brust, am Besten möglichst so, dass er sich zu dir drehen muss.

Ein Versuch wäre es wert, wenn du ihm die Brust mit Stillhütchen anbietest. Hast du das schonmal getestet? Dabei ist das Mundgefühl nicht so völlig anders als beim Wechsel von Flasche auf Brust.

Und ja, es braucht viel Geduld, wenn man bei den Kleinen (übrigens auch bei großen Kindern und Erwachsenen) etwas ändern will. Wenn du mit dem Becher zufüttern möchtest, dann pucke dein Kind vorher, dann kann es nicht mit den Armen wedeln und die Enge beruhigt.

Versuche die Zufüttermenge über den Tag zu verteilen. Also am Vormittag 60-70ml und/oder Mittags, Nachmittags, am frühen Abend und späten Abend. Damit dein Baby nicht völlig hungrig ist, denn dann ist es auch nicht bereit für Veränderungen. Im Moment braucht es die Zufütterung (noch). Also spätestens alle 2 h Stillen und tagsüber vier bis fünf Mal zufüttern. Dein Baby soll sich nicht an abendliche Riesenportionen gewöhnen, die liefert die Brust im Normalfall nicht und es braucht gerade das Mehr an Nahrung, so dass man diese auch gut verteilen kann.

Und versuche positiv zu denken. Klar, du hast schon vieles versucht, aber ohne Begleitung. Wir schauen jetzt gemeinsam, dass wir das Beste aus der Situation holen. D. h. mindestens problemloses Stillen eventuell auch Vollstillen. Und meiner Meinung nach, läuft es garnicht schlecht.

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Individuum »

Liebe Sommerkind,

ich habe hier gelesen und möchte dir ein paar Worte da lassen. Was mir auffällt - neben deinem großen Kampfgeist - sind deine vielen negativen Selbstzuschreibungen. Du fühlst dich als Versagerin, als Schuldige, als diejenige, die alles falsch macht und dann fühlst du dich auch dafür noch schuldig. Lass dir gesagt sein - du befindest dich gerade in einer totalen Ausnahmesituation, quasi im "Überlebensmodus" und daran trägt niemand die Schuld. Die Natur richtet die Dinge manchmal so ein oder eben anders. Manchmal ist das toll, manchmal hart. Das Leben ist nicht immer kontrollierbar und kleine Babys können echt verdammt anstrengend sein! Sei gerechter zu dir. Sei milder mit dir. Sei auch liebevoll mit dir!

Dein Baby wird das spüren. Nimm dir Pausen, atme durch, wann immer du kannst. Stillen ist wichtig aber du gibst deinem Baby auch weit mehr als das - deine Freude, deine Kraft, deine Geduld, deinen Glauben, deine Hingabe und deine Liebe. All das zählt auch! Ich wünsche dir, dass du nicht mehr schlecht von dir denkst sondern das erkennst, was du bist: eine liebende Mama, die sich um ihr Baby sorgt und alles tut, was in ihrer Macht steht. Und dazu gehört auch, sich selbst Ruhe und einen anderen Fokus zu gönnen, denn diese Entspannung wird sich auch auf dein Baby übertragen! Fühl dich gedrückt!
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Hallo zusammen,
Erst einmal vielen lieben Dank für die lieben Nachrichten und die vielen wahren Worte!
Ich habe alle Nachrichten gelesen und nehme jeden Ratschlag dankend an und versuche alles.
Vom nackt kuscheln über bequemen Pump-Platz vorbereiten bis hin zum 2. Seite abpumpen wenn, der Zwerg an der anderen Seite trinkt (geht nur ganz schlecht, weil ich immer in Bewegung sein muss, damit er nicht ungeduldig wird). Schokolade ist übrigens die einfachste Übung 😅
Ich habe nun zwei Tage einfach nur versucht einzusehen, dass ich es nicht ändern kann wenn es nicht klappt. Habe aufgehört bei jeder Flasche, die ich gebe traurig zu sein sondern auch diese Situation zu genießen. Zusammengefasst: ich habe einfach 2 Tage die Sache versucht entspannt zu sehen und zu akzeptieren wie sie ist.

Mittwoch war dann einfacher alles so nehmen wie es war:

23.51-0.18 stillen + 20 ml pre
0.30-1.00 pumpen 28 ml
3.26-3.30 stillen rechts
3.50-3.55 110 ml pre
6.50 stillen rechts
7.20 stillen rechts
7.49-7.52 stillen links
9.05 stillen rechts
11.39-11.47 stillen links
12.00-12.30 pumpen 2x 8 Minuten 40 ml
Zufüttern 20 ml pre Softcup
14.30-14.34 stillen
14.45 zufüttern 100 ml pre
17.11-17.22 stillen
18.30 zufüttern 80 ml MM
19.36-19.49 pumpen 60 ml
20.30 Zufüttern 115 ml pre
21.00-21.27 pumpen 45 ml
23.38-23.45 stillen

Folglich
5x zufüttern mit 365ml pre und 80 ml MM /
4x pumpen insgesamt 173ml / 10x stillen

Heute der Tag war bisher ganz gut:
2.32-2.46 stillen
4.59-5.04 stillen
5.10 zufüttern 40 ml pre
6.43-6.46 stillen links
8.04-8.14 stillen
11.00 stillen
12.30 zufüttern 60 ml MM
12.42-12.47 stillen
12.55-13.19 pumpen 50 ml
15.24-15.29 + 15.40-15.44 stillen
16.54-16.57 stillen
17.05 zufüttern 75 ml MM
17.20-17.30 pumpen 30 ml
19.10 zufüttern 30 ml MM + 70 ml pre

Zusammengefasst bis jetzt:
4x zufüttern mit 110 ml pre und 235 MM
2x pumpen mit 80 ml
8x stillen

Ich schreibe die Zeiten dazu, dass man mal sieht was bei mir „stillen“ heißt... der Zwerg trinkt nur recht kurz. Und all die stillzeiten sind im Halbschlaf nach einem powernap oder nach einem längeren Schlaf.
Wenn er wach ist geht er nicht ran... naja er ist heute rangegangen aber hat nach kurzem saugen aufgegeben als keine Milch kam 🙁
Je später der Nachmittag umso hungriger wird er. Ich kann ihm da die Nahrung ja nicht verweigern... ich mach schon immer weniger und biete weniger an aber dann wird er stinkig und ich mach nochmals was nach. Bei den kurzen stillzeiten weiß ich ja auch nicht ob er überhaupt was bekommt so richtig! Manchmal ist er schon länger an der Brust aber die Zeiten sind so aufgeschrieben, dass es richtig trinkt ich ihn schlucken höre.

Ich weiß nicht so recht, ob er je wieder ab die Brust will wenn er wach ist. Ich kann doch nicht immer nur abwarten, dass er aufwacht um ihn meine Brust anzubieten. Es ist zwar die letzten beiden Tage besser, weil ich es entspannter sehe aber umso mehr kommt bei mir such der Gedanke, dass die Flasche etwas mehr Entspannung bringen würde... obwohl es mir tierisch weh tun würde! Vielleicht ist es wie Individuum schreibt: mama sein ist mehr als nur stillen... vielleicht wäre ich entspannter? Gelassener? Fröhlicher? 🙁 oder ich würde es bereuen und wäre kreuzunglücklich... oh Mann... ichweiss nicht mehr was das beste für das Kind und auch für mich und uns ist!
Lösche Benutzer 5441

Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Lösche Benutzer 5441 »

Hallo Sommerkind,

Ich bin keine Stillexpertin und kann Dir keine fundierte Meinung da lassen. Kann nur sagen: mach Dich nicht verrückt!

Mein erstes Kind war auch ein Flaschenkind. Wir haben nach sechs oder acht Wochen das Stillen aufgegeben. Lag bei uns an anderen Dingen und im Nachhinein hätten wir vielleicht mit anderer/mehr Hilfe noch länger durchgehalten oder es doch nich hinbekommen... aber schlussendlich war es dann so und für uns passte es. Beim zweiten Kind hatte ich dafür eine wunderschöne Stillbeziehung. Will hier nicht für Flasche und Abstillen werben, sondern Dir lediglich die Angst nehmen zu versagen. Das Wichtigste ist, dass es Deinem Kind UND Dir gut geht! Und das kann auch mit Flasche der Fall sein! Auch da kann man dem Kind viel Nähe geben und der Papa kann auch mitmachen. Weiß noch, dass meine Freundin das damals schrecklich fand, immer das ganze Flaschenzeugs rumschleppen zu müssen. Dafür waren halt die Fütterungszeiten sehr regelmäßig (von alleine!). Stillen ist anders praktisch: Brust raus, Kind satt :wink: Also egal, wie letztendlich euer Weg ist: freu Dich an den jeweiligen Vorteilen und fühl Dich als gute Mutter. Du machst das gut!

Wenn ich mir Deine Tagesabläufe so durchlese, klingt das echt stressig, vor allem für ein 12 Wochen altes Kind. Es wurde ja schon geschrieben, dass Du versuchen solltest, das Zufüttern besser über den Tag zu verteilen. Fällt mir auch auf. Mitternacht zugefüttert, dann wieder gegen 4 Uhr. Dann klafft da ne Lücke, danach gegen 12 wieder zugefüttert. Dann um drei wieder, und um 18:30 Uhr und um 20:30. Danach erst wieder um 5, dann wieder Lücke und das nächste Mal 12:30 und danach wieder 17 und 19 Uhr. Natürlich sind das immer verschiedene Mengen und dazwischen wurde oft gestillt. Ich würde trotzdem versuchen, das Zufüttern regelmäßig, z.B. alle vier Stunden zu machen. Und eventuell auch die Mengen anzugleichen. Wobei, damit lehne ich mich aus dem Fenster, das weiß die Stillexpertin natürlich am Besten.
Dann, habe ich das richtig gelesen: Du läufst beim Stillen herum? Machst Du das beim Zufüttern auch so oder ist er da entspannter?
Und dann noch ne Frage: helfen evtl. Stillhütchen?

Wünsch Dir, dass ihr weiterhin Fortschritte macht und Du nicht so viel zweifelst.
LG
Larla
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Myeskathry
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Myeskathry »

Liebe Sommerkind,
Ich kenne zwar solche Stillprobleme nicht persönlich, aber das viele Schreien und unruhig sein - vor allem abends. Das kenne ich vob meinem Großen. Deswegen die Frage: wie schläft er tagsüber? Unser Ritter hat alle Eindrücke vom ersten Tag an aufgenommen und konnte sie nicht verarbeiten und sich auch nicht selbst regulieren. Wir sind dann erst nach Monaten dahinter gekommen, dass wir abends weniger Geschrei haben, wenn wir ihn Tagsüber konsequent alle zwei Stunden von jeglichen Eindrücken abschotten (auch nicht aus dem Tragetuch gucken) und in einer dunklen, ruhigen Umgebung zum Schlafen bringen. Letztens habe ich einen Artikel zum Thema Schreiambulanz gelesen. Der Tipp aus dem Artikel, der mir damals am meisten geholfen hätte: mindestens eine halbe Stunde bei ein und der selben Beruhigungsstrategie bleiben, egal ob sie bis dahin verspricht zu helfen oder nicht. Es ist wirklich zermürbend sich dermaßen von seinem Baby anbrüllen zu lassen!!! Gut ist es, vor allem abends wenn man sich zurück ziehen kann, bevor man aus Verzweiflung explodiert. Der Partner muss dann übernehmen, oder man muss sein Kind schweren Herzens doch kurz alleine brüllen lassen, eh man selbst schreit.
Mir hat es geholfen im Kopf Sekunden zu zählen um mir selbst zu zeigen, dass es mir teilweise länger (weil quälend) vorkommt, als es eigentlich ist. Vielleicht könnt ihr das Brüllen ein wenig unabhängig vom Stillen betrachten, auch wenn es Zeitgleich auftritt?
Ich wünsche dir alles Gute, starke Nerven und einen stützenden Partner!
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
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Myeskathry
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Myeskathry »

Was mir noch einfällt: unsere Tochter liebte Rücken tätscheln und weißes Rauschen, der Sohn Füße kraulen/Kopf kraulen - oder gar nichts machen, einfach da sein.
Und da gibt es noch ca. 1000 Möglichkeiten, was noch beruhigen könnte, wenn man es nur lange genug ausprobiert....
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

allo Larla,
vielen Dank für deine Nachricht. Du hast natürlich recht, dass auch Flaschenkinder genauso liebevoll groß werden! Ich habe nur immer wieder die Hoffnung, dass der Lange „Kampf“ am Ende belohnt wird... und auch beim zufüttern hast du recht! Aber so naiv wie ich bin, freue ich mich über jedes Mal, wenn der Zwerg an die Brust geht und ich keine Flasche brauche! Nachdem ich schon alles probiert habe beim Zufüttern bleibt mir aktuell nur noch die Flasche und die will ich ja nicht öfters geben als notwendig. Und jeden Tag aufs Neue bin ich naiver und denke, heute ist der Tag der Tage und wir brauchen keine Flasche... der Zwerg erkennt heute, dass die Brust nichts Böses von ihm will 🙈

Ich habe das Stillhütchen bereits probiert aber er hat es nicht genommen... naja, er hat die ganze Brust nicht genommen, wenn er wach ist. Und wenn er schläft, dann trinkt er auch so an der Brust. So wie ich das sehe, ist ihm der Milchspendereflex einfach zu langsam... er saugt ein, zweimal und dann schreit er, wenn nicht gleich was kommt. (Schreien, überstrecken etc)
Aber du hast recht, vielleicht Probier ich es nochmals mit dem Stillhütchen, da er ja doch wieder etwas entspannter ist.

Ich laufe beim stillen oder sitze auf dem Peziball und wippe leicht. Ich weiß nicht warum aber das hilf, dass er länger geduldig ist (auch im Halbschlaf).
Bei der Flasche sitze ich normal und da ist er entspannter bzw. geduldiger (da kommt ja auch gleich was) - aber wehe die Flasche ist leer und er hat noch Hunger 😖

Stressiger Tagesablauf? Es war noch nie anders bei uns... ich sehe bei Freunden und bekannten, dass es anders laufen kann aber eben nicht bei uns. Ich kann es nicht beschreiben wie es ist, ein so temperamentvollen schlingel zu haben... das kann glaube ich auch niemand nachvollziehen, der es nicht selbst erlebt hat! Ich sehe wie andere Mütter sagen „oh nein jetzt schreit mein Kind“ und ich denke nur „oha, das ist schreien? Das ist bei uns beschweren“. Naja, der Zwerg ist gesund und munter, daher ist alles gut.

Vielen Dank nochmals für deine Nachricht!
Ich wünsche auch dir alles gute mit deinen Lieben 🍀
Sommerkind
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Sommerkind »

Liebe Myeskathri,
es tut mir leid zu lesen, dass du wohl auch eine anstrengende Zeit mit deinem kleinen hattest! Vielen Dank für die Tipps! Der Zwerg schläft ganz unterschiedlich tagsüber... an Routine ist leider noch nicht zu denken. Zudem haben wir zb zweimal die Woche Physiotherapie-Termine, die dazwischenkreuzen oder dergleichen.
Aber ich versuche schon den Zwerg regelmäßig zum schlafen zu bekommen... obwohl er sich heftig mit Schreien dagegen wehrt! Aber wie gesagt, es ist schon besser geworden 🍀
Das mit der Strategie hab ich auch schon im Internet gelesen... aber es ist wirklich schwer ruhig zu bleiben und nicht vorher schon andere Sachen zu probieren 🙈

Ich danke dir für deine offenen Worte und die Ratschläge. Wie immer sauge ich alles auf und werde alles ausprobieren.

Der Tipp mit der Schokolade, den ich auch hier im Forum erhalten habe, funktioniert schon ganz gut zum Beispiel 😉

Liebe Grüße und alles Gute
Sommerkind
Individuum
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Registriert: 08.05.2018, 05:32
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Re: Traurige Neu-Mama: Stillstreik, wenig Muttermilch, später MSR

Beitrag von Individuum »

Liebe Sommerkind,

wie schön, dass dir die Ratschläge schon etwas helfen. Ich denke, du solltest weg kommen von diesem Entscheidungsdruck. Du musst doch heute oder morgen nichts entscheiden. Und du hast hier professionelle Beratung, die sofort die Notbremse ziehen würde, wenn Gefahr drohen würde. Vielleicht kannst du versuchen, einfach einen gewissen Zeitraum wie ZB 2 Wochen als Experiment zu betrachten und am Ende von diesem Zeitraum ein Resümee ziehen und ggf dann nochmal überlegen ob und was du entscheiden möchtest. Mir hat das damals mit meinen Stillproblemen sehr geholfen, dass ich mir solche Fristen gesetzt habe und mich bis dahin mehr davon lösen konnte und die Gedanken weniger kreisten.

Auch das mit dem Halbschlaf kenne ich. Ich hatte eine Phase mit meinem Sohn, da dachte ich, er würde nie wieder wach trinken und wir bekommen es niemals hin mit dem stillen oder auch, dass wir niemals ohne Hütchen stillen werden oder aber eben dass ich werde abstillen müssen. Das alles ist vorbei gegangen und ich hätte es nie geglaubt. Mein kleiner hat monatelang nur im Halbschlaf gestillt!!! Ich hatte mich so sehr daran gewöhnt, dass es mich irgendwann einfach nicht mehr gestört hat und ich es nicht mehr als Problem betrachtet habe. Und irgendwann fing er plötzlich wieder an auch wach zu stillen und jetzt ruft er am liebsten so lange "MuMi" bis ich seinem Wunsch nachkomme. 😂 Also nur Mut, hab Vertrauen auf den Prozess!
Individuum mit Märzkäfer (03/2018) und Julimond (07/2022)
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