Dieses Thema ist doch einfach immer aktuell, oder?
Hier Chaos mit Kleinkind, Baby und "Großkind" (mein Mann). Ich bin immer dabei, meine Einstellung, meine Routine etc. zu optimieren. Was ist besser, bspw., tagsüber mit den Kindern zusammen aufzuräumen und am Abend den Feierabend zu genießen, oder tagsüber eher mit den Kindern spielen und am Abend schnell und effizienter einiges erledigen? Ich bin immer wieder am Ausprobieren und lerne auch immer noch dazu. Problemstellen bei uns sind: unpassende/fehlende Möbel (z.B. haben wir keine richtige Garderobe), zu kleine, noch provisorische Küche, altes Haus (z.B. altes Bad, das schaut nie schön aus, auch frisch geputzt), fauler Ehemann (zumindest empfinde ich das so, sorry, er kann sich hier ja nicht verteidigen

), und ich bin auch nicht die ordentlichste (obwohl ich mich im Chaos sehr unwohl fühle, ich schaffs nur einfach nicht). Schlaf brauche ich auch viel, nach 10 Uhr schlafen ist für mich zu spät... ups

Was ich total mühsam finde: Aufräumen, wenn das Baby an mir klebt (also im Tuch schläft, egal ob vorne oder aufm Rücken). Gerade bücken und Sachen vom Boden aufheben, uff. Nix mit "im Vorbeigehen mal eben mitnehmen". Das Schlimmste ist: Mein Mann ist noch arbeitslos (in einer Woche gehts los) und er könnte ja wenigstens ein bisschen mehr mithelfen, aber... ok, das ist eine andere Geschichte

Was ich mir vorgenommen habe: Besuch, Freunde, das ist immer wichtiger als der Zustand meiner Wohnung! Ich möchte niemandem absagen, nur weil es nicht aufgeräumt ist. Das hab ich von meiner Mutter viel zu oft gehört, dies und das geht nicht, hier ist es so unordentlich, oder, wenn wir aufgeräumt haben, dann... (Tag X, der wohl nie kommt), oder, diese oder jene Person (selber sehr ordentlich) darf nie bei uns vorbeischauen... Ist doch alles total doof! Ja, mir war es auch schon so oft so peinlich... ganz furchtbar peinlich. Ich versuche, die ganze Scham in Arbeitswut umzusetzen und erst recht aufzuräumen

Ach ja, ich arbeite immer noch an unserer Grundordnung, sprich "Ein Platz für jedes Ding" und erst danach kann überhaupt kommen "Jedes Ding an seinem Platz".
Ich finde Putzen mit Kindern übrigens toll. Mein Sohn liebt Geschirr vorspülen, Fenster putzen, Klo putzen, Staubsaugen, Wischen, Pflanźen gießen... macht er alles mit Begeisterung

Mir ist es aber auch wichtig, dass meine Kinder viel mithelfen, dass sie Arbeit gewöhnt werden und, je älter sie werden, sie immer mehr übernehmen können. Soweit der Plan

Klar, Kinder sollen spielen, dürfen sie ja auch, ganz viel! Aber ich glaube, dass man Kindern einen großen Gefallen tut, wenn man ihnen Fleiß beibringt! Das vermisse ich bei mir, deswegen arbeite ich auch so an mir...
Ich hatte aber auch einen schwierigen Start. Bin Mitte der Schwangerschaft in die Junggesellenbude von meinem Mann gezogen, damals noch Freund. Damals war ich medikamentös noch nicht gut eingestellt (Antidepressivum), und während andere Frauen mit ihrer Kugel das Babyzimmer einrichten und dekorieren und alles ganz toll vorbereiten, lag ich depressiv und heulend auf der Couch und hab mich überfordert gefühlt... Ok, ist vielleicht etwas übertrieben, aber ja, es war zu der Zeit Winter und ich hing wirklich durch. Und so eine Krankheit ist einfach... unschön! Das ist mittlerweile zum Glück besser. Dann nochmal zur Junggesellenbude: ein winziges Bad, ein kleines Zimmer (Schlafzimmer), und ein großes Zimmer, wo der Rest war, sprich Schreibtisch, Couch, Küche, Nähecke, Esstisch... ein Teil der Küche war auch mal im Flur. Was sag ich da überhaupt, "Küche"... gab ja keine Küche, der einzige Wasseranschluss war im Bad! Spülmaschine gabs natürlich auch nicht. Ich erinnere mich noch, als der Große ein Baby war, wie ich eines Nachts um 1 Uhr Geschirr gespült hab, tagsüber kam ich kaum dazu. Zumindest hatten wir schon einen Kühlschrank, anfangs ist mein Mann eine Etage tiefer zu seiner Tante gegangen, er hatte seine Sachen in ihrem Kühlschrank. Die Tante ist dann irgendwann ausgezogen, wir haben die untere Etage dazubekommen und dann fingen wir an zu renovieren. Ich mit 1 1/2 Jährigen, runter zur Baustelle und spachteln, bis der Sohnemann unleidig wurde... er hat da auch schon gerne beim Spachteln und Malen mitgeholfen

Ach, wenn ich überlege, von wo ich gekommen bin und wie viel ich schon geschafft hab! Da fällt mir z.B. dieser potthässliche Stoffschrank ein, der schon eingebrochen war und ganz schief stand. Was war das für ein Freudentag, als ich den endlich rausgeschmissen hab (nach einigen Monaten hab ich meine Möbel nachgeholt, unter anderem ein Kleiderschrank

).
Hach ja, mich beschäftigt dieses Thema sehr. Hab auch im anderen Thread mitgelesen (der Fotothread "Good Mums Have..."), das überschneidet sich ja auch.