Erwarte ich von den Kindern, dass sie mithelfen, weil das eben so sein muss? Dann hat das oft einen Zwangscharakter und ist ein prima Feld für Machtkämpfe.
Frage ich das Kind "Kannst du bitte die Spülmaschine ausräumen?" und das Kind antwortet mit "Keine Lust." fängt man oft an zu diskutieren "Das kannst du doch eben schnell machen!" oder "Du könntest mirn ruhig mal schnell helfen" und schon ist man auch wieder in der Zwangsspirale. Dabei gilt hier: Wenn man eine Frage stellt, muss man auch mit der Antwort leben können.
Wenn aber in einer Familie die Selbstverständlichkeit gelebt wird, dass alle zusammenhelfen und jeder aber auch mal das Privileg "Keine Lust" haben darf, dann lebt es sich einfach entspannter. Ich räume die Spülmaschine auch manchmal erst 2-5 Stunden nach Ende aus, weil ich just in dem Moment keine Lust habe. Das gestehe ich auch meinen Familienmitgliedern zu.
Und das versuche ich von Anfang an zu leben. Man muss nicht alles sofort machen, aber alle helfen mit und am Ende des Tages ist alles erledigt.