Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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- Tigerchen
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Davon wird's aber auch nicht besser. Tust dir nur weh. 
Tigerchen mit dem *Oktoberherzchen* (2003), der Eisprinzessin (2009), dem *Novembertraum* (2009) und dem Beuteltigerbaby (04/14)
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ixcacienfuegos
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Tigerchen, du bist der Hammer 
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Lösche Benutzer 13838
Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich denke auch, dass die, die eh nicht gern stillen das dann als Bestätigung sehen werden und es dann lieber lassen.
Aber eigentlich sollte ja wirklich die Schlussfolgerung sein, dass man was am Glyphosat macht. Denn das kommt in der Muttermilch ja nicht von ungefähr...
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- Tigerchen
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ja, ich möchte das ja auch nicht in meinem Essen, egal, ob ich stille oder nicht.
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DasKruemel
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ihr habt aber schon alle verstanden wie gering die angeblich gefundene Glyphosphat-Konzentration in der Muttermilch dieser 16 Frauen war, oder? Ein 4 kg schwerer Säugling müsste 2778 Liter Muttermilch pro Tag trinken, um eine grenzwertige Dosis davon abzubekommen. 2778 Liter/Tag!!!
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
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- Tigerchen
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Hä? Ich dachte, da wäre das 2-5-fache drin.
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DasKruemel
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Nein, es wurden minimale Konzentrationen gefunden. Das haben Bündnis90/DieGrünen aber nicht erwähnt, denn Wählerstimmen gewinnt man wohl eher, wenn man Angst schürt...
Davon ab sind Kochsalz
, Backpulver und Tomaten bzw. das Solanin darin toxischer als Glyphosphat. Glyphosphat greift in Pflanzen ein Enzym an, dass es bei Tieren und Menschen gar nicht gibt.
Davon ab sind Kochsalz
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LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
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DasKruemel
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Diese 2778 Liter Muttermilch pro Tag wären auch nur in Deutschland grenzwertig, lt. WHO dürfte der Säugling 9600 Liter dieser belasteten Muttermilch pro Tag trinken 
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
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- Seerose
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Naja, also nach Wählerstimmen gewinnen hört sich das nun nicht an. Da steht weder, daß man aufhören solle mit dem Stillen von Babys noch daß alle nun im Bioladen einkaufen sollen:DasKruemel hat geschrieben:Nein, es wurden minimale Konzentrationen gefunden. Das haben Bündnis90/DieGrünen aber nicht erwähnt, denn Wählerstimmen gewinnt man wohl eher, wenn man Angst schürt....
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Als Bundestagsfraktion haben wir lange überlegt, ob wir Muttermilch auf Glyphosat testen und in Kauf nehmen sollen, damit stillende Mütter möglicherweise zu verunsichern, obwohl Muttermilch so wichtig für Säuglinge ist. Letztendlich haben wir uns für die Veröffentlichung entschieden, weil die gefundenen Werte sehr besorgniserregend sind und eine offene Debatte eher zu den notwendigen Veränderungen führt.
Insgesamt wurden von einem Labor in Leipzig 16 Proben Milch von verschiedenen Müttern getestet, die sich überwiegend mit konventionellen Lebensmitteln ernähren. Die teilnehmenden Frauen waren dabei allesamt keine Anwenderinnen von Glyphosat, die Belastung muss daher aus anderer Quelle resultieren (zum Beispiel Nahrung, Kontakt auf Flächen, auf denen Glyphosat angewendet wurde oder ähnliches). Es nahmen Frauen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz teil.
In allen 16 Muttermilchproben lagen die festgestellten Glyphosatrückstände über dem für Trinkwasser zulässigen Rückstandshöchstgehalt von 0,1 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter). Für Muttermilch selbst gibt es keinen Grenzwert. Alle getesteten Werte lagen zwischen 0,2 und 0,43 ng/ml. Bislang gibt es für Deutschland keine veröffentlichten Befunde, die als Vergleichswerte herangezogen werden könnten.
Bärbel Höhn, Vorsitzende des Umweltausschusses, findet die Werte beunruhigend: „Offensichtlich findet ein Übergang in die Muttermilch statt. Zwar können die Frauen auch selbst etwas tun, um die Belastung gering zu halten. Aber es können und wollen nicht alle komplett auf Biokost umsteigen. Die Bundesregierung muss Glyphosat aus dem Verkehr ziehen, bis die Frage der krebsauslösenden Wirkung geklärt ist.“
Die Wissenslücke besteht nicht nur hinsichtlich des Vorkommens und Übergangs von Glyphosat in die Muttermilch, sondern insgesamt zum Vorhandensein und der Wirkungsweise im Körper sowohl von Menschen als auch von Säugetieren. Harald Ebner, Mitglied im Agrarausschuss des Bundestages fordert deshalb: „Die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Glyphosat ist allgegenwärtig. Dass in jeder untersuchten Muttermilchprobe mehr Glyphosat gemessen wurde, als für Trinkwasser zulässig ist, macht den dringenden Handlungsbedarf deutlich. Wir fordern ein umfassendes Human-Biomonitoring. Das Bundesinstitut für Risikobewertung muss sich dringend in die Weiterentwicklung der Analyseverfahren einbringen.“
Hintergrund:
Glyphosat ist der weltweit und auch in Deutschland am häufigsten verwendete Wirkstoff für Pflanzenvernichtungsmittel. 2012 wurden in Deutschland 6 Millionen Kilogramm reiner Wirkstoffmenge ausgebracht. Ende März wurde der Wirkstoff, auf dessen ökotoxische Wirkung das Umweltbundesamt schon lange hinweist, von der WHO-Krebsforschungsagentur IARC als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Die Monografie des IARC zu der Einstufung soll Mitte Juli 2015 vorgelegt werden.
Parallel läuft das Wiederzulassungsverfahren auf EU-Ebene: Pflanzenschutzmittel erhalten in der Regel eine zunächst auf 10 Jahre befristete Zulassung, danach muss der Stoff erneut für sicher befunden werden, um eine Zulassungsverlängerung zu erhalten. Jeweils ein EU-Mitgliedstaat ist Berichterstatter für diese Überprüfung. Für Glyphosat, dessen Zulassung Ende 2015 ausläuft, ist Deutschland Berichterstatter. Trotz der IARC-Einstufung hat Deutschland seinen Bericht, der eine Glyphosataufnahme im Rahmen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte als unbedenklich einstuft und die Zulassungsverlängerung empfiehlt, im Mai unverändert an die EU-Behörde EFSA zugeleitet.
Bündnis 90/Die Grünen fordern angesichts der Einstufung durch die IARC einen Stopp des Verfahrens und eine Aussetzung der Zulassung, bis die wissenschaftliche Kontroverse um die krebserregende Wirkung von Glyphosat geklärt ist. Auch Anwendungen im Privatbereich sollten schnellstmöglich verboten werden.
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Gut daß sich überhaupt jemand drum kümmert....
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Liebe Grüße,
Seerose
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