Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

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Pustemuffin
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Guten Morgen!

Hier die aktualisierten Gewichtsdaten:

03.12.14 - 4100 Gramm - Geburt KH
05.12.14 - 3850 Gramm - Entlassung KH
08.12.14 - 3720 Gramm - Hebamme
10.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme
12.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme (ab da unregelmäßig kleine Mengen Pre zugefüttert)
15.12.14 - 3780 Gramm - Hebamme
21.12.14 - 4000 Gramm - Hebamme Nr. 2 (andere Waage, am Abend gewogen)
23.12.14 - 3950 Gramm - Leihwaage Apotheke

ab hier haben wir ihn in Body und frischer Windel selbst morgens gewogen und Windeln und Prenahrung mitnotiert:

01.01. 4050g, 6x gestillt, 50ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
02.01. 4050g, 9x gestillt, 50ml PRE, 75ml MuMi, 0x Stuhl, 4x Pipi
03.01. 4070g, 9x gestillt, 200ml PRE, 70ml MuMi, 0x Stuhl, 5x Pipi
04.01. 4110g, 14x gestillt, 115ml PRE, 35ml MuMi, 0x Stuhl, 7x Pipi
05.01. 4160g, 11x gestillt, 0x Stuhl, 6x Pipi
06.01. 4200g, 10x gestillt, 0x Stuhl, 6x Pipi
07.01. 4210g, 14x gestillt, 50ml PRE, 30ml MuMi, 1x Stuhl, 3x Pipi
08.01. 4170g, 9x gestillt, 230ml PRE, 10ml MuMi, 0x Stuhl, 4x Pipi
09.01. 4230g, 10x gestillt, 140ml PRE, 0x Stuhl, 4x Pipi
10.01. 4330g, 9x gestillt, 360ml PRE, 4x Stuhl, 2x Pipi
11.01. 4380g, 12x gestillt, 230ml PRE, 1x Stuhl, 6x Pipi
12.01. 4370g, 11x gestillt, 190m PRE, 20ml MuMi, 0x Stuhl
13.01. 4420g, 11x gestillt, 60ml PRE, 5ml MuMi, 0x Stuhl, 5x Pipi
14.01. 4460g, 7x gestillt, 80ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
15.01. 4500g, 12x gestillt, 0x Stuhl, 5x Pipi

ab hier haben wir die Wiegetechnik verändert: Gewogen wurde jetzt in Body und frischer Windel morgens (ab jetzt bekommt er nachts immer einen Schlafanzug als Ritual für die beginnende Nacht)

16.01. 4410g (angezogen + 30g), 7x gestillt, 190ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
17.01. 4470g, 8x gestillt, 155ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
18.01. 4430g, 9x gestillt, 100ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
19.01. 4520g, 11x gestillt, 220ml PRE, 45ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
20.01. 4570g, 11x gestillt, 290ml PRE, 40ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
21.01. 4580g, 12x gestillt, 80ml PRE, 20ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
ab hier befolgen wir die 3-Stunden-Regel beim Stillen:
22.01. 4640g, 6x gestillt, 220ml PRE, 50ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
23.01. 4650g, 6x gestillt, 250ml PRE, 50ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
24.01. 4750g, 6x gestillt, 165ml PRE, 15ml MuMi, 1x Stuhl, 4x Pipi
25.01. 4880g, 4x gestillt (das war der Tag, an dem ich zur Probe eine ganze Mahlzeit ersetzt/abgepumpt habe, um zu schauen, wieviel dabei herumkommt. Abends hat er dann 200ml aus den Brüsten getrunken bei einer Mahlzeit und ist übergelaufen und hatte wohl viel Bauchweh. Da habe ich erst nachts wieder gestillt, damit es ihm nicht alle Nase lang wieder hoch kommt.), 250ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
26.01. 4880g, 8x gestillt, 210 PRE, 60ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
27.01. 4880g, 7x gestillt, 230ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pioi
28.01. 4900g, 8x gestillt, 150ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
29.01. 4880g, 8x gestillt, 150ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
30.01. 4950g,

Ich habe die letzten 30ml bis zu den veranschlagten 180ml für gestern nicht mehr ins Kind bekommen (er hat nicht danach verlangt). Ist das ein Problem?

Zudem habe ich mal gleich die 4 Stunden heute Nacht verpennt... Ich habe doch glatt den Wecker verschlafen. Die letzte richtige Mahlzeit gab es um Mitternacht, die nächste erst um 6. Um kurz vor 4 habe ich angefangen, ihn im Liegen zu stillen, bin aber dabei eingeschlafen. Das gilt ja jetzt nicht als vollwertige Stillmahlzeit, oder?

Liebe Grüße und einen guten Start in den Tag (oder ins Wochenende - je nachdem ;-))!
Mondenkind
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Mondenkind »

03.12.14 - 4100 Gramm - Geburt KH
05.12.14 - 3850 Gramm - Entlassung KH
08.12.14 - 3720 Gramm - Hebamme
10.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme
12.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme (ab da unregelmäßig kleine Mengen Pre zugefüttert)
15.12.14 - 3780 Gramm - Hebamme
16.01. 4410g (angezogen + 30g), 7x gestillt, 190ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
17.01. 4470g, 8x gestillt, 155ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
18.01. 4430g, 9x gestillt, 100ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
19.01. 4520g, 11x gestillt, 220ml PRE, 45ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
20.01. 4570g, 11x gestillt, 290ml PRE, 40ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
21.01. 4580g, 12x gestillt, 80ml PRE, 20ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
ab hier befolgen wir die 3-Stunden-Regel beim Stillen:
22.01. 4640g, 6x gestillt, 220ml PRE, 50ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
23.01. 4650g, 6x gestillt, 250ml PRE, 50ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
24.01. 4750g, 6x gestillt, 165ml PRE, 15ml MuMi, 1x Stuhl, 4x Pipi
26.01. 4880g, 8x gestillt, 210 PRE, 60ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
27.01. 4880g, 7x gestillt, 230ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pioi
28.01. 4900g, 8x gestillt, 150ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
29.01. 4880g, 8x gestillt, 150ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
30.01. 4950g,
Pustemuffin hat geschrieben:Ich habe die letzten 30ml bis zu den veranschlagten 180ml für gestern nicht mehr ins Kind bekommen (er hat nicht danach verlangt). Ist das ein Problem?
Nein, überhaupt nicht! Bleib heute ruhig nochmal bei den 150ml.
Pustemuffin hat geschrieben:Zudem habe ich mal gleich die 4 Stunden heute Nacht verpennt... Ich habe doch glatt den Wecker verschlafen. Die letzte richtige Mahlzeit gab es um Mitternacht, die nächste erst um 6. Um kurz vor 4 habe ich angefangen, ihn im Liegen zu stillen, bin aber dabei eingeschlafen. Das gilt ja jetzt nicht als vollwertige Stillmahlzeit, oder?
Doch, klar, das ist vollwertiges Stillen? Was spricht in Deinen Augen dagegen, es mitzuzählen?

bitte schreib noch die Stillhäufigkeiten in die Liste, ok?
FrauMahlzahn hat geschrieben:Weist du, ganz viel in Punkto Erziehung hängt vom Menschenbild ab. Glaube ich, dass Kinder kleine garstige Biester sind, die ihre Eltern terrorisieren wollen und die man frühzeitig in die richtige Bahn lenken muss oder glaube ich, dass es kleine per se liebenswürdige Menschen sind, deren Entwicklung ich begleiten und unterstützen darf ?
Ganz viel dieser Einstellungen wird unbewusst überliefert und denen ist man sich gar nicht bewusst. Um dagegen anzukommen hilft es nicht wissenschaftliche Studien zu lesen, sondern in erster Linie sich dessen bewusst zu sein.
Und ganz ehrlich, ja es ist wichtig die eigenen Grenzen zu kennen, ja es ist wichtig sich auch als Eltern nicht zu verlieren, ja es ist wichtig auch ein Leben ohne Kind zu haben. Aber ein Kind schmeißt das ganze Leben um, es verändert sich ständig und jeder Tag ist anders und ja das ist anstrengend. Aber es noch viel anstrengender zwei Stunden ein weinendes Baby zu tragen als am Sofa zu sitzen und zu stillen. D.h. natürlich nicht, dass Du nicht Dein Brot zu ende schmieren oder aufs Klo gehen sollst.
Und es wird besser, das Stillen geht schneller und es ist einfach Alltag. Und je älter Kinder werden um so eher können sie auch lernen zu warten - wenn sie vorher gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse zuverlässig erfüllt werden. Aber das dauert noch...
Dem möchte ich mich vollständig anschließen!

Pustemuffin, vielleicht wäre das Buch "Kinder verstehen" von Renz-Polster was für Deinen Mann, wenn der gern was schriftlich hat? Kennst Du das Buch?

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
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ixcacienfuegos
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von ixcacienfuegos »

Zum Rhythmus noch: Mein Sohn ist 17 Wochen alt und Rhythmus - was ist das? Gerade macht er dauernuckelnd sein Vormittagsschläfchen. Manchmal trinkt er 4 Stunden nicht, manchmal will er nach 30 Min wieder. Aber schneller ist er schon geworden mit der Zeit ;).
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
Lösche Benutzer 17774

Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

Ich finde, ihr macht das echt toll und ich wollte auch nochmal schreiben, dass ich eher das Gefühl habe, dass du schlecht beraten wurdest und dadurch einige Probleme entstanden sind, nicht dass du grundsätzlich an deinem Mama-Instinkt zweifeln solltest. Ich habe oft den Eindruck, dass viele gut gemeinte Ratschläge weit weg von unserem natürlichen Verhalten gehen. Ich glaube, dass dadurch die Probleme entstehen, nicht dass wir sie damit lösen.
Ich habe auch in einigen Punkten auf meine Hebi gehört und im Nachhinein sehe ich das anders... Ich sollte den Räubi mit Wasserflasche auf 3h strecken, damit er erst wieder trinkt, wenn er richtig Hunger bekommt. Was habe ich ihn mit dieser Wasserflasche geärgert! [emoji22] Und mit sem Nuckel, den er nicht wollte...[emoji22] Und versucht, dass er ohne stillen einschläft, wegen dem Selbstbewusstsein, auch alleine einschlafen zu können.
Heute finde ich das für uns und für ein Menschenbaby unnatürlich. Wenn Babies damit klar kommen, okay, aber Räubi habe ich mit solchen Aktionen Kummer bereitet und das ist mir auch klar jetzt warum.
Stillen ist nicht nur Hunger stillen, Stillen ist Nähe, kuscheln, Sicherheit, wieder komplett sein und mit Mama verbunden. In dem Alter wissen die Babies noch nix davon, dass alles in Ordnung ist, wenn Mama aus dem Sichtfeld ist, viele müssen Mama auch spüren, um beruhigt zu sein. Ich denke, es ist völlig egal, was die Uhr sagt, immer ran an die Brust, wenn Baby dann glücklich ist. Kein Erwachsener sagt zu seinem Partner: "Was, du hast immer noch Angst, ich kann dich aber erst in 2h wieder trösten." "Was, du hat sich schon wieder erschrocken, musste jetzt aber erstmal warten, hab sich ja gerade erst beruhigt..." "Du bist immernoch traurig..." Die Bedürfnisse sind essentiell, das Baby weint nicht, um seine Eltern herbei zu rufen, weil es das Kommando in der Familie an sich reißen will...
Zum Dauernuckeln kann ich noch sagen: das kam bei uns erst später... Nächtelang. Was mir geholfen hat: es zu akzeptieren, es ist für mich Sicherheitsbedürfnis, mir eine Stillposition suchen, die keine Rückenschmerzen mehr macht, versuchen so zu schlafen... Dauernuckeln waren bei uns Phasen und kamen und gingen [emoji4]
Und noch zum Selbstbewusstsein und alleine einschlafen: mondenkind hat das ja schon geschrieben, Babies können das nicht, sich selbst beruhigen. Das hängt damit zusammen (so in etwa, bin kein Mediziner), dass ein Baby nur beim Saugen und Körperkontakt mit Bezugsperson Oxytocin ausschütten kann. Das Oxytocin sorgt für Beruhigung. Später lernen wir dann, uns selbst zu beruhigen. Und das macht ja auch Sinn. In meinen Augen ist das alles total unnatürlich, wenn es darum geht, dass Baby alleine irgendwas können soll (einschlafen, beruhigen, ...) Ein Baby ist nicht überlebensfähig, wenn es alleine ist. Warum sollte es also genau das lernen? Für mich ist das nicht natürlich...
(Und das soll jetzt wirklich nicht gegen die Mamas gehen, deren Babies alleine einschlafen, in ihren eigenen Betten schlafen, durch die Stimme durchs Babyfon beruhigt sind und weiter pennen... Wenn das Baby nicht weint ist alles gut, mir geht es nur um dieses regulieren, eingreifen, ändern wollen was die Natur in meinen Augen sinnvoll vorgibt und auf das man in meinen Augen hören sollte...)
Sorry für den langen Text [emoji12]

LG,
Jellicle.

Gesendet via Tapatalk (Jellicle mit Räubi * 05/2013)
chipmunk
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von chipmunk »

Hallo Pustemuffin,

ich wollte dir kurz meine Gedanken zum Thema Selbstberuhigung (und Rhythmus) dalassen. Meine Laienmeinung dazu, nach bisher nur einem Kind, ist, dass die BEdürfnisse der Kinder von alleine weniger werden, und sich die Möglichkeit der Selbstberuhigung auch irgendwann von alleine einstellt, wenn die Kinder dazu bereit und fähig sind. Und, so meine Laientheorie, wenn man kann höchstens etwas damit falsch machen, wenn man ihre Bedürfnisse nicht erfüllt, und nicht umgekehrt.
Meinen Sohn könnte man in gewisser Hinsicht auch als high-need Baby bezeichnen, auch wenn er nie so der große Nuckler war. Aber er ließ sich im ersten halben Jahr eigentlich nie ablegen, außer mal für 10 Minuten zum gucken und spielen. Er hat, zum Glück so denke ich jetzt, immer mit Nachdruck dafür gesorgt dass seine Bedürfnisse erfüllt werden :wink:
Wir haben uns schon auch ab und zu den Kopf darüber zerbrochen, ob das für immer so weiter geht. Aber nein, tut es nicht. Ab ca einem halben Jahr hat er abends schon mal alleine ein paar Stündchen ohne uns vorgeschlafen, seit er ein Jahr ist schläft er auch tagsüber alleine im Bett, völlig unerwartet auch im Autositz etc. Und neuerdings kann ihn sogar mal der Papa ins Bett bringen und nachts mit ihm kuscheln, das war bis vor ein paar Wochen auch noch absolut undenkbar. Und ähnlich war es z.B. mit dem Schlafrhythmus, das hat sich alles irgenwann einfach ergeben, ohne Training etc.

Und jetzt sind wir ganz stolz darauf, dass unser Kind in der Kita total selbstbewusst rumwuselt und auch froh, dass er auch dort vehement seine Bedürfnisse einfordert, und wir uns daher sicher sein können, dass es ihm gut geht :lol:

Jetzt ist er langsam in einem Alter, wo wir anfangen gewisse Regeln und Grenzen einzuführen. Vorher hätte das bei uns meiner Meinung nach wenig Sinn gehabt (auch wenn die Verwandtschaft da anderer Meinung war).

Ich glaube auch, die meisten Bücher und Ratgeber verkomplizieren die Beziehung zum Baby eher als dass sie helfen. Ohne Einwirkung von außen würde man als Eltern glaube ich meistens alles richtig machen, eben auf die Bedürfnisse eingehen, weil doch niemand sein Baby gerne weinen lässt. Aber ich kenne Mütter, die so schreckliche Schlaftrainings mit ihren Kindern gemacht haben und es selbst eigentlich auch ganz fruchtbar fanden, aber eben der Meinung waren es müsse sein (bittere Medizin quasi), weil das so und so da und da steht.

Alles Gute euch!
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)
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reininglady
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von reininglady »

@fraumahlzahn ich glaube wenn man ersteres ist, also glaubt, dass kinder kleine biester sind, braucht man keine kinder bekommen ;)

@pustemuffin ich kuschel
mich mit der kleinen mehrere stunden am
tag (meist von 12-15uhr, aber das ist eigentlich vollkommen unterschiedlich) auf die couch und schaue fern mit kopfhörern. die kleine trinkt, nuckelt, schläft. das gleiche abends. ich gebe ihr also viel zeit sich viel
nähe zu nehmen. da unterbinde ich auch das nuckeln nicht. wenn sie mal unruhiger ist (zb im schub) darf sie auch viel öfter an die brust. also nach bedarf.

ich kann mich den anderen aussagen nur anschließen. es geht alles schneller vorbei als einem lieb ist und schon hat man kleine menschen neben sich sitzen [emoji5]️
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Pustemuffin
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

So, hier mal Teil 1 ;-)
Mondenkind hat geschrieben:
Pustemuffin hat geschrieben:Ich habe die letzten 30ml bis zu den veranschlagten 180ml für gestern nicht mehr ins Kind bekommen (er hat nicht danach verlangt). Ist das ein Problem?
Nein, überhaupt nicht! Bleib heute ruhig nochmal bei den 150ml.
Hmpf, irgendwie scheint der Gnubbel selbst die Prenahrung schnell reduzieren zu wollen. Habe ihm heute Mittag und Nachmittag welche angeboten (vorher war er nicht hungerquengelig) und in beiden Fällen hat er einen Großteil wieder ausgespuckt... Die letzten 50ml stehen noch hier (ich komme daher heute vermutlich nur auf 100ml PRE), allerdings nuckelt er gerade höchst zufrieden an meiner Brust und pupst ganz entspannt vor sich hin, nachdem vorher viel Gebrüll war. Er rülpst auch jetzt öfter mal beim Stillen. Ist das ein gutes (trinkt wohl ganz ordentlich und es scheint zu schmecken ;-)) oder schlechtes (schluckt viel Luft und saugt daher wohl falsch) Zeichen? Wie ist denn generell Spuckerei zu werten? Bisher hatte der Gnubbel meist nur größere Mengen gespuckt, wenn er offensichtlich abgefüllt war. Bis heute Mittag hat er nur die Brust bekommen und auch da kam bei den Bäuerchen öfter was mit. Ebenso verhielt es sich heute Abend (mehrere Stunden nach der letzten Pregabe von 50ml). Wenn ich meiner Intuition trauen würde (*hüst*), würde ich fast meinen, dass er heute stets satt geworden ist, auch wenn die Trinkzeit nicht immer die 30 Minuten betragen hat.

Insgesamt verlief der Tag heute trotz der zweistündigen Stillsbstände recht entspannt, weil ich es gerade einfach entspannter angehe, glaube ich. Die lieben Worte und Erfahrungsberichte hier haben mir echt Mut gemacht. Daher nochmal herzlichen Dank an alle Schreiberinnen hier!!!
Mondenkind hat geschrieben:
Pustemuffin hat geschrieben:Zudem habe ich mal gleich die 4 Stunden heute Nacht verpennt... Ich habe doch glatt den Wecker verschlafen. Die letzte richtige Mahlzeit gab es um Mitternacht, die nächste erst um 6. Um kurz vor 4 habe ich angefangen, ihn im Liegen zu stillen, bin aber dabei eingeschlafen. Das gilt ja jetzt nicht als vollwertige Stillmahlzeit, oder?
Doch, klar, das ist vollwertiges Stillen? Was spricht in Deinen Augen dagegen, es mitzuzählen?
Stimmt eigentlich. *kopfkratz* Irgendwie hatte ich wohl noch im Kopf, dass er erfahrungsgemäß bisher sehr wenig bei so einer Aktion trinkt. Aber andererseits: Ich hau mir im Halbschlaf ja auch keinen dicken Teller Nudeln rein. ;-)
Mondenkind hat geschrieben:bitte schreib noch die Stillhäufigkeiten in die Liste, ok?
Japp, mache ich morgen, wenn die Aufzeichnungen für den heutigen Tag abgeschlossen sind. ;-)
Ich hatte die letzten Tage aktuslisiert und wollte das Gewicht von heute nur schon mal als Reminder nutzen. Die Liste sieht mit der unvollständigen Zeile nämlich irgendwie komisch aus und das sticht 1. ins Auge und spricht 2. meinen Ordnungsdrang an, die Ergänzungen bald einzupflegen, damit sie sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Ist ne Macke von mir. Wenn ich keinen Zettel zur Hand habe, ordne ich Dinge ungewöhnlich an (lege beispielsweise eine Flasche auf den Tisch statt sie hinzustellen) um mich an etwas zu erinnern. Ist quasi meine Art von "Knoten im Taschentuch". ;-)
Mondenkind hat geschrieben:
FrauMahlzahn hat geschrieben:Weist du, ganz viel in Punkto Erziehung hängt vom Menschenbild ab. Glaube ich, dass Kinder kleine garstige Biester sind, die ihre Eltern terrorisieren wollen und die man frühzeitig in die richtige Bahn lenken muss oder glaube ich, dass es kleine per se liebenswürdige Menschen sind, deren Entwicklung ich begleiten und unterstützen darf ?
Ganz viel dieser Einstellungen wird unbewusst überliefert und denen ist man sich gar nicht bewusst. Um dagegen anzukommen hilft es nicht wissenschaftliche Studien zu lesen, sondern in erster Linie sich dessen bewusst zu sein.
Und ganz ehrlich, ja es ist wichtig die eigenen Grenzen zu kennen, ja es ist wichtig sich auch als Eltern nicht zu verlieren, ja es ist wichtig auch ein Leben ohne Kind zu haben. Aber ein Kind schmeißt das ganze Leben um, es verändert sich ständig und jeder Tag ist anders und ja das ist anstrengend. Aber es noch viel anstrengender zwei Stunden ein weinendes Baby zu tragen als am Sofa zu sitzen und zu stillen. D.h. natürlich nicht, dass Du nicht Dein Brot zu ende schmieren oder aufs Klo gehen sollst.
Und es wird besser, das Stillen geht schneller und es ist einfach Alltag. Und je älter Kinder werden um so eher können sie auch lernen zu warten - wenn sie vorher gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse zuverlässig erfüllt werden. Aber das dauert noch...
Dem möchte ich mich vollständig anschließen!

Pustemuffin, vielleicht wäre das Buch "Kinder verstehen" von Renz-Polster was für Deinen Mann, wenn der gern was schriftlich hat? Kennst Du das Buch?
Der Ansatz/diese Einstellung war sehr hilfreich für den heutigen Tag! Eigentlich ist das auch meine Meinung. Dennoch ist es hilfreich, sich dies ab und an nochmal bewusst zu machen. Da hat mir bisher auch das Buch "Oje, ich wachse" sehr geholfen, was die Perspektive des Kindes angeht. Eigentlich logisch, aber ab und an muss man sich das nochmal vergegenwärtigen.

Renz-Polster kenne ich noch nicht, werde mich da aber mal schlau machen. Danke für den Tipp!

Habe heute auch nochmal mit meinem Mann gesprochen und er lässt mir da freie Hand, was die Stillhäufigkeiten etc. angeht. Ihm ist halt wichtig, dass der kleine Kerl gut gedeiht und ich mal wieder ein bisschen am Leben teilnehme, statt den ganzen Tag stillend im Bett oder auf dem Sofa zu verbringen. Wie gesagt, natürlich hat der kleine Kerl heute ab und an gemoppert, aber meist waren da auch die ungefähren zwei Stunden seit der letzten Mahlzeit rum. Oder er todmüde und mopperig im Tragetuch. Nachdem ich ihm da ein bisschen die Sicht genommen hab, ist er aber auch schnell eingeschlafen und hat im Schlaf vor sich hin gepupst. Und geschafft hab ich im Büro trotzdem was, auch wenn es länger gedauert hat als sonst. Aber das war mir ja schon vor der Schwangerschaft klar, daher bin ich mit dem Verlauf vollkommen zufrieden!

Der einzige Punkt, der mich heute etwas verunsichert: Er hat mehr geschlafen als sonst, meist nach dem Füttern. Das war "damals", als er schlecht bis gar nicht zugenommen hat, auch der Fall. Da er jedoch auch zwischendurch sehr wache Phasen hatte (strampeln, in der Gegend herumgucken, Tönchen machen - das ist ja sowas von herzallerliebst, wenn er "singt"), sich artig bei Hunger gemeldet hat und laut meinem Gefühl gut gegessen hat, bleibe ich da mal entspannt und harre der nächsten Tage.

Ich habe am Dienstagabend meinen Rückbildungskurs und da muss mein Mann definitiv eine Raubtierfütterung übernehmen. Sollte ich mir dafür (und ja eigentlich auch für die Gabe der sonstigen Prenahrung) den SoftCup zulegen?
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von AllerLiebst »

Huhu,

ich habe bisher nur still mitgelesen, mag aber mal kurz einen Link einwerfen. Den Tipp mit Renz-Polster finde ich sehr passend für Euch. Ein paar Artikel von ihm gibt es hier online als download zum Reinschnuppern. Insbesondere "Schlafprobleme aus Sicht der Evolution" finde ich super, gerade auch im Hinblick auf das Selbstberuhigen.

Was das Dauernuckeln angeht: Für mich habe ich festgestellt, dass viel an meiner eigenen Einstellung hing. Solange ich mich an den Sessel gefesselt gefühlt habe, war es sehr sehr anstrengend. Irgendwann habe ich angefangen, es mir dabei einfach angenehm zu gestalten. Habe meinen Mann losgeschickt, beim Möbelschweden einen Laptop-Tisch zu kaufen, verschiedene Getränke und kleine Snacks bereitgestellt und ganz gemütlich mit Baby an der Brust den Nachmittag/Abend im Internet gesurft. Und auf die gesamte Stillzeit gesehen, ist es ja wirklich nur eine kurze Phase. Inzwischen wär ich manchmal froh, wenn ich länger als fünf Minuten irgendwo sitzen dürfte. :)
Liebe Grüße von A. mit Knöpfchen (05/13), Pünktchen (11/16) und Flöhchen (03/19).
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

millenia hat geschrieben:Also ich hatte mit meiner ersten auch ein sogenanntes "High-Need-Baby" (schöne Beschreibung).
Ja, doch, sehr hübsch und zutrffend! ;-)
millenia hat geschrieben:Da ging gar nichts außer Baby kümmern, mit sich tragen (auch mit auf die Toilette nehmen), beruhigen, füttern, bespaßen und das ohne jeglichen Rhythmus. Ich hab vor der Geburt auch gedacht, dass Babies ja viel schlafen und man ganz viel Zeit für andere Dinge hat. Pustekuchen! Nach der Geburt habe ich bestimmt ein halbes Jahr gebraucht um zu akzeptieren, dass meine Wünsche/Hobbies/Bedürfnisse gerade in den ersten Monaten ganz klar ganz weit hinten anstehen. Ich hatte da auch Stillprobleme und es hat sich den ganzen Tag um nichts anderes gedreht, habe mich informiert, so wie du jetzt. Die Stillberater hier sind wirklich einsame spitze, besseres Stillwissen findest du weder im Netz, noch im realen Leben. Denn soviel Mist wie da erzählt wird, da kann man ja nur Stillprobleme bekommen.
Ja, auf die Toilette muss er seit Anfang an auch bei mir mit. ;-) Einzig wenn er jetzt in seinem Alibi-Bettchen liegt (er schläft Nachts bei/auf mir) und das Mobile bestaunt, husche ich mal schnell allein. Geht ja auch nicht anders. Wenn ich seine Grundbedürfnisse erfülle, muss ich ihm das im Gegenzug zu einem gewissen Teil auch bei meinen abverlangen.

Mir war schon irgendwie klar, dass ich nicht mehr für alles Zeit haben würde, wie zuvor. Ich hatte mir quasi eine hierarchische Struktur meiner Bedürfnisse vorgestellt, bei der ich eben ab einem gewissen Punkt mit Einbußen rechnen muss. Primär dachte ich dabei an Zeit und Ruhe für mich. Dass ich aber teilweise in Grundbedürfnissen (Toilettengang, essen, in einem gewissen Rahmen zählt für mich da auch ein bisschen arbeiten zu, weil Familienbetrieb) zurückstecken musste (obwohl - "musste" ich?! Ich denke eher, dass mich der schlechte Start so verunsichert hat, dass ich meinte, ich müsste), hat mich dann doch frustriert. Wie gesagt, da ich selbst ein eigentlich tiefenentspannter Mensch mit Vertrauen in die Biologie bin und viele Dinge auch nüchtern sehe (ich war beispielsweise nicht hochverliebt in meinen Sohn, als er geboren wurde - wie auch?! Ich kannte ihn ja quasi noch gar nicht), hatte ich fest damit gerechnet, ein ebenso tiefenentspanntes Baby zu bekommen. Die Tatsache, dass es nun doch nicht so ist, hat mich meine Einstellung hinterfragen lassen. Andererseits: Wie soll ich entspannt sein und dies meinem Kind vorleben, wenn ich um seine Entwicklung und meine Fähigkeiten bange? Wie ich es auch drehe und wende, lande ich immer wieder bei dem aus meiner Sicht vermurksten Start im Krankenhaus. Yippieh, ies st also jemand anders Schuld. *lach* Spaß beiseite. Ich hoffe, dass sich das Stillen jetzt gut einpendelt, ich mehr Selbstvertrauen dahingehend schöpfe und mich so wieder meinem ursprünglichen "Plan" widmen kann: Eine tiefenentspannte Mami zu sein, die ihrem Kind dadurch Sicherheit und Geborgenheit vermitteln kann, weil sie mit sich selbst wieder zurechtkommt.
millenia hat geschrieben:Viel Erfolg auf dem Weg zum Vollstillen. Und wenn das geschafft ist, wird der Alltag auch um einiges leichter, bestimmt! ;-)
Vielen Dank, ich will es hoffen! ;-) Klappt bei Dir denn jetzt slles reibungslos bzw. für Dich euch zufriedenstellend?
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Pustemuffin
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

FrauMahlzahn hat geschrieben: Und je älter Kinder werden um so eher können sie auch lernen zu warten - wenn sie vorher gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse zuverlässig erfüllt werden. Aber das dauert noch...
Da hast Du völlig Recht, das klingt sehr plausibel! Geht uns ja nicht anders in vielen Dingen: Wenn wir einen Menschen immer als verlässlich erfahren haben, würden wir uns im Bedarfsfall immer erstmal daran erinnern, statt ihm wunderliche Dinge zu unterstellen. Also im Normalfall. Manch Erwachsener hat ja diesbezüglich enorme Probleme (Beispiel Eifersucht: Wenn jemand mal betrogen wurde, ist es ja meist schwierig, dieser Person oder gar einem anderen Partner/einer anderen Partnerin zu vertrauen), aber bei Kindern sollte es - zumindest in Bezug auf die Eltern, von denen hat man ja nur ein Paar - so funktionieren.
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