Loslassen

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Freya
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Re: Loslassen

Beitrag von Freya »

Ich muss nun bis Montag zusagen oder kündigen, damit sie einen Ersatz für mich finden. Ich finde es toll, dass sie mir ein wenig entgegen gekommen sind und ich bin auch dankbar, dass wir so gute Betreuung haben. Viele haben diese Möglichkeit nicht, dass Papa und Grosseltern schauen.
Ich hab immer noch einige Sorgen. Wie klappt der Mittagsschlaf ohne Einschlafstillen? Was ist wenn er abends müde ist und ich noch nicht zu Hause bin. Er isst jetzt schon ziemlich gut Fingerfood. Verhungern würde er sicher nicht..
Und natürlich würde ich ihn vermissen! Aber sein Papa vermisst ihn auch, wenn er arbeitet. Er schaut sich manchmal in der Mittagspause Fotos von ihm auf seinem Handy an.
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Kleine
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Re: Loslassen

Beitrag von Kleine »

meiner wurde auch noch einschlafgestillt als er bei der TaMu angefangen hat und das war kein Problem, es fand sich ein anderes für ihn ebenso passendes Ritual. Da brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Vielleicht braucht Ihr ein paar Varianten bis die Richtige dabei ist, aber das wird schon.

Ich verstehe nur nicht, warum Du kündigen sollst. Du kannst 3 Jahre in Elternzeit gehen und Dein Arbeitgeber muss Dir eine Teilzeitstelle geben, wenn Du Teilzeit in Elternzeit arbeiten willst. Das muss nicht Deine vorherige Stelle sein, aber auf Teilzeit hast Du Anspruch. Wenn er das nicht kann, muss er Dich freistellen, damit Du in einer anderen Firma in der Elternzeit Teilzeit arbeiten kannst (da darf er nicht mal eine Konkurrenzschutzklausel fordern)... Du musst natürlich die Elternzeit schriftlich mitteilen (und auch deren Verlängerung), sonst verfällt sie. Und sobald Du mehr wie 30 Stunden in der Woche arbeitest, fällst Du ebenfalls aus der ELternzeit raus. Wichtig: Hier zählen alle Stunden mit rein. Wenn Du also einen 25h-Vertrag hast und machst jede WOche 6 Überstunden, bist Du raus aus der Elternzeit und fällst damit unter den regulären Kündigungsschutz, das Kündigungsverbot ist dann aufgehoben.

Also lass Dich nicht über den Tisch ziehen ;)
LG
Anika

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Freya
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Re: Loslassen

Beitrag von Freya »

Ich bin nicht Deutsche. Also ist es hier leider nicht so.. Ihr könnt echt dankbar sein für euer Familienfreundliches System! In der Schweiz müssen viele Frauen nach 4 Monaten zurückkommen oder eben die Stelle kündigen..
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warmbäuchlein
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Re: Loslassen

Beitrag von warmbäuchlein »

Wegen dem Einschlafstillen:
Da kenne ich so viele Mütter, die diese Sorge haben. Mich eingeschlossen.
Aber ab dem ersten Tag, wo mein Sohn mit Papa zuhause war, ist er bei ihm am Arm eingeschlafen. Gut, er schläft noch immer nicht alleine ein, sondern Papa trägt ihn eben und dann liegt er auf dem Papa - aber es geht ohne mich. 8)

Wenn es nur ein paar Stunden sind, wo Du weg bist und der Papa oder Großeltern auf den Kleinen schauen, dann trau Dich doch drüber.
Ich habe mir immer gesagt, dass ich notfalls eben auf Teilzeit wechseln kann. Das war mein gedachtes Notfallsszenario. :wink:
Du kannst Dir ganz einfach sagen: Wenn es nicht klappt, kündigst Du eben dann. Wieso vorher schon die Flinte in's Korn werfen?


Zum Thema, wann dem Kind sagen:
Bei so einem kleinen Kind reicht es aus meiner Sicht, das ein paar Tage vorher immer wieder zu erzählen. Wochen und Monate vorher, kann sich doch kein paar Monate altes Kind oder auch kein einjähriges auf irgendwas vorbereiten, finde ich.

Daher habe ich es auch so gemacht: Bis zum letzten so weitergemacht, wie immer und dann ein paar Tage vor Arbeitsbeginn eben erzählt, dass ich arbeiten gehen werde. Am ersten Arbeitstag in der Früh dann noch einmal erklärt und der Papa ist dann mit mir gemeinsam zur Firma und dort habe ich mich verabschiedet. Der kleine war im Tragetuch beim Papa und kein Problem. Wir hätten so die ersten Wochen weitergemacht, aber am zweiten Arbeitstag klappte verabschieden in der Wohnung auch so problemlos. Mir ist jeden Tag nur wichtig, dass der Kleine sieht, wie ich die Wohnung verlasse und dass wir uns verabschieden.

Mir persönlich fiel es dann gar nicht so schwer, sobald ich in der Firma war. Mir fehlte kein Körperteil oder ähnliches. 8)

Übrigens, all das was ich Dir hier schreibe, habe ich bevor ich gearbeitet habe, auch nie glauben können und hatte große Sorgen.
Wie gesagt: Ich habe hier einen Genuss-Dauerschnuckler, der sehr gerne an mir klebt. Dennoch geht's wunderbar.
Also nur Mut!
warmbäuchlein
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Re: Loslassen

Beitrag von warmbäuchlein »

Achja, und die Kinder sind mit einem Jahr schon gaaanz anders. Also glaub an Dich und Dein Kind. Es wird klappen.
Vor allem mit der Superbetreuung, die Du hast. :daumenhoch:
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soda
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Re: Loslassen

Beitrag von soda »

Zum 'Loslassen'-Üben:

Ist mir auch nicht leicht gefallen und die Maus wollte es lange auch nicht (hat geschrien, bis die Brust kam).

Wir haben aber schon im Frühjahr, als viel im Garten zu tun war, die Omas hier zuhause aufpassen lassen. Da waren wir dann auch räumlich getrennt.

Oder halt Kinderwagen schieben hier im Dorf.

Oder Papa schiebt in der Stadt und ich gehe mal zur Kosmetikerin oder so.

So haben wir Zeiträume ausgedehnt. Jetzt mit elf Monaten klappt es auch mal sechs oder sieben Stunden.

Das wird schon!

(Übers Einschlafen kann ich nix sagen. Davor hab ich auch bisschen Bammel. Ist kein entspannendes Thema hier. )
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warmbäuchlein
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Re: Loslassen

Beitrag von warmbäuchlein »

Ich würde gern wissen, wie Du Dich nun entschieden hast? :D
Freya
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Re: Loslassen

Beitrag von Freya »

Ja. Also ich gehe zu der Stelle zurück. Ich darf ein Jahr wegbleiben und danach wird er von meinen Eltern und meinem Mann betreut. Es ist dann eine 60% Stelle. Ich muss dann allerdings auch wieder Rufdienst machen. Das macht mir noch ein wenig Sorgen, aber ansonsten habe ich ein gutes Gefühl. Ich werde dann berichten wie es lief, falls ich dann überhaupt noch Zeit habe..
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Re: Loslassen

Beitrag von Freya »

Danke für die Unterstützung und Ermutigung!
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Re: Loslassen

Beitrag von Freya »

Warmbäuchlein stillst Du noch? Und wenn ja wie häufig und wie geht's damit?
Mit Mannikie (Mai 2014)
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