Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

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Lösche Benutzer 17982

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Lösche Benutzer 17982 »

Ich erkenne das (wie schon gesagt) auch nicht auseinander, aber meine Tochter schreit dann beim stillen den Busen an oder grummelt mit brustwarze im Mund rum, irgendwann trinkt sie dann aber doch nach ein paar Minuten u wenn die Brust nicht da ist steigert sie sich rein. Deshalb mach ich es jetzt meist so dass sie mit Brust vor der Nase u in stillposition schreien darf weil dann kann sie selbst entscheiden.
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Ainoha
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Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Ainoha »

Ich machs auch so - Brust anbieten und schaun ob er will. Wenn er nicht will und sich ein bisschen beruhigt hat, dann versuch ich es noch mal. Meist hat er nach dem Schreien irgendwann Hunger.

Das Buch hab ich zwar hier, aber nur kurz angelesen, weil ich auch einige Sachen etwas seltsam fand. Da find ich die verlinkte Seite besser...
Liebe Grüße von mir und dem Kolibri (04/14)...
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romina
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Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von romina »

Berenike hat geschrieben:Es steht drin, dass Stillen ein sogenanntes Kontrollmuster werden kann. Das hieße dann, das Baby hat eigentlich ein anderes Bedürfnis - nämlich zu weinen um vergangenes Leid zu verarbeiten, sich davon zu erleichtern - benutzt aber das Stillen um das Bedürfnis zu "kontrollieren", weil es ja von seinen Bezugspersonen dazu angehalten wird, nicht zu weinen. Stillen funktioniert dann als Ablenkungsmanöver so wie tragen, schuckeln, mit Spielzeug klappern etc. Angeblich lernt das Kind dann, sich auch später durch Essen zu trösten, statt negative Emotionen durch Weinen zu entlasten. Man soll also laut der Autorin nicht "dauernd die Brust anbieten" und nicht "stillen, damit das Kind ruhig ist", wenn man das so verkürzen kann.
In dem Zusammgenhang kommt die Autorin auch drauf, dass das Stillen als Kontrollmuster die Ursache für Übergewicht im späteren Leben sein kann, aber dass das nicht mehr der aktuelle Stand der Wissenschaft ist, ist hier ja zur Genüge bekannt :wink:
joa aber ich finde auch sehr schwer so etwas als "außenstehernder" (also in deiesem fall die mutter) zu verstehen. zu wissen was wirklich in den kleinen mäusen vorgeht. das finde ich dann doch sehr schwierig wenn man zu stark eingereift. da man sich eben doch nie sicher sein kann was da los ist. das mit dem ablenken, da kann ich noch mitgehen. BIS AUF das stillen. ich kann nicht sehen warum man in einem emotionalen moment nicht stllen sollte. wobei ich mache es auch wie die zwei mir. die brust ist da. wobei ich halte meist das kind im arm und biete die brust nicht direkt an. schon quasi um nicht abzulenken. allerdings muss mein kind nur den kopf drehen dann kann sie trinken wenn sie möchte.

in solchen momenten finde ich es sogar extrem wichtig das mein kind stillen kann wenn es möchte. es ist zwar auch oft mit viel an und abdocken verbunden (da tat mir schon das eine oder andere mal die brustwarze weh im nachhinein) aber sie braucht die brust denke ich als sicherheit und um wieder runter zu kommen! :5:
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FuFu
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Re: AW: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von FuFu »

Ich kenne das Buch nicht und ich hatte auch eher ein Anfänger-Baby [emoji13]
Aber ich bin immer sehr genervt, wenn Leute so krass und um jedem Preis versuchen, ein Baby abzulenken. Also permanentes Geschuckel, dies probieren, dass probieren, hier Rassel, da sch-Laute... Stillen und tragen natürlich, klar. Das fällt für mich überhaupt nicht unter ablenken [emoji15]
Aber wenn beides nicht hilft, habe ich intuitiv einfach gehalten. War aus meiner Sicht einfach das einzige was in Betracht kam, wenn weder stillen noch tragen (noch Fieber-Zäpfchen [emoji6]) half.

Dieses ablenken um jeden Preis, ständig die Methode wechseln und so weiter überfrachtet die armen Babys doch eher noch mehr und verhindern, dass sie abschalten.

Ich kann auch nachvollziehen, dass man einfach alles probieren mag. Aber ich glaube die Reizüberflutung nimmt dadurch eher zu. Wohl gemerkt, bei Schrei-Babys kam ich nicht mitreden, aber ich habe oft in den Baby-Kursen gesehen, wie Mütter eine wahnsinnige Aktivität und damit auch Hektik und Nervosität verbreitet haben, sobald das Baby anfing zu schreien, dass ich mir gut vorstellen kann, dass es bei manchen wesentlich besser gewesen wäre, dass Baby "einfach" zu halten.
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Klein-FuFu Dez. 2012
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Sarafina
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Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Sarafina »

Beim ersten Kind habe ich noch alles versucht, um es ruhig zu kriegen. :| Die Ärmste hat tagsüber kaum geschlafen anfangs, wir haben sie bei jedem Pieps rumgeschuckelt und sonstwas gemacht, sie war wohl in den ersten Wochen dauerüberreizt. :( Als ich das TT bekam, gings aufwärts. :)
Der Zweite war zwar wesentlich gelassener (oder wir waren es und haben es übertragen), allerdings hatte er abends immer eine kurze Phase, in der er sich ausbrüllen musste - alleine. :shock: Ich schrieb das damals schon in meinen Foren und kaum einer verstand es. Er WOLLTE alleine sein. Er WOLLTE sich alleine ausweinen. Wir haben das oft genug getestet, weil wir ihn eigentlich begleiten wollten, aber durch jegliche Einmischung, auch danebenliegen, wurde die Schreierei schlimmer. :shock: Berührung ertrug er gar nicht, bloß keine Brust, nichts - er weinte ein paar Minuten, schrie regelrecht, und kurz darauf war es gut. Versuchten wir, ihm zu helfen, wurde er verzweifelter (im Ton) und brauchte wesentlich länger. Ich stand immer an der Tür zum Schlafzimmer, bereit, hinzuspringen. Aber wenn er fertig war, drehte er sich einfach um schlief ein. :shock:
Der dritte ist ein Kind, bei dem wir das Halten oft genutzt haben. Er schrie für unsere Verhältnisse viel, oft 2 Stunden am Abend (wobei es mehr gewesen wäre, wenn wir ihn nicht so reizarm gehalten hätten). Durch das Halten waren wir auch gelassener, wechselten uns eben ab und versuchten nicht, alles auszuprobieren.
Meine Freundin hat bei ihrem Kleinen auch oft das Halten praktiziert und war begeistert. Sie nutzte das letztens sogar bei meinem Sohn, als sie ihn für einige Stunden hatte.
LG,
Sarafina mit 3 Kindern (2008, 2010 und 2013)

Es ist nur eine Phase..........*omm*
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romina
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Re: AW: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von romina »

sarafina
das mit dem alleine ausweinen hat meine Tante auch erzählt bei ihrem zweiten kind. als sie das damals erzählt hat konnte ich es erlich gesagt auch erst nich so nachvollziehen[emoji5] aber ich war ja nicht dabei und sie ist eigentlich auch keine mutter die dafür ist das babys alleine weinen sollen. sie meinte ihre Tochter hat abends sehr geweint. irgendwann hat sie es nicht mehr ausgehalten und hat das zimmer verlassen um kurz durch zu atmen. da sei ihre Tochter sofort eingeschlafen. und das habe dann auch so weiterhin geklappt. allerdings hat das nie lange gedauert. und sie meinte ihre tochter sei heute als Erwachsene noch so. wenn es ihr schlecht ginge wolle sie allein sein.
es passt zwar nich so in das bild was ich als "alternativ-mami" von babys habe (bzw. mein kind scheint da ganz ganz anders zu sein [emoji4]) aber jedes baby is eben anders. und man kann sich eben nicht irgendein buch kaufen und machen was da drin steht. bei jedem kind was man bekommt muss man erst wieder neu rausfinden was dieses braucht.

ich liebe ja die Bücher von eva solmaz. dort sind keine Anleitungen zur Erziehung zu finden. sie regt zum denken an und es sind "mut-mach-bücher". ganz am Anfang als mein erstes kind geboren wurde tat es mir sehr gut "sitz, platz, aus mein kind ist doch kein hund" zu lesen.
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