Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mondenkind
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Mondenkind »

Hi, hab Deine Fragen gelesen und melde mich zeitnah.
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Munis
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Munis »

Das wär super, danke! ;)
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mattisma
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von mattisma »

Uii das find ich spannend! 10-50 ml und du warst nie vorher stillend oder schwanger?! Krass! Ich bin neugierig: produzierst du Kolostrum oder ist die Milch schon eher weiß?


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EinfachIch
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von EinfachIch »

Zuerst einmal alles gute für euer baby. Welch ein Glück, zwei paar brüste zur Wahl zu haben.

Mattisma, der Menge nach würde ich sagen ist es reife milch. Kolostrum sind ja nur paar tropfen, oder?
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Munis
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Munis »

Soweit ich das beurteilen kann, ist es ganz normale Milch - am Anfang meist etwas weißlich-durchsichtig und dann weiß. Ich kann garnicht sagen, ob ich je Kolostrum hatte - am Anfang kamen natürlich nur ein paar Tropfen, aber so genau hab ich die nicht untersucht ;)

Nein, ich war vorher noch nie schwanger - obwohl ich schon denke, dass ich ein paar Schwangerschaftshormone meiner Frau mit abbekomme, anders kann ich mir so manche Phänomene meines Körpers seit Beginn der Schwangerschaft nicht erklären (schmerzende Brüste, die schon direkt um die 12. Woche rum - also noch vor Domperidon - um 2 Größen gewachsen sind, unregelmäßige Zyklen, usw).
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Mondenkind
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Mondenkind »

Bei induzierter Laktation entspricht die Zusammensetzung der Milch weitestgehend der Milch von Müttern, die ihre Kinder selbst geboren haben. Ob jemand die exakte Zusammensetzung im Verlauf mal untersucht hat weiß ich nicht... Müsste ich mal suchen.
Munis hat geschrieben:Grundsätzlich wird die Menge schon immer mehr und an sich passt auch alles soweit, aber mich würde jetzt interessieren, wann ich das Domperidon wieder absetzen kann?
Da es letztlich nicht zwingend notwendig ist für eine induzierte Laktation, kannst Du es auch jederzeit wieder absetzen. Es sollte jedoch ausgeschlichen werden, also langsam abgesetzt werden, nicht auf einmal.
Munis hat geschrieben:Welche Mittel zur Steigerung der Milchmenge gibt es denn noch?
Bockshornkleesamenkapseln erhöhen auch die Milchmenge, die kannst Du auch nehmen.
Munis hat geschrieben:Und muss ich damit rechnen, dass die Milchmenge wieder zurückgeht, wenn ich das Domperidon so langsam absetze?
Nicht, wenn Du regelmäßig anlegst/pumpst.
Munis hat geschrieben: Wir hatten jetzt geplant, dass ich, sobald das Baby auf der Welt ist, immer parallel zum Stillen abpumpe (also meine Frau stillt und ich setz mich hin und pump ab), damit die Milchmenge sich steigert. Momentan komm ich leider nur so auf 1-3 Mal abpumpen täglich. Macht das denn Sinn? Ich erhoffe mir davon, dass die Milchmenge nochmal deutlich mehr wird, weil mehr "Nachfrage" simuliert wird.
Bei der induzierten Laktation empfiehlt man, 8x täglich zu pumpen. 1-3x pumpen ist auf Dauer deutlich zu wenig, aber Sinn macht es auf jeden Fall (siehst du ja, Du produzierst ja Milch :wink: ). Machst Du Brustmassage?
Munis hat geschrieben:Für den Anfang planen wir außerdem noch, dass ich 1-2 Mal täglich anlege und das dann nach etwa zwei bis drei Wochen langsam steigere, bis wir so halb/halb stillen (idealerweise, mal sehen, wie es mit der Milchmenge klappt und wann die Milchproduktion bei meiner Frau gut läuft ) und der andere während dem Stillen jeweils dann abpumpt. Ist der Plan erstmal so realistisch, oder sollten wir irgendwas anders machen?
Das kann auf jeden Fall funktionieren. Vorausgesetzt, keine von Euch hat irgendein Stillproblem und vorausgesetzt, Ihr schafft es, diesen straffen Plan aufrecht zu erhalten. 1 winziges kleines Baby kann 2 Erwachsene so auf Trab halten, dass so ein enger Pump- und Stillplan nicht einzuhalten ist. Versuchen kann man das auf jeden Fall, ich würde jedoch raten, Deine Frau zunächst hauptsächlich anlegen zu lassen. So dass Du vielleicht 1x am Tag anlegst, und ansonsten pumpst. Deine Frau hat, als die Frau, die das Kind zur Welt bringt, die Chance, die volle Milchmenge für Euer Kind zu bilden. Bei induzierter Laktation ist das nicht ausgeschlossen, aber nicht sehr wahrscheinlich. Klar, Du sagst, wenn Du anlegst, dann pumpt sie, das würde auch funktionieren. Ich halte das nur für einen extrem ambitionierten Plan, der in der Realität verdammt anstrengend wird. Mein Vorschlag daher: lass ihr die Zeit (ca. 6 Wochen), problemlos in die volle Laktation zu kommen und steiger dann die Anlegefrequenz bei Dir. Wenn Du in der Zeit 1x täglich anlegst, wird das nicht allzu sehr ins Gewicht fallen auch wenn sie es mal nicht schafft, in der Zeit zu pumpen. Du stillst trotzdem schon und hälst mit Pumpen Deine Milchmenge bei der Stange bzw steigerst sie.
Was meinst Du? Oder entspricht das nicht Euren Vorstellungen?
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soda
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von soda »

Ich finde euch super!

Und ich wünsche euch einen glücklichen Start!
mit T (2013) und T (2017)
vicci
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von vicci »

Ich folge mal :lol:
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Havelwelle »

Ich finde das auch total klasse... hab heute meinem Mann davon erzählt, weil er immer sagt, dass er auch so gerne stillen würde und er meinte daraufhin: "siehst du, so sollte es in der Natur laufen! " ;)
Unsere Riesen-Zwergin *15.1.14
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Re: Induzierte Laktation und keine Hilfe vom Arzt...

Beitrag von Munis »

Das mit dem Zitieren bekomm ich nicht richtig hin, sorry - deshalb jetzt mal so :D

Welche Bockshornkleesamenkapseln kannst du denn empfehlen?

Ich denke, ich werde das Domperidon, das ich hier noch habe (dürfte so für 2 Wochen noch reichen) noch nehmen und dann langsam ausschleichen. Vermutlich dann so pro Woche immer 1 täglich weglassen? Also eine Woche lang nur noch 2 täglich, eine Woche eine täglich und dann weglassen? Dürfte das funktionieren? Und parallel dürfte dann die Kleine endlich mal da sein und durch das häufigere Abpumpen sollte sich die Milchmenge/Tag dann ja steigern. Dass 1-3 x täglich auf Dauer zu wenig ist, ist mir klar. Aber wir sind so viel unterwegs, dass es öfter einfach schlecht klappt. Das sollte dann nach der Geburt aber anders sein :wink:

Wie funktioniert die Brustmassage denn?

Ja, so, wie du es vorschlägst, werden wir es vermutlich auch machen. Wir brauchen dann eben etwas Zeit, um Stück für Stück umzustellen - meine Frau soll ja eigentlich im Oktober schon wieder aufhören zu stillen, weil wir sonst keine Versuche für ein 2. Kind machen können (Kinderwunschklinik - der Prolaktinspiegel muss wieder nicht-stillend sein). Ich hoffe einfach, dass es dann trotzdem gut klappt und wir beide das Stillen auch genießen können. Insofern weiß ich auch nicht, ob meine Frau wirklich auf "voll-stillend" kommen muss und ob es dann nicht vielleicht sinnvoller ist, nach 4 Wochen auf halb/halb-stillen umzustellen? Wir können ja trotz allem dann parallel pumpen/stillen, sodass jeder praktisch den Bedarf von einem ganzen Babyhunger simuliert (und wir vielleicht noch etwas Milch in den Tiefkühler geben können) :wink: Ansonsten würde ich einfach sagen, wir machen das davon abhängig, wie sich das Stillen bei meiner Frau entwickelt. Wenn das problemlos klappt, und sich bei mir die Milchmenge ganz gut steigert, dürfte es sowieso kein größeres Problem sein.

Ich denke, wir behalten das mal so als groben Plan im Kopf und schauen dann, wie es so läuft.

Danke für die lieben Wünsche - jetzt muss die Kleine sich nur noch auf den Weg machen! :D
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