Ersteinmal vielen Dank für die aufbauenden Antworten und Erfahrungen. Wollte schon längst geantwortet haben, hier brach aber in den letzten Wochen eine Katastrophe nach der anderen über uns herein.
Wie gings in der Krippe weiter... Wir haben es trotzdem weiterhin dort versucht, da die Tagesmutter, für welche wir uns entschieden haben, erst am Montag mit der Eingewöhnung starten kann.
Wir waren jeweils 2 Stunden in der Krippe und sie hat mich gar nicht von ihrer Seite gelassen. Musste sogar neben ihr sitzen, damit sie überhaupt gegessen hat. Das kenne ich so von ihr nicht. Die unfreundliche Erzieherin hats ab und zu auch geschafft uns morgens mit einem Lächeln zu begrüßen. War aber sehr selten.

und hat bei mir auch ganz viel Wut und Ablehnung hinterlassen.
Zu den Erzieherinnen schien sie natürlich jetzt auch kein Vertrauen mehr zu haben. Nase putzen, wickeln etc, ließ sie nicht zu. Hat immer ganz bockig gesagt "Nein, Mama mat" So ein bisschen stolz war ich da ja schon auf sie, weil sie sich nicht so schnell um den kleinen Finger wickeln lässt und ihren Kopf da durch setzt. Die Erzieherinnen haben uns fast drei Wochen zu gar nichts gedrängt, sprich kein Trennungsversuch. J. hat sich aber immer wieder rückversichert, ob ich auch noch im anderen Raum sitze. Sie hat eine Weile im Gruppenraum gespielt und kam dann aber auch oft zu mir zum kuscheln. Nach zwei Stunden war für sie aber Schluss und sie wollte nach Hause.
Letzte Woche lief es etwas besser. Sie kam kaum zu mir und lief auch ganz oft mit den anderen Kindern auf dem Flur oder in die anderen Gruppen. Ihrer Bezugserzieherin schien sie auch wieder mehr zu trauen. Sie umarmte sie sogar einmal beim Abschied. Nach zwei Stunden war aber trotzdem immer das Limit bei ihr erreicht. Ich denke, es ist ihr dort zu trubelig und laut. Sie mag zwar gern andere Kinder um sich aber bei zu vielen kommt sie an ihre Grenzen.
Mittwoch habe ich dann versucht mich kurz von ihr zu verabschieden, weil ich was aus der Küche holen wollte oder mal aufs Klo gehen musste. Sie weinte natürlich gleich und ließ sich auch nicht von der Erzieherin beruhigen. Ich kam auch immer gleich wieder, weil ich ihr eine längere Trennung auf gar keinen Fall zumuten wollte. Am selben Tag war auch eine Fachberatin im Haus, die sich unserem Problem angenommen hat. Die Chefin der Einrichtung saß dann wohl mit ihr und den Erzieherinnen zusammen, um eine Strategie auszuarbeiten. Diese wurde mir dann am Nachmittag per Telefon mitgeteilt.
Strategie 1 sollte so aussehen: Ich bringe sie am Donnerstag und Freitag, bleibe eine halbe Stunde und gehe dann für zwei Stunden, egal, ob sie weint oder nicht. Das kam für mich überhaupt nicht in Frage.

Damit hätte ich gar nichts erreicht.
Bei Strategie 2 soll mein Mann nach Ostern die Eingwöhnung übernehmen, weil das wohl erfahrungsgemäß besser laufen könnte. Können wir aber nur eine Woche machen, weil mein Mann nur eine Woche Urlaub hat. Bringt also nicht so viel.
Und Strategie 3 heißt, Krippeneingewöhnung wird abgebrochen und wir sollen uns ne Tagesmutter suchen. Das werden wir jetzt so machen.
Ab morgen starten wir wie gesagt die Eingwöhnung bei der Tagesmutter. Wir haben sie jetzt schon drei Mal besucht und haben ein sehr gutes Gefühl. Fanden sie von Anfang an sympathisch. Sie spricht ruhig und freundlich und es wirkt alles so gemütlich und heimelig bei ihr. Sie betreut noch ihren Sohn und ab Mai noch drei weitere Kinder. Ich hoffe, dass es dort klappt. Hab aber Angst, dass die ganze Krippensache sie so verunsichert hat, dass sie auch da keine Trennung zulassen wird. Es ist im Moment auch zu Hause so, dass sie oft weint, wenn ich den Raum verlasse, obwohl ihr Papa bei ihr ist. Wir werden sehen. Schlimmer, als in der Krippe kann es aber nicht werden.