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Re: AW: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 12:56
von MaareMum
Wenn du Milch zusätzlich geben willst, gib sie doch auf eine stillfreundliche Weise, zum Beispiel mit einem kleinen Becher oder mit dem Softcup (das sieht aus wie eine Flasche aber hat vorne so ein Reservoir wie ein mini-Becher und da können die Babys die Milch draus "schlabbern".
Dann "sabotierst" du nicht das Stillen deiner Frau und das Baby bekommt wirklich nur so viel wie es möchte (mit Flasche trinken sie eher mehr als sie eigentlich brauchen weil es quasi direkt in sie rein läuft).
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vom Handy aus
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 13:28
von Meilec
Wie war euer Termin? Magst du noch etwas zur Geburt sagen?
Viel Kraft euch weiterhin!
Re: AW: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 13:43
von Starla
Lieber skchang,
lebt ihr in Deutschland? Kann es vielleicht sein, dass deine Frau eigentlich doch nicht stillen möchte? Ich habe schon von französischen Müttern gehört, dass sie das Thema Stillen hier in Deutschland als sehr mit Zwang behaftet gesehen haben und sich unter Druck gesetzt gefühlt haben und schon dadurch keine große Lust aufs Stillen hatten. Du schreibst, sie möchte unbedingt stillen. Vielleicht wird ihr das jetzt doch zu viel?
Ich persönlich finde Stillen schön und wertvoll für das Kind, aber auch ein nicht gestilltes Kind kann in großer Liebe aufwachsen. Ich würde sie ehrlich gesagt offen fragen, ob sie sich unter Druck gesetzt fühlt. Gleichzeitig möchte dir ans Herzen legen, eine Hebamme zu kontaktieren.
Mit dem Smartphone hier - Vertipper inklusive.
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 16:34
von Selina79
Ich meine hier im Forum gab es mal einen Thread in dem es um Stillen in Italien ging. Da ist das nämlich nicht so hoch angesehen meine ich. Das würde VIELES erklären und dass sie ggf. tatsächlich nicht WILL oder sich schlecht dabei fühlt (obwohl sie vielleicht will). Ich such mal ob ich ihn Dir verlinken kann.
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 16:38
von Selina79
Habe mal gesucht evt. hab ich was Durcheinandergebracht. Sieht so aus als ob die Italienerinnen sehr stillfreundlich sind und auch lange stillen. Allerdings schreibt hier im Forum jemnd dass sie dort noch nach UHRZEIT stillen. Das "stillen nach Bedarf" ist da noch nicht so verbreitet ggf. und hockt deshalb evtl. Deiner Frau im Nacken?
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 19.02.2014, 19:19
von Nusserl
Ich bin mit einem Italiener verheiratet und durch meine Schwiegereltern (beide Gynäkologen) habe ich den Eindruck dass Stillen nach Bedarf und vorallem Stillen länger als 6 Monate ungewohnt ist. Zumindest in der Toskana. Vermutlich ist das regional sehr unterschiedlich.
Aber wenn deine Frau von ihrer Mutter und den Tanten gut gemeinte Ratschläge bekommt ist das einfach schwer sich da drüber weg zu setzten.
Mein Mann musste da echt rein wachsen und ich musste tausend mal erklären warum ich stillen (und im Tragetuch tragen) so gut finde. Aber relativ schnell hat die ganze Verwandtschaft kapiert, dass mein Kind brüllt, wenn sie nicht stillen darf und/oder getragen wird.
Frag sie doch mal, was ihre Familie zum Stillen rät. Kann sein, dass das daher kommt.
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 20.02.2014, 02:00
von skchang
Da bin ich wieder. Die Sitzung beim Psychologen hat heute noch nicht so viel gebracht. Wir haben aber naechste Woche den zweiten Termin. Immerhin haben wir gerade mal etwas ausfuehrlicher ueber die Problematik gesprochen. Leider ist das bei uns mit der Kommunikation nie so wirklich einfach, weswegen wir sowieso schon mehr als genug Probleme in unserer Beziehung haben. Aber das ist eine andere Geschichte...
Rausgekommen ist bei dem Gespraech folgendes: Wir moechten beide, dass unser Baby nach Bedarf gestillt wird. Allerdings haben wir unterschiedliche Auffassungen, was dies bedeuten kann. Nach ihrer Definition bedeutet es, dass das Baby in relativ langen Intervallen (3-5 Stunden) jeweils voll gestillt wird (hierbei schaut sie sogar auf die Uhr und wechselt die Brueste dementsprechend). Nach Bedarf ist fuer sie also nur die Laenge des Intervalls, die von 3 bis 5 Stunden variieren kann. Meine Auffassung von nach Bedarf stillen bedeutet allerdings, dass jedesmal wenn das Baby zeigt, dass es Hunger hat auch gestillt wird. Der Zeitraum zwischen zwei Stillvorgaengen kann dabei von ein paar Minuten bis zu ein paar Stunden variieren und auch die Stilldauer kann von sehr kurz bis sehr lang variieren. Das ist auch das, was ich selbst gelesen habe und was fuer mich natuerlich und evolutionstechnisch plausibel erscheint. Die sehr unterschiedlichen Erfahrungsberichte, die ich von jungen Muettern gelesen habe bestaetigen ja auch nochmal, dass das Stillverhalten zwischen Babys sehr unterschiedlich sein kann.
Ich denke, meiner Frau ist unser neues Leben mit Baby einfach zu viel geworden. Das wurde mir gerade im Gespraech auch nochmal aus zwei Gruenden ganz deutlich. Anstatt irgendwelche Argumente anzufuehren, warum nicht in kurzen Abstaenden gestillt werden soll, weicht sie immer aus. Entweder sie sagt, ich sollte mal in ihrer Situation sein und dann sehen wie anstrengend Stillen in kurzen Abstaenden ist. Oder sie sagt, dass relativ kurze Stillvorgaenge mit kurzen Abstaenden nicht richtig sind ohne aber dafuer weitere Gruende anzufuehren. Ich moechte an dieser Stelle nochmal deutlich machen, dass ich mir bewusst bin, dass die ersten Monate mit einem Kind (und insbesondere das Stillen) fuer die Mutter extrem anstrengend sein koennen. Ich bin allerdings der Meinung, dass man das dann auch richtig machen sollte oder sich eingestehen muss, dass es zu viel ist und nach Loesungen (Abpumpen und Vater fuettert oder zusaetzliches Fuettern mit kuenstlicher Milch) suchen muss. Die aktuelle Situation ist einfach fuer alle voellig unbefriedigend und sorgt nur dafuer, dass unsere Beziehung ernsthaft in Gefahr geraet.
Ich habe dann vorgeschlagen, dass wir morgen frueh um einen kurzfristigen Termin beim Kinderarzt bitten um das nochmal gezielt mit einem Experten zu besprechen. Vielleicht hilft uns das ja weiter. Ansonsten weiss ich langsam nicht mehr, was ich noch tun kann. Sie moechte keine Hilfe aus Foren, keine Hilfe aus Internetseiten und das was ich sage, nimmt sie auch nicht wirklich ernst.
Noch ein kurzer Nachtrag: Ich denke, sie moechte ihr Leben so gut es geht so weiterfuehren wie vor der Schwangerschaft / Geburt. Sie braucht dabei Regelmaessigkeiten beim Stillen und auch beim Tag/Nacht Rhythmus. Auch da habe ich gelesen, dass Babys vor dem dritten oder vierten Monat noch ueberhaupt kein Gefuehl fuer Zeit oder Tag/Nacht haben koennen. Bitte korrigiert mich, falls ich hier falsch liegen sollte.
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 20.02.2014, 03:55
von Yashira
Magst du nicht nach einer Stillberaterin vor Ort schauen? Kinderärzte sind da sehr selten auf dem neusten Stand. Selbst unsere ist auf dem 4 Std Rhythmus Trip. Wenn ihr euch dort beraten lassen wollt und er genau das erzählt kommst du doch da auch nicht weiter?
Unterwegs mit einem Apfelgerät
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 20.02.2014, 07:54
von Selina79
Guten Morgen, das tut richtig weh beim lesen, du bist so bemüht und (aus meiner Sicht) siehst Du die Stillsituation genau richtig (auch weil du vorschlägst zur not zuzufüttern damit er wenigstens was bekommt wenn sie nicht stillen möchte).
Kinderärzte kennen sich mit Stillen leider oft nicht gut aus, und er kommt ggf. mit Kommentaren wie "alle 4h, sonst trifft frische Milch auf vergorene Milch, das macht BAuchweh" und solchen Sachen. Das wird Euch eher nach Hinten schießen vermute ich.
Das mit dem Leben wie vorher, ja. Tja. Ich hab glaube ich beim 1. Kind auch lang gedacht irgendwie muß das wieder so laufen wie es vorher war, zumindest annähernd. wenn man aber kein absolutes Anfängerbaby hat ist das nunmal nie wieder so -und es hat bei mir auch ganz lange gebraucht bis ich mich damit psychisch arrangiert hatte (mein 1. Kind war ein Schreibaby und die Nächte waren sehr lange ganz arg schlimm).
Hier wäre eine Familienhebamme total richtig, aber was machen wenn sie sich versperrt
Wenn es so schwierig ist in deiner beziehung mußt Du auch ganz arg aufpassen nichts falsches zu sagen und eben nich tüber ihren Kopf hinweg zu entscheiden, in Deutschland haben die Mütter ja meist die hohe Hand und es geht leider so schnell dass man dem Vater das Kind vorenthalten kann - wir haben so nen Fall im Bekanntenkreis - und selbst wenn der Vater noch so gewillt ist und die Mutter gegen ihre Vorschriften verstösst (z.b. nicht weiter als 30km wegzuziehen und solche Dinge) - geht es meist zugunsten der Mutter aus - und wenn man nicht verheiratet ist könnte ich es mir sogar noch extremer vorstellen. DAs hast Du ja sicher im Hinterkopf wenn Du schreibst dass Du immer so vorsichtig rangehst. Das ist echt verzwickt und tut mir total leid wenn ich Dich immer so lese
Man merkt so deutlich dass die Kommunikation bei euch quasi nciht vorhanden ist. sonst würde sie ja antworten wenn du fragst warum du z.b. kein fläschchen geben darfst zwischendrin und solche Dinge. Daran müsst ihr wirklich arbeiten. Ich hoffe sehr dass der Psychologe gut ist!
Re: Stillprobleme (Frau will/kann nicht)
Verfasst: 20.02.2014, 08:22
von stimme
Lieber skchang, das klingt wirklich alles sehr vertrackt bei euch. Ich möchte euch aber auch empfehlen, euch an eine Stillberaterin zu wenden. Ein Kinderarzt ist nicht unbedingt ein Experte fürs Stillen, häufig ist das Studium ja schon lange her (und ich weiß gar nicht, inwieweit Stillen da eine Rolle spielt), und nur wenige Kinderärzte bilden sich gezielt im Bereich Stillen fort. Daher werden häufig veraltete Informationen weitergegeben. Alles Gute!
stimme
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