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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 10.06.2013, 11:43
von Kröte
Grins, schreibt ihr zwei von meiner kröte? :) sie muss auch immer alles sehen und mitkriegen und ich hab auch schon öfters so Kommentare gekriegt wie neugierig und aufmerksam sie ist. Sie kann auch nicht ruhig liegen sondern ist immer in Bewegung. Schlafen? Nur wenn Mama sie stillt und dabei bleibt. Beim tragen ist das auch eher selten der Fall, man muss ja glotzen und wurschteln.
Gut, dass wir nen kiwa haben wo sie auf dem bauch liegen und alles sehen kann, dann ist sie drei Stunden friedlich. Schläft aber natürlich nicht.
Andererseits kann sie sich wunderbar allein beschäftigen, eben weil sie immer wieder was interessantes findet. Seitdem sie robbt sowieso noch mehr.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 10.06.2013, 13:07
von Lotusblume2012
Hi

Also ich find jetzt meinen Beitrag nicht mehr.
Ja hier ist es genauso- von Anfang an viel tragen viel stillen, viel Temperament und wenig ruhige Minuten:-)
Habe auch oft Zweifel, jetzt wo er acht Monate ist lässt er sich nur mehr von mir beruhigen und in den Schlaf begleiten durch Einschlaf Stillen. Vor einem Monat konnte mein Mann noch mit Schnuller und kuscheln was anrichten.
Ich hab auch kein Problem damit, gehe auf seine Bedürfnisse ein, aber manchmal beneide ich auch die unabhängigen nicht stillenden Frauen, deren babies sich auch anders zu beruhigen sind. Ich möchte nicht bewerten was besser und was schlechter ist. Bei uns ist es so dass ich ihn auch gerne anders beruhigen würde , oder auch mein Mann. Ich habe sehr viel im dunkeln und im liegen stillen müssen, da er sonst zu abgelenkt war und das schon mit 3 Monaten bis ca 6 Monate.
Ich hätte gern mehr repertoire um ihm zu helfen sich zu beruhigen bzw einzuschlafen.
Lange zeit haben mein Mann und ich uns abwechseln können, weil er in der federwiege lag und sich dort gut entspannen konnte.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 10.06.2013, 19:02
von kiki18
Ihr Lieben,
ich bin ja sooo froh über das, was ihr alle schreibt. Oft hilft es schon ein bisschen, zu wissen, dass man nicht allein ist.
Gerade eben hat meine Maus mich wieder mal Lügen gestraft. Sie hat heute tagsüber sehr wenig geschlafen und war jetzt grad entsprechend müde. Hat sogar ihren sonst heißgeliebten Abendbrei verschmäht und beim Essen gejammert. Also schnell bettfertig machen und schwupps, war sie plötzlich auf meinem Arm eingepennt (und das ne Stunde früher als sonst).
Weiß auch nicht, was an solchen Tagen dann anders ist. Vielleicht verpasse ich auch oft den optimalen Schlafenszeitpunkt (also entweder noch nicht müde genug oder schon zu müde)

Am (nicht vorhandenen) Schnuller liegts bei uns jedenfalls nicht, denn den akzeptiert sie, wofür ich auch dankbar bin, denn nicht immer ist die Brust greifbar (z.B. im Auto). Nachts will sie vom Schnuller aber nix wissen, da wird sie stinkwütend, wenn ich ihr den anstelle der Brust unterjubeln will. Ist halt doch was anderes, an einem Plastikding zu nuckeln, als an der warmen Mama-Brust. Kluges Mäuschen. :mrgreen:

Ich kann mich euren „Baby-Beschreibungen“ nur anschließen: Meine ist genauso: Extrem neugierig, aufgeweckt, immer alles sehen und anfassen, etc. Da hab ich schon sooo viele verwunderte Kommentare dazu bekommen. Als alle andern Babies in ihrem Alter nur dalagen und an die Decke starrten, war sie schon so kommunikativ, hat mit den Erwachsenen geflirtet, alles genau beobachtet, etc. Und jetzt ist sie ihren Altersgenossen, was die Aufmerksamkeit angeht, immer noch so viel voraus.

Es ist also wohl doch einfach der Charakter unserer Kleinen. Wer viel aufnimmt, muss auch viel verarbeiten.
PaleFire hat geschrieben:Ich muss zugeben, ich habe manchmal Sorge, dass unsere Maus doch was "hat" im Sinne von späterer ADHS oder so.
Mit ADHS hat das glaub ich nix zu tun. Hab ulkigerweise erst die Tage im Buch von Dr. Posth geschmökert, da beschreibt er auch die unterschiedlichen Baby-Charaktere. ADHS wird seiner Meinung nach nur dadurch begünstigt, dass man den Bedürfnissen eben nicht nachkommt. Von daher machen wir (hoffentlich) alles richtig.
Meine Hebi meinte sogar mal, dass die bedürnisstarken Kinder später häufig sehr intelligent werden (ich weiß aber nicht, ob sie das aus irgendeiner Studie hat oder nur ihre persönliche Meinung)

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 10:04
von MomoHerbstauge
palefire,
das mit den wachen augen haben wir auch schon als neugeborenes zu hören bekommen.
einen schnulli frage ich darum, weil das ruhig macht und so die babies ohne stillen einschlafen können, ist eine große erleichterung, wenn man das möchte.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 10:13
von MomoHerbstauge
also ich bin mir immernoch unsicher ob unsere kinder wirklich bedürfnisstark sind oder wir dadurch, dass wir auf sie eingehen, sie als sehr fordernd wahrnehmen. während andere babies schon in bestimmten situationen gar nicht mehr auf sich aufmerksam machen.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 11:14
von nido56
Hm, also ICH habe mein Baby eigentlich immer als recht unkompliziert wahrgenommen (abgesehen von der naechlichen Schlechtschlaeferproblematik), gerade WEIl ich auf seine Beduerfnisse immer schnell reagiert habe. Es waren immer eher die anderen, die ihn anstrengend fanden. Als Minibaby wollte er in sehr kurzen Abstaenden an die Brust und hat tagsueber nur auf mir geschlafen. Fuer mich war das aber kein Problem. Wenn er gequakt hat, habe ich ihn fix angelegt, egal, wo wir gerade waren. Dann hat er getrunken und sich hinterher widerstandslos ins Tragetuch binden lassen. Somit konnte ich ihn eigentlich ueberall mit hinnehmen, und an das einhaendige Essen mit Baby an der Brust habe ich micht schnell gewoehnt. Aber die Umwelt fand das bedenklich. "Lass ihn doch schreien, damit Du mal in Ruhe essen kannst" etc. war da an der Tagesordnung.

Spaeter brauchte er dann viel Anregung, hat sich schnell gelangweilt, wenn es nichts zu gucken gab, und wurde dann ungehalten, weil er allein halt noch nicht viel machen konnte. Da fanden auch immer alle Leute, dass wir ein gaaaanz schrecklich anstrengendes Kind hatten, dass staendig Aufmerksamkeit forderte. Mir hat das aber Spass gemacht, zu sehen, wie er anfing seine Welt zu erkunden. Das einzige, was nervig war, war die Hausarbeit mit einem Quegelkind. An Hausarbeit mit Tragetuch habe ich mich nie wirklich gewoehnen koennen.

Will sagen, es liegt halt auch viel im Auge des Betrachters. Sicher gibt es anstrengendere und entspanntere Babys, aber es kommt halt auch drauf an, was ich von meinem Kind erwarte. Haette ich darauf bestanden, dass er allein schlafen und auch mal mindestens 2 Stunden ohne Brust auskommen muss, dann waere es erst RICHTIG anstrengend geworden!

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 13:22
von klecksauge
Ich finde mich hier wieder!

Ich bin vielleicht auch erst so SuTig geworden, weil mein Kleiner das so einfordert. Klar war aber immer, ausquartiert wird nicht vor dem ersten Geburtstag, tragen möchte ich auch und lange stillen, also so 6 Monate voll und dann langsam ausschleichen.

Konnte ja keiner ahnen, dass er zeitweise nur auf mir schläft, seit dem 4/5 Monat ein Vollzeittragling ist, wir das Familienbett sehr mögen (er rollt sich seit kurzen oft in sein Bett, finde ich auch mal ganz nett, so vom Liegekomfort her, aber ausquartieren? NÖ!!!), er keinen Brei isst (fingerfood ist cool) und ich erst 2014 nicht mehr stillen möchte.

Und ja, ich empfinde mein Kind (meistens) auch nicht als anstrengend oder unnormal (was ist schon normal). Sondern die anderen.

Seit ich Renz-Polzer gelesen habe, kann ich mich gut abgrenzen. Wir sind da so reingewachsen und können uns viele Dinge gar nicht mehr anders vorstellen.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 13:30
von Nautilus
Ich finde auch, Vergleiche verbieten sich schon allein deshalb, weil es so subjektiv ist, was als anstrengend empfunden wird und wie die individuelle Situation der anderen Familien dann tatsächlich 24/7 ist.
Ich habe mein Baby z.B. als überhaupt nicht anstrengend empfunden, im Gegenteil, ich hatte mich auf viiiiel mehr Anstrengung eingestellt. Aber wenn ich so mit anderen erzähle, dann finden manche unsere Nächte schon vom Erzählen her total anstrengend (unser Sohn stillt natürlich noch nachts, mal mehr, mal weniger, wir schlafen dabei immer weiter, aber ich muss dann natürlich für eine bestimmte Zeit auf der Seite schlafen), weil sie sich z.B. im Schlaf viel mehr bewegen müssen, um gut schlafen zu können etc. pp. Auch dass unser Sohn neben dem Essen bestimmt noch 6 - 7 x stillt am Tag finden viele unvorstellbar anstrengend - aber ich trag ihn auch schon mal stillend aus dem Zoo und schiebe das Stillen auch sonst so ein, dass es für uns gar keinen Aufwand bedeutet. Und - du liebe Zeit - ein 10 kg Baby tragen? Ist doch total anstrengend :D. Ohne Muskelaufbau seit Geburt würde ich das vielleicht ebenso sehen ;). Andere stresst die Brei-Gabe, welchen Sauger sie doch bloß nehmen sollen (für ein 8 Monate altes Kind), das Kind will keinen annehmen, nehmen die Mikrowelle mit in den Urlaub für die Gläschen und paniken bei der Vorstellung, ihr Kind könnte schon Brot in die Hand bekommen...da kann ich manchmal nur staunen, was sich andere für einen Stress machen, den sie wiederum als normal ansehen. Und daraus wird dann ein "anstrengendes erstes Jahr, weil Kinder anstrengend sind".
Die Bewertung der Situation anderer ist so dermaßen von Eigenerfahrung geprägt, dass jeder Vergleich eigentlich nur schief gehen kann. Ich bezeichne mein Baby als sehr entspannt, weil es unkompliziert isst, schläft, spielt, lebt...andere sehen das vielleicht gar nicht so, weil mein Sohn nachts durchaus aufwachen und schreien würde, wenn die Brust nicht innerhalb von einer Minute in Reichweite wäre. Oder weil er anfangs natürlich viel auf mir/uns geschlafen hat - was wir wiederum sehr gerne wollten (inklusive Großeltern) und genossen haben, ergo nicht anstrengend fanden.
Und schließlich entwickeln sich die Kinder total unterschiedlich (also bloß nicht Gleichaltrige vergleichen!) und sind natürlich auch von der Persönlichkeit her total verschieden. Ich habe eine Freundin von der Geburtsvorbereitung her, die auch sehr sutig erzieht, ihre Tochter ist drei Wochen älter als mein Sohn und sie ist quasi die Einzige bislang, mit der ich mich völlig unbefangen austauschen kann. Wir machen vieles ähnlich - unsere Kinder haben vollkommen verschiedene Rhythmen gefunden, sich unterschiedlich schnell in vielen Teilbereichen entwickelt und vor allem: jedes hat seine ureigene Persönlichkeit schon sehr früh gezeigt. Mein Sohn ist - und das hat mir mein Gefühl von Anfang an gesagt - eine richtige Mischung aus mir und meinem Mann, ich bin mir in vielen Bereichen sicher, dass ich jetzt schon weiß, wie er in etwa ticken wird. Die Tochter meiner Freundin kommt total nach ihr! Schon beim Minibaby entdecke ich so viele Wesenszüge meiner Freundin, die ihr nicht mal bewusst sind.

Ich bin mir sicher, dass es Zeichen einer sehr guten Bindung ist, wenn ein Kind seine Bedürfnisse gegenüber seinen Eltern ungebremst zum Ausdruck bringt, egal, wie groß oder klein sie sein mögen. Ich war von vorneherein sutig und mein Sohn von Anfang an entspannt. Ich glaube, er ist einfach so, aber er hätte seine Entspannung vielleicht nicht wahren können, wenn ich nicht ebenfalls entspannt hätte bleiben können, aus welchen Gründen auch immer. Also ich glaube schon an eine Wechselwirkung, aber in dem Sinne, dass ein Kind, dessen Bedürfnisse gestillt werden, beim Hineinwachsen in diese Welt, ob es ihm nun schwerer oder leichter fällt, nicht auch noch Energie darauf verwenden muss, Rückhalt von seinen Eltern zu bekommen. DESHALB finde ich den Gedanken, dass möglicherweise Bedürfnisse wachsen könnten, je eher man sie befriedigt, so abstrus.

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 14:17
von Sakura
Möchte ganz faul bei Klößchen unterschreiben. Jedes Baby ist anders.

Und: was du beschreibst, finde ich nicht unentspannt, sondern eher Bedürfnisstark. Das macht einen Unterschied.

Und einschlafen nur beim stillen oder im Tuch ist auch gewohnungssache. Hier im Forum schreiben Mütter, dass ihr Kind nur in der Federwiege einschläft, ich kenne Mamas, deren Kind nur im kiwa einschläft, oder nur mit einem bestimmten kuscheltier ...

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Verfasst: 11.06.2013, 14:20
von Tonnia
Wirklich ein sehr interessantes Thema!
Dachte auch du schreibst von meinem Kind. Eigentlich war ich von Anfang an überzeugt von Stillen und Tragen nach Bedarf. Eigentlich....
Manchmal kann man ja die doofen Kommentare der Umwelt einfach nicht ignorieren und fragt sich in schwierigen Momenten schon, ob man was falsch macht.
Unser Kind war am Anfang total entspannt. Er wollte manchmal maximal 6 mal am Tag die Brust und hat trotzdem bombig zugenommen. Alle anderen haben gesagt, ich könne ja glücklich sein, dass er so selten will und so schön lange schläft. Ich bin allerdings halb durchgedreht, weil das ja für ein Neugeborenes schon unnormal ist. Ich war einfach auf ungefähr 20 mal stillen am Tag eingestellt und dann das! Hab ihm dann einfach bei jedem kleinen Gequengel die Brust untergejubelt. Geschlafen hat er auch super in seinem Babybalkon, aber ich wollte schon mehr seine Nähe und hab ihn dann auch auf mir schlafen lassen obwohl er das nicht eingefordert hat. Irgendwann gings für ihn dann halt nur noch so und seit er ungefähr 10 Wochen alt ist, wacht er nachts auch stündlich auf und lässt sich nur an der Brust und durch Tragen beruhigen.
Hm...hätte ich nun einen besseren Schläfer, wenn ich alles anders gemacht hätte? Keine Ahnung.
Mein Kind ist trotzdem toll, sehr aufgeweckt und interessiert. Zum Tragen bekomme ich unterwegs meistens positive Kommentare, weil er ja so lieb ist und nie schreit oder quengelt.
Wahrscheinlich ists auch einfach eine Charaktersache, wie viele ja schon schrieben.
Ich würde auch beim nächsten Kind wieder alles so machen.
Und zu Schnuller und Flasche: Ich glaub nicht, dass Schnullerkinder besser schlafen. Meiner hat von Anfang an den Schnuller und schläft grottig. Ich selbst war Flaschenkind und hab auch erst nach 2 Jahren durchgeschlafen und meinen Eltern den letzten Nerv geraubt :oops: