Re: Kann ich mein sehr zartes Baby doch noch voll stillen?
Verfasst: 17.03.2013, 12:18
Hallo schokominza,
schön von Dir zu lesen. Du fragtest wie lang Ihr die Doku von Gewicht, Zufüttern und Ausscheidungen noch machen sollt. Dazu zitier ich mich mal selbst von der ersten Seite:
Drei Möglichkeiten liegen jetzt nahe:
1. Du kannst alles so lassen wie es ist. Fütterst weiterhin in dieser Größenordnung zu - das gute Gedeihen Deines Babys funktioniert ja offensichtlich mit dieser Zufüttermenge. So lange Du weiterhin in gewohnter Häufigkeit stillst und die Zufüttermenge nicht verringerst, kannst Du mit dem häufigen Messen aufhören.
2. Du kannst versuchen, die Zufüttermenge zu reduzieren. Dazu wird von Tag zu Tag um eine kleine Menge weniger angeboten als am Tag davor. Also ausgehend von 350 ml: heute maximal 350 anbieten, morgen maximal 335, übermorgen maximal 320 usw ("ca 15ml" -Schritte haben sich da bewährt). Während dieser Reduktionszeit muss tendenziell noch etwas häufiger gestillt werden als gewohnt, damit die Brust den Mehrbedarf produziert, der jetzt zunehmend nicht mehr über die Zufüttermilch gedeckt wird. Außerdem ist wichtig, während der Reduktionszeit weiterhin sorgfältig die Kriterien für gutes Gedeihen zu beobachten und zu dokumentieren, also die gewohnte Liste mit Gewicht, Ausscheidungen, Stillhäufigkeit und Zufüttermenge müsste weitergeführt werden.
In unserer Linksammlung Stillwissen findest Du einige Beispiele für Zufütter-Reduktionsverläufe.
3. Du kannst versuchen, die Zufüttermilch durch hochkalorische, feste Nahrung zu ersetzen. Falls Dein Baby damit schon zurecht kommt, ist dies in Ordnung und würde Dir wahrscheinlich die BES-Nutzung ersparen.
Wie siehst Du diese Möglichkeiten?
LG
Julia
schön von Dir zu lesen. Du fragtest wie lang Ihr die Doku von Gewicht, Zufüttern und Ausscheidungen noch machen sollt. Dazu zitier ich mich mal selbst von der ersten Seite:
Der erste Teil ist meines Erachtens nach geschafft: Ihr normaler Bedarf kann jetzt ermittelt werden. Die durchschnttliche wöchentliche Gewichtszunahme lag in den letzten 3 Wochen grob im Bereich 120 g, und die Ausscheidungen waren reichlich in dieser Zeit. Das ganze bei ca 250-350 ml Zufüttermilch täglich. Dies kann also jetzt als Ausganglage dienen.jusl hat geschrieben:Mein Vorschlag lautet:
Erstmal ermitteln wir ihren tatsächlichen Bedarf. Ich weiß, Du möchtest eigentlich gern schnell weg vom BES, aber für die Ermittlung ihres Bedarfs ist es wichtig, dass sie uneingeschränkte Zugang zu reichlich Milch hat.
[...]
Wenn sich abzeichnet, wie groß der Bedarf Deines Babys in etwa ist, können wir gemeinsam überlegen, welche Möglichkeiten zur Reduktion der Zufüttermenge Ihr habt und wie diese umgesetzt werden könnten.
Drei Möglichkeiten liegen jetzt nahe:
1. Du kannst alles so lassen wie es ist. Fütterst weiterhin in dieser Größenordnung zu - das gute Gedeihen Deines Babys funktioniert ja offensichtlich mit dieser Zufüttermenge. So lange Du weiterhin in gewohnter Häufigkeit stillst und die Zufüttermenge nicht verringerst, kannst Du mit dem häufigen Messen aufhören.
2. Du kannst versuchen, die Zufüttermenge zu reduzieren. Dazu wird von Tag zu Tag um eine kleine Menge weniger angeboten als am Tag davor. Also ausgehend von 350 ml: heute maximal 350 anbieten, morgen maximal 335, übermorgen maximal 320 usw ("ca 15ml" -Schritte haben sich da bewährt). Während dieser Reduktionszeit muss tendenziell noch etwas häufiger gestillt werden als gewohnt, damit die Brust den Mehrbedarf produziert, der jetzt zunehmend nicht mehr über die Zufüttermilch gedeckt wird. Außerdem ist wichtig, während der Reduktionszeit weiterhin sorgfältig die Kriterien für gutes Gedeihen zu beobachten und zu dokumentieren, also die gewohnte Liste mit Gewicht, Ausscheidungen, Stillhäufigkeit und Zufüttermenge müsste weitergeführt werden.
In unserer Linksammlung Stillwissen findest Du einige Beispiele für Zufütter-Reduktionsverläufe.
3. Du kannst versuchen, die Zufüttermilch durch hochkalorische, feste Nahrung zu ersetzen. Falls Dein Baby damit schon zurecht kommt, ist dies in Ordnung und würde Dir wahrscheinlich die BES-Nutzung ersparen.
Wie siehst Du diese Möglichkeiten?
LG
Julia