ich wusste jetzt nicht, ob ich für meine Fragen einen eigenen Beitrag aufmachen sollte oder lieber hier schreiben sollte....
Hier ist genau richtig.
Der erste Versuch mit dem BES hat nicht so gut geklappt. Für mich alleine ist es schwierig, die Kleine zu halten und gleichzeitig das BES zu "bedienen". Also bat ich meinen Mann um Hilfe.
Leider klappte gar nicht. Die Kleine schmadderte sich voll (nächstes Mal nicht so viel aufs Fläschen drücken bzw. vielleicht einen kleineren Schlauch nehmen), mein Mann verließ wütend den Raum, weil die Kleine so schrie und er mir vorwarf, warum ich sie denn so "quälen" würde und ich saß dann weinend mit ihr auf dem Sofa.
Uff, das ist ja sehr bedauerlich, wie das lief. Bekanntlich gibt es ja leider keine zweite Chance für einen ersten Eindruck... ich hoffe, Ihr könnt das BES noch mit Hilfe einer fachkundigen Begleitung vor Ort noch mal reaktivieren.
Genau DAFÜR ist eine Stillberaterin vor Ort da! Du schriebst, Du warst schon bei ihr:
Also, Kontakt zu einer Stillberaterin hatte ich. Die erste Stunde haben wir viel geredet. Anlegen funktionierte nicht, weil die Kleine von Anfang an nur schrie. Ich habe aber übernächste Woche dort wieder einen Termin.
Wann war das? Habt Ihr dort mit dem BES geübt? War Dein Mann beim Gespräch mit der Stillberaterin bzw. beim Üben mit dem BES dabei? (Wichtig, wenn er Dir zuhause helfen soll!)
Das BES ist ein wirkungsvolles Stillhilfsmittel, ABER der Umgang damit muss wirklich von einer Fachperson angeleitet und dann geübt werden, EHE man sich an den ersten Versuch mit Baby wagt. Auch bei den ersten Versuchen mit Baby sollte die Stillberaterin dabei sein. Das Risiko, das sonst genau das passiert, was Du beschrieben hast, ist sonst einfach zu groß.
1.
Beim Pumpen ist mir aufgefallen, dass in letzter Zeit nach etwa 10 Minuten schon gar keine Milch mehr kommt (normalerweise doppelpumpe ich ja 15 Min). Soll ich nach 10 Minuten dann aufhören oder lieber noch weitere 5 Minuten pumpen, obwohl nichts mehr kommt?
Ich würde ab dem Moment, wo nichts mehr kommt, eine Eieruhr auf 2-3 Minuten stellen und dann noch so lange "leer" weiterpumpen, bis es klingelt. Über dieses "Leerpumpen" signalisierst Du den Mehrbedarf, d.h. dadurch wird die Milchproduktion gesteigiert. 5 Minuten erscheint mir allerdings arg lang.
Meine Hebamme meinte, dass ich wohl kein Rezept mehr für die Milchpumpe erhalte. Ich habe momentan die Medela Symphony. Ich habe mal nach dem Preis geguckt: Die kann sich ja kein Mensch leisten!
Ich habe dann mit der Medela freestyle geliebäugelt. Die ist immer noch recht teuer, aber weeeeesentlich günstiger als die Symphony. Ist die dann auch in der Pumpleistung entsprechend schlechter?
Die Pumpen der namhaften Hersteller sind alle "gut". Die entscheidende Frage ist, womit DU gut zurechtkommst - für die eine Mutter ist das Modell A, für eine andere Mutter Modell B, für die nächste Mutter Modell C von einem anderen Hersteller. Da hilft nur: Ausprobieren!
Wisst ihr wie das ist mit einem Rezeptanspruch?
Einen "Anspruch" auf ein Rezept hast Du nicht, genauso wenig wie auf ein Rezept für andere Medikamente oder Heilbehandlungen. Du musst einen Arzt finden, der es für
medizinisch notwendig hält, Dir die Pumpe (oder sonstwas) zu verschreiben. Je nach dem gilt grob: Gyn bei mütterlicher Indikation, KiA bei kindlicher Indikation.
Mittlerweile schaffe ich es aber wenigstens konsequent nachts auch zu pumpen und ich pumpe auch meist 7 Mal am Tag. Gestern hatte ich eine "Rekord-Milchmenge" von 610 ml zu verzeichnen. Wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis.

Wow, 610 ml ist schon eine sehr ordentlich Milchmenge, klasse!
LG
Julia