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Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 05.01.2013, 21:46
von Lucccy
Lyra hat geschrieben:Warum sind so viele Hebammen soooo schlecht gebildet bzgl. stillen oder nehmen sich so wenig Zeit, Mütter die stillen wollen gut zu betreuen und zu bestärken.
Hierzu auch noch was von mir: meine Hebamme war gegenüber nicht-stillenden oder früh-Beikost-fütternden Müttern recht neutral, auch wenn sie persönlich anders handeln würde. Sie ist halt als Hebamme dazu da, alle Frauen zu betreuuen, egal wie deren Weg ist, und nicht zum Stillen zu missionieren.

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 05.01.2013, 21:52
von blueberry
Ui, vielen lieben Dank :oops:
sutnahpele hat geschrieben: Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist dieses hier doch recht häufig auftretente Rummeckern/Bemitleiden/Herunterschauen über/von/auf nichtstillende Mütter. Mit einer derartigen Attitüde macht man das Stillen auch nicht populärer :roll:
Das ist natürlich total doof und sollte so nicht passieren... :( Es tut mir leid, wenn Du das erlebt hast, dass jemand herablassend Dir gegenüber reagiert hat weil Du nicht mehr stillst - egal ob hier oder im Real Life.

Vielleicht als ganz winzig-kleiner globaler Versuch einer "Entschuldigung" dafür (auch wenn ich jetzt die einzelnen Fälle nicht kenne und darum nicht beurteilen kann, wie es rüberkam): Ich denke, gerade hier in so einem Stillforum treffen sich (seitens der Mütter - nicht der Beraterinnen) natürlich überwiegend Leute, die Probleme mit dem Stillen haben und/oder hatten (sonst braucht man ja eigentlich auch keinen Rat :wink: ). Und ich denke, wenn man es dann trotz vieler vieler Widrigkeiten, vielleicht trotz vorübergehend nötiger Zufütterung, oder nach einer Rückgewöhnung an die Brust nach Saugverwirrung, oder nach einem Anfang mit vielen Schwierigkeiten, nach Soor, wunden BW, ... ENDLICH geschafft hat, dass das Stillen klappt und schön ist - dann schießt man (zumindest in der Anfangszeit) schnell mal übers Ziel hinaus, leider. Das ist wie bei frisch-Konvertierten in einer religiösen Gemeinschaft - das sind auch oft die größte "Eiferer" und überzeugtesten "wenn ich es doch als richtig erkannt habe, warum geht es nicht auch allen anderen so???"-Denker. Da kann es unbedachterweise passieren (auch wenn es nicht sollte!), dass zumindest unterschwellig und zwischen den Zeilen ein "ich hab das auch geschafft, nun stell Dich mal nicht an - Dir fehlt nur die Überzeugung und der entsprechende Einsatz!" rüberkommt. Das muss nichtmal bewusst formuliert sein und noch weniger beabsichtigt...

Ich denke, gerade als "Frisch-Überzeugte" (oder auch als Mutter, die - was in Deutschland gar nicht selten vorkommt - für die Tatsache, dass sie ums Stillen kämpft oder dafür, dass sie länger als üblich stillt, angegriffen wird im eigenen Umfeld) hat man es dann manchmal schwer, den nötigen Schritt zurück zu treten von der eigenen Stillgeschichte und genügend Empathie für die Geschichte der völlig anderen Mama zu entwickeln. Man ist einfach selbst noch zu nah dran oder sogar noch mittendrin, will sich versichern, wenigstens hier unter "Gleichgesinnten" zu sein, ...

Eine Sache würde ich aber gern ausklammern: das, was Du als "Bemitleiden" empfindest, kann (auch wenn es bei Dir als Empfängerin vielleicht anders rüberkommt) wirklich und ganz ehrlich als ein "es tut mir leid, dass es bei Euch trotz Deiner Versuche und Bemühungen nicht geklappt hat mit dem Stillen/Teilstillen". Das finde ich jetzt ansich nicht verwerflich, wenn man das rüberbringt, denn gerade wenn man wie Du sagt, "bei mir hat die Milch nicht gereicht, prinzipiell bin ich aber für das Stillen und gebe da auch gern Tipps weiter", ist es doch wirklich etwas, das auch von außen jemand ganz ehrlich als traurig und schade empfinden kann, dass es dann bei Dir aus was für Gründen auch immer nicht geklappt hat. Darin sehe ich jetzt noch nichts herablassendes, im Gegenteil.

Da dieses Thema wie alles, was wir als essentiell wichtig für unsere Kinder empfinden aber unglaublich emotional besetzt ist und gerade in einem Forum, wo man sich eben nur schriftlich und ncith von Angesicht zu Angesicht austauscht, unglaublich viel Spielraum für Interpretation bleibt, kann eben auch schnell mal was falsch rüberkommen. Das macht es für die Leserin ja nicht weniger verletzend :( Ich denke aber, die meisten hier arbeiten da an sich und machen das nicht absichtlich!

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 05.01.2013, 22:17
von Sycorax
Ich habe beides erlebt:
Missy und ich hatten einen schweren Start. Nach sekundärem KS musste sie auf die Neugeborenenintensiv und ich auf die Frauenstation und als ich meine Tochter das erste Mal sah, hatte sie schon die dritte Flasche Premilch weg (obwohl ich vorher gesagt hatte, dass ich stillen möchte). Obwohl ich sie erst nach zwei Tagen bekam und man mir nie Gelegenheit zum Anlegen gab, schafften wir den Milcheinschuss nach kurzer Zeit und eine schöne Stillbeziehung begann.... bis mir nach ca. 4 Wochen meine Hebamme sagte, dass ich sie nicht mehr so oft anlegen darf. Wir müssten feste Zeiten haben: alle vier Stunden. Ich habe ihr geglaubt und nach 10 Wochen "reichte die Milch nicht mehr" :oops:
Die Missy hat nur noch gebrüllt, es war einfach wahnsinnig anstrengend und als mir die Hebamme dann das Zufüttern nahe legte, heulte ich zwar wie ein Schlosshund, war aber dazu bereit. Ich habe Missy dann ein halbes Jahr teilgestillt und machtlos zugesehen, wie die Milchmenge in der Flasche immer größer wurde und die Stillzeit immer kürzer. Nach dem halben Jahr wollte sie dann gar nicht mehr stillen. In meinem Umfeld war das Fläschchen aber angesehen. Keiner hat mich im Stillen bestärkt, alle waren eher der Meinung, dass ich mir "das doch nicht mehr antun muss".

Als ich völlig unverhofft mit der Minimissy schwanger wurde, war ich von vornherein ganz anders. Abgeklärt irgendwie. Es stand für mich felsenfest, dass ich nach Bedarf stillen würde und zwar mindestens ein Jahr lang. Danach habe ich mir auch meine Hebamme ausgesucht und sie bestärkte mich in meiner Überzeugung. Eine Hürde war noch eine chronische Erkrankung, wegen der ich eigentlich längst wieder Medikamente nehmen müsste. Aber momentan bin ich schubfrei, also nehme ich auch nichts ein.
Die Milch hat immer gereicht. Klar, anfangs war das Clustern manchmal anstrengend, aber irgendwie auch wunderbare Exklusivzeit für Minimissy und mich. Inzwischen stillt sie an manchen Tagen nur zweimal, an anderen (wie heute zum Beispiel) stillt sie plötzlich wieder acht Mal. Mir ist es recht, wir stillen so lange wir mögen.
In meiner Familie wird das Stillen immer noch nicht so ganz verstanden. Ich habe mir den Mund fusselig geredet, meine Eltern und Schiegereltern verstehen es einfach nicht. Sie sehen keinen Nutzen in der Muttermilch für ein Einjähriges. Industriemilch ist aber toll, natürlich und Fläschchen sind auch voll super :roll:
Mein Mann steht aber voll hinter mir. Allerdings weiß er auch, dass so ein Einjähriges nicht so einfach abzustillen ist, selbst wenn man wollen würde :lol:

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 05.01.2013, 22:28
von Sycorax
Hach ja, was ich eigentlich sagen wollte:
Ich finde es total schade, dass stillbereite Mütter in Kliniken immer noch so wenig Hilfe bekommen. Sobald erste Schwierigkeiten auftauchen, steht das Klinikpersonal mit Milchfläschchen neben verunsicherten Müttern.

Bei der Geburt der Minimissy im Stillraum erlebt. Dort war eine Frau (asiatische Herkunft, kaum Deutschkenntnisse), die ganz regelmäßig stillte. Ich traf sie schon frühmorgens im Stillraum. Viel später war sie im Frühstücksraum und frühstückte. Eine Schwester kam herein und erklärte ihr, man habe bei ihrem Sohn Blut abgenommen und er habe einen zu niedrigen Glucosespiegel, er bräuche nun Milch. Man würde ihm ein Fläschchen geben. :evil:
Die arme Frau hatte nur die Hälfte verstanden, fragte mehrmals nach: "Fläschchen. Wieso?"
Die Schwester erwiderte, dass das Kind sonst krank würde und erhielt die Zustimmung der Mutter zum Fläschchen. :cry:

Diese Dreistigkeit, bei dem Kind einfach Blut abzunehmen, während die Mutter ahnungslos frühstücken geht und dann sofort mit Milch anzukommen... ich habe mich so aufgeregt. Das Kind war zwei Tage alt (hab ich auf dem Schild am Bettchen gelesen), was soll denn das?

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 05.01.2013, 22:36
von Elaschnela
Lucccy hat geschrieben:
Hierzu auch noch was von mir: meine Hebamme war gegenüber nicht-stillenden oder früh-Beikost-fütternden Müttern recht neutral, auch wenn sie persönlich anders handeln würde. Sie ist halt als Hebamme dazu da, alle Frauen zu betreuuen, egal wie deren Weg ist, und nicht zum Stillen zu missionieren.
Genauso meine Hebamme. Sie selbst bevorzugte das Stillen, freute sich über jedes gestillte KInd, beriet gerne und kompetent,
war aber auch nicht-stillenden Müttern gegenüber absolut bewertungsfrei und wohlwollend. Und das finde ich auch richtig so.

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 06.01.2013, 00:28
von sutnahpele
blueberry hat geschrieben: Vielleicht als ganz winzig-kleiner globaler Versuch einer "Entschuldigung" dafür (auch wenn ich jetzt die einzelnen Fälle nicht kenne und darum nicht beurteilen kann, wie es rüberkam): Ich denke, gerade hier in so einem Stillforum treffen sich (seitens der Mütter - nicht der Beraterinnen) natürlich überwiegend Leute, die Probleme mit dem Stillen haben und/oder hatten (sonst braucht man ja eigentlich auch keinen Rat ). Und ich denke, wenn man es dann trotz vieler vieler Widrigkeiten, vielleicht trotz vorübergehend nötiger Zufütterung, oder nach einer Rückgewöhnung an die Brust nach Saugverwirrung, oder nach einem Anfang mit vielen Schwierigkeiten, nach Soor, wunden BW, ... ENDLICH geschafft hat, dass das Stillen klappt und schön ist - dann schießt man (zumindest in der Anfangszeit) schnell mal übers Ziel hinaus, leider. Das ist wie bei frisch-Konvertierten in einer religiösen Gemeinschaft - das sind auch oft die größte "Eiferer" und überzeugtesten "wenn ich es doch als richtig erkannt habe, warum geht es nicht auch allen anderen so???"-Denker. Da kann es unbedachterweise passieren (auch wenn es nicht sollte!), dass zumindest unterschwellig und zwischen den Zeilen ein "ich hab das auch geschafft, nun stell Dich mal nicht an - Dir fehlt nur die Überzeugung und der entsprechende Einsatz!" rüberkommt. Das muss nichtmal bewusst formuliert sein und noch weniger beabsichtigt...
Ich weiß, was du meinst. Das ist ein guter Ansatz. Allerdings denke ich, dass solche Threads (auch wenn es so von der Threadstarterin nicht intendiert war) für die Frauen, die es nicht geschafft haben, eine dauerhafte Stillbeziehung aufzubauen, oft einen faden Beigeschmack haben. Der Thread hätte schließlich auch anders, neutraler heißen können, wenn er der Frage nachgehen soll, warum medizinisches Personal (u.a.) so wenig Ahnung in Punkto Stillen hat.

Ich denke nicht, dass die Menschheit ausstirbt, weil ein Teil der Mütter nicht stillt. Dass "früher" alle Mütter gestillt haben, möchte ich bezweifeln. Nichtstillende Mütter gab es schon immer, da sind dann Ammen eingesprungen. Nichtstillen hatte auch schon immer eine gesellschaftliche Bedeutung. Außerdem gab es "früher" sicherlich auch falsches Stillwissen. Dass eine Frau mit winziger Brust vielleicht kein Kind satt bekommt, ist doch nicht so abwegig, oder? Die Idee der Milchseen ist ja auch noch nicht so lange überholt :wink:

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 06.01.2013, 00:32
von Maryam+Leo
Ich hab nur kurz vorn reingelsen und eben die Überschrift und ich sehe das genauso !

Ja früher gabs ja auch Ammen und so zur Not.... aber ist schon so, dass heute viele Sagen sie haben es probiert einen Tag zu stillen und es ging nicht.....
traurig.

Re: AW: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben

Verfasst: 06.01.2013, 10:15
von Tutti
Sycorax hat geschrieben:Hach ja, was ich eigentlich sagen wollte:
Ich finde es total schade, dass stillbereite Mütter in Kliniken immer noch so wenig Hilfe bekommen. Sobald erste Schwierigkeiten auftauchen, steht das Klinikpersonal mit Milchfläschchen neben verunsicherten Müttern.

Bei der Geburt der Minimissy im Stillraum erlebt. Dort war eine Frau (asiatische Herkunft, kaum Deutschkenntnisse), die ganz regelmäßig stillte. Ich traf sie schon frühmorgens im Stillraum. Viel später war sie im Frühstücksraum und frühstückte. Eine Schwester kam herein und erklärte ihr, man habe bei ihrem Sohn Blut abgenommen und er habe einen zu niedrigen Glucosespiegel, er bräuche nun Milch. Man würde ihm ein Fläschchen geben. :evil:
Die arme Frau hatte nur die Hälfte verstanden, fragte mehrmals nach: "Fläschchen. Wieso?"
Die Schwester erwiderte, dass das Kind sonst krank würde und erhielt die Zustimmung der Mutter zum Fläschchen. :cry:

Diese Dreistigkeit, bei dem Kind einfach Blut abzunehmen, während die Mutter ahnungslos frühstücken geht und dann sofort mit Milch anzukommen... ich habe mich so aufgeregt. Das Kind war zwei Tage alt (hab ich auf dem Schild am Bettchen gelesen), was soll denn das?
Huch, an deiner Geschichte finde ich so einiges befremdlich :shock:
Was ist ein Stillraum und wozu gibt es den? Warum ist ein 2 Tage altes Baby nicht rund um die Uhr bei der Mama (also warum frühstückt sie in einem Frühstücksraum und ihr Baby ist irgendwo anders)? Warum nehmen sie dem Baby ungefragt Blut ab? Und warum wird nicht aufgeklärt und abgewogen, sondern einfach die Flasche aufgedrängt?
Du meine Güte...

Gesendet von meinem HTC Desire S mit Tapatalk 2

Re: AW: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben

Verfasst: 06.01.2013, 11:30
von cosima83
Tutti hat geschrieben:
Huch, an deiner Geschichte finde ich so einiges befremdlich :shock:
Was ist ein Stillraum und wozu gibt es den? Warum ist ein 2 Tage altes Baby nicht rund um die Uhr bei der Mama (also warum frühstückt sie in einem Frühstücksraum und ihr Baby ist irgendwo anders)? Warum nehmen sie dem Baby ungefragt Blut ab? Und warum wird nicht aufgeklärt und abgewogen, sondern einfach die Flasche aufgedrängt?
Du meine Güte...

Gesendet von meinem HTC Desire S mit Tapatalk 2
Stillraum und Frühstücksraum gabs eigentlich in fast allen Kliniken, wo ich bisher die Wochenstation gesehen hab.
Der Stillraum kann zum Stillen genutzt werden, muss aber nicht. Natürlich kann man auch einfach mit Baby auf dem Zimmer bleiben. Der Stillraum ist meist angeschlossen an das Stationszimmer, so dass man die Schwestern und Hebammen in Reichweite hat, falls benötigt.
Den Frühstücksraum muss man auch nicht nutzen. Aber wenns Baby gerade schläft oder im Tragetuch sitzt oder Verwandte da sind, kann man dort Frühstücken und mit anderen jungen Mamis ins Gespräch kommen.
Also, diese Einrichtungen schließen das Rooming-in nicht aus.
Aber ob man im Stillzimmer dann die kompetente Hilfe bekommt, die man sich wünscht sei dahingestellt.... :roll:

Re: Eigentlich müsste die Menschheit schon ausgestorben sein

Verfasst: 06.01.2013, 12:47
von blueberry
Auf den Wochenstationen, die wir damals besichtigt hatten, gab es auch beide Räume, trotz Rooming-in.

Ich denke, gerade der Stillraum ist gar keine dumme Sache (oder zumindest nicht der schlechteste Kompromiss) angesichts der oft eklatant mangelnden Privatsphäre in den Doppelzimmern, die so mancher Mutter das Stillen unglaublich erschweren, weil sie es nicht fertigbringt, entspannt oben ohne dazusitzen (und gerade am Anfang ist das eigentlich die beste Variante, statt auch noch mit den Klamotten zu zuppeln, während man sich auf sooooo viel anderes gleichzeitig konzentrieren muss - wir reden hier immerhin vom Frühwochenbett), während die Zimmernachbarin ständig wechselnden Besuch hat, vielleicht reichlich männlichen Besuch dazu (Schwiegerpapa, Mann, Bruder, Onkel, ...). Die Besuchsgepflogenheiten fürs Wochenbett können ja sehr unterschiedlich sein je nach Familie. In den Stillräumen, die wir gesehen haben, war immer den Männern der Zutritt konsequent verboten. Wenn er grad benutzt wurde, auch während der Kreißsaalbesichtigungstour.
Klar, besser wären Einbettzimmer. Aber so ist es nunmal nicht.

Der Frühstücksraum sollte glaub zum Kontakknüpfen unter den Müttern dienen, wobei man da sicherlich überall hin sein Baby auch mitnehmen kann, sei es im fahrbaren Bettchen, auf dem Arm, im Tragetuch (nie gesehen, aber vorstellbar)...

Zur kompetenten Hilfe: ich habe in drei KKH nachgefragt, wie es mit Stillberatung ausschaut. Da hieß es in allen dreien stolz bei der Kreißsaalführung: ja, man habe sogar eine Stillberaterin! Bei näherer Nachfrage war diese dann tatsächlich jedesmal genau EINE. Und entsprechend selten da. Entweder (Maximalfall) tatsächlich eine IBCLC mit ner kompletten Schwesternstelle auf der Wochenstation (Chance, die mal zu treffen, zumindest relativ hoch), im schlechtesten Fall kam die angepriesene Stillberaterin tatsächlich ein einziges Mal pro Woche auf Station! Pech, wenn man grad am Tag danach geboren haben sollte :(

Einem Kind ungefragt Blut abzunehmen und ohne richtige Aufklärung dann ne Zufütterung aufzuzwingen ist natürlich :evil: