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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 29.12.2012, 15:11
von jusl
Okay. Dann pumpe ich jetzt so oft wie nur geht, um die Milchmenge zu steigern.
Empfehlenswert sind 8 mal in 24 Stunden, jeweils 10-20 Minuten, idealerweise mit einem Doppelpumpset zum GLEICHZEITIGEN Abpumpen beider Brüste. Dies spart die Hälfte der Zeit, und die Hormonausschüttung ist dabei stärker als beim Nacheinanderpumpen.
Die Brusthütchen sind angekommen. Soll ich diese mal probieren oder lieber gar nicht mehr?
Die meisten flaschegewöhnten Kindern fällt der Umstieg von Flaschensauger auf Brusthütchen leichter als der Umstieg von Flaschensauger auf Brust pur. Wenn Du eine nennenswerte Milchbildung aufbauen konntest, ist ein Versuch mit den Hütchen sicherlich sinnvoll.
Nachts schläft meine Kleine durch. Gestern von halb elf bis heute neun Uhr:-) :-)
Das ist zwar bequem für Dich ;-), aber für eine Um- bzw. Rückgewöhnung zur Brust wären 10-stündige Stillpausen sehr ungünstig. Es ginge damit sehr viel Zeit verloren, in der zum einen das Baby üben könnte und zum anderen die Brust zur Milchbildung stimuliert wird.

Falls Du Dich jetzt eher aufs Pumpen anstatt aufs Stillen konzentrierst, ist das Schlafverhalten Deines Babys natürlich nebensächlich, weil Du die Nachfragen dann eben mit der Pumpe steuern und solch lange Pausen vermeiden kannst.

Noch mal kurz zu der auffällig geringen Trinkmenge mit dem neuen Sauger: Könntest Du zur Sicherheit mit dem GEWOHNTEN Sauger füttern und noch mal 1-2 Tage lang aufschreiben, was sie trinkt? Gewisse Schwankungen in der Trinkmenge sind zwar normal, aber dass sie an einem Tag nur 40-45 % der gewohnten Trinkmenge trinkt, kann eigentlich nicht sein; da sollten wir nochmal genauer draufschauen.

LG
Julia

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 29.12.2012, 20:48
von sonne2908
Ich habe das gerade mal mit den Brusthütchen ausprobiert. Sind auch von Avent, aber mit dem Flaschensauger haben die ja ganz und gar nichts gemein. Meine Tochter war total irritiert und hat mega gebrüllt. Als ich das Ding mal auf den Finger gemacht habe, hat sie nur dran rumgeleckt, aber nicht gesaugt:'( . Vielleicht ist das alles zu viel Streß für sie. Mein Mann ist auch schon genervt vom Häufigen Pumpen und den verschiedenen Saugern. Sie hat heute bis jetzt 650ml getrunken. Wir werden morgen den alten Sauger nehmen und dann füttern wie bisher. Heute Abend hat sie schon gebrüllt als sie die Brust gesehen hat. Sie möchte das wohl nicht mehr....und ich sollte anfangen das zu akzeptieren:'(

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 29.12.2012, 21:42
von Lucccy
Dein Posting klingt so traurig. Wirf jetzt bitte nicht die Flinte ins Korn.
Jusl hat hier seit ich mitlese so vielen Frauen geholfen, wenn Du auf ihre Tips hörst, habt ihr gute Chancen. Hierzu ein Hinweis: jusl riet in ihren letzten Postings von Versuchen an der Brust ab. Das ist kein aufgeben, sondern nur ein ruhiges Vorgehen, dass es für Euch alle drei streßfrei halten soll.
Vielleicht solltest Du den morgigen Tag auch dazu nutzen, mit Deinem Mann nochmal zu besprechen, warum Dir das Stillen so wichtig ist (mit allen emotionalen und sachlichen Argumenten, die Du hast) und dass seine Unterstützung notwendig ist, dieses Ziel zu erreichen.

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 29.12.2012, 23:34
von jusl
Ich habe das gerade mal mit den Brusthütchen ausprobiert. Sind auch von Avent, aber mit dem Flaschensauger haben die ja ganz und gar nichts gemein. Meine Tochter war total irritiert und hat mega gebrüllt. Als ich das Ding mal auf den Finger gemacht habe, hat sie nur dran rumgeleckt, aber nicht gesaugt:'( . Vielleicht ist das alles zu viel Streß für sie.
Es tut mir leid, dass Ihr da so einen unangenehme Erfahrung gemacht habt, aber ganz ehrlich: Das war doch absolut zu erwarten! Sorry, da muss ich deutlich sein. Wie ich schon schrieb: Stillversuche - ob mit Hütchen oder ohne oder mit sonstigen Hilfsmitteln außer BES - ergeben überhaupt erst Sinn bei NENNENSWERTER Milchproduktion. Warum sollte Dein Baby freudig an einem unbekannten leeren Stück Plastik saugen, das Du ihr hinhältst?? Mit 5 Monaten ist sie für rein reflektorisches Saugen schon viiiiel zu alt - sowas funktioniert wenn überhaupt nur in den ersten Lebenswochen. Das hat nichts mit "zu viel Stress für sie" zu tun, sondern offensichtlich mit unrealistischen Erwartungen Deinerseits. Du schriebst:
Ich habe das gerade mal mit den Brusthütchen ausprobiert.
um 20.48 Uhr... 3 Tage nach Weihnachten. DAS ist einfach ungünstig, nach zumeist irgendwie anstrengenden Festtagen, und dann abends, wenn eh alle müde und erschöpft sind, mit so etwas schwierigen Neuem anzufangen. Hier wäre unbedingt etwas System und Vorbereitung günstig gewesen, dazu morgens, wenn alle frisch sind. So vergibst Du Dir Chancen!
. Mein Mann ist auch schon genervt vom Häufigen Pumpen und den verschiedenen Saugern.
Hier kann ich mich nur Lucccys Worten anschließen: Besprich das Ganze mit Deinem Mann, überzeuge ihn von den Gründen für Deine Bemühungen, bitte ihn um seine Unterstützung. Ohne geht's nicht.
Heute Abend hat sie schon gebrüllt als sie die Brust gesehen hat. Sie möchte das wohl nicht mehr....und ich sollte anfangen das zu akzeptieren
Uff, also ich kann Deine Enttäuschung wirklich gut verstehen, aber die Schlüsse, die Du da ziehst, sind wirklich nicht stichhaltig. Es ist nicht so, dass Dein Kind nicht MÖCHTE, sondern Dein Kind KANN nicht! Es kann derzeit nur mit Flaschentechnik saugen und braucht dementsprechend Hilfe und Unterstützung beim Stillenlernen, und der bewährte Weg dorthin ist das klassische Umgewöhnungsprogramm, das mit KLEINEN Lernschritten arbeitet, in systematischer, besonnener Art und Weise. Diese kleinen, systematischen Lernschritte hast Du Deinem Baby bislang aber gar nicht angeboten, sondern ihm direkt ohne jedwede Vorbereitung entweder mit oder ohne Hütchen eine kaum laktierende Brust vorgesetzt - sorry, aber es war völlig klar, dass das SO nicht funktionieren würde. Eine klassische, kleinschritte Ungewöhung funktioniert - das Forum hier ist voll von erfreulichen Beispielen - aber SO, ohne System, ohne Planung und ohne Lernstruktur, funktioniert das nicht.

Mein Vorschlag: Lass uns morgen, wenn Du das möchtest, noch mal gemeinsam überlegen, welche ZIELE Du eigentlich gerne erreichen möchtest, und welche SCHRITTE in welcher Reihenfolge sinnvoll erscheinen, um diese Ziele auch zu erreichen. Und zwar auf eine stressarme Art und Weise, die reichlich Raum für das Wichtigste lässt: dass Du und Dein Baby einander genießen könnt.

Was hältst Du davon?

LG
Julia

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 30.12.2012, 13:41
von sonne2908
Hallo,

ihr habt ja Recht. Im bin viel zu ungeduldig. Aber die Angst, dass jeder Tag ohne Brust die Chance zurück verkleinern, ist einfach im Kopf. Gesamttrinkmenge gestern 710ml davon 45ml Mumi. Heute haben wir nur den Avent Sauger im Einsatz. Ich habe heute morgen statt Anlegeversuch ausgiebig gekuschelt. Dies tat uns beiden gut. Mein Ziel ist, sie wieder anlegen zu können und ihr so viel gute Mumi wie möglich zu geben. Ich habe meinem Mann erklärt, dass das Pumpen die einzige Chance ist Mumi zu erhalten. Zumindest dies hat er verstanden. Meinte aber, dass wenn sein Urlaub vorbei ist, es sehr schwierig wird. Ich weiß noch nicht, wie es dann läuft, aber ich versuche es so oft es geht. Also ich pumpe und gebe ihr dies dann per Flasche. Wie soll ich weitermachen?

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 30.12.2012, 14:05
von jusl
Ich habe heute morgen statt Anlegeversuch ausgiebig gekuschelt. Dies tat uns beiden gut.
Schön! :D
Aber die Angst, dass jeder Tag ohne Brust die Chance zurück verkleinern, ist einfach im Kopf.
Diese Angst ist ja auch völlig "berechtigt" - je jünger das Kind, desto größer die Chancen auf eine Rückgewöhnung (aber auch bei jüngeren Kindern funktioniert das meist nur mit dem BES und/oder einer Milchbildung auf beinahe-Vollstillniveau). Wenn Du das BES nicht nutzen kannst oder möchtest, sind realistische Möglichkeiten einfach sehr begrenzt. Hinsichtlich der Erfolgschancen spielt es dann auch keine Rolle, ob Dein Baby an einem Tag für 10 Sekunden die Brust im Mund hatte oder nicht.
Mein Ziel ist, sie wieder anlegen zu können und ihr so viel gute Mumi wie möglich zu geben.
Das sind ZWEI Ziele. ;-) "So viel gute Mumi wie möglich" hat ja erstmal nur wenig mit "wieder anlegen" zu tun - Du könntest also genauso weitermachen wie bisher:
Also ich pumpe und gebe ihr dies dann per Flasche. Wie soll ich weitermachen?
Du könntest weiterhin häufig pumpen (8 mal in 24 Stunden, jeweils 10-20 Minuten, idealerweise mit einem Doppelpumpset) und medikamentöse Unterstützung erwägen. Die Kombi dieser Maßnahmen dürfte zu einer deutlichen Steigerung der Milchmenge führen. Die auf diese Weise gewonnene Muttermilch könntest Du Deinem Baby dann frisch per Flasche füttern.

Das Ziel, sie wieder zu stillen, wird auf diese Weise allerdings nicht verfolgt. Dafür bräuchte Dein Baby das Angebot kleiner Lerneinheiten, die es ihr ermöglichen, sich nach und nach von der Flasche (bzw. Flaschentrinktechnik) zu lösen und umzugewöhnen in Richtung Brust. Zentraler Bestandteil dieser Lerneinheiten ist die unmittelbare Belohnung der Bemühungen Deines Babys bei jedem Umgewöhnungsschritt. Die Belohnung besteht aus Erfolgserlebnissen (Wohlgefühl und Sattwerden), sobald sie nicht mehr mit der gewohnten Flasche gefüttert wird. Spätestens an der Brust (evtl. schon vorher) kommt dabei das BES zum Einsatz, um einen reichlichen, gleichmäßigen Milchfluss zu gewährleisten. Ich habe schon viele Mütter und Kinder bei Um- und Rückgewöhnungen begleiten dürfen; meiner Erfahrung nach ist die Chance auf erfolgreiches Stillen praktisch gleich null, wenn das BES (oder eine ähnliche Zufüttermaßnahme während des Stillens) aus welchen Gründen auch immer nicht zur Verfügung steht.
Ich habe meinem Mann erklärt, dass das Pumpen die einzige Chance ist Mumi zu erhalten. Zumindest dies hat er verstanden. Meinte aber, dass wenn sein Urlaub vorbei ist, es sehr schwierig wird.
Was genau meinte er mit "es"? Regelmäßiges Abpumpen, oder Dein Baby wieder an die Brust zu gewöhnen, oder Dich zu unterstützen, oder...?
Gesamttrinkmengen
28.12. 570 ml davon 45 ml Mumi
29.12. 710 ml davon 45 ml Mumi.
In Ordnung - würdest Du heute auch noch mal aufschreiben? Denn es zeichnet sich ja ab, dass Dein Baby - vorausgesetzt es ist derzeit gesund und scheidet gut aus und erfüllt alle weiteren Kriterien guten Gedeihens usw. - dann ja doch ERHEBLICH weniger durchschnittlich trinkt als die zunächst angegebenen 1200-1500 ml. (Was ja gut ist, wenn Du einen wesentlichen Teil der Milch durch Muttermilch bereitstellen möchtest).

LG
Julia

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 30.12.2012, 15:55
von Lucccy
sonne2908 hat geschrieben:Mein Ziel ist, sie wieder anlegen zu können und ihr so viel gute Mumi wie möglich zu geben. Ich habe meinem Mann erklärt, dass das Pumpen die einzige Chance ist Mumi zu erhalten.
Ganz blöde gefragt: weiss Dein Mann, was Dir an Muttermilch so wichtig ist, dass Du diesen Aufwand treiben willst? Also ganz konkrete Motive, die über "das ist das Beste" hinausgehen?
Wenn ich mal eine andere Perspektive annehme, dann sehe ich den hohen Aufwand des Abpumpens (Zeit fürs Pumpen, zusätzliche Teile zum Reinigen) gegen die Fütterung von Pre-Milch, mit der das Kind ja auch gedeiht (und durch die er als Vater auch füttern kann).

Mal halb OT gefragt: die gesundheitlichen Vorteile für die Mutter entstehen vermutlich durch die Laktation generell und nicht abhängig davon, ob angelegt oder gepumpt wird?

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 30.12.2012, 19:03
von sonne2908
Mal angenommen wir starten doch mit dem BES. Wie soll ich sie an die Brust bekommen? Sie trinkt nicht so an der Brust und schreit sobald ich sie anbiete (was ich heute nicht gemacht habe) . Wieso sollte sie mit Schlauch trinken wollen? Mir ist da nicht klar wie das gehen soll. Die Infos im Link sind ja zum Zufüttern. Da trinkt das Kind ja noch an der Brust. Sorry wenn die Frage doof ist, aber wenn ich mich nochmal ans BES wage, muss ich wissen, wie hier dann der Plan wäre.
Mein Mann meinte das Pumpen am Tage, weil unsere Kleine sich leider wenig selber beschäftigt und nur einen Mittagsschlaf hält. Wie gesagt, ich werde es probieren.

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 30.12.2012, 21:53
von jusl
Wie soll ich sie an die Brust bekommen? Sie trinkt nicht so an der Brust und schreit sobald ich sie anbiete (was ich heute nicht gemacht habe) . Wieso sollte sie mit Schlauch trinken wollen?
Weil auf bequeme Weise reichlich Milch aus dem BES kommt und das Baby so motiviert wird, an der Brust zu bleiben.
Mir ist da nicht klar wie das gehen soll.
Also, wie schon geschrieben gibt es einen klassische Methode. Zwei Varianten davon sehen folgendermaßen aus:

1. ein oder zwei Saugerwechsel
2. Flaschefüttern in Stillposition
3. Nutzen des Flaschensaugers als Brusthütchen mit durchgefädeltem BES
4. Wechsel auf ein richtiges Brusthütchen mit durchgefädeltem BES
5. Abgewöhung des Brusthütchens mit weiterhin Stillen mit dem BES falls Bedarf.

ODER

1. ein oder zwei Saugerwechsel
2. Flaschefüttern in Stillposition
3. Ein Brusthütchen über den Flaschensauger stülpen, damit Flaschefüttern
4. Mit Brusthütchen stillen, mit durchgefädeltem BES.
5. Abgewöhung des Brusthütchens, mit BES.

Von diesen beiden Wegen gibt es auch noch mal ein paar Variationen bei dem ein oder anderen Schritt. Welcher der Wege besser ist, muss man ausprobieren - das lässt sich ganz gut abschätzen, wenn man schaut, wie das Kind die bisherigen Lernschritte gemeistert hat bzw. wo die größten Schwierigekeiten des Babys liegen. Wie lange ein bestimmter Lernschritt dauert, kann man nicht vorhersagen, manchmal 2 Stunden, manchmal 2 Wochen. Manchmal wird auch irgendein Lernschritt übersprungen; das kommt auch vor. Im Durchschnitt kann man mit mehreren Tagen pro Lernschritt rechnen. Sobald ein Lernschritt geschafft ist, geht man zum nächsten über.

Eine klassische Umgewöhnung erfordert für gewöhnlich eine recht enge stillberaterische Begleitung. Am besten wäre eine mit Relaktation erfahrene Stillberaterin bei Dir vor Ort, die Dich persönlich begleiten kann, Dir den korrekten Umgang mit dem BES zeigt, direkt durch "Draufsicht" entscheiden kann, welcher Schritt wann genau als nächstes günstig wäre usw. Falls Du vor Ort keine geeignete Beraterin auftreiben kannst, können wir Dich aber auch hier übers Forum begleiten.
Sorry wenn die Frage doof ist, aber wenn ich mich nochmal ans BES wage, muss ich wissen, wie hier dann der Plan wäre.
Die Frage war keineswegs doof - im Gegenteil; es ist wichtig, dass Du realistische, klare Vorstellungen davon entwickeln kannst, was auf Dich zukommt. Flexibilität ist ebenfalls wichtig: je nachdem, wie ein bestimmter Lernschritt lief, entscheidet man, womit man am schlausten jetzt weitermacht/welche Hilfe das Baby noch bekommen sollte usw.

Ein denkbarer Start für Euch wäre jetzt zum Beispiel ganz konkret:

1. morgen einen ANDEREN neuen Sauger nehmen als den, den Ihr schon ausprobiert hattet und so lange damit füttern, bis sich Dein Baby daran gewöhnt hat (möglicherweise ist ein gelegentlicher Wechsel mit gewohnten Saugern günstig, um die Flexibilität Deines Babys zu erhöhen)
2. wenn Dein Baby neuen Saugern gegenüber aufgeschlossen ist, nutzt Du einen (Weithals-)Sauger als Brusthütchen, mit durchgefädeltem BES. Die Schläuche des BES werden also nicht wie "laut Packungsbeilage" an die Brust angeklebt, sondern ein Schlauch (der dickste) wird durch den Flaschensauger gefriemelt, so dass er etwa 5-10 mm herausguckt, dann der Sauger als Brusthütchen aufgesetzt (und dann der Schlauch evtl. festgeklebt). So kann das Baby dann erstmalig erfolgreich "an der Brust" gefüttert werden, eben noch mit dem fürs Kind gewohnte Sauger, aber mit etwas anderer Liegepostition und etwas anderem Fließverhalten der Milch. Empfehlenswert ist insb. die Football-Haltung - kennst Du die? Aber das können wir auf jeden Fall auch noch mal detaillert besprechen wenn es so weit ist.
Mein Mann meinte das Pumpen am Tage, weil unsere Kleine sich leider wenig selber beschäftigt und nur einen Mittagsschlaf hält. Wie gesagt, ich werde es probieren.
Pumpen unter der Voraussetzung, dass das Baby irgendwo "brav" herumliegt und sich selbst beschäftigt währenddessen, ist in der Tat etwas optimistisch. ;-) Hier wird mehr Improvisationstalent gefordert sein. Die meisten Mütter, die auf regelmäßiges häufiges Pumpen angewiesen sind, entwickeln Techniken, gleichzeitig ihr Baby zufrieden zu halten und erfolgreich zu pumpen. Beispielsweise könntest Du Dir Dein Baby auf den Rücken ins Tragetuch oder in eine geeignete Tragehilfe packen, und beim Umhergehen abpumpen. Oder Du setzt Dich zu ihr auf den Boden und bietest ihr Spielzeug an, während Du pumpst. Eine kleine Handpumpe ist für "nebenher" besser geeignet als ein (an sich effizienteres) Doppelpumpset einer elektrischen Pumpe. Hier hat eine Userin sehr schön übersichtlich die jeweiligen Vor- und Nachteile von elektrischen Pumpen und Handpumpen zusammengefasst. Viele dauerhaft pumpende Mütter nutzen BEIDES, elektrisch und Handpumpe, je nach dem, was gerade besser in die Alltagssituation passt.
Gib Dir Zeit, die für DICH geeignete Methode herauszufinden.

Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?

LG
Julia

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 31.12.2012, 00:22
von Sakura
sonne2908 hat geschrieben:Mein Mann meinte das Pumpen am Tage, weil unsere Kleine sich leider wenig selber beschäftigt und nur einen Mittagsschlaf hält.
Wenn Du dazu übergehst, mehrmals am Tag wenige Minuten zu pumpen, dann ist die Zeit, die Du dafür brauchst, doch überschaubar? Kannst Du Dich mit Deinem Kind auf den Boden setzen, Kind auf einer Decke, Du pumpst, und bespaßt dabei irgendwie Dein Kind? Gibst ihr eine Rassel, ein Fühlbuch, einen Beißring, einen Zollstock, irgendwas? Oder schneidest Grimassen? Oder erzählst ihr vom Abpumpen, und dass Du das für sie tust, damit sie die gute Mamamilch trinken kann? Kinder verstehen mehr, als man denkt! :D

15 Minuten sollte man so überbrücken können? Und wenn Du das mehrmals am Tag machst, dann kennt Dein Kind das auch ganz schnell als Routine. Findet es spannend, ist es gewohnt, weiß, was kommt... Kannst Du es als Zeit für Euch zwei sehen? Ihr zwei auf einer Decke, kuschelnd oder spielend, und Du pumpst "nebenbei"?

Klingt das machbar für Dich? Oder wo siehst Du die größeren Probleme?

lg,
S. :-)