Wer hatte einen guten Still-start?

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muh
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von muh »

Bei uns hat der start super geklappt. Einfach weil meine tochter genau gewusst hat, was zu tun ist und fleißig gesaugt hat. Ich hab davor eher positive dinge übers stillen gelesen und über die problemberichte drübergeblättert, damit ich positiv herangehen kann.
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Lulilaj
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von Lulilaj »

bei uns hat es auch super geklappt, obwohl ich die kleine erst nach paar tagen bekommen habe.
dh. ich koennte sie nicht direkt nach dem geburt anlegen, sie wuerde mit der flasche gefuettert und sie hat schnuller bekommen.
und ihr hat es nichts ausgemacht :D. sie wollte einfach an die brust.
nachdem sie raus war aus dem inkubator,
habe ich es im KH verlangt, sie sollen mich jedesmal rufen, wenn sie hunger hat und das haben sie auch gemacht.
ich habe nie daran gedacht, dass es nicht klappen koennte und dem baby vertraut.
daheim habe ich uns immer viel zeit gelassen und gemuetlich gemacht.

geniess die tagen, erhole dich und es wird alles gut sein. viel kraft noch wuensche ich dir! es steht noch einges vor dir!
Lulilaj mit Lady Bamm-Bamm (04/2012) und Herrn Entspannt (01/2015)
kassandra
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von kassandra »

hallo,

ich denke vieles liegt zum einen an der eigenen erfahrung und aber auch am kind. meinen sohn habe ich bis er 3,5 jahre alt war gestillt. der anfang war bissel holprig, aber irgendwann liefs super. er hat manchmal zu wenig brust in den mund genommen und dann musste ich ihn wieder abdocken und andocken. das tat dann oft weh. ein bissel wund wurden die bw auch davon. zudem war er so unruhig und hat gezappelt, dass ich ihn anfangs nur im rückengriff stillen konnte. im liegen war ganz schwierig. außerdem tat mir beim längeren auf der seite liegen die hüfte weh als rest-zipperlein der schwangerschaft.

bei der tochtermaus hingegen lief alles als hätten wir beide nie was anderes gemacht. die süße kam aus dem bauch, docke an und trank. es gab überhaupt keinerlei probleme. null. nix wund, nix tat weh, keinen milchstau. beim großen hatte ich min. 20 im ersten halben jahr. die maus konnte es einfach besser, der große brauchte übung. zudem war ich viel entspannter, hatte keine sorge, dass wir es vielleicht nicht schaffen, dass er in den ersten tagen zu wenig trinkt. ich war einfach relaxed und das merkt auch das kind.

ich wünsche dir noch ne schöne restschwangerschaft und eine tolle geburt mit einem geglückten stillstart.
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antje143
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von antje143 »

hallo,

ich finde es gut,wenn sich schwangere frauen informieren udn gleichzeitig sich eine gute nachsorgehebamme suchen,die bei stillfragen nicht gleich überlastet ist und am besten schauen,ob es eine stillberaterin in der nähe gibt und die nr. norieren für den fall der fälle...denn leider empfehlen viele hebammen den müttern keine stillberatung -- sie erzählen ja nicht mal,das es solche gibt...

ich kenne mehrere frauen,denen die hebammen innerhalb der ersten 8 wochen sehr merkwürdige empfehlungen gaben (z.b. milch abpumpen um diese dann per flasche zu füttern oder babynahrung zu füttern,diese aber mit mumi anzurühren oder nach 3 wochen schon abzustillen,weil die frau wunde brustwarzen hatte)...

bei mir war es so:

1. Kind: geburt im KH,kind leider nur kurz auf den bauch und dann alle möglichen routine-sachen inkl. baden...ich bekam nach ca. 30min ein "steril-verpacktes" baby zurück,was viel zu müde war für einen stillversuch... :? zum glück sagte mir eine hebamme,das die babys oft noch fruchtwasser geschluckt hätten und damit die zeit bis zum milcheinschuss überbrücken können...so war ich entspannter und habe mir keinen druck wegen zufüttern machen lassen---und ich hatte 24h-rooming in...denn die gaben den babys immer glukoselösung im baby-stationszimmer...und nuckel...zum ersten mal stillen sollte ich ins stillzimmer kommen,wo es mir gezeigt werden sollte...dort war ich schon mal erschrocken wie mit einem anderen baby umgegangen wurde...eine andere mama war auch da um es sich zeigen zu lassen,und deren baby schlief auf dem arm...die schwester nahm es und begann es zu schütteln mit den worten "hier wird nicht geschlafen,es wird gegessen" ... :shock: die mutter stand wie gelähmt daneben...ich dachte nur: "ich denke mal soll babys nicht schütteln,was macht die schwester dnen da?" ---doch dann war ich schon "dran"... :roll: ich nahm stillposition ein,die schwester umfasste den kopf meiner großen vom nacken aus wie im "karnickelgriff" und sperrte ihr den mund gewaltsam auf--meine brust umfasste sie,als wenn es ein feuerwehrschlauch sei und versuchte den mund und die brust zusammen zu brngen...meine große brüllte wie wild...die schwester sah mich an,sagte:" IHRE brustwarze ist viiiiiiiiel zu groß,die kann das kind gar nicht fassen" - sprang auf -rannte raus und kam mit einem stillhütchen zurück... :shock: das stülpte sie mir über und versuchte es nochmal---meine große bekam den totalen würgereiz und ich dachte :"wenn meine brustwarze zu groß sei,dann ist es total bescheuert diese noch zu vergrößern mit einem silikon-ding" ---die schwester bekam fast nen anfall,weil es mit ihrer gewalrt nicht ging...ich sah sie an und sagte ganz ruhig: "ich gehe jetzt ins zimmer zurück und werde es einfach immer wiedre mit RUHE und GEDULD üben"...die schwester sah mich an und sagte:"ICH habe auch RUHE und GEDULD!" ...ich habe sie dann einfach stehen lassen und bin gegangen...meine große war freitag vormittag geboren und das erste mal richtig geklappt hat es dann mitternacht von samstag zu sonntag...ich war so stolz... :) (gelesen hatte ich vorher das stillbuch) ...leider war meine nachsorgehebamme eine "vom alten schlag",also aller 4 stunden anlegen und schreien lassen und so... :? und ich habe es mir hart erkämpft nach bedarf zu stillen und meinen weg zu gehen...leider wußte ich nichts von stillberaterinnen,und so kämpfte ich mich echt durch...brustentzündung-milchstau und ein baby,was zu wenig zunahm...auch da bekam ich null unterstützung...die kinderärztin sah mich nur,das erste mal udn war sofort der meinung,ich hätte nicht genug miclh und drückte mir zur U3 babynahrungsproben in die hand und ich sollte täglich zum wiegen kommen...die hat mich nie wieder gesehen,denn einmal lag meien große damals nackt fast 30min da,weil sie telefonieren mußte und dann sah sie meine große an,sah die dünnen hautfalten (kein babyspeck) und sagte: "das kind hat keine fettpolster-wie soll ich da impfen-ich habe ja nichts zum reinstechen"... meine große schlief immer ein beim stillen,laut hebamme sollte ich nur max. 10min stillen und sie eben 3-4 stunden "verdauen" lassen...und sie sah echt schlimm aus... :cry: da habe ich mir meine "mast-stillung" überlegt...ich habe meine große nur noch angelegt,wenn sie einschliefmdann eben gewickelt oder bespaßt und bei jeder mahlzeit beide seiten gegeben...innerhalb kurzer zeit sah sie aus wie das michelin-männel und ich hatte milch,da hätte ich sicher 2-3 babys gleichzeitig satt bekommen...mußte dann mich im reduzieren üben... ;) ab da nahm meine große super zu und wuchs wie wild...sie ist jetzt 6,5 jahre,wurde ca. 5,5 jahre gestillt...sie hat ab ca. 9 monate angefangen zu essen und wiegt heute ca. 33kg-ist 1,34m lang- KU ca. 56cm - kleidungsgr. 140 - schuhgr. 37 ... :D
heute kan ich schreiben,der start war wenig günstig und mit einer guten hebamme und/oder stillberaterin wäre das anders gewesen...leider habe ich erst von stillgruppen und stillberaterinnen erfahren,als sie ca. 8 monate war und dann andere mütter kennen gelernt,denen es ähnlich ging...

Kind 2: von anfang an stand fest,das wird eine hausgeburt und ich wollte außer messen/wiegen und test keine routinehandlungen...da meine kleine schneller als die hebi war (nun eine andere vom GH) hatten wir ca. 15 min für uns nach der geburt und meine kleine habe ich mir selbst auf den buch gelegt und dann gestillt...sie war also schon gefüttert als die hebi erschien...diese machte dann nur was sie sollte und mein kind wurde auch nicht gebaden und angezogen...ich bekam sie wieder im handtuch und ins bett...dort haben wir dann das erste mal tandem gestillt und als ich fit war nachmittags,da habe ich mein baby selbst angezogen und war also von geburt an die erste,die sie berührt hatte...das stillen und zunehmen klappte viel besser,auch weil der milcheinschuß anders war,da ich ja seit der geburt meiner großen gestillt hatte...einen milchstau und brustentzündung hatte ich mal,aber das lag daran,das ich mir streß gemacht hatte und keien ruhe gönnte...ab da lernte ich eine gewisse gelassenheit und wir haben über 3 jahre gestillt...also die kleine...ab ihrer geburt stillte ich beide kinder bis vor 1 jahr und 3,5 monaten...meine kleine wächst nicht ganz so schnell wie die große und wiegt auch nicht so viel...sie ist eher zarter und ich glaube,da ich ganz andere infos hatte,dazu eben stillberaterinnen kannte und stillgruppen und dank hausgeburt der start schon anders war--deswegen klappte es viel natürlicher ohne eingreifen von außen... :)

ich wünsche dir eine wunderbare rest-kugelzeit und dann eine geburt,wie sie für euch passt...und das du gute fachleute an der seite haben wirst,die deinen weg begleiten und unterstützen... :)
ein lieber Gruß von Bild mit
großer Prinzessin Jan.06 - kleiner Prinzessin Mai.08 und
Sternensohn Juni.03 - Sternentochter Sep.04
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palme56
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von palme56 »

Hallo,

unser Stillstart war auch recht unkompliziert, weil...
... ich schon vor der Schwangerschaft sehr ausführlich über das Thema informiert war, über das Stillen und auch einfach über das "Thema Baby".
Die Infos vom Geb.vorber.kurs (zumindest den, den wir besucht haben) hätten da wahrscheinlich nicht gereicht, die waren eher, hm wie soll ich das
ausdrücken, "technisch", also Wie wickeln, baden, Ablauf der Geburt (theoretisch :wink: ), Hormonumstellung. Über das eigenliche Leben mit Baby kam wenig.
Hier im Forum querlesen hat mir sehr geholfen.
... ich nach ein paar Stunden nach Hause gegangen bin, nachdem Stillberatung im KH so ablief: re 5 Min., li 5 Min., bitte nur alle 3 Stunden anlegen, wenn das
Baby nachts weint geben wir etwas Milch dazu :?
... wir gutgemeinte Ratschläge aus dem Umfeld ignoriert haben (Baby braucht Wasser/ Tee/ Milch zusätzlich, weil...)
... uns klar war das Stillen Übung braucht und eben meist nicht problemlos klappt
... ich Kontakt mit einer Stillberaterin hatte, die ich bei Fragen hätte anrufen können

Ich finde es super, dass Du Dir schon jetzt Infos holst, damit ist schon ein großer Schritt getan. Und hier lesen, einfach mal quer, bringt auch viel, ich hatte oft Situationen, von denen ich hier gelesen hatte und wusste, das ist normal oder zumindest schon Lösungswege im Kopf hatte.
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
Sibi
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von Sibi »

Bei uns lief der Start auch recht gut: 1h nach der Geburt angelegt (würde ich jetzt früher machen, aber so hat es wohl auch nicht geschadet), 4 h nach der Geburt nach Hause, die erste Nacht durchgeschlafen und dann in zunehmend kürzeren Abständen gestillt. Anfangs mussten wir schon ganz schön üben - ich hatte vor jedem Anlegen Angst, weil es halt doch wehtat anfangs. Aber es lief alles super.

Nach 2,5 Wochen hatte ich eine Mastitis mit hohem Fieber, Schmerzen, Abgeschlagenheit und massiv nörgelndem Kind. Nach Beginn des Antibiotikums trat innerhalb von Stunden Besserung ein.

Eine große Hilfe war die sehr ruhige und vom Stillen überzeugte Hebamme. Sie riet mir, kein Milchpulver zu Hause zu haben: "Das brauchst Du nicht." Und recht hatte sie. Weniger hilfreich waren die aufgedrehten Familienmitglieder mit ihre "Nicht-Stillen-Können-Geschichte", die mir spätestens ab der Mastitis einredeten, bei mir wird das auch nichts. Da musste ich (mit 40 °C Fieber) doch ein paar mal sehr deutlich werden - halte Dir also solche Exemplare vom Leib, wenn es geht.

Inzwischen ist mein Kind 20 Monate und alle Kritiker sind verstummt und die, die mir bei der Mastitis noch das Stillen ausreden wollte, bekommt jetzt die Krise, wenn ich mein Kind mal nicht sofort stillen lasse, weil ich in dem Alter finde, ich habe auch ein Recht zu entscheiden, wann und wo. :lol:
ummyunus

Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von ummyunus »

Hallo,
Wir hatten eine relativ unkomplizierte Geburt in einem stillfreundlichen KH. Direkt danach kam der Krümel auf meinen Bauch und hat gleich gesaugt wie ein Weltmeister. Auch wenn uns die KH-Atmosphäre in den ersten Tagen insgesamt nicht besonders gut getan hat - die Schwestern waren sehr bemüht, auf das richtige Anlegen zu achten, haben mir verschiedene Stillpositionen gezeigt und mich ermuntert, ihn oft anzulegen (auch zur Beruhigung etc.). Zusammen mit meiner Überzeugung, dass es klappen würde, und einem sehr stillfreudigen Baby war das wohl eine gute Kombi. :-)
ummyunus

Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von ummyunus »

Noch ein kleiner Nachtrag: In den ersten 2 Wochen hatte ich auch höllischen Ansaugschmerz ohne wunde BW, der ist aber dann verflogen. Vielleicht ist es ganz gut, wenn du dich ein bisschen darauf einstellst. Wenn er nicht kommt - umso besser... ;-)
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Isa_Belotti
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von Isa_Belotti »

Wir hatten auch einen guten Start. Das lag vor allem an den Rahmenbedingungen (direktes Anlegen und viel Ruhe unmittelbar nach der Geburt) und besonders an meiner Hebamme, der das Stillen sehr wichtig war. Sie hat mich super unterstützt bei meinem total heftigen Milcheinschuss ;), bei stark angeschwollenem versprengten Drüsengewebe in den Achselhöhlen, zunächst etwas schmerzhaftem Anlegen und einer leichten Brustentzündung im Frühwochenbett.

Wir stillen nach wie vor problemlos und gerne.

In der Schwangerschaft habe ich mich (hier) viel über das Tragen aber kaum über das Stillen informiert. Im Nachhinein betrachtet würde ich aber jeder Frau empfehlen, sich schon in der Schwangerschaft darüber zu informieren und es nicht auf sich zukommen zu lassen. Wissen schützt vor falschen Ratschlägen und kann einem die ein oder andere Komplikation ersparen. Insbesondere als Erstlingsmutter lässt man sich unweigerlich von den vielen Meinungen der Fachleute (deren Wissensstand leider nicht immer den aktuellen Erkenntnissen entspricht) doch auch verunsichern. Aber das hast du ja und tust du ja bereits :).

Alles Gute für die restliche Schwangerschaft und eure Geburt!
conrad98
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Re: Wer hatte einen guten Still-start?

Beitrag von conrad98 »

Ich hatte bei meinem ersten Sohn einen super Stillstart und das sogar obwohl damals (1994) das Stillen gar nicht so gefördert wurde. Für mich war von vornherein klar, dass ich nach Bedarf stille und dass das klappt - und so war es dann auch. In meinem Umfeld war ich damals ein totaler Exot, weil ich meinen Sohn 25 Monate gestillt habe (alles waren ganz ungläubig, dass ich "noch Milch hatte" und wollten mir ständig nahe legen, dass man so lange nicht stillen sollte und schon gar nicht nach Berdarf etc.). Ich hatte aber auch einen tollen Kinderarzt, der damals schon das LZS sehr gut fand. Bei meinen anderen drei Kindern lief das Stillen auch völlig ohne Probleme.
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