Stillprobleme mit Neugeborenem

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Die "Großen" sind 1 3/4 und 3 3/4. Der Große ist sehr vorsichtig und weiß, dass er das Baby nicht stören darf. Die Mittlere versteht es nicht und fasst das Baby auch immer viel zu fest an. Und da ich den ganzen Tag praktisch nichts anderes mache als stillen, können sie nur dann in meiner Nähe sein und nur gucken geht natürlich nicht. :?

Die schwierige Phase geht jetzt schon seit der Geburt und ich hatte solche Hoffnung, dass es diesmal ohne Schwierigkeiten klappt. *seufz*
Athene79
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von Athene79 »

ja, stimmt, das ist zu jung.
Es wird aber besser. Bestimmt!!!
LG
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mayra
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von mayra »

KoboldMama hat geschrieben:Die schwierige Phase geht jetzt schon seit der Geburt und ich hatte solche Hoffnung, dass es diesmal ohne Schwierigkeiten klappt. *seufz*
Magst du mal schreiben, welche Schwierigkeiten du hattest? Das könnte evtl. Aufschluss geben ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

mayra, meinst Du bei den anderen beiden?

Oje, das sind lange Geschichten. Ich versuche mal, sie komprimiert zu erzählen.

Beim Großen kam es nach der (Haus-) Geburt zu einer starken Blutung und ich musste ins Krankenhaus verlegt werden. Dort wurde eine Ausschabung vorgenommen und ich verlor insgesamt 2 Liter Blut. Der Eisenwert natürlich im Keller, ich doch noch im KH gelandet, es war nicht optimal. Beim Anlegen half mir keiner, weil das Baby offiziell nicht aufgenommen war und sich dafür keiner verantwortlich fühlte. Am 2. Tag nach der Geburt bin ich auf eigene Verantwortung heimgegangen und habe da eigentlich zum ersten Mal den Kleinen wirklich versucht zu stillen. Das Ergebnis war: kein Milcheinschuss. Die Hebamme riet mir am 6. (!) Tag zum Zufüttern per Flasche und Abpumpen. Mit einer elektrischen Pumpe habe ich dann über Monate hinweg gepumpt, ohne es auf große Mengen zu bringen (max. 35 ml). Also habe ich gefüttert und zugestillt. :cry: Dann wurde mir alles zuviel, ich habe abgestllt, war damit todunglücklich, habe mit Domperidon mühsam relaktiert, den Kleinen aber nicht mehr an die Brust gekriegt. Das letzte halbe Jahr habe ich mit BES und Pre gestillt. Als der Kleine knapp 11 Monate war, haben wir im gegenseitigen Einvernehmen unsere Stillbeziehung beendet. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass ich wahrscheinlich wirklich zu wenig Milch hatte aufgrund des hohen Blutverlusts, mit fachkundiger Unterstützung hätte es aber bestimmt besser laufen können.

Beim zweiten Kind dachte ich, ich würde es besser machen und wüsste, woran es gelegen hatte. Die Maus kam auch wieder zuhause zur Welt, es lief alles prima, kein nennenswerter Blutverlust. Gleich nach der Geburt angelegt, wie es sein soll. Daraufhin praktisch rund um die Uhr gestillt, so wie jetzt auch. Eine Woche nach der Geburt hatte die Kleine ihr Geburtsgewicht wieder erreicht und ich dachte wirklich, diesmal klappt's. Eine Woche später wurde sie wieder gewogen - und hatte 180 Gramm abgenommen! Also zufüttern. Die (neue) Hebamme meinte, ich solle doch eine Portion Pre geben, vielleicht hat sie dadurch schon mehr Kraft und trinkt wieder richtig. Naja, aus dem einen Fläschchen wurde dann ganz schnell mehr, weil sie ohne Zufüttern nicht zunahm. Ich muss dazu sagen, dass die ganze Situation rund um die Geburt nicht optimal war. Bei unserem Großen war wenige Wochen vor der Geburt eine Gehörlosigkeit festgestellt worden, zwei Wochen vor der Geburt wurde er operiert, wenige Tage nach der Geburt der Kleinen wurden seine Implantate eingestellt und er hörte vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben. Es war eine sehr stressige und emotional aufwühlende Zeit und ich habe wahrscheinlich der kleinen Maus (und dem Stillen) nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die es gebraucht hätte. Ich habe also wieder versucht, durch Pumpen die Milchmenge zu steigern, aber mehr als 35 ml habe ich NIE rausbekommen. Ich bin wohl nicht der Pumptyp. Also sind wir beim Fläschchen und zupumpen hängengeblieben. Dazwischen habe habe ich sie immer noch angelegt, aber wahrscheinlich viel zu selten. Ich hatte auch gar keine Hoffnung, vom Zufüttern wieder wegzukommen. Nach vier Monaten habe ich mit Stillen aufgehört, mit sechs Monaten hat sie zum letzten Mal Muttermilch bekommen. Ich denke, sie hat einfach genauso schlecht getrunken wie ihr kleiner Bruder jetzt und ich hätte viel, viel öfter und konsequenter anlegen müssen. Das war aber nicht leicht, der große Bruder war sehr einfersüchtig; hat sie geschlagen, gekratzt, gebissen, wenn sie an der Brust lag und sie hatte dann auch Angst und konnte nicht trinken. Ich war zwei Wochen nach der Geburt mit beiden Kindern wieder allein und hab's einfach nicht besser hingekriegt.

Tja, und jetzt habe ich wieder so eine kleine Schlafmütze :wink: , und frage mich, ob es nach zwei verkorksten Stillbeziehungen und einem großen Fragezeichen bei der dritten nicht doch an mir liegt. Vieles läuft ganz ähnlich wie bei der Kleinen - das Zunehmen in der ersten Woche und das Abnehmen in der zweiten, das schlechte Trinkverhalten. Ich habe bei beiden einen Milcheinschuss gemerkt, allerdings hatte ich nie so pralle Brüste, wie man das oft hört. Ich will diesmal die Hoffnung nicht aufgeben, aber die zwei Stillmisserfolge waren nicht leicht zu verkraften und es fällt mir schwer, optimistisch zu sein.

Ich schicke das mal ab, auf die Gefahr hin, dass ich Dich missverstanden habe.
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mayra
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von mayra »

Ja, das meinte ich. Die Umstände waren ja wirklich mehr als suboptimal, bei beiden. Ich glaube aber, ich würde dahin tendieren, mal Ursachenforschung zu betreiben, ob du vielleicht zu wenig Brustdrüsengewebe haben könntest oder andere gesundheitliche Ursachen, die eine ausreichende Milchbildung verhindern? (Schilddrüse)
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Athene79
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von Athene79 »

Oh, das hört sich alles so kompliziert an, dass die meisten hier Dir gar nicht helfen können, wahrscheinlich nur die Stillberaterinnen. Willst Du Dir vielleicht eine für zuhause suchen, die Dich richtig vor Ort unterstützen kann?
LG
KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Die Schilddrüsenwerte habe ich nach der Geburt des Großen testen lassen, die waren in Ordnung. Das Brustdrüsengewebe wollte ich mal untersuchen lassen, aber meine damalige FÄ meinte, das könne sie frühstens 6 Monate nach dem Abstillen. Fand ich komisch, und danach wollte ich nicht mehr. Aber ich werde meinen neuen FA bei der Abschlussuntersuchung in wenigen Wochen fragen, ob er das machen kann.
Kann man einer Brust ansehen, dass sie zuwenig Drüsengewebe hat (asymmetrisch, tubenförmig)?
KoboldMama
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von KoboldMama »

Stillberaterinnen sind hier dünn gesät. Die machen eigentlich alle nur Telefonberatung, und das nützt mir nichts. Ich überlege, ob ich nächste Woche zu einem Stilltreff gehe, da hat man auch die Möglichkeit, die Stillberaterin allein zu sprechen.
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mayra
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von mayra »

Soweit ich weiß, kann das Drüsengewebe nur im Ultraschall erkannt werden. Warte mal ab, es meldet sich sicher noch eine der Mods dazu ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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jusl
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Re: Stillprobleme mit Neugeborenem

Beitrag von jusl »

Kann man einer Brust ansehen, dass sie zuwenig Drüsengewebe hat (asymmetrisch, tubenförmig)?
Fachleute können die Drüsengewebemenge per Ultraschall und auch per Tastbefund beurteilen.

LG
Julia
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