Entschuldige, ich komme derzeit kaum zum Schreiben, hatte nur am Handy gelesen und da schreibt es sich immer so schlecht. Mal sehen, wie lange meine Kleine mich jetzt lässt...
Also, erstmal finde ich nicht, dass Du in den Situationen so falsch reagiert hast. Ich sehe es grundsätzlich so: wenn mein Kind stillen will, schau ich genau hin (meistens weiß man ja, as los ist). Ist es müde, hat es sich weh getan, gab es eine anstrengende Situation, hat es Hunger/Durst. Habe ich das Gefühl, das Kind hat Hunger oder Durst, biete ich beides an. Wir hatten hier auch schon die Situation, dass sie dann sichtlich froh darüber war, etwas zum Essen oder Trinken zu bekommen. Die erste Wahl war bei meinen Kindern lange immer die Brust, auch bei Hunger und Durst.
Die negativen Folgen hat Saggitaria ja eigentlich schon beschrieben: Dein Kind hat ein Bedürfnis nach Nähe, nach Geborgenheit, Ruhe = MAMA. Die Gründe sind ja eigentlich vollkommen egal - wenn ein Kind keinen Hunger und Durst hat, stillt es aus einem anderen Grund, der eben eigentlich nur durch das Stillen befriedigt werden kann. Wenn ich in dieser Situation meinem Kind etwas Süßes anbiete, ist doch der Lerneffekt klar: ich suche Trost/Nähe/Geborgenheit und bekomme anstelle dessen etwas Süßes. Ich denke, der Weg dahin, auch später in solche Situationen so zu reagieren ist nicht unwahrscheinlich. Ich kenne so viele Freundinnen (meistens nicht normalgewichtig), die genau das tun: bei Liebeskummer, bei Frust, bei Stress - immer wird das Gefühl mit Essen betäubt. Ich bin keine Psychologin, aber ich halte das deswegen für einen komplett falschen Ansatz.
Zur Kinderschokolade: ich weiß, dass das viele hier und auch im RL entspannt sehen. Ich kann das nicht mehr, seit ich "Die Essenfälscher" von Thilo Bode gelesen habe. Insbesondere die Kinderprodukte hat er ziemlich genau beleuchtet und ich kann sie seither nicht mehr essen. WIrklich nicht. Und ich war früher ein absoluter "Kinder-Fan". Da ist einfach so viel ekeliges Fett drin - daneben die Vermarktung, die uns suggerieren soll, was wir unseren Kindern Gutes tun...
Meine Kinder bekommen ab und an Süßes, allerdings zu Hause so gut wie gar nicht. Sie vermissen nichts, wenn sie es nicht ständig zur Verfügung haben. Sicher wird das irgendwann schwieriger werden, wenn sie älter sind, aber mit nur einem kleinen Kind kann man das wirklich noch sehr gut steuern. Und auch wenn immer die Argumentation kommt, es würde ja schon nicht schaden, wenn sie MAL was bekommen (weiß man's?): es schadet ihnen noch viel weniger, wenn sie nichts bekommen (das ist sicher).
