posy hat geschrieben:
Dennoch scheint mir, dass ihr miteinander reden müsst. Über eure Vorstellungen, Bedürfnisse, Sorgen, Wünsche - im Bezug auf Euer Kind, aber auch auf Euch.
Mir scheint da die Gefahr im Raum zu schweben, dass sich da ganz schnell so viel an Enttäuschung, Unwille, Kopfschütteln auf beiden Seiten ansammelt, dass es furchtbar kracht.
Ihr müsst so viel neu definieren und abwägen, für euch selbst, für eure Rolle als Eltern - das ist ganz normal mit einem kleinen Baby. Das erste Jahr mit Baby ist eine ernste Belastungsprobe für jede Beziehung.
Wir reden und reden und reden.... jeden Tag. Viel hat sich dennoch nicht verändert. Oder es klappt dann mal schubweise, und dann atme ich auf - nur um im nächsten Moment gleich wieder enttäuscht zu werden.
Wann wird es besser? Ist das wirklich normal?
Einen Streitpunkt haben wir nun herausgearbeitet: Mein Mann trägt unseren Sohn durchaus. Mittlerweile auch ganze Spaziergänge, allerdings meist auf dem Arm

Heute war er wieder "zu faul" das Tuch umzubinden. Ich hab nix gesagt, weil ich Sorge hatte, ich "streite" dann nur, statt sachlich zu sein
Ich mache mir Sorgen. Ist das nicht schädlich für unser Kind? So auf dem Arm getragen ist nix mit Anhock-Spreizstellung. Oft trägt er ihn dann auch noch in Fahrtrichtung, und der Kleine "reitet" auf Papas Arm. Das passt mir überhaupt nicht.
Wenn Baby dann überreizt ist und anfängt zu quengeln, bekomme ich mein Kind zurück und ich stehe vor der Aufgabe das brüllende Baby einzubinden

Da muss ich auch nochmal neubinden, wenn er eingeschlafen ist. Und dann strafen mich meine Gedanken, warum habe ich ihn nicht gleich von Anfang an selber eingebunden? Da ensteht bei mir einfach der Eindruck, dass Baby ja doch nur BEI MIR einschläft. Mann hat ja lange behauptet, das läge am Stillen, aber so richtig ist das auch nicht. Denn wenn er beim Spazierengehen im Tuch schläft, dann habe ich ihn ja auch nicht einschlafgestillt. Und er könnte bestimmt bei Papa im Tuch schlafen.
Ich weiß nicht mehr, wie ich mich verhalten soll.
tussi hat geschrieben:
er behauptet, ich könne ihn nicht verstehen ...
Ja, ich ebenfalls auch nix verstehen, angeblich.
Insofern kann ich dir einen solidarischen Drücker da lassen!