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"Was kostet denn sowas..?" - SLP?

Verfasst: 23.05.2012, 10:35
von Fliegenpilz
Könnte man bitte mit dieser Flaschennahrung aufhören? Die ist tatsächlich teuer genug.

Re:

Verfasst: 23.05.2012, 10:43
von Jeanny
Das war doch nur ein Beispiel.

Ich habe eine Bekannte, die hat vor kurzem ihr 3. Kind bekommen. Kind Nr. 1 und Kind Nr. 2 wurden gestillt. Kind Nr. 3 bekommt die Flasche, weil: keine Lust, jetzt kann der Papa nachts aufstehen und Oma kann dann problemlos Babysitten.
Sich bei der Begründung auch noch über Preise ärgern...?! Deshalb fiel mir ausgerechnet dieses Beispiel ein. Wenn ich damit einen wunden Punkt getroffen habe, tut es mir leid.

Re:

Verfasst: 23.05.2012, 10:59
von Felice
Fliegenpilz hat geschrieben:Könnte man bitte mit dieser Flaschennahrung aufhören? Die ist tatsächlich teuer genug.
Hihi, das Stillen aber auch ! Bei mir zumindest macht die Stillerei einen Riesenappetit - und das kostet auch ! :mrgreen:

Re:

Verfasst: 23.05.2012, 11:19
von Felice
Zum Thema:
Wofür man das Geld hat, sei doch jedem selbst überlassen. Die Prioritätensetzung kann doch unterschiedlicher nicht sein.

Eine Bekannte fährt ein teures Auto, trägt Designerklamotten, hat aber eine spartanisch eingerichtete Wohnung. Sie legt Wert auf ihre Außenwirkung und mag zu Hause kein Chaos.
Meine beste Freundin gibt viel Geld für Hobbys aus (Gesangsstunden, Klavierstunden), hat eigene Pferde, dafür ist ihr Kleiderschrank überschaubar und sie würde nie teuer Essen gehen.
Die Angestellte in "meinem" Strickladen hat lange gespart, jetzt tourt sie 2 Monate durch Kanada.

Ich finde das immer sehr spannend, und es sagt viel über einen Menschen und seine aktuelle Lebenssituation aus, wofür er (gerne) sein Geld ausgibt. Wir kaufen Tücher, Luemais + Co und tun damit uns und unseren Kindern Gutes. Ist doch super ! Wenn das Geld da ist, warum es dann nicht ausgeben für etwas, das einem wichtig ist. Und in 5 oder 10 oder 15 Jahren werden wir unsere Priorität anders setzen.

Daß viele von uns hier so viele Tücher + TH haben ist natürlich schon Luxus und auch irgendwie dekadent, aber wir sollten uns das nicht madig machen lassen oder selbst machen.
Beim Großen hab ich mich auch oft geschämt für die vielen Tücher. Dann war die Mini unterwegs und ich dachte, oh Gott, jetzt sehen wieder alle, wie viele Tücher du hast (und es sind ja nicht wirklich weniger geworden), und du mußt dich wieder rechtfertigen, und manchmal passiert mir das auch wieder, daß ich mich rechtfertige, aber meistens sag ich einfach, ja, ich hab viele Tücher und ich find das toll, irgendwann ist wieder was anderes wichtig, dann verkaufe ich sicher viele, manche werde ich behalten - als Erinnerung, für die Kinder, zum Beraten -, aber jetzt finde ich es toll und es ist mir so wichtig, daß ich gerne viel Geld dafür ausgebe. Und seitdem ich das so rüberbringe, sagen Freunde viel seltener was Negatives. Viele finden es sogar spannend, wenn ich sie dann an dem einen oder anderen Stöffchen mal fühlen lasse, Unterschiede erkläre, ....

Das Einzige, was bisher nur mein Mann weiß (und vlt Maria, falls sie mitgezählt hat :mrgreen: , aber sie hat sicher Besseres zu tun), weil ich das tatsächlich selbst dekadent finde: Ich habe 4 Luemais. :oops: Aber ich liebe sie alle und kann - zumindest zur Zeit - nicht einen gehen lassen.

Re: Re:

Verfasst: 23.05.2012, 14:50
von EhMiwm
Jeanny hat geschrieben:Schämen andere sich dafür, das sie ihr Geld für Zigaretten, Flaschennahrung oder sonst was ausgeben...?
Der Satz ist sehr (!) unglücklich gewählt!

Re:

Verfasst: 23.05.2012, 15:09
von Jeanny
Ich habe ja bereits erklärt wie ich ausgerechnet auf dieses Beispiel gekommen bin.

Ansonsten heißt das nix anderes als das andere sich auch nicht schämen viel Geld für womöglich unnötige Dinge auszugeben. Oder sogar schädliche( damit meine ich jetzt nicht die Milchnahrung). Darum sollten wir uns doch erst Recht nicht schämen, wenn wir uns oder unseren Kindern etwas gutes tun wollen und dafür Geld ausgeben.

Soooooo unglücklich gewählt finde ich den Satz also nicht. Klar, etwas mißverständlich formuliert vielleicht. Man muß sich aber auch nicht jeden Schuh anziehen. Ich bin bei meiner Tochter selbst mit drei Monaten auf die Flasche umgestiegen.

"Was kostet denn sowas..?" - SLP?

Verfasst: 23.05.2012, 17:00
von Fliegenpilz
Für mich liest es sich eher so wie "Wie Leute ihre Kinder misshandeln, z.B. schlagen oder impfen lassen".

Re: Re:

Verfasst: 23.05.2012, 17:11
von posy
@Fliegenpilz, ich verstehe, dass du dich getroffen fühlst, aber das geht jetzt etwas weit.

Jeanny hat geschrieben: Soooooo unglücklich gewählt finde ich den Satz also nicht. Klar, etwas mißverständlich formuliert vielleicht. Man muß sich aber auch nicht jeden Schuh anziehen. Ich bin bei meiner Tochter selbst mit drei Monaten auf die Flasche umgestiegen.
Jeanny, ich finde es auch unglücklich. Es gibt Mütter, die wahnsinnig gern stillen würden, es aber nicht geht. Und die sehr darunter leiden. Man kann sich also durchaus getroffen fühlen.

"Was kostet denn sowas..?" - SLP?

Verfasst: 23.05.2012, 19:07
von Fliegenpilz
Das war doof, ja. Aber Zigaretten mit Flaschenmilch zu vergleichen ist ein bisschen so wie Arsen mit Nicht-Bio-Gemüse zu vergleichen.

Re:

Verfasst: 23.05.2012, 19:59
von Jeanny
@Fliegenpilz : sorry, aber das ist echt mal Unsinn!! Das habe ich nicht gesagt, nicht gemeint und eigentlich läßt sich das auch mit viel Fantasie nicht hineininterpretieren.
Zumal ich es jetzt zweimal erklärt habe, wie es eigentlich gemeint war und ich auch geschrieben habe, das es mir leid tut.

@ Posy: ich weiß wie es sich anfühlt stillen zu wollen und es nicht zu können. Ich habe mich bei unserer Tochter soooo sehr auf die Stillzeit gefreut und wollte die Zeit noch mal so richtig genießen. Nach drei Monaten müśte ich abstillen und habe bei jeder Flasche die sie bekommen hat geweint.

Noch ein letztes Mal: es war einfach nur ein doofes Beispiel für " unnötige" Ausgaben, für die andere sich auch nicht schämen ( müssen). Unnötig, weil ich das Beispiel meiner Bekannten im Kopf hatte, die nicht stillen WILL und sich dann über die teure Milch beklagt. Ich hätte mir ja ins eigene Knie geschossen, wenn ich es so böse gemeint hätte, wie es scheinbar aufgefaßt wurde.