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Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 16:40
von Lissa
Jägerin hat geschrieben:Meine ersten Gedanken beim Lesen des ersten Beitrags waren, dass ICH meinem Kind wohl keine Milch von jemand Fremden geben würde. Ich könnte mir nichtmal vorstellen, wenn es jemand aus der Familie wäre. Mir käme das irgendwie komisch vor. Aber ich habe auch bei beiden Kindern nach Anfangsschwierigkeiten problemlos stillen können.

Voraussetzung wäre aber sicherlich ein HIV-Test und andere Krankheiten abzuklären. Wobei ich nicht weiß, welche Krankheiten über die Milch übertragen werden könnten. Mir wäre das alles zu unsicher.
Würde dann wahrscheinlich eher mit PRE füttern, aber ich war selber auch noch nie in der Situation; vielleicht würde ich dann anders denken,

Das wolltest du bestimmt nicht hören.... :?
Doch, ich bin über jede kritische Stimme, egal in welche Richtung, dankbar!

Ich hab mit meiner Stillberaterin noch nicht darüber gesprochen, wobei ich mir sehr sicher bin dass sie sich an die Vorgaben in Österreich halten will, was ich auch voll verstehe. Es ist auch für sie das erste Mal, dass sie diese Situation hat.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 17:14
von Lösche Benutzer 7681
Was ist denn die Alternative, wenn du die Milch nicht nimmst? Pre?

Ich glaub, bevor mein Kind gar keine Muttermilch bekommt, würde ich es wohl machen.
Aber das sagt sich leicht, ich steck ja nicht in deiner Haut. Schwierig.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 17:22
von Lissa
Hei :) ,

sie bekommt Frau Holle Nahrung zusätzlich.

Ich würd mich ja schon trauen, allerdings mein LG und ich so ganz ohne Unterstützung, ohne professionelles zur Seite stehen... wenn dann irgendwas sein sollte (eine zufällig auftretende Krankheit die medizinisch behandelt werden muss)- mehr muss ich da eh nicht schreiben.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 17:25
von Alanna
Könnte man nicht die Milch auf HIV und Hepatitis testen? Vergiss es wenn es totaler Quatsch ist - ich hab keine Ahnung . Ohne Test würde ich vermutlich auch nur Milch aus Verwandschaft/enger Freundeskreis nehmen... hmmm schwierig... :?

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 20:38
von Salo81
Huhu,

also ich kann ehrlich gesagt die Spenderin verstehen.
Ich hab auch recht viel Milch so das ich jemandem spenden könnte und wenn jemand daher käme und die Milch gern hätte gäbe ich sie auch gern, aber das testen wär mir auch zuviel :oops:

Lg
Salo

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 21:17
von kaehde
Hallo,
aus medizinischer Sicht kann ich Dir leider nur abraten, bei fehlender Vorlage eines Negativbefundes (insbesondere hinsichtlich HIV) die Spendermilch zu verwenden. Ich gehe davon aus, Du wohnst in D? Dort steht im Mutterpaß (wenn alles korrekt eingetragen wurde) nur, daß der Test durchgeführt wurde und nicht, wie das Ergebnis war.
Ich kenne Deine Vorgeschichte nicht, falls Dein Kind evtl. etwas zu früh auf die Welt kommen sollte, ist z.B. auch ein CMV Test bei der Spenderin sinnvoll.

Würdest Du ihr die Tests bezahlen?
Es ist ja eigentlich wirklich nur EINE Blutabnahme bei ihr. Vielleicht gibt es ja einen Arzt im Bekanntenkreis, der das zu Hause machen würde?
Denn es wäre wirklich schade um die Milch...

Viele Grüße,
Katja

wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 21:30
von Fliegenpilz
Ich könnte keine fremde Milch ungetestet verfüttern. Falls was passiert - nicht auszumalen. Und Muttermilch ist so etwas persönliches irgendwie (auch wenn ich weiß, dass es schon immer Ammen gab) und so aufs Kind zugeschnitten.
Die unterschiedlichen Milchzusammensetzungen je nach Tageszeit, nach Bedarf des anderen Kindes zusammengesetzt, der Geschmack der Milch die einem anderen Baby und einer anderen Mama "gehört", nicht wissen wie die Mama sich ernährt hat und wie "gut" die Milch ist, ob sie Alkohol getrunken, geraucht oder Drogen genommen hat - puh. Könnte ich nicht, zu viele Unbekannte und eben dieses unklare Gefühl.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 21:39
von Mijoco
Letzten Endes ist das doch eine Vertrausensfrage. Offenbar hatte sie in der Schwangerschaft einen HIV-Test der negativ war. Also geht es darum, ob sie sich in der Zwischenzeit infiziert hat. Wie wahrscheinlich ist das? Und wenn sie sich jetzt infiziert hätte ließe sich das doch auch erst in ein paar Monaten im Blut nachweisen, oder hat sich daran in den letzten Jahres etwas verändert? So war zumindest bisher immer mein Wissensstand, daher dürfen ja Blutspenden auch erst nach einem halben Jahr verwendet werden, wenn ein aktueller Test vorliegt. Das ist bei Spendermilch so nicht durchführbar, weil da ja auch die Haltbarkeit begrenzt ist. Das führt also wieder zurück zum ersten Punkt: es ist eine Vertrauensfrage.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 21:55
von Sycorax
Was würde es denn kosten, wenn ein Arzt mit dir zu ihr fährt, das Blut entnimmt und die Tests durchführt?
Es geht der Spenderin ja wohl nicht um den Pieks, sondern nur um die Umstände. Das wäre total schade, die Milch zu verwerfen, aber ungetestet würde ich sie nicht füttern.

Re: wer hat eine amme ?

Verfasst: 28.05.2012, 21:57
von Lissa
Ja, es ist eine Vertrauensfrage. Ich hab sie nach all den Dingen wie Alkohol, Drogen etc. gefragt und ich glaube ihr auch dass sie gesund gelebt hat.

Hab grad nachgeschaut, bin aus Ö, auch bei uns ist nur eingetragen dass ein Test durchgeführt wurde. Sie sagte auch, dass ich ruhig im KH anrufen kann und dort die Testergebnisse abfragen, aber das ist nicht ganz so einfach.

Die älteste Milch ist vom September, war immer bei -18Grad eingekühlt.

Hm, es würde wohl schon die Möglichkeit geben dass ihr ein Arzt daheim Blut abnimmt und ja, ich würde es auch bezahlen. Aber ich traue mich ehrlich gesagt gar nicht mehr fragen, sie hat sehr klar und deutlich gesagt dass es das für sie war.
Ich glaube, dass es mich gar nichts kosten würde wenn ich meinen Hausarzt frage.

Kaehde, weißt du wie das ist wenn man nur die Milch untersucht? HIV ist da nicht nachweisbar soviel ich weiß, oder? Unsere Tochter war kein Frühchen, es gab auch nie irgendwelche Krankheiten oder Sonstiges. Sie ist nun 1 Jahr alt und wird täglich ca. 3-4mal BES gestillt und trinkt da ca. 800ml. Essen tut sie eigentlich recht okay, nur momentan scheint es sie gar nicht zu interessieren.

Bei ihr hat sich in den letzten Jahren nichts verändert. Sie hat mit ihrem Mann 2 Kinder, hat mir auch versichert dass sie nie mit wem anderen näheren Kontakt hatte.


Ich weiß dass schon allein die Frage ob ich überhaupt fremde Muttermilch meiner Kleinen gebe von vielen nicht verstanden wird. Für mich ist diese fremde Muttermilch wie ein Schatz in unserem Haus. Niemals hätte ich gedacht, dass das überhaupt möglich ist. Ich war voller Freude, und nun steh ich da und weiß nicht weiter.