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Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

danke für die schnelle Antwort.

Mittlerweile dokumentiere ich alles. Pipiwindeln in 24 Stunden, Gewicht täglich, Stillmahlzeiten wie oft und wie lange. Stuhlgang.

Die Zufütterungsmethode ändern wird nichts bringen. Das haben wir ja alles schon hinter uns. BES, Flasche Bauchweh ht mit all mal mehr mal weniger. Beim Stilen hat Nicola das auch, aber eben nicht immer und vor allem nicht so schlimm. Beim BeS hat da dann dazu geführt, das Dr Dr auch sofort Schmerzen bekommen at und dann nicht mehr trinken mag. Lt. Kinderarzt setzt bei Nicola gleich beim trinken die Verdauung ein und da gibt die Schmerzen.
Ich habe es jetzt geschafft, das erwenigstens einmal 200 ml getrunken hat. War zwar ein Kampf, aber es ist drinn. Ich muss irgendwie versuchen meine Milchmenge schneller zu steigern, damit wir die Nahrungnicht mehr brauchen. Ich glaube Dr macht da nicht mehr lange mit. Ich habe fast das Gefühl das es ihm nicht mehr schmeckt, das kann ich mir aber auch andererseits nicht vorstellen, weil ihm bisher alles geschmeckt hat, sogar die Vitamin D Tablette vom Löffel.
Der Oestpath hatte mir empfohlen statt der Babynahrung Hirsegetreidebrei zu geben, den habe zwar daheim, aber mir war das doch zu früh. Ich wolte mit der Beikost erst im 7 Monat anfangen. Wäre das eine Notlösung, wenn er die Babynahrung komplett verweigert?

LG Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Lt. Kinderarzt setzt bei Nicola gleich beim trinken die Verdauung ein und da gibt die Schmerzen.
Also so richtig Sinn ergibt das nicht... :runzel
Die Verdauung beginnt im Mund mit dem Einspeicheln. Dann rutscht die Milch in den Magen, und SELBSTVERSTÄNDLICH fängt da "sofort" die Verdauung an, das ist bei jedem Baby (und Erwachsenen ;-)) so. Muttermilch ist extrem leicht verdaulich - sie hat den Magen nach 60-90 Minuten bereits verlassen. (Das erklärt, warum sehr viele Babys nach ca 1 Stunde schon wieder stillen möchten). "Verdauung" an sich tut nicht weh (wie und warum sollte sie??). Der Darm ist so lang, dass dort IMMER verschieden alte Milchreste drin sind, hübsch übereinandergestapelt sozusagen, und sie alle werden die ganze Zeit über verdaut. "Verdauung" ist also keine plausible Erklärung für Schmerzen bzw. für beim Stillen auftretendes Weinen.

Baby-Bauchweh hat meist andere Ursachen - die gängigen sind:
* Eine zu schnelle Überdehnung des Magens (dies würde Beschwerden sowohl beim Flaschetrinken als auch beim BES erklären)
* Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsbestandteile (Allergien z.B.)
* Reflux, der Sodbrennen verursacht
* Blähungen (das sind Gasansammlungen im Darm, die Schaum bilden und deshalb nur schwer wieder zerfallen/herauskommen; das kann sehr weh tun)
* Sonstige körperliche Beschwerden, z.B. Wunden im Mund, Zahnungsschmerzen oder orthopädische Probleme in bestimmten Stillpositionen

Dazu kommen dann noch Ursachen fürs Weinen, die irrtümlich als Schmerzreaktionen gedeutet werden. Babys weinen mitunter auch bei zu viel oder zu wenig Milch, bei zu schnell oder zu langsam fließender Milch, und aus Gründen, die gar nicht direkt mit dem Stillen zu tun haben. Diese immer eindeutig zu identifizieren, ist sowohl für Mütter wie auch für außenstehende Fachleute alles andere als einfach. ;-)
Der Oestpath hatte mir empfohlen statt der Babynahrung Hirsegetreidebrei zu geben, den habe zwar daheim, aber mir war das doch zu früh. Ich wolte mit der Beikost erst im 7 Monat anfangen. Wäre das eine Notlösung, wenn er die Babynahrung komplett verweigert?
Es ist durchaus möglich, notwendiges Zufüttern bei Babys zwischen 4 und 6 Monaten über feste Nahrung anstatt über künstliche Milch abzudecken (manche Mütter würden diese Variante aus Ablehnung gegenüber künstlicher Milch geradezu vorziehen). Geeignet wäre hier baby-geeignete, hochkalorische Schonkost wie Banane, Avocado, Hirse- oder Haferbrei... Allerdings sollte in Eurem Fall berücksichtigt werden, dass Dein Baby möglicherweise generell (noch) einen sehr empfindlichen Magen hat. Frühe Beikosteinführung würde dann wahrscheinlich ähnliche Beschwerden verursachen wie künstliche Milch. Im Zweifelsfall: Ausprobieren! Wenn er Beikost BESSER verträgt als künstliche Milch, dann ist Beikost eindeutig empfehlenwerter.
Ich muss irgendwie versuchen meine Milchmenge schneller zu steigern, damit wir die Nahrungnicht mehr brauchen.
Nein, bitte mach Dir keinen zusätzlichen Druck. Kein Baby verhungert, wenn es mal ein oder zwei Wochen lang nur 80 - 90 statt der gewohnten 100 % Nahrungsmenge bekommt. Es reicht, wenn Du in NORMALEM Tempo die Milchmenge steigerst. Das im vorherigen Posting beschriebene Verfahren hat die größten Erfolgsaussichten, Deine Milchmenge ausreichend schnell hochzufahren. Zusätzlicher Stress nützt niemandem.
Mittlerweile dokumentiere ich alles. Pipiwindeln in 24 Stunden, Gewicht täglich, Stillmahlzeiten wie oft und wie lange. Stuhlgang.
Sehr gut. :D Auf diese Weise hast Du unmittelbar im Blick, ob Dein Baby genug Milch bekommt. Ich schlage vor: Poste doch jeden Tag die gesammelten Werte hier, dann schauen wir gemeinsam drauf. OK? :D

LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia

danke Dir, das mit den Daten mache ich, das hilft mir vielleicht noch etwas.
Wg. Nicolas weinen wollte ich noch kurz sagen, das es wohl schon vom Bauch kommt.
Weil dann auch immer ganz laute Geräusche von seinem Bauch kommen, manchmal zuckt er dann im gleichen Moment zusammen weil es ihm dann weh tut. Oft fängt Dr dann auch irgendwann an zu pupsen.
Aber beim stillen ist das nicht so schlimm nur bei der künstlichen Nahrung. Warum weiss ich nicht. Beim stillen kommen auch nicht diesen lt. Geräuschen aus seinem Bauch zumindest nur sehr selten und auch nicht so soll. Beim stillen hat Nicola wenn dann eher Blähungen und fängt dann an zu pupsen. Das ist alles nicht so schlimm wie bei der Babynahrung. Wenn es gar nicht mehr geht versuche ich mal den Brei, aber vielleicht schaffen wir es so.
Heute Abend schreibe ich noch mal die Daten der letzten Tage auf und werde das dann täglich machen.
LG
Vanessa
jusl
Jusl Almighty
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Weil dann auch immer ganz laute Geräusche von seinem Bauch kommen, manchmal zuckt er dann im gleichen Moment zusammen weil es ihm dann weh tut. Oft fängt Dr dann auch irgendwann an zu pupsen.
Aber beim stillen ist das nicht so schlimm nur bei der künstlichen Nahrung. Warum weiss ich nicht.
Geräusche gibt es immer dann, wenn Gase beteiligt sind, z.B. Luft. Wahrscheinlich schluckt er relativ viel Luft; dies kann mit einer ungünstigen (Flaschen-)Trinktechnik zusammenhängen, das ist nicht ungewöhnlich. Wenn die Luft nicht als Bäuerchen wieder oben rauskommt, bleibt sie im Bauch und geht den Weg unten raus - das kann in der Tat Blähungen begünstigen.
Ein Grund mehr zu hoffen, dass Ihr die Flaschen bald hinter Euch lassen könnt. ;-)
Wenn es gar nicht mehr geht versuche ich mal den Brei, aber vielleicht schaffen wir es so.
Ja genau, einfach offen bleiben.
Heute Abend schreibe ich noch mal die Daten der letzten Tage auf und werde das dann täglich machen.
Prima, bis später! :D

LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

ich habe es gestern Abend leider nicht mehr geschafft die ganzen Daten zu posten, das mache ich heute Abend. Stillberatung musste ich auch verschieben, weil es mir heute nicht gut geht. Liegt wahrscheinlich am Schlafmangel, muss ab heute Abend mal versuchen zwischen den Stillmahlzeiten zu schlafen und nicht immer bis 3 hier zu hocken, das mache ich jetzt schon zu lange und genug zu trinken habe ich auch wieder vergessen......

Aber ich möchte vorher noch was anderes fragen.
Wir versuchen ja auch immer wieder ohne Hüttchen zu stillen und das klappt ja jetzt auch immer wieder mal. Das Problem was dabei jetzt schon öfter passiert ist, wenn Nicola den MSR auslöst, kommt dann teilweise so viel Milch raus, das ihm die Milch aus dem Mund läuft und dann fängt er an zu meckern und dann zu weinen. Meistens will er dann auch nicht weiter trinken, bis ich das Hüttchen wieder drauf mache. Für mich ieht das so aus, als würde er mit der Menge die kommt nicht klar kommen. Im Hüttchen sammelt sich das vorne erst mal, damit kommt er dann wohl besser klar, aber ich denke halt immer, das er über die Hüttchen nicht genug bekommt. Deswegen will ich die los werden, zumal er ja jetzt auch ohne trinken kann.
Kann ich ihm da nicht anders helfen?

Dann wollte ich noch was zu der Beikost fragen, was Du mir geschrieben hast.
1. Wenn ich statt der Babynahrung Beikost zufüttere, haben wir dann trotzdem noch eine Chance zum Vollstillen?
2.Wir würde ich da vorgehen, 200ml Babynahrung durch eine zermanchte Banane oder eine Portion Hirsebrei ersetzen?
3. Wie würde ich hier die Mengen wieder reduzieren.
4. Was eignet sich von den Vorgeschlagenen Lebensmitteln (Banane, Avocado, Hirse oder Haferbrei) am besten für ein allergiegefährdetes Baby?

Entschuldige bitte wieder die vielen Fragen, :oops: aber mit dem Thema Beikost habe ich mich überhaupt noch nicht beschäftigt. Hast Du Tipps wo ich hierzu gut was nach lesen kann. Links oder Büchertipps?

Vielen Dank schon mal.
LG
Vanessa
jusl
Jusl Almighty
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Wir versuchen ja auch immer wieder ohne Hüttchen zu stillen und das klappt ja jetzt auch immer wieder mal. Das Problem was dabei jetzt schon öfter passiert ist, wenn Nicola den MSR auslöst, kommt dann teilweise so viel Milch raus, das ihm die Milch aus dem Mund läuft und dann fängt er an zu meckern und dann zu weinen. Meistens will er dann auch nicht weiter trinken, bis ich das Hüttchen wieder drauf mache. Für mich ieht das so aus, als würde er mit der Menge die kommt nicht klar kommen. Im Hüttchen sammelt sich das vorne erst mal, damit kommt er dann wohl besser klar, aber ich denke halt immer, das er über die Hüttchen nicht genug bekommt. Deswegen will ich die los werden, zumal er ja jetzt auch ohne trinken kann.
Kann ich ihm da nicht anders helfen?
Ja. Du kannst z.B. erstmal einen Schwall Milch auslaufen lassen, einfach in ein Tuch oder in eine Tasse. Oder erstmal kurz pumpen, bis der erste Schwall weg ist, oder bergauf stillen; gegen die Schwerkraft spritzt es nicht so. Schau mal in unsere Linksammlung Stillwissen, Stichwort "Unruhe an der Brust", dort findest Du weitere Tipps.
1. Wenn ich statt der Babynahrung Beikost zufüttere, haben wir dann trotzdem noch eine Chance zum Vollstillen?
"Vollstillen" bedeutet normalerweise "ausschließliches Stillen", also keine andere Nahrung und Flüssigkeit außer Muttermilch. Wenn Ihr mit Beikost anfangt, hat sich das mit dem "VOLLSTILLEN" sozusagen automatisch insofern erledigt, als dass Dein Baby ja dann jetzt eh im Beikostalter ist. Aber falls Du mit Vollstillen meinst, dass Du dann KEINE künstliche Nahrung mehr nehmen brauchst: ja, sicher. Es ist sehr gut möglich, dass Du keine künstliche Milch mehr nehmen brauchst, sondern zusätzlichen Bedarf über die feste Nahrung decken kannst.
2.Wir würde ich da vorgehen, 200ml Babynahrung durch eine zermanchte Banane oder eine Portion Hirsebrei ersetzen?
Es gibt keine feste Umrechnungsformel in der Art "200 ml Milch = x gramm Brei". (also man kann natürlich schon jeweils die Kalorien usw. ineinander umrechnen, aber das ist sicherlich nicht wirklich sinnvoll). Beikost sollte grundsätzlich NACH BEDARF angeboten werden. Wenn Dein Baby essen mag, prima - Dein BABY bestimmt, wann, wie oft und wie viel. Grundsätzlich sollte aber insb. bei jungen Babys beachtet werden: Feste Nahrung immer erst NACH dem Stillen anbieten.
3. Wie würde ich hier die Mengen wieder reduzieren.
Siehe Frage 1 - ich schätze mal, gar nicht. Dein Baby ist fast 5 Monate alt und mit 6 Monaten sollte sowieso mit dem Angebot von Beikost begonnen werden. Ich sehe da nicht so recht den Sinn, in den wenigen Wochen dazwischen noch einen ernsthaften Reduktionsversuch zu starten, insb. nicht, wenn Dein Baby Freude am Essen hat und die Einführung von Beikost gut klappt.
4. Was eignet sich von den Vorgeschlagenen Lebensmitteln (Banane, Avocado, Hirse oder Haferbrei) am besten für ein allergiegefährdetes Baby?
Alles gleichermaßen. Schau mal in unsere Grundinfo Beikosteinführung, dort findest Du alle wichtigen Infos zum Thema auf einen Blick.

LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

So ich schreibe jetzt endlich mal die ganzen Daten auf.
Die werde ich dann täglich ergänzen.

Datum:             Gewicht:          Pipi/Stuhlgang.      Stuhlgang.        Babynahrung
02.04.12.           5.940g             500 ml.                                            2 x 200 ml
03.04.12.           5.960g.            380 ml.                                            2 x 200 ml
04.04.12            5.940g.            400 ml.                    1x.                   2 x 200 ml
05.04.12.           5.950g.            325 ml.                                            2x 200 ml
06.04.12.           6.000g.            500 ml.                    2x.                   2x 200 ml
07.04.12.           6.020g.            480 ml.                                            2x 200 ml
08.04.12.           6.010g.            465 ml.                                           1x 100 ml, 1x 180 ml
09.04.12.           6.070g.            450 ml.                    1x.                  1x 170 ml, 1 x 170 ml
10.04.12.           6.070g.            400 ml.                    1x.                  1x 200 ml
11.04.12.           6.070g.            400 ml.                                           1x 200 ml, 1x 150 ml
12.04.12.           6.060g.            450ml.                                            1x 200 ml, 1x 130 ml
13.04.12.           6.090g.            445 ml.                    1x

Ich bin ja nur Laie, aber bei der Pipimenge sieht da für mich so aus, als würde sich Nicola die Menge die ich bei der Babynahrung reduziere bei mir holen oder sehe ich das falsch? Kann man eigentlich so die Trinkmenge ausrechnen? Beim Gewicht weiss ich nicht, das kann ich einfach nicht mehr beurteilen, ich habe das in der Vergangenheit immer falsch eingeschätzt. Das überlase ich dann lieber den Profis.

Heute gehe ich auf 110 ml runter. Ich hoffe das es weiter so einigerm. klappt.
Ich bin schon ganz schön Nervös seit wir das machen.

LG
Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Hallo Vanessa,

vielen Dank für die Daten - sehr schön übersichtlich, sehr gut. :D
Ich bin ja nur Laie, aber bei der Pipimenge sieht da für mich so aus, als würde sich Nicola die Menge die ich bei der Babynahrung reduziere bei mir holen oder sehe ich das falsch?
Das siehst Du richtig. ;-) Die Urinmengen sind absolut unauffällig und ein sicheres Zeichen, dass Nicola genug Milch bekommt.
Kann man eigentlich so die Trinkmenge ausrechnen?
Nein, von Urin "rückrechnen" auf die Trinkmenge geht nicht.
Beim Gewicht weiss ich nicht, das kann ich einfach nicht mehr beurteilen, ich habe das in der Vergangenheit immer falsch eingeschätzt.
Die Gewichtsentwicklung seit Anfang April ist absolut unauffällig und ebenfalls ein sicheres Zeichen, dass er genug bekommt. Du kannst also genauso wie bisher weitermachen: nach und nach die Zufüttermengen verringern.
Heute gehe ich auf 110 ml runter. Ich hoffe das es weiter so einigerm. klappt.
Prima. Ich drück Dir auch die Daumen. Aber mach Dir keinen Stress damit, dass es JEDEN Tag EXAKT 20 ml weniger sein müssen, das muss nicht sein. Einfach nach und nach verringern, das Tempo steht nicht im Vordergrund. Es kann sein, dass es mal einige Tage stagniert und dann sind's am nächsten Tag plötzlich 50 ml weniger, das ist ganz normal.

Ich bin schon ganz schön Nervös seit wir das machen.
Was genau macht Dich denn nervös? Ob Nicola genug bekommt, oder ob Ihr die Reduktion auf null schaffen werdet, oder etwas anderes?

LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

danke erst mal dann scheint das jo so ok zu sein, so wie ich es mache.
Ich glaube das nimmt mir schon mal etwas den Druck.

Mich macht nervös das ich nicht weiss ob min kleiner Genug bekommt.
Wenn ich dann zu oft die Windeln Wechsel und die sind dann nicht so voll, werde ich direkt unruhig.
Nicola signalisiert mir auch nicht wann er satt ist, aber das macht er bei der Babynahrung auch nicht. Wenn er vorher eine 200 ml Flasche gerunken hat, hat er auch immer erst mal protestiert wenn die leer war, ich glaube am liebsten wäre im wenn die Milch immer weiter fliesst:-) Aber beim stillen verunsichert mich das dann immer. Ich habe jetzt halt hier keine Kontrolle mehr, weil ich ja nicht sehen kann, wie viel Nicola bei mir trinkt.

Ich versuche jetzt halt auf andere Zeichen zu achten. Z.b. hat er jetzt schon ein paar mal, wenn er bei mir eine Weile getrunken hat, dann faxen mit mir gemacht, gelacht und geflirtrt und dann noch mal weiter getrunken. Also denke ich da kann der Hunger dann auch nicht mehr so gross sein. Damit versuche ich mich dann zu beruhigen. Total hibbelig werde ich auch wenn wir keine 10 Stillmahlzeiten schaffen.
Oft ist Nicola dann Nachts einfach zu müde und ich kriege ihn nicht zum trinken.
Einerseits denke ich Dr holt sich schon was er braucht, aber richtig ruhig werde ich davon auch nicht. Als wir mit der Reduktion angefangen haben, hat er sich zwei Nächte alec2 Stunden zum trinken gemeldet, obwohl er ja vorher immer durch geschlafen hat. Eigentlich bestätigt das ja das er sich holt was er braucht. Na ja daran muss ich wohl noch arbeiten. Heute zum Beispiel waren wir beim Oesteopathen und seit dem ist er so müde, das ich nicht weiss wie wir die restlichen Stillmahlzeiten schaffen sollen.....

Aber ich denke es hilft mir schon sehr, das ich hier jeden Tag die Daten aufschreiben kann und mit drauf schaust. Ich bin Dir sehr dankbar für Deine Unterstützung. Ohne Dich hätte ich schon genau wie vorher bei meinen diversen Versuchen wieder voll zu stillen, aus Angst wieder aufgehört und wieder von vorne angefangen.

Wenn ich überlege, gestern vor zwei Wochen sind wir von der Flaschenfütterung zur Becherfütterung gewechselt und jetzt läuft es echt schon gut. Vor zwei Wochen war jedes Stillen ein Kampf immer mit dn Hintergedanken "schaffe ich es, das mein Baby bei mir trinkt" und jetzt geht es wirklich schon besser. Hin und wieder meckert Nicola zwar noch aber trinkt und es ist im nicht mehr total verhasst. Soweit ich das beurteilen kann, sieht seine Technik für mich echt wieder gut aus. Wir haben jetzt noch zwei Baustellen.
1. starker MSR
2. Die Pausen zwischen den MSR

Ich hoffe das wir da noch hin bekommen und ich würde mich so freuen, wenn wir es noch ein paar Wochen schaffen, voll zu stillen, bis wir mit der Beikost anfagen.

LG
Vanessa
jusl
Jusl Almighty
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Mich macht nervös das ich nicht weiss ob min kleiner Genug bekommt.
Das verstehe ich. Für viele Mütter ist es in solchen Unsicherheitssituationen hilfreich, wirklich FAKTEN zu sammeln, zu dokumentieren und damit handfest "schwarz auf weiß" zu haben, dass das Kind gut gedeiht. Die Sorge, etwas wichtiges zu übersehen, zu verpassen oder falsch zu interpretieren, wird dadurch für gewöhnlich erheblich verringert. Das gibt Sicherheit.
Wenn ich dann zu oft die Windeln Wechsel und die sind dann nicht so voll, werde ich direkt unruhig.
Das kann ich gut nachvollziehen, es ist zunächst ein kleiner Schreck... Aber mach Dir bewusst: wer HÄUFIG leichte Windeln wechselt, hat auch entsprechend VIELE davon. ;-) Zehn 40 g- Windeln sind genauso gut wie fünf 80 g- Windeln. Eben damit das Gefühl nicht möglicherweise trügt, schreibst Du die Netto-Windelgewichte ja auf und zählst dann alle 24 Stunden alles zusammen.
Aber ich denke es hilft mir schon sehr, das ich hier jeden Tag die Daten aufschreiben kann und mit drauf schaust.
Sehr gut. :D Urinmengen plus einmal täglich Babywiegen ergibt zusammen ein sehr deutliches Bild, dass eine sichere Beurteilung zulässt, ob ein Baby genug Milch bekommt oder nicht. Die mögliche "dritte" Maßnahme, nämlich sogenannte Stillproben (das Wiegen des Babys vor und nach einer Mahlzeit, um zu schauen wie viel es getrunken hat), halte ich hier für eindeutig NICHT angebracht; sie kann bei fehlender Indikation auch eindeutig mehr schaden als nützen. Deine bisheringen Daten sind eindeutig, und die sehen sehr gut aus. Für Stillproben sehe ich hier keinerlei Grund.
Wenn ich überlege, gestern vor zwei Wochen sind wir von der Flaschenfütterung zur Becherfütterung gewechselt und jetzt läuft es echt schon gut. Vor zwei Wochen war jedes Stillen ein Kampf immer mit dn Hintergedanken "schaffe ich es, das mein Baby bei mir trinkt" und jetzt geht es wirklich schon besser. Hin und wieder meckert Nicola zwar noch aber trinkt und es ist im nicht mehr total verhasst. Soweit ich das beurteilen kann, sieht seine Technik für mich echt wieder gut aus.
Ich freue mich gerade sehr für Dich mit, dass Du diese erfreuliche Entwicklung BEWUSST wahrnimmst. Schön! :D Es wird sicher immer wieder stressige Zeiten geben, oder Tage, an denen es einfach nicht so gut klappt wie sonst, aber es ist sicher sehr hilfreich, wenn Du auch weiterhin erinnerst, welchen Weg Ihr schon geschafft habt - eine sehr positive Entwicklung!

Wir haben jetzt noch zwei Baustellen.
1. starker MSR
2. Die Pausen zwischen den MSR

Ich hoffe das wir da noch hin bekommen und ich würde mich so freuen, wenn wir es noch ein paar Wochen schaffen, voll zu stillen, bis wir mit der Beikost anfagen.
Ich drück Euch die Daumen. :wink: Freue mich auf Deine nächsten Daten.

LG
Julia
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