Habe ich versagt?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Aschenputtel
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von Aschenputtel »

Humptidumpti89, wie geht es Dir jetzt???? Mich würde interessieren, wie Du weitergemacht hast, ob Du aufgehört hast mit dem stillen o.ä.!!!!
HumptiDumpti89
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von HumptiDumpti89 »

Also zwei Wochen nach der Stillberatung ist alles komplett anders... leider musste ich jetzt komplett mit dem stillen aufhören, da meine kleine einen SEHR starken Neurodermitisschub hatte oder immer noch hat. Ein allergietest (wusste garnicht, das man den bei so kleinen Kindern schon machen kann) ergab, das sie auf irgendein Eiweiß das in meiner muttermilch enthalten ist, allergisch reagiert. hm... das ist irgendwie alles ein bisschen kompliziert und ich habe es selber garnicht so richtig verstanden. Wie gesagt, die Ärzte sind da immer sehr sparsam was erklärungen angeht. Jetzt stille ich seit 3 Tagen nicht mehr. Pumpe hin und wieder ab, um die Milchproduktion langsam versiegen zu lassen. Oder wie klappt das mit dem Abstillen? Einfach garnicht mehr pumpen? Jedenfalls, seit ich nicht mehr stille, ist ihre Haut etwas besser geworden. Ich denke, wenn es ihr damit besser geht, dann kann ich das aktzeptieren. Dachte eigentlich immer, das Stillen das beste fürs Kind ist, aber es gibt wohl auch ausnahmen.

Ach ja, Nora hat bei der Geburt 3560 g gewogen. Also kein zierliches Baby... alles ganz normal. Allerdings hat sie in den ersten Tagen im Krankenhaus mehr als die üblichen 10% abgenommen, deswegen hätte ich noch einen Tag länger in der klinik bleiben sollen und mit fläschchen zufüttern, wogegen ich mich aber strickt geweigert habe, den vor lauter stress ist da mit meiner milchbildung nix in gang gekommen. Kaum war ich einen Tag zuhause, kam der Milcheinschuss (ganz normal nach 5 Tagen). Bei der U3 wurde mir gesagt, das sie zierlich sei, aber das sei kein Grund zur Sorgen. Hebamme meinte auch, das sie zwar an der untersten Grenze wäre, aber das ist noch in Ordnung. Darum habe ich mir da nie weiter Gedanken drüber gemacht.
Das ganze mit dem einmal in der Woche Stuhlgang hätte mir ja auch nicht so sorgen bereitet, wenn sie sich dabei nicht immer so quälen hätte müssen. Ohne 1 Stunde bauchmassage und Baden etc. ging da garnichts.

Jedenfalls weiß ich jetzt, das ich beim zweiten Kind einiges anders machen werde und nicht auf den Rat der Ärzte höre, sondern mich mehr auf meine Innere Stimme verlasse. Mütter können nämlich kaum was falsch machen, wenn sie auf ihr Bauchgefühl hören. :D
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Teazer
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von Teazer »

Es tut mir sehr leid für Euch, dass Ihr nicht mehr stillen dürft. :cry:
HumptiDumpti89 hat geschrieben:Ein allergietest (wusste garnicht, das man den bei so kleinen Kindern schon machen kann) ergab, das sie auf irgendein Eiweiß das in meiner muttermilch enthalten ist, allergisch reagiert. hm... das ist irgendwie alles ein bisschen kompliziert und ich habe es selber garnicht so richtig verstanden.
Soviel ich weiß, sind Allergietests im 1. LJ überhaupt nicht aussagekräftig. Ich frage mich auch welches Eiweiß das sein soll. Wenn es eines aus Deiner Nahrung wäre, hättest Du es ja weglassen können. Was gibst Du denn für eine Ersatznahrung?
HumptiDumpti89 hat geschrieben:Oder wie klappt das mit dem Abstillen? Einfach garnicht mehr pumpen?
Ausstreichen oder abpumpen bis die Spannung weg ist. Wenn Du mehr Milch entnimmst hältst Du Milchproduktion aufrecht.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Latascha
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von Latascha »

Oh, schade, dass es nicht geklappt hat. Ich hoffe Nora geht es jetzt besser!
Doch ich wundere mich auch gerade ein wenig über diese Diagnose. Gibt es sowas wirklich? Oder ist die Ursache dann immer etwas, was man als Mutter isst? (Milcheiweiß, etc.)
Wäre ja schade und ärgerlich, wenn du mit dem Stillen aufhörst und hinterher erfährst, dass es gar nicht nötig gewesen wäre.

@Imix:
Ich find das nur eine total interessante Information. Wir hatten ja Anfangs auch Probleme beim Stillen, da ich zu wenig Milch hatte und die Kleine zu wenig zugenommen hat. Da war es mit Abpumpe, täglich wiegen, vermehrtem Anlegen etc. auch ein ewiges hin und her, doch nie hat jemand gefragt, wie es bei der Maus mit dem Stuhlgang aussieht. Weder in der Klinik noch dann die Kinderärztin oder die Hebamme.
Liebe Grüße
Latascha
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von lufti »

ich habe gerade auch eine milcheiweiß freie Zeit. der milchschorf hat bei meinem kleinen über den Augen leicht angefangen und seit ich alles milcheiweiß weglasse ist dieser weg. hab schon mehrfach gelesen und gehört, dass milcheiweiß der grund sein könnte für Neurodermitis und auch der milchschorf bei den augen soll eine erste unverträglichkeit zeigen. der milchschorf auf dem kopf soll dagegen kein zeichen für eine unverträglichkeit sein.

finde es schade, dass dich dein arzt nicht besser informiert hat auf was nora reagiert.
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von greenie bird »

Ich wäre auch sehr gespannt und hätte da natürlich die Ärzte ordentlich gelöchert, weil ich das sehr eigenartig finde.
Ich kenne nur eine Kaseinunvertäglichkeit, aber auch dann sollte man nicht abstillen und die einzige Möglichkeit dann wäre Neocate zu füttern, denn auch Kuh/Pulvermilch enthält Kasein- sogar mehr als Mumi.
Denn Schübe sind natürlich Schübe und gehen auch wieder vorbei- ob das nun mit dem Abstillen zu tun hat? Bei uns konnte ich keinen Zusammenhang zwischen Essen und Haut finden.
Grüßle!
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von jusl »

leider musste ich jetzt komplett mit dem stillen aufhören, da meine kleine einen SEHR starken Neurodermitisschub hatte oder immer noch hat. Ein allergietest (wusste garnicht, das man den bei so kleinen Kindern schon machen kann) ergab, das sie auf irgendein Eiweiß das in meiner muttermilch enthalten ist, allergisch reagiert. hm... das ist irgendwie alles ein bisschen kompliziert und ich habe es selber garnicht so richtig verstanden. Wie gesagt, die Ärzte sind da immer sehr sparsam was erklärungen angeht. Jetzt stille ich seit 3 Tagen nicht mehr. Pumpe hin und wieder ab, um die Milchproduktion langsam versiegen zu lassen. Oder wie klappt das mit dem Abstillen? Einfach garnicht mehr pumpen?
Hallo,

also als gesicherter Fakt gilt: "Allergien auf Muttermilch" gibt es nicht. Was es gibt: ein Baby kann auf Spuren von Lebensmittel-Eiweißen in der Muttermilch allergisch reagieren, also Lebensmittel, die die Mutter zu sich genommen hat. Sinnvoll ist dann der Versuch, herauszufinden welche das sind, damit die Mutter diese Lebensmittel dann für einige Monate meiden kann, um ein Weiterstillen zu ermöglichen. (Da sollte wirklich ein Fachmann ran, denn einige gängige Allergietests schlagen insb. bei Babys bei viel mehr Substanzen an, als wogegen tatsächlich eine Allergie besteht.)
Gerade allergische und ähnlich hauterkrankte Babys profitieren sehr von der Muttermilchernährung, denn nicht wenige dieser Kinder entwickeln irgendwann auch eine Unverträglichkeit auf Kuhmilcheiweiß (und Soja), aus der die übliche Ersatznahrung ja hergestellt wird. HA-Nahrung reicht dann nicht, da müssten dann spezielle Vollhydrolysate aus der Apotheke her.
Jedenfalls, seit ich nicht mehr stille, ist ihre Haut etwas besser geworden. Ich denke, wenn es ihr damit besser geht, dann kann ich das aktzeptieren. Dachte eigentlich immer, das Stillen das beste fürs Kind ist, aber es gibt wohl auch ausnahmen.
Ein Ursache-Wirkung-Zusammenhang ist damit KEINESWEGS belegt. Nach Schüben kommen IMMER wieder bessere Zeiten (eben dadurch wird der Begriff "Schub" ja definiert!); der Schub wäre ebenso vorbei gegangen, wenn Du gar keine oder irgendwelche anderen Maßnahmen ergriffen hättest.
Und Neurodermitis/Atopisches Ekzem ist keineswegs das Gleiche wie "allergisch auf XY"!, d.h.: wenn Dein Baby neurodermitis-erkrankt ist, dann wird es irgendwann demnächst auch den nächsten Schub bekommen, selbst wenn Du ALLE vermeintlich gesicherte Auslöser ab sofort meidest.

Ich kenne keinen Kinderarzt - auch kein gutes kinderärztlich geleitetes Onlineforum übrigens! - wo bei kindlicher Neurodermitis noch Abstillen empfohlen würde; diese "Therapieempfehlung" gilt ganz klar als überholt.

Vielleicht magst Du Dir zu dem Thema lieber etwas ausführlichere Info besorgen, z.B. bei einem guten Kinderallergologen, ehe Du jetzt endgültig vorzeitig abstillst?

LG und gute Besserung weiterhin,
Julia
lufti
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von lufti »

lufti hat geschrieben:ich habe gerade auch eine milcheiweiß freie Zeit. der milchschorf hat bei meinem kleinen über den Augen leicht angefangen und seit ich alles milcheiweiß weglasse ist dieser weg. hab schon mehrfach gelesen und gehört, dass milcheiweiß der grund sein könnte für Neurodermitis und auch der milchschorf bei den augen soll eine erste unverträglichkeit zeigen. der milchschorf auf dem kopf soll dagegen kein zeichen für eine unverträglichkeit sein.

finde es schade, dass dich dein arzt nicht besser informiert hat auf was nora reagiert.
Sorry ich meinte Kuhmilcheiweiß, dass wollte ich noch richtig stellen.
Aschenputtel
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Habe ich versagt?

Beitrag von Aschenputtel »

Hm, ich habe befürchtet, dass Du ganz aufhörst. Ich kenne mich zuwenig aus, um qualifizierte Ratschläge zu erteilen, aber schade, dass es nicht geklappt hat.

Trotzdem hast Du nicht versagt!!!
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
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