bin ich normal?
Moderator: Giraeffchen
- greenie bird
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Re: bin ich normal?
oh squeezimami...
ich persönlich danke Dir für Deinen Beitrag, denn haargenau so fühle ich mich und deshalb weiß ich oft nicht wohin mit mir.
Normalerweise bin ich auch tolerant aber genau bei den Situationen, wie Du sie beschreibst, geht es mir nicht anders als Dir. Ich frage mich eben ob jeder machen kann was er möchte- natürlich sind es ihre Kinder, aber es tut mir eben auch weh, wenn ich wieder ein Würmchen bei der Wagenfütterung sehen muss, verkehrt herum im Babybjörn, oder zum Laufen an der Hand gezerrt, obwohl es das noch nicht kann oder auch lauthals schreiend im Wagen, wenige Wochen alt, leise von der Mutter kommentiert in gleichgültigem Ton: 'ist ja alles gut...sch' .
Ich traue mich nicht etwas zu sagen, oder versuche mich eben in 'Toleranz' zu üben- ich versuche Blickkontakt aufzubauen, um eventuell doch mal zu fragen, ob diese Mütter es nicht besser wissen oder wollen oder eben vielleicht nur etwas Rückhalt bräuchten um ohne Angst ihr Kind zu 'verziehen' es herzlicher zu behandeln.
Genau deshalb weiß ich nicht ob das 'normal' ist, denn interessiert es andere Mütter nicht? Oder halten alle den Mund oder machen sie es gar genauso? Ich bin bei sowas nicht tolerant und ich weiß nicht ob das besser können sollte, das ist ein großer Konflikt der die Gedanken zu diesem Thread angeregt hat.
Ja, komischerweise entsteht eben nur Blickkontakt bei TT Mamis oder Stillmüttern, die meisten 'anderen' Mütter bekommen es nicht mit, wenn ich schaue, wenn aber doch ignorieren sie es bewusst oder gekonnt und da frage ich mich, was das heißen soll? Entweder sind sie voller Zweifel oder sie kennen diese 'Ökoansichten' und finden es lächerlich.
Da ich aber bei einer Zurückweisung entweder sehr verletzt wäre oder von der Reaktion der anderen Mutter abhängig auch aggressiv, sage ich eben nichts. Und daher kann ich mich wohl nicht beschweren, denn ich tue ja auch wenig aktiv um die Situation zu verbessern und die anderen verhalten sich ja nicht so um mich zu kränken oder mir weh zu tun.
Würde ich jedoch wirklich einmal Offenheit signalisiert bekommen, dann würde ich gern wissen wie es diese Mütter sehen. Die, die ich bisher so kennengelernt habe sind eben auf dem Standpunkt, dass das 'mal' nichts ausmacht- aber es gibt in allen Bereichen ständig dieses 'mal'.
ich persönlich danke Dir für Deinen Beitrag, denn haargenau so fühle ich mich und deshalb weiß ich oft nicht wohin mit mir.
Normalerweise bin ich auch tolerant aber genau bei den Situationen, wie Du sie beschreibst, geht es mir nicht anders als Dir. Ich frage mich eben ob jeder machen kann was er möchte- natürlich sind es ihre Kinder, aber es tut mir eben auch weh, wenn ich wieder ein Würmchen bei der Wagenfütterung sehen muss, verkehrt herum im Babybjörn, oder zum Laufen an der Hand gezerrt, obwohl es das noch nicht kann oder auch lauthals schreiend im Wagen, wenige Wochen alt, leise von der Mutter kommentiert in gleichgültigem Ton: 'ist ja alles gut...sch' .
Ich traue mich nicht etwas zu sagen, oder versuche mich eben in 'Toleranz' zu üben- ich versuche Blickkontakt aufzubauen, um eventuell doch mal zu fragen, ob diese Mütter es nicht besser wissen oder wollen oder eben vielleicht nur etwas Rückhalt bräuchten um ohne Angst ihr Kind zu 'verziehen' es herzlicher zu behandeln.
Genau deshalb weiß ich nicht ob das 'normal' ist, denn interessiert es andere Mütter nicht? Oder halten alle den Mund oder machen sie es gar genauso? Ich bin bei sowas nicht tolerant und ich weiß nicht ob das besser können sollte, das ist ein großer Konflikt der die Gedanken zu diesem Thread angeregt hat.
Ja, komischerweise entsteht eben nur Blickkontakt bei TT Mamis oder Stillmüttern, die meisten 'anderen' Mütter bekommen es nicht mit, wenn ich schaue, wenn aber doch ignorieren sie es bewusst oder gekonnt und da frage ich mich, was das heißen soll? Entweder sind sie voller Zweifel oder sie kennen diese 'Ökoansichten' und finden es lächerlich.
Da ich aber bei einer Zurückweisung entweder sehr verletzt wäre oder von der Reaktion der anderen Mutter abhängig auch aggressiv, sage ich eben nichts. Und daher kann ich mich wohl nicht beschweren, denn ich tue ja auch wenig aktiv um die Situation zu verbessern und die anderen verhalten sich ja nicht so um mich zu kränken oder mir weh zu tun.
Würde ich jedoch wirklich einmal Offenheit signalisiert bekommen, dann würde ich gern wissen wie es diese Mütter sehen. Die, die ich bisher so kennengelernt habe sind eben auf dem Standpunkt, dass das 'mal' nichts ausmacht- aber es gibt in allen Bereichen ständig dieses 'mal'.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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- greenie bird
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Re: bin ich normal?
Achso, ja und Kritik ist ja eben nur berechtigt, wenn es falsch und richtig gibt und darüber bin/ war ich mir eben unsicher und deshalb wollte ich eben gern mal andere Meinungen dazu hören. Alles kann man nicht richtig machen aber ich denke es gibt schwere und nicht so schwere Fehler.
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Re: bin ich normal?
stimme allen beiträgen vor mir zu: ja, du bist sicher normal, denn es kann nicht falsch sein seinem Kind vor allem in den ersten Monaten immer ganz nah sein zu wollen (wenn sie älter werden müssen wir eh loslassen, ob wir wollen oder nicht) und mein kind anderen zu überlassen fällt mir auch super schwer, eigentlich ist unser sohn (6,5 Monate) nur von mir getrennt, wenn papa oder oma mit ihm alleine spazieren gehen, so 1 bis 2 stunden. habe auch zur zeit gar kein interesse daran alleine weg zu gehen, kommt sicher ingendwann wieder, aber zu zeit fehlt es mir auch nicht zumal ich noch fast voll stille, denn an beikost zeigt er kein interesse und abgepumpte milch im fläschchen nimmt er nicht, aber das ist für mich auch voll okay. muss wieder arbeiten gehen, wenn er ein jahr alt ist, davor graut mir schon, er fremdelt momentan oft, hoffe, das wird bis dahin besser und solange genieße ich es fast immer mit meinem kind zusammen zu sein und ihn so oft wie möglich im tragetuch bei mir zu haben, finde ich völlig normal!!!
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Re: bin ich normal?
Ich habe mir gerade die ganzen Beiträge durchgelesen, weil ich auch so ein nähebedürftiges Exemplar habe (8 monate).
Mein Sohn ist mein erstes Kind und ich habe vor der Geburt auch nicht groß in irgendwelchen Ratgeberbüchern gelesen, sondern mir von vornherein vertraut. Ich beobachte, was mein Baby braucht und handle ganz nach meiner Intuition.
Allerdings kenne ich das, belehrende Ratschläge zu bekommen bezüglich schlafen, stillen, verwöhnen etc. Aber da lasse ich mir von niemandem reinreden, der mich nicht versteht und erst recht nicht von irgendwelchen Schlaftrainingsbüchern. Ratschläge hole ich mir hier im Forum, wo man von einem Baby keine Selbstständigkeit erwartet.
Kurzum- ich denke, normal sind wir erst dann nicht mehr, wenn wir entgegen unserer Intuition handeln und die Zeichen unserer Babys nicht mehr deuten wollen.
LG, Anne
Mein Sohn ist mein erstes Kind und ich habe vor der Geburt auch nicht groß in irgendwelchen Ratgeberbüchern gelesen, sondern mir von vornherein vertraut. Ich beobachte, was mein Baby braucht und handle ganz nach meiner Intuition.
Allerdings kenne ich das, belehrende Ratschläge zu bekommen bezüglich schlafen, stillen, verwöhnen etc. Aber da lasse ich mir von niemandem reinreden, der mich nicht versteht und erst recht nicht von irgendwelchen Schlaftrainingsbüchern. Ratschläge hole ich mir hier im Forum, wo man von einem Baby keine Selbstständigkeit erwartet.
Kurzum- ich denke, normal sind wir erst dann nicht mehr, wenn wir entgegen unserer Intuition handeln und die Zeichen unserer Babys nicht mehr deuten wollen.
LG, Anne
Anne mit Winterzwerg 01/2011 und Herbstmäuschen 10/13
geduldig geführt, lz-gestillt und familiengebettet
Die Arme einer Mutter sind aus Zärtlichkeit gemacht und Kinder schlafen sicher in ihnen.
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- greenie bird
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Re: bin ich normal?
Hallo anne-gretel!
Danke für Deinen Beitrag
Klar, ist es schön seinem Baby einfach nur zu geben, was es braucht- ich muss aber zugeben, dass ich das eben nicht immer weiß. Und bei einem Schreibaby ist es hin und wieder schwierig dabei zu bleiben, dass es trotz (für Aussehstehende) abwehrender Bewegungen, wie ständiges Durchstrecken und Wegstoßen sein Kind trotzdem zu halten wobei es auch nicht aufhören wird zu schreien, wenn man langsam anfängt zu zweifeln ob die Milch doch reicht oder was man falsch macht.
Im Moment scheint es sich aber auszuzahlen, doch die Nähe gegeben zu haben und er ist deutlich entspannter und offener, wenn ich ihn trage anstatt im Wagen zu fahren und das mit mittlerweile 14 Monaten.
Trotzdem gibt es immernoch diese- für mich scheinbar - mehrheitlichen Mütter, die das nicht unbedingt ihrem Kind geben wollen, aber guten Gewissens ständig Möglichkeiten suchen ihre 3 Monate alten Babies unterzubringen um mit ihren Freundinnen rumzuziehen oder in Ruhe anderen Hobbies nachgehen zu können- das ist es ja, was mich so stutzig macht.
Danke für Deinen Beitrag
Klar, ist es schön seinem Baby einfach nur zu geben, was es braucht- ich muss aber zugeben, dass ich das eben nicht immer weiß. Und bei einem Schreibaby ist es hin und wieder schwierig dabei zu bleiben, dass es trotz (für Aussehstehende) abwehrender Bewegungen, wie ständiges Durchstrecken und Wegstoßen sein Kind trotzdem zu halten wobei es auch nicht aufhören wird zu schreien, wenn man langsam anfängt zu zweifeln ob die Milch doch reicht oder was man falsch macht.
Im Moment scheint es sich aber auszuzahlen, doch die Nähe gegeben zu haben und er ist deutlich entspannter und offener, wenn ich ihn trage anstatt im Wagen zu fahren und das mit mittlerweile 14 Monaten.
Trotzdem gibt es immernoch diese- für mich scheinbar - mehrheitlichen Mütter, die das nicht unbedingt ihrem Kind geben wollen, aber guten Gewissens ständig Möglichkeiten suchen ihre 3 Monate alten Babies unterzubringen um mit ihren Freundinnen rumzuziehen oder in Ruhe anderen Hobbies nachgehen zu können- das ist es ja, was mich so stutzig macht.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
- Nanthia
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bin ich normal?
Vielleicht ist es auch ein Problem der technisierten Geburten und des mangelnden Bondings?
Ich hätte es schlicht und ergreifend nicht gekonnt mein Kind alleine zu lassen.
Mir fiel es schon unendlich schwer irgendwann nicht mehr mit ihm ins Bett zu gehen und seinen Schlaf zu bewachen.
Langsam wird das anders und ich mag auch mal wieder 2 h zum Sport gehen. Aber selbst das fällt mir schwer.
Ich freue mich abends darauf neben mein Kind zu kriechen.
Mein Bedürfnis abends wegzugehen tendiert gegen null und ich fühle mich nicht eingeschränkt. Erstaunlicherweise geht es meinem Mann ebenso.
Ich hätte es schlicht und ergreifend nicht gekonnt mein Kind alleine zu lassen.
Mir fiel es schon unendlich schwer irgendwann nicht mehr mit ihm ins Bett zu gehen und seinen Schlaf zu bewachen.
Langsam wird das anders und ich mag auch mal wieder 2 h zum Sport gehen. Aber selbst das fällt mir schwer.
Ich freue mich abends darauf neben mein Kind zu kriechen.
Mein Bedürfnis abends wegzugehen tendiert gegen null und ich fühle mich nicht eingeschränkt. Erstaunlicherweise geht es meinem Mann ebenso.
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder (Dante)
Mutter von Tristan *05.04.11
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Re: bin ich normal?
ich hab nicht alles durch gelesen und antworte nur auf dein 1 Posting
Jaaaaaaaa das ist normal! Und es sollte mehr solche normale Verhältnisse geben, meine Meinung nach.
Ich stecke gerade meine Bedürfnisse stark zurück und kümmere mich mehr um meine Kinder,was leider andere nicht so toll finden.Mir ist aber schnurz,meine Kinder gehen vor. Es lohnt sich einfach für die ganze Familie.Langsam nach 16 Monaten gehts bei uns viel besser und ich kann auch alleine raus,der Prinz bleibt FREIWILLIG! gerne mit Oma und Opa,anderes hätte ich auch nicht gemacht.Ich spüre dieses Vertrauen das er mir schenkt und das bestätigt das ich es richtig mache.
lg urania
Jaaaaaaaa das ist normal! Und es sollte mehr solche normale Verhältnisse geben, meine Meinung nach.
Ich stecke gerade meine Bedürfnisse stark zurück und kümmere mich mehr um meine Kinder,was leider andere nicht so toll finden.Mir ist aber schnurz,meine Kinder gehen vor. Es lohnt sich einfach für die ganze Familie.Langsam nach 16 Monaten gehts bei uns viel besser und ich kann auch alleine raus,der Prinz bleibt FREIWILLIG! gerne mit Oma und Opa,anderes hätte ich auch nicht gemacht.Ich spüre dieses Vertrauen das er mir schenkt und das bestätigt das ich es richtig mache.
lg urania
