Seite 30 von 31

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 02.11.2014, 22:23
von wolkenreiter
Und mal wieder ist der Wurm drin.
Wir vermuten den nächsten Entwicklungsschub. Zumindest erkenne ich uns total in dem Beschriebenen im Buch wieder.
Seit ein paar Tagen trinkt der Kleine wieder sehr unruhig und kurz. Meistens ist er an einer Seite nur 3-5 Minuten. Danach fängt er an zu weinen. Erst hab ich versucht, das Beste draus zu machen. Hab ihn zu bestimmten Tageszeiten stündlich angelegt. Nur jetzt bin ich langsam am Ende. Ich glaube auch, dass er sich nie richtig satt trinkt und deswegen tagsüber nur seeeehr selten in eine richtig tiefe Schlafphase kommt.
Ich bin fix und fertig. Ich komme zu nichts mehr. Ich weiß, dass es solche Tage gibt, aber es muss doch jetzt mal wieder besser werden. Nachts geht das Trinken bisher eigentlich ganz gut (da trinkt er auch länger).
Ich versuche entspannt zu bleiben, muss aber doch bei jedem zu kurzen Stillen daran denken, dass mein Baby zu wenig zunehmen könnte und ich zu wenig Milch produziere. Ich weiß auch gerade nicht, was ich hören möchte, aber ich fühle mich mit der jetzigen Situation nicht mehr wohl.

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 02.11.2014, 22:34
von deidamaus
((((Wolkenreiter))))

Die kurzen Schlaf- und Trinkphasen hatten meine beiden Jungs in dem Alter auch. Mehr als 30 min am Stück gab es tagsüber selten. Und getrunken wurde tagsüber selten und kurz. Mit vier Monaten sind Babys oft sehr abgelenkt und finden alles andere interessanter, als zu Trinken.

Stillt dein Baby weiterhin 10-12 mal in 24 h und hat vier nasse Windeln? Dann würde ich mir keine Gedanken machen. Hast du demnächst einen U-Termin?

Du kannst demnächst auch einfach mit Beikost starten, wenn dein Baby beikostreif ist.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 02.11.2014, 22:40
von millenia
Vielleicht hilft dir ja mein solidarisches Mitgefühl ;-) Meine Kleine trinkt auch seeeehr kurz und ich zweifel auch von Anfang an an meiner Milchmenge. Ich kann es mir echt nicht erklären, wie man mit so kurzem Stillen zunehmen kann. So oft es geht, lege ich mich mit ihr ins Bett und stille, da kommen wir schonmal auf 7 min pro Seite, aber das dann auch schon im Halbschlaf und mit viel Trockennuckeln. Und tagsüber schlafen geht hier länger am Stück auch nur in der Tragehilfe. Tage mit viel Geschrei und stündlichem Anlegen hatten wir auch erst letzte Woche. Jetzt gehts wieder. Ich freu mich riesig auf die Beikostzeit und hoffe, dass sich das Thema Stillen dann langsam entspannt. Also halte durch, Babies schreien nicht immer wegen Hunger, das versuche ich mir immer wieder zu sagen.
LG Milena

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 02.11.2014, 22:53
von wolkenreiter
Aber er wirkt nach dem Stillen nicht zufrieden, jammert viel.

Die letzten Tage haben wir immer ca 12-14 mal gestillt. Nur die Gesamtstilldauer am Tag hat sich verringert (kann ich anhand der App sehr gut sehen). Die Windeln sind auch nass. U-Termin war ja erst am Dienstag. Haben Ende des Monats noch einen Impftermin.

Ich glaube mit der Beikost müssen wir noch etwas warten. Auch wenn ich gern schon bald damit starten würde, um alles etwas zu entzerren. Der Kleine wird morgen 17 Wochen und zeigt noch keine Anzeichen.

Danke millenia für deine aufbauenden Worte. Ich versuche ja auch immer entspannt zu bleiben, aber es fällt nicht immer leicht.

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 03.11.2014, 02:55
von deidamaus
Hallo wolkenreiter,

dass ihr erst letzte Woche bei der U gewesen seid, hatte ich total vergessen (Schlafmangel lass grüssen). Da hatte dein Kind 220g mehr als zwei Wochen vorher. Also alles okay. Wenn dein Baby noch mehr Hunger hätte, könnte es einfach länger trinken. Machst du ab und zu Brustkompression?

Ansonsten: Du hast anscheind ein schmales Kind. Menschen sind halt auch verschieden. Dein Kia war doch letzte Woche auch zufrieden.

Liebe Grüße
Deidamaus

15.10. 5380g
28.10. 5600g

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 03.11.2014, 20:10
von wolkenreiter
deidamaus hat geschrieben: Machst du ab und zu Brustkompression?
Mit der Brustkompression komme ich nicht so ganz zurecht. Ich habe das glaube ich nie so ganz verstanden, wann ich es mache und wann ich es wieder löse bzw konnte ich keine Unterschiede bei meinem Kind feststellen.

Heute war wieder ein nervenaufreibender Tag. Liegt vielleicht aber auch mit daran, dass der Große auch die halbe Nacht wach war. Ein Ende der Baustelle ist weiter nicht in Sicht. Ende der Woche kamen die Fenster...aber ohne Verglasung. Also wieder warten. Sowas hab ich auch noch nicht erlebt.

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 03.11.2014, 21:45
von deidamaus
Wenn es mit der Brustkompression nicht besser ist, als ohne, dann ist auch gut.

Das mit der Baustelle ist ja super nervig. Das zieht sich jetzt ja schon über Wochen und sollte doch schon längst abgeschlossen sein. Ich lass dir einen Drücker da und wünsche dir eine ruhige Nacht.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 17.11.2014, 21:13
von wolkenreiter
Hallo deidamaus,
ich melde mich auch mal wieder. Leider ziemlich gefrustet und dadurch auch gestresst. Vielleicht kannst Du mir helfen, mal wieder einen klaren Gedanken zu fassen und etwas runterzukommen.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Hm. Momentan kränkelt der Kleine etwas. Hat Samstag abend etwas Fieber gehabt und untypisch oft Stuhlgang (Durchfall?). Gestern war die Temperatur noch erhöht, abends normal. Heute morgen auch alles ok und heute abend (natürlich nach der Kinderarzt-Sprechstunde) wieder etwas Fieber. Meine Gedanken kreisen nun natürlich wieder darum, ob er genug Nahrung bekommt.
Wir haben mal wieder gewogen. 5790g, ich finde, es könnte langsam mal wieder etwas mehr werden. Beikost (Milch-Getreidebrei) haben wir probiert an 2 Tagen (mit etwas Pause dazwischen). Fand er nicht gut.
Die letzten Nächte kam der Kleine selten zum Trinken. Das erste Mal meist oft erst nach über 4 Stunden. Und wieder mach ich mir Gedanken. Meist schaffen wir es im Laufe des Tages dennoch auf 10 oder mehr Mahlzeiten, wovon einige aber nur noch wenige Minuten dauern.
Ich habe nun das Gefühl, dass das Stillen uns sehr einschränkt. Klar ist es praktisch, überall stillen zu können. Aber oft komm ich tagsüber nicht zu viel anderem. Ich bin froh, über 4 Monate geschafft zu haben, hatte ich doch anfangs noch gedacht, ich schaffe nicht mal 3 Monate. Doch so langsam mag ich nicht mehr. Zu viel muss ich mir ständig Sorgen machen und immer die Uhr im Blick haben. Dann denke ich, es wäre entspannter, die Flasche zu geben. Andererseits mag ich noch nicht komplett abstillen. Vor allem nachts und unterwegs überwiegen für mich die Vorteile des Stillens. Meinst Du, es wäre möglich, noch eine Weile eine Mischung aus Stillen und Flasche hinzubekommen? Und wie gehe ich da am besten vor? Wie mache ich es, wenn ich mich für komplett abstillen entscheide, also wie schaffe ich das möglichst brustschonend (es kommt mir nicht auf die Zeit an)? Es wäre für mich nun nicht mehr so schlimm, wenn der Kleine sich langsam von der Brust entwöhnt. Wenn es klappen würde, würd ich auch gern noch länger teilstillen. Ich hoffe, dadurch mehr Zeit für Haushalt, Familie (den Großen) und Hobbies/eigene Zeit zu haben. Außerdem wäre ich entspannter, weil ich wüsste mein Kleiner wird definitiv satt und bekommt alles, was er braucht. Ich will nicht oberflächlich klingen, ich hänge eigentlich auch noch sehr am Stillen, doch denke ich langsam, dass unsere Kräfte ausgeschöpft sind und wir nun einen Kompromiss finden müssen. Ich bin Dir sehr dankbar, dass Du mich bei allem so toll unterstützt hast und würde mich sehr freuen, wenn Du meinen Entschluss verstehen kannst und mir auf dem weiteren Weg behilflich bist. Es fällt mir wirklich nicht leicht. :cry:

Re: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht

Verfasst: 17.11.2014, 22:12
von deidamaus
wolkenreiter hat geschrieben:Hallo deidamaus,
ich melde mich auch mal wieder. Leider ziemlich gefrustet und dadurch auch gestresst. Vielleicht kannst Du mir helfen, mal wieder einen klaren Gedanken zu fassen und etwas runterzukommen.
Ich versuche mein Bestes.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Hm. Momentan kränkelt der Kleine etwas. Hat Samstag abend etwas Fieber gehabt und untypisch oft Stuhlgang (Durchfall?). Gestern war die Temperatur noch erhöht, abends normal. Heute morgen auch alles ok und heute abend (natürlich nach der Kinderarzt-Sprechstunde) wieder etwas Fieber. Meine Gedanken kreisen nun natürlich wieder darum, ob er genug Nahrung bekommt.
Wenn dein Kind gerade akut krank ist, ist es wichtig, dass es nicht dehydriert. Wieviele Kalorien dabei genau im Kind landen, ist nebensächlich. Wir haben ja auch keinen großen Appetit, wenn wir krank sind.
Wir haben mal wieder gewogen. 5790g, ich finde, es könnte langsam mal wieder etwas mehr werden
.
Das letzte Gewicht war vom 28.10. mit 5600 g. Dein Baby ist am 7.7. geboren, d.h. im 5-6 Lebensmonat sollte die Gewichtszunahme im Schnitt pro Woche 70-140 g zunehmen. Also einmal 110 g plus 2 mal 70 macht dann 250 g. Dein Baby hat 190 g geschafft, obwohl es gerade krank ist. Das würde ich jetzt mal unter in Ordnung verbuchen.
Beikost (Milch-Getreidebrei) haben wir probiert an 2 Tagen (mit etwas Pause dazwischen). Fand er nicht gut.
Getreide-Obst-Brei mit reichlich Mandelmuss oder Öl geht oft besser.
Die letzten Nächte kam der Kleine selten zum Trinken. Das erste Mal meist oft erst nach über 4 Stunden. Und wieder mach ich mir Gedanken. Meist schaffen wir es im Laufe des Tages dennoch auf 10 oder mehr Mahlzeiten, wovon einige aber nur noch wenige Minuten dauern.
Das ist doch super. 10 Mahlzeiten sind voll in Ordnung. Und nur ein paar Minuten auch. Dein Baby hat einfach schnell trinken gelernt (wie so viele in dem Alter auch).
Ich habe nun das Gefühl, dass das Stillen uns sehr einschränkt.
Was genau schränkt dich daran ein?
Klar ist es praktisch, überall stillen zu können. Aber oft komm ich tagsüber nicht zu viel anderem.
Das ist normal und gilt auch für Flaschenmütter. Diese müssen nur noch zusätzliche Zeit für Anrühren der Milch, Reinigung der Flaschen etc. aufwenden.
Ich bin froh, über 4 Monate geschafft zu haben, hatte ich doch anfangs noch gedacht, ich schaffe nicht mal 3 Monate. Doch so langsam mag ich nicht mehr. Zu viel muss ich mir ständig Sorgen machen und immer die Uhr im Blick haben.

Sorgen machen ist verboten und die Uhr bitte ausziehen. :mrgreen:
Dann denke ich, es wäre entspannter, die Flasche zu geben.

Was denkst du, wäre daran entspannter für dich?
Andererseits mag ich noch nicht komplett abstillen. Vor allem nachts und unterwegs überwiegen für mich die Vorteile des Stillens.

Sehr schön.
Meinst Du, es wäre möglich, noch eine Weile eine Mischung aus Stillen und Flasche hinzubekommen?
Probieren kannst du es. Aber meist haben sich die Babys dann schneller abgestillt, als die Mutter dies möchte. Vielleicht kannst du "klassisch" die Stillmahlzeiten durch Beikost ersetzen? Es sind sicherlich nur noch ein paar Wochen, bis dein Baby beikostreif ist.
Und wie gehe ich da am besten vor? Wie mache ich es, wenn ich mich für komplett abstillen entscheide, also wie schaffe ich das möglichst brustschonend (es kommt mir nicht auf die Zeit an)?
Die Faustregel besagt, dass man pro Woche eine Stillmahlzeit (also 70-140 ml Milch) problemlos ersetzen kann.
Es wäre für mich nun nicht mehr so schlimm, wenn der Kleine sich langsam von der Brust entwöhnt. Wenn es klappen würde, würd ich auch gern noch länger teilstillen.

Das ist deine freie Entscheidung.
Ich hoffe, dadurch mehr Zeit für Haushalt, Familie (den Großen) und Hobbies/eigene Zeit zu haben.
Du meinst, weil dein Baby sich leicht von jemand anderem betreuen lassen kann, weil es einfach Pre aus der Flasche bekommt? Wenn du nicht länger als 2-3 h ohne Baby bist, kannst du einfach davor und danach stillen. Wenn du unbeabsichtiges Abstillen vermeiden willst, solltest du stillfreundlich zufüttern. Ansonsten kann es dir halt passieren, dass dein Baby sich - für dich zu schnell - abstillt.
Außerdem wäre ich entspannter, weil ich wüsste mein Kleiner wird definitiv satt und bekommt alles, was er braucht.
Das bekommt er im Moment sicherlich auch. Ich würde dir eher empfehlen die Stillmahlzeiten nach und nach durch Beikost zu ersetzen (in dem Fall halt Anstattkost statt Beikost, aber immer noch besser als Pre).
Ich will nicht oberflächlich klingen, ich hänge eigentlich auch noch sehr am Stillen, doch denke ich langsam, dass unsere Kräfte ausgeschöpft sind und wir nun einen Kompromiss finden müssen.

Das kannst nur du entscheiden. Stillen raubt einem aber normalerweise keine Kraft, sondern alles drumherum: Das Geschwisterkind, der Haushalt, die täglichen Verpflichtungen, der Schlafmangel,... und das alles haben Flaschmütter auch.
Ich bin Dir sehr dankbar, dass Du mich bei allem so toll unterstützt hast und würde mich sehr freuen, wenn Du meinen Entschluss verstehen kannst und mir auf dem weiteren Weg behilflich bist. Es fällt mir wirklich nicht leicht. :cry:
Klar, unterstütze ich dich dabei. Wöchentlich einen Mahlzeit ersetzen ist brustschonend. Dazu einfach deinem Baby täglich 20 ml mehr Pre anbieten. Wenn es problemlos aus der Flasche trinkt, wird sich deine Milchmenge dann entsprechend anpassen. Wenn dabei Probleme auftauchen, kannst du mich gerne Fragen.

Mir wäre es natürlich lieber, wenn du vielleich nochmal darüber nachdenkst und lieber deine Mumi durch Beikost ersetzt (wobei da der Arbeitsaufwand erstmal steigt, statt sinkt (tut er aber mit Flasche auch)).

Was meinst du dazu? Habe ich wieder zu viel pro Stillen geschrieben :roll: :mrgreen:

Liebe Grüße
deidamaus

Re: AW: Verunsichert - Geburtsgewicht noch nicht wieder erre

Verfasst: 18.11.2014, 09:47
von powerlady
Nur mal meine Erfahrung dazu: ich habe ja die ersten Wochen Flasche gefüttert und mich unter Anderem auch für die aufwändige Relaktation entschieden, weil er nämlich die Flasche genauso oft brauchte und lange dafür gebraucht hat, wie ein anderes Baby beim Stillen. Nur kam dann noch Anrühren, spülen, abkochen und nachts extra Aufstehen dazu (mit der Gefahr, dass durch das nächtliche Schreien auch noch der Große wach wird). Dazu kommt, dass man beim Stillen zumindest immer eine Hand frei hat, um z.B. dem Großen zu helfen.
Seit er jetzt gut Beikost isst (er ist jetzt 8 Monate), kann er gut auch mal einige Zeit ohne mich auskommen.
Überleg Dir wirklich gut, ob du Abstillen willst, oder doch noch einige Zeit durchhältst.
Ich wünsche Dir alles Gute, du musst es ja für dich/euch entscheiden.

Klappt denn aus dem Becher trinken? Evtl. wäre das ja eine Möglichkeit zumindest etwas zuzufüttern, damit du entspannter bist. Ich weiß jetzt nicht was Du (deidamaus) dazu sagst.