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Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 21:26
von IdieNubren
Kaba hat geschrieben: 12.01.2021, 20:53
Habe auch eine Frage: wie handhabt ihr es mit Honig, Salami, Räucherlachs, rohem Ei...bei über 1jährigen?
Teilweise wird empfohlen, das alles bis 5 Jahre wegzulassen, das halte ich hier aber für unrealistisch und für mich auch für übertrieben. Also, ich würde ihr jetzt mit 16 Monaten kein Sushi mit rohem Fisch geben - aber Salami und Lachs hat sie schonmal ein bisschen bekommen und bei einem nicht ganz hartgekochtem Frühstücksei würde ich jetzt auch keine Panik schieben.
Ich denke, solange die Sachen frisch sind, geht das in Ordnung...?
Aber insgesamt bin ich noch etwas unschlüssig und würde mich über Meinungen freuen.
Ab eins gab es rohe sachen, nicht übermäßig aber ja rohen teig, rohmilch, lachs, sowas halt
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 21:32
von miracle
Lämpchen hat geschrieben: 12.01.2021, 21:26
Lustig, bei uns wurde eher zu Kita-Zeiten mehr gegessen, weil sie da glaub ich einfach mehr Energie gebraucht hat als bei dem "Rumgehänge" jetzt ...
Naja, mit drei Kindern haben wir hier ja fast KiTa-ähnliche Zustände ...
Honig hatte ich gedacht sollte man U1 nur weglassen wegen der Botulismus-Gefahr. Dann müsste die Häufigkeit des Verzehrs bei 2 3/4 doch eigentlich egal sein ...
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 21:44
von Lämpchen
miracle hat geschrieben: 12.01.2021, 21:32
Lämpchen hat geschrieben: 12.01.2021, 21:26
Lustig, bei uns wurde eher zu Kita-Zeiten mehr gegessen, weil sie da glaub ich einfach mehr Energie gebraucht hat als bei dem "Rumgehänge" jetzt ...
Naja, mit drei Kindern haben wir hier ja fast KiTa-ähnliche Zustände ...
Honig hatte ich gedacht sollte man U1 nur weglassen wegen der Botulismus-Gefahr. Dann müsste die Häufigkeit des Verzehrs bei 2 3/4 doch eigentlich egal sein ...
O ja, das wird wohl so sein (bei dreien)
Bin grad ganz froh, dass es hier ruhiger ist, aber zumindest zwei wären dann doch besser als ein einzelnes gelangweiltes Kind ... na ja, OT.
Zum Botulismus sollte ich wohl mal nachlesen, ab wann der keine Gefahr mehr darstellt.
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 21:52
von Fernweh
Zum Thema Zwischenmahlzeiten.
Ich muss bei der Großen sehr dahinter sein, dass sie regelmäßig isst, sonst haben wir hier eine Kernschmelze. Vormittags braucht sie meist nichts, je nachdem ob sie gut gefrühstückt hat. Aber die Nachmittagsjause ist sehr wichtig. Also 4 x isst sie mindestens am Tag. Und von alleine kommt sie nur sehr selten. Am ehesten noch, wenn es Richtung Mittagessen geht. Und wenn ich dann grad noch nicht fertig bin, gibts halt eine Dattel oder ein paar Nüsse oder so. Das macht nicht satt, aber sie hält damit noch kurz durch.
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 21:53
von pqr
Hier kippt die Stimmung der Kleinen auch, wenn kein Nachmittags-Snack angeboten wird.
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 12.01.2021, 23:20
von Reh
Zwischenmahlzeiten gibt es hier an manchen Tagen, an anderen nicht. Das ist wohl abhängig davon, wie hungrig das Rehlein an dem Tag ist und ob und wie viel es zur Hauptmahlzeit gegessen hat.
Botulismus wird wohl, nach dem, was ich in Erinnerung habe, nicht von heute auf morgen völlig ungefährlich, aber auf den Honiggläsern steht ja der erste Geburtstag als Grenze. Ich habe ab da bis etwa anderthalb darauf geachtet, Honig höchstens verarbeitet zu geben. Richtig oft gibt es Honig bei uns auch jetzt noch nicht. Teigschüssel auslecken und bei meinem Mann rohen Lachs mitessen darf das Rehlein auch seit irgendwann zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag.
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 13.01.2021, 12:13
von miracle
Lämpchen hat geschrieben: 12.01.2021, 21:44
Zum Botulismus sollte ich wohl mal nachlesen, ab wann der keine Gefahr mehr darstellt.
Ich glaube, Botulismus kann im schlimmsten Fall auch bei Erwachsenen tödlich verlaufen, ungefährlich ist es auf jeden Fall auch mit 1 Jahr nicht. Aber wenn ständig Botulismus bei Honig-Verzehr auftreten würde, würde man ihn wohl gar nicht mehr zum Verkauf anbieten. Ich glaube, die Gefahr ist höher bei selbst eingemachten Lebensmitteln.
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 13.01.2021, 12:47
von Seiltänzerin
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Säuglingsbotulismus und dem für Erwachsene gefährlichen: beim Säugling reichen Sporen, die für den Erwachsenen gar kein Problem wären, weil der Darm unreif ist und die sich da ansiedeln und ihr Toxin bilden können. Die sind im Honig drin, aber auch manchmal im Dreck etc. Beim Erwachsenen muss das Lebensmittel richtig "befallen" sein, also der Erreger muss sich da vermehrt haben und dabei schon von seinem Toxin produziert (dabei entsteht dann auch diese typische Deckelwölbung). Honig haben wir jeweils ab 18 Monate verwendet (das ist die extrem vorsichtige Variante, wir machen aber auch nicht so viel mit Honig, hauptsächlich Lebkuchen und meine Ingwer-Kurkuma-Milch)
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 13.01.2021, 14:13
von miracle
Danke, Seiltänzerin, für die aufschlussreiche Erklärung!

Das wusste ich noch nicht!
Re: Kleinkinder-Ernährung - kurze Frage, kurze Antwort
Verfasst: 13.01.2021, 19:06
von Yelma
Ich kenne Honig ab 3 Jahren und Rohmilch, Fleisch, Fisch ab 1. bei uns gabs alles ab 1. Aber sie hat ja erstmal eh kaum gegessen und fing erst so mit 15 Monaten etwas und mit 18 richtig an. Insofern ist das relativ.
Pupselchen hat wenn sie aus der Krippe kam wo es "nur" 09:30 Frühstück gab und ich sie um 12 geholt hab einen Bärenhunger gehabt. Jetzt im KiGa gibts nochmal um 11 was und die braucht das. Daheim verlangt sie etwa im 2h-Takt was. Isst aber seltenst viel. Also sie isst dann einfach an ihrem Frühstück 2 Mal, am Mittag 3 Mal etc. Ich lass sie einfach, ich fänds falsch ihr Essen zu verweigern wenn sie Hunger anmeldet.
Und in Frankreich ist die Erziehung wirklich sehr streng, autoritär und in meinen Augen grausam. Die Kinder gehen mit wenigen Wochen in Fremdbetreuung und werden standardmäßig geferbert, teils geschlagen, ignoriert...