Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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- blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hinzu kommt, dass die meisten Menschen nicht wie beim "babyfreundlichen Flaschegeben" abwarten, bis das Baby den Sauger selbst in den Mund nimmt (was es mit der BW ja tun muss - saugt es sie nicht aktiv an, landet die BW nicht tief im Mund an dem Punkt, an dem der Saugreflex ausgelöst wird), sondern den Flaschensauger in den Babymund hineinstecken.
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Es kommt außerdem sehr darauf an, wie alt das Baby ist, wie wach im Moment des Fütterns, wie stark sein Saugreflex und auch sein Saugbedürfnis ausgeprägt sind (und ob ein rein flaschenernährtes Baby bei starkem Saugbedürfnis ausreichend Sauggelegenheit außerhalb der Mahlzeiten bekommt) und vor allem auch darauf, wie das Baby beim Zufüttern gehalten wird - eher aufrecht (was die Selbstbestimmtheit fördert) oder stattdessen eher in Rückenlage.
(Flaschefüttern in Rückenlage KANN je nach anderen Faktoren dazu führen, dass dem reflexhaft saugenden Baby die Milch in den Hals läuft und es schlucken muss, um Luft holen zu können. Bei der Mutter kann dann der Eindruck entstehen, das Baby habe "riesigen Hunger" gehabt, weil es die Flasche hastig bis zum letzten Tropfen austrank. Letzteres ist meist nicht wohltuend für das Baby und erst recht nicht für die Seele der stillenden Mutter, wenn sie die Flasche z.B. - wie oft von Hebammen empfohlen - testweise direkt nach der Stillmahlzeit gab "um zu sehen, ob das Baby nach dem Stillen noch Hunger hat").
Es gibt hierbei zu viele Variablen, die mit hineinspielen, als dass man von "mein Baby hatte damit keine Probleme" auf "alle anderen Babys können damit doch auch keine Probleme haben" schließen könnte. In jedem Fall sollte man (vor allem bei großen Portionsgrößen) hellhörig werden, wenn ein Baby IMMER oder "fast immer" das Gefäß (sei es nun die Flasche oder das Breigläschen) komplett leert:
Die Wahrscheinlichkeit, dass "120 ml Pre" oder "200 g Brei" genau dem Hunger des Babys entsprach, sind verschwindend gering - das kann MAL vorkommen, aber nicht "oft" oder "immer"[*]. Entweder war die Portion zu klein (das Baby hätte also noch Hunger gehabt und sollte dann aber vom Nachschlag wiederum etwas übrig lassen), oder - und das ist wahrscheinlicher - irgendwelche Mechanismen führen dazu, dass das Baby unabhängig von seinem Hungergefühl die vorgegebene Menge schluckt.
LG blueberry
[*wichtig: feste ZUFÜTTERMENGEN sind etwas völlig anderes - etwa, wenn man zu jeder Stillmahlzeit 40 ml Pre zufüttert um damit täglich auf einen festen Gesamtbetrag zu kommen - da ja beim Teilstillen immernoch der Anteil des Stillens bedarfsangepasst ist und vom Baby variabel gestaltet werden kann (sowohl in Menge als auch Verhältnis Saugzeit/Nahrungsmenge, als auch bzgl. Fettgehalt der Milch etc.. Gerade bei Zufütterreduktion werden ja feste (jeweils pro Mahlzeit kleine) Mengen gegeben, die aber nicht der Gesamtnahrungsaufnahme des Kindes über den Tag entsprechen...]
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Es kommt außerdem sehr darauf an, wie alt das Baby ist, wie wach im Moment des Fütterns, wie stark sein Saugreflex und auch sein Saugbedürfnis ausgeprägt sind (und ob ein rein flaschenernährtes Baby bei starkem Saugbedürfnis ausreichend Sauggelegenheit außerhalb der Mahlzeiten bekommt) und vor allem auch darauf, wie das Baby beim Zufüttern gehalten wird - eher aufrecht (was die Selbstbestimmtheit fördert) oder stattdessen eher in Rückenlage.
(Flaschefüttern in Rückenlage KANN je nach anderen Faktoren dazu führen, dass dem reflexhaft saugenden Baby die Milch in den Hals läuft und es schlucken muss, um Luft holen zu können. Bei der Mutter kann dann der Eindruck entstehen, das Baby habe "riesigen Hunger" gehabt, weil es die Flasche hastig bis zum letzten Tropfen austrank. Letzteres ist meist nicht wohltuend für das Baby und erst recht nicht für die Seele der stillenden Mutter, wenn sie die Flasche z.B. - wie oft von Hebammen empfohlen - testweise direkt nach der Stillmahlzeit gab "um zu sehen, ob das Baby nach dem Stillen noch Hunger hat").
Es gibt hierbei zu viele Variablen, die mit hineinspielen, als dass man von "mein Baby hatte damit keine Probleme" auf "alle anderen Babys können damit doch auch keine Probleme haben" schließen könnte. In jedem Fall sollte man (vor allem bei großen Portionsgrößen) hellhörig werden, wenn ein Baby IMMER oder "fast immer" das Gefäß (sei es nun die Flasche oder das Breigläschen) komplett leert:
Die Wahrscheinlichkeit, dass "120 ml Pre" oder "200 g Brei" genau dem Hunger des Babys entsprach, sind verschwindend gering - das kann MAL vorkommen, aber nicht "oft" oder "immer"[*]. Entweder war die Portion zu klein (das Baby hätte also noch Hunger gehabt und sollte dann aber vom Nachschlag wiederum etwas übrig lassen), oder - und das ist wahrscheinlicher - irgendwelche Mechanismen führen dazu, dass das Baby unabhängig von seinem Hungergefühl die vorgegebene Menge schluckt.
LG blueberry
[*wichtig: feste ZUFÜTTERMENGEN sind etwas völlig anderes - etwa, wenn man zu jeder Stillmahlzeit 40 ml Pre zufüttert um damit täglich auf einen festen Gesamtbetrag zu kommen - da ja beim Teilstillen immernoch der Anteil des Stillens bedarfsangepasst ist und vom Baby variabel gestaltet werden kann (sowohl in Menge als auch Verhältnis Saugzeit/Nahrungsmenge, als auch bzgl. Fettgehalt der Milch etc.. Gerade bei Zufütterreduktion werden ja feste (jeweils pro Mahlzeit kleine) Mengen gegeben, die aber nicht der Gesamtnahrungsaufnahme des Kindes über den Tag entsprechen...]
Zuletzt geändert von blueberry am 12.05.2016, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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- blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Achso, hier generell noch eine Anleitung "Mit Nähe zum Baby Flasche geben". Ein sehr schöner Text mit einer Einschränkung: mir persönlich kommt der Aspekt der Haltung des Babys etwas zu kurz. Und obwohl die Mutter das Baby völlig korrekt (nämlich gut aufrecht gestützt) hält, kommt dies durch den teils ungünstigen Zuschnitt der Bilder bzw. die verdreht gehaltene Kamera nicht immer gut zum Ausdruck: beim rechts unten abgedruckten Bild z.B. ist der Horizont stark gekippt. Wenn man das Flüssigkeitslevel in der Flasche anschaut, weiß man, was waagerecht wäre (und dass das Baby nicht liegt).
LG blueberry
LG blueberry
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- deidamaus
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Danke blueberry 
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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- blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Bitte, gern. 
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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salila
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Unser Kinderarzt findet die Kombination Kleinkind vegetarisch ernähren und dazu noch stillen extrem ungünstig für die Eisenversorgung.
Wir sollen auf jeden Fall mehrmals pro Woche Wurst anbieten. Ich möchte das jedoch nicht und unser Knopf nimmt gut zu, ist weder krank noch blass oder sonstwie auffällig ( außer langsame Verdauung, aber das sollte ja nix damit zu tun haben?).
Den Eisenwert messen tut er jedoch auch nicht, sollte man das nicht tun wenn man einen Mangel vermutet?
Und wir stillen hauptsächlich nachts, da wird doch die Aufnahme des Eisens vom Tag nicht mehr blockiert, oder?
Ich koche immer frisch und bemühe mich sehr, immer verschiedene eisenreiche Lebensmittel anzubieten und zu calciumreichen Lebensmitteln und zum Stillen zeitlichen Abstand zu lassen.
Ist das nicht ausreichend?
Der Kleine ist 1,5 Jahre alt und stillt nachts noch recht viel.
Danke schonmal!
Wir sollen auf jeden Fall mehrmals pro Woche Wurst anbieten. Ich möchte das jedoch nicht und unser Knopf nimmt gut zu, ist weder krank noch blass oder sonstwie auffällig ( außer langsame Verdauung, aber das sollte ja nix damit zu tun haben?).
Den Eisenwert messen tut er jedoch auch nicht, sollte man das nicht tun wenn man einen Mangel vermutet?
Und wir stillen hauptsächlich nachts, da wird doch die Aufnahme des Eisens vom Tag nicht mehr blockiert, oder?
Ich koche immer frisch und bemühe mich sehr, immer verschiedene eisenreiche Lebensmittel anzubieten und zu calciumreichen Lebensmitteln und zum Stillen zeitlichen Abstand zu lassen.
Ist das nicht ausreichend?
Der Kleine ist 1,5 Jahre alt und stillt nachts noch recht viel.
Danke schonmal!
Seit 11/2014 ist unser kleiner Racker am Start!
Seit 07/2018 ist unser neues Wunder dabei!
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- Teazer
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Muttermilch blockiert im Gegensatz zu Kuhmilch nicht die Aufnahme von Eisen. Im Gegenteil: MuMi enthält Stoffe, die die Eisenaufnahme fördern.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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salila
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Das ist ja spannend, danke für die Info Teazer.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Danke, gerade der Link war spannend!
viele Grüße
von Forti mit der kleinen Nebelhexe (10/15) & dem Elfenöhrchen (12/19)

"Es ist nicht das, was man empfindet, nicht nur das, was man fühlt, nicht, was man voller Sehnsucht sucht, Liebe ist das, was man tut" Kettcar - Rettung
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königsmadl
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Unser KiA hat explizit darauf hingewiesen, dass Wurst nur in Maßen geveben werden sollte. Wegen dem zT recht hohen Salzgehalt.salila hat geschrieben:Wir sollen auf jeden Fall mehrmals pro Woche Wurst anbieten.
Ich hatte ihn gefragt, wie es ausschaut mit Salami und rohem Fleisch nach dem 1 Geburtstag
Königsmadl mit L.M. 05/15 und T.B. 08/17
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Zööö
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
ich finde es interessant, wie unterschiedlich die KIÄ da nachfragen, unserer hat zum Thema Ernährung nur nachgefragt, ob wir stillen, als wir mit ca nem Monat dort waren, wegen Bauchschmerzen, dann war stillen nochmal Thema wegen ner OP (bei mir). Sonst wurde dazu nichts thematisiert...
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019
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