Wenn ich das hier so lese ist also Rücksichtnahme:
- Erstmal darauf zu kommen, dass jemand die Befürchtung haben könnte, dass etwas Muttermilch ins Wasser kommen könnte, obwohl die Mutter evtl seit Ewigkeiten nicht mehr ausläuft oder dies noch nie getan hat. (Wenn es hier tatsächlich jemanden mit 3 Jährigem Stillkind gibt, der noch ausläuft würde mich das wirklich sehr interessieren, denn die Stillgewohnheiten eines 3 Jährigen und eines 1,5 Jährigen kann man in meinen Augen nicht vergleichen und ich nehme an, dass sich damit auch die Auslaufprobleme ändern.)
- Es soll nicht provokant gestillt werden. Stören am stillen würden sich die Deckennachbarn warscheinlich genauso wie die Menschen im Becken, außer dass wenn man mit brüllendem Kleinkind und ggf. zeternden 6jährigen da dann mal garantiert die Blicke schon auf sich hat und die Warscheinlichkeit, dass jemand das Stillen mitbekommt deutlich erhöht.
Meine Kleidung und die des Kindes würde sich zwischen Decke und Schwimmbad nicht ändern, die Blickmöglichkeiten wären also die selben.
Bei einem 3 jährigen automatisch zu schließen, dass das Stillen zwecks Nahrungsaufnehme geschehen muss und falls nicht kuscheln etc.. ebenfalls reichen müsse empfinde ich als Eingriff in die Privatsphäre der Stillenden und des Stillkindes, denn ausschließlich diese beiden legen fest zu welchem Zweck sie stillen, ob Troststillen oder Kuschelstillen oder Hunger oder oder oder. Und wenn jemand für sich Troststillen nicht möchte und stattdessen kuschelt ist das ok, aber nicht automatisch der Weg für alle mit älterem Stillkind.
- Man darf also generell schon stillen, aber es darf keiner sehen, denn stillen und vor allem lzs ist soll ja niemanden der es nicht gewohnt ich stören und sobald es jemand sieht ist es automatisch provokant, egal wie die Mutter nun gestillt hat. Die Tatsache, dass es jemand gesehen hat ist Beleg dafür, dass es provokant war.
Also bitte Rückzug aus der Öffentlichkeit beim Stillen. Da sich die Stillgewohnheiten eines 3Jährigen aber gravierend von denen eines Babies unterscheiden (ein 3 Jähriges Kind nimmt bis auf Ausnahmefälle wohl kaum noch ganze Stillmahlzeiten zu sich) und zumindest bei uns eher mal der schnelle Schluck zwischendurch normal war wäre das schlicht nicht praktikabel.
Also wäre dann wohl ein Gang in die Umkleidekabine angesagt? Oder nur noch zuhause stillen oder abstillen? Oder kann mir jemand erklären wie man mit älterem Stillkind außerhalb der eigenen 4 Wände die hier gestellten Anforderungen einhalten soll? Ich finde das meiste was ich hier lese so realitätsfern wie die klugen Erziehungstipps von Kinderlosen die ich gelegentlich bekomme.
(Warum z.B. sollte ich mich bei nem 3 Jährigen davor ekeln ihn zu stillen, wenn meine Brust mit dem Badewasser in Kontakt gekommen ist, wenn er sowieso in dem Wasser planscht und deutlich mehr Wasser bei planschen schluckt als an meiner Brust überhaupt sein kann

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