Re: Zu geringe Gewichtszunahme beim Neugeborenen
Verfasst: 11.06.2013, 13:42
Freut mich, wenn etwas "Außensicht" hilfreich war. 
Deine bisherigen Postings verstehe ich so, dass Dein Stress hauptsächlich durch drei Punkte entstanden ist:
1. die Sorge um die Gewichtszunahme Deines Babys,
2. die Angst, draußen mit dem BES stillen zu müssen bzw. ansonsten zuhause angebunden zu sein, und
3. das schlechte Gewissen der restlichen Familie gegenüber.
Ist das richtig? An genau diesen drei Punkten würde ich dann entsprechend ansetzen:
Die Sorge um die Gewichtszunahme ist ja in dem Moment hinfällig, in dem Milch praktisch unbegrenzt zur Verfügung steht. Das heißt, in dem Moment, in dem Du gar nicht mehr VERSUCHST "möglichst wenig zuzufüttern" oder "möglichst große Mengen zu pumpen" oder sowas, fällt der Stresspunkt sofort weg. In der Praxis heißt das: Ab jetzt wird nach Bedarf gestillt, mit oder ohne BES ganz wie Du magst, und wenn Dein Baby noch hungrig erscheint, dann füttest Du halt mit einer Dir angenehmen Methode zu, bis alle zufrieden sind.
Für den zweiten Punkt hast Du selbst eine gute Lösung genannt: Zuhause mit dem BES, unterwegs ohne BES stillen und/oder eben Flasche.
Beim dritten Punkt sehe ich viel Einstellungssache. Es ist ganz normal, dass Geschwister und restliche Familie erstmal zurückstecken müssen, wenn ein neues Baby in der Familie ist. Das ist auch bei Familien so, in denen das Stillen problemlos klappt!.. Bei Problemen neigt man leicht dazu, diese aufs Stillen zu schieben - einfach weil wir heute die Wahl haben zu stillen oder eben nicht zu stillen (was auch völlig OK ist - aber in ANDEREN Bereichen haben wir diese Wahl ja NICHT. Z.B. Das Baby einfach zurück ins Krankenhaus zu bringen, wenn wir überfordert sind oder sowas - auch in den fiesesten durchwachten Nächten und an den schlimmsten durchbrüllten Tagen ist klar: Das Baby BLEIBT.
Keine Wahl...)
Jedenfalls: Wenn Du Dich entscheidest(!), Dir ab jetzt um das Thema Babyernährung keinen Kopf mehr zu machen, wird das schlechte Gewissen sofort sinken. Euer Normafall ist: Du stillst und fütterst zu, Punkt. Das ist manchmal stressig - genauso, wie es Stillen allein oder Flasche allein wäre. Es kommen auch wieder andere Zeiten, ganz besimmt.
Meinst Du, dass diese Herangehensweise für Euch passen könnte?
LG
Julia
Deine bisherigen Postings verstehe ich so, dass Dein Stress hauptsächlich durch drei Punkte entstanden ist:
1. die Sorge um die Gewichtszunahme Deines Babys,
2. die Angst, draußen mit dem BES stillen zu müssen bzw. ansonsten zuhause angebunden zu sein, und
3. das schlechte Gewissen der restlichen Familie gegenüber.
Ist das richtig? An genau diesen drei Punkten würde ich dann entsprechend ansetzen:
Die Sorge um die Gewichtszunahme ist ja in dem Moment hinfällig, in dem Milch praktisch unbegrenzt zur Verfügung steht. Das heißt, in dem Moment, in dem Du gar nicht mehr VERSUCHST "möglichst wenig zuzufüttern" oder "möglichst große Mengen zu pumpen" oder sowas, fällt der Stresspunkt sofort weg. In der Praxis heißt das: Ab jetzt wird nach Bedarf gestillt, mit oder ohne BES ganz wie Du magst, und wenn Dein Baby noch hungrig erscheint, dann füttest Du halt mit einer Dir angenehmen Methode zu, bis alle zufrieden sind.
Für den zweiten Punkt hast Du selbst eine gute Lösung genannt: Zuhause mit dem BES, unterwegs ohne BES stillen und/oder eben Flasche.
Beim dritten Punkt sehe ich viel Einstellungssache. Es ist ganz normal, dass Geschwister und restliche Familie erstmal zurückstecken müssen, wenn ein neues Baby in der Familie ist. Das ist auch bei Familien so, in denen das Stillen problemlos klappt!.. Bei Problemen neigt man leicht dazu, diese aufs Stillen zu schieben - einfach weil wir heute die Wahl haben zu stillen oder eben nicht zu stillen (was auch völlig OK ist - aber in ANDEREN Bereichen haben wir diese Wahl ja NICHT. Z.B. Das Baby einfach zurück ins Krankenhaus zu bringen, wenn wir überfordert sind oder sowas - auch in den fiesesten durchwachten Nächten und an den schlimmsten durchbrüllten Tagen ist klar: Das Baby BLEIBT.
Jedenfalls: Wenn Du Dich entscheidest(!), Dir ab jetzt um das Thema Babyernährung keinen Kopf mehr zu machen, wird das schlechte Gewissen sofort sinken. Euer Normafall ist: Du stillst und fütterst zu, Punkt. Das ist manchmal stressig - genauso, wie es Stillen allein oder Flasche allein wäre. Es kommen auch wieder andere Zeiten, ganz besimmt.
Meinst Du, dass diese Herangehensweise für Euch passen könnte?
LG
Julia