Stillende Mutter des Freibads verwiesen
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Sehe ich auch so, Katha.
Und drum sind rauchende Menschen auf der Liegewiese nach wie vor eine Selbstverständlichkeit (und ich habe selbst sehr sehr lange geraucht) und dem Opa fällt angesichts einer (lang- oder kurzzeit-)stillenden Mama vor Schreck etwas aus dem Gesicht.
Und drum sind rauchende Menschen auf der Liegewiese nach wie vor eine Selbstverständlichkeit (und ich habe selbst sehr sehr lange geraucht) und dem Opa fällt angesichts einer (lang- oder kurzzeit-)stillenden Mama vor Schreck etwas aus dem Gesicht.
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LottesMama
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Re: AW: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Das war ich, und wenn du richtig gelesen hättest, hättest du das hier gelesen:greenie bird hat geschrieben:Da schrieb doch vorhin noch jemand man würde es ja nicht besser machen, wenn man es öffentlich macht, aber vom Nichtstun ist noch nie etwas besser geworden.
Wenn man da so einfach stillt oder kuschelt, dann reißt ja die Disziplin ein - ich denke daher kommt das noch - es/man muss ja immer alles und jeden unter Kontrolle haben. Anstand, nich wahr?!
Ta ta ta... mit dem Handy da
Das meinte ich übrigens vorhin, als ich schrieb, dass immer nur das rausgepickt wird, was einem gerade so in die Argumentation passt,Für die allermeisten Menschen ist stillen leider nicht normal. Man macht es nicht besser, wenn man nicht draußen stillt,
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
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LottesMama
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Sorry, die Hälfte meines Satzes ist verloren gegangen. Hier der Rest.
Für die allermeisten Menschen ist stillen leider nicht normal. Man macht es nicht besser, wenn man nicht draußen stillt, man macht es aber glaube ich auch nicht besser, wenn man ganz provokant die Brüste auspackt, ohne drauf zu achten, ob sich evtl andere dran stören.
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- Katha
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Ähm, aber wo ziehst Du denn da die Trennlinie'????????
Für die meisten ist das Stillen, erst recht das eines 3jährigen, provokant SOBALD sie es mitkriegen.
Und falls sie es nicht mitkriegen, bleibt es halt was "abnormales" (im wortwörtlichen Sinne, weil es nicht unserer gesellschaftlichen Norm entspricht), das nur ein paar Ökos machen
Für die meisten ist das Stillen, erst recht das eines 3jährigen, provokant SOBALD sie es mitkriegen.
Und falls sie es nicht mitkriegen, bleibt es halt was "abnormales" (im wortwörtlichen Sinne, weil es nicht unserer gesellschaftlichen Norm entspricht), das nur ein paar Ökos machen
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
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ehUrt2
Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Ich denke, da sind wir einfach anderer Meinung.Katha hat geschrieben:Genau zum letzten Satz.raeubertochter2010 hat geschrieben:Vielleicht wird der Begriff provokant hier einfach unterschiedlich verstanden.Katha hat geschrieben:Ein Teil der Argumentation erinnert mich an:
"Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber sie müssen das doch Nichtsozialist provokant machen. Wie mit der Parade. Ich sag ja auch niemanden, mit wem ich ins Bett gegen. Höhö"
Muss man auch nicht, weil ja von "Normalität" ausgegangen wird...
Ich verstehe darunter, dass ich andere mit meinem Verhalten schockieren möchte und mein Verhalten eben nicht als "normal" oder "natürlich" ansehe, sondern absichtlich das tue, was nicht der "Norm" entspricht. Das trifft für mich nicht auf homosexuelle Menschen oder Frauen, die einfach so, ohne groß Tamtam stillen zu.
Aber wie es scheint, wird letzteres nicht akzeptiert, wenn nicht auch absichtlich provoziert wird.
Sonst ändert sich meist leider nichts (und das fing in der Geschichte schon damit an, auf welchen Platz im Bus frau sich setzt)
Durch Provokation erreicht man meiner Meinung nach nicht, dass jemand reflektiert über seine Gefühle der Situation gegenüber nachdenkt.
Lalemi: Nach meiner Auffassung ist dein beschriebenes Verhalten für mich "Stillen ohne viel Tamtam" und nicht provokativ. Wie die Schwimmbadsituation war, weiss ich aber nicht.
Der Opa wäre mir völlig egal, wenn ich versuchen möchte etwas zu ändern. Der ist komplett anders aufgewachsen. Warum muss ich ihn zwingen seine persönlichen Grenzen noch groß zu ändern (auch wenns natürlich schön wär)? Ich finde es viel wichtiger, dass die "zukünftige Generation" Stillen und LZS als ganz normales Verhalten erfährt und das passiert meiner Meinung nach nicht durch Provokation.
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Captainsparrow
Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Ja, die Mutter die ihr 3 Jähriges Kind stillt hat aber wie gesagt die 3 Jahre Vorsprung zu erfahren, dass es LZS gibt, was die Grundlagen sind , ist informiert darüber und in die Situation reingewachsen. Der Durchschnittsmensch der da schwimmt hat hat keine Ahnung von sowas , und wird einfach nur geschockt. Die Aufklärung der Menschen über das Stillen größerer Kinder muss über wissenschaftliche Aufklärung passieren, nicht über Konfrontation. So nämlich werden die Fronten nur verhärtet. Homosexualität ist so alt wie die Menschheit selbst, und jedem Menschen ist bewusst dass es diese gibt, mag es ihm nun gefallen oder nicht. Und der Vergleich mit der Frau im Bus...ich finde das kann man ja mal übehaupt nicht vergleichen. Da ging es um Menschen die deutlich in ihrem Leben eingeschränkt wurden, zum Besitz ihren Mannes gemacht wurden und keine Rechte hatten, die von ihrem Ehemann vergewaltigt und misshandelt werden durften. Den Frauen ging es zu diesem Zewitpunk richtig richtig schlecht, und viele setzten ihr eigenes Leben auf's Spiel, um für sich und andere Frauen ein lebenswertes Leben zu erkämpfen. Und das war z.T ein blutiger Kampf mit Todesopfern. Genau wie bei den Kämpfen um die Gleichberechtigung schwarzer Menschen. Das Schlimmste was einer öffentlich-LZS Mutter passieren kann, sind dumme Sprüche und ein Gebrauch des Hausrechts. Nicht das Wegnehmen all ihrer Grundrechte, inklusive dem der körperlichen Unversehrtheit. Deshalb finde ich es durchaus angebracht sich aufgrund der Verhältnismäßigkeit die Frage zu stellen, wie viel Provokation ist gut und richtig, und wann ist sie nur kontraproduktiv. Viele Menschen wissen nichtmal dass da nach 6 Monaten "nochwas rauskommt". Wenn ich jemandem Mathe erklären möchte, fang ich ja auch nicht bei Differenzialgleichungen an. Ich fände einen größeren Ausbau des Stillberaterinnennetzwerks und gut gemachte Aufklärungsarbeit wirksamer, als aussenstehende Leute in die Situation reinzuschubsen.
- LaLeMi
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Ja, eben; und so aus meiner Erfahrung als schwimmbadbesuchende Mutter einer Drei- und einer Sechsjährigen (oder damals Baby mit Dreijähriger und bald vermutlich Baby mit Drei- und Sechsjähriger) wäre das so meine Vermutung des Ablaufs.
Und eben nicht, daß die Stillmama sich gedacht hat; "So, ich stille jetzt mal schön provokativ am Beckenrand oder im Becken, damit die alle mal was zu gucken haben" oder schlichtweg nicht an etwaige Gefühls- und Befindlichkeitsverletzungen ihrer umfangreichen Mitmenschen im Bad gedacht hat.
Weil das kam hier ja schon öfter mal mit der Rücksichtnahme.
Und eben nicht, daß die Stillmama sich gedacht hat; "So, ich stille jetzt mal schön provokativ am Beckenrand oder im Becken, damit die alle mal was zu gucken haben" oder schlichtweg nicht an etwaige Gefühls- und Befindlichkeitsverletzungen ihrer umfangreichen Mitmenschen im Bad gedacht hat.
Weil das kam hier ja schon öfter mal mit der Rücksichtnahme.
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LottesMama
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Hmm, finde da braucht man keine Trennlinie ziehen. Wenn ich stille, ziehe ich mich evtl ein kleines Stück zurück, sprich Stille bei der großen Familienfeier nicht am voll besetzten Tisch und ziehe nicht komplett blank. Provokant wird es für mich dann, wenn man alle Aufmerksamkeit auf sich und die Situation (stillen) möchte.
Nochmal, falls es untergegangen ist, dies ist ot und hat nur noch seeeehr begrenzt mit der ausgangssituation zu tun. Ich gehe nicht davon aus, dass die Mutter provozieren wollte.
Nochmal, falls es untergegangen ist, dies ist ot und hat nur noch seeeehr begrenzt mit der ausgangssituation zu tun. Ich gehe nicht davon aus, dass die Mutter provozieren wollte.
Große Schwester, 22.07.12
Kleiner Bruder, 12.10.14
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Captainsparrow
Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Ja das ist mittlerweile tatsächlich OT , aber das passiert ja eigentlich meist in den interessanten Threads.
Genau das meinte ich Räubertochter: nicht die Menschen die davon keine Ahnung haben unausweichlich damit zu konfrontieren und dabei ihre Grenzen zu überschreiten, sondern so aufzuklären dass nachfolgende Generationen diese Grenze halt nicht mehr haben. Für mich ist ein nicht-provokantes Stillen eines (größeren) Kindes ein Stillen mit einem gewissen Abstand zu anderen Menschen, sodass diese sich aussuchen können inwiefern sie sich der Situation öffnen. Jemand der am anderen Ende des Schwimmbads erahnt dass eine Mutter stillt obwohl er zu der Situation gar nicht hinmuss und sich darüber aufregt, der hat wahrscheinlich keine anderen Hobbies als zu querulieren und dessed "Grenzen" werden dadurch nicht verletzt.
Lalemi: Ich hab ja schon geschrieben dass es von mir eine Vermutung war, das sie einfach nicht daran gedacht hat. Vielleicht hat sie daraus auch gelernt dass es tatsächlich Leute gibt die sich davon unangenehm berührt fühlen, und stillt das nächste Mal nicht im Wasser. Ohne Groll oder zu denken dass die Leute sie schickanieren möchten, sondern einfach mit der Erkenntnis "wow, manche Leute sind da noch gar nicht so weit zu sehen dass das normal ist". Obwohl das der Bademeister mit seinen Anschuldigungen wohl verbockt hat.
Genau das meinte ich Räubertochter: nicht die Menschen die davon keine Ahnung haben unausweichlich damit zu konfrontieren und dabei ihre Grenzen zu überschreiten, sondern so aufzuklären dass nachfolgende Generationen diese Grenze halt nicht mehr haben. Für mich ist ein nicht-provokantes Stillen eines (größeren) Kindes ein Stillen mit einem gewissen Abstand zu anderen Menschen, sodass diese sich aussuchen können inwiefern sie sich der Situation öffnen. Jemand der am anderen Ende des Schwimmbads erahnt dass eine Mutter stillt obwohl er zu der Situation gar nicht hinmuss und sich darüber aufregt, der hat wahrscheinlich keine anderen Hobbies als zu querulieren und dessed "Grenzen" werden dadurch nicht verletzt.
Lalemi: Ich hab ja schon geschrieben dass es von mir eine Vermutung war, das sie einfach nicht daran gedacht hat. Vielleicht hat sie daraus auch gelernt dass es tatsächlich Leute gibt die sich davon unangenehm berührt fühlen, und stillt das nächste Mal nicht im Wasser. Ohne Groll oder zu denken dass die Leute sie schickanieren möchten, sondern einfach mit der Erkenntnis "wow, manche Leute sind da noch gar nicht so weit zu sehen dass das normal ist". Obwohl das der Bademeister mit seinen Anschuldigungen wohl verbockt hat.
- LaLeMi
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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen
Chrissi, was ich dabei nicht verstehe, ist folgendes:
die stillende Mutter soll in einer ggf. für sie Streßsituation total reflektiert die etwaigen (!) Grenzen ihrer Mitmenschen allzeit im Blick haben, daß die evtl. noch nicht soweit sind, etwas Selbstverständliches auch als solches wahrzunehmen oder über ihre erziehungsbedingten oder was auch für immer Gedanken zu springen. Vom Dreijährigen, der ggf. im Streß, Schmerz, Hungrig, müde, was auch immer ist und deshalb akut stillen möchte, wird erwartet, daß er gefälligst ja alt genug sei, um mit seiner Bedürfnis- oder Wunschbefriedigung eine gewisse Zeit zu warten und sich (in der evtl. Streßsituation für ihn) in Frustrationstoleranz zu üben, bis Muttern sich mit ihm in ruhige, abgelegene Gefilde verzogen hat.
Abgesehen davon, daß ich die Reaktionen gar nicht wissen will, wenn einem von den "großen" Kindern was passiert oder es etwas anstellt in der Zeit, während die Mutter sich ja zwangsläufig ein wenig entfernt vom Geschehen.
die stillende Mutter soll in einer ggf. für sie Streßsituation total reflektiert die etwaigen (!) Grenzen ihrer Mitmenschen allzeit im Blick haben, daß die evtl. noch nicht soweit sind, etwas Selbstverständliches auch als solches wahrzunehmen oder über ihre erziehungsbedingten oder was auch für immer Gedanken zu springen. Vom Dreijährigen, der ggf. im Streß, Schmerz, Hungrig, müde, was auch immer ist und deshalb akut stillen möchte, wird erwartet, daß er gefälligst ja alt genug sei, um mit seiner Bedürfnis- oder Wunschbefriedigung eine gewisse Zeit zu warten und sich (in der evtl. Streßsituation für ihn) in Frustrationstoleranz zu üben, bis Muttern sich mit ihm in ruhige, abgelegene Gefilde verzogen hat.
Abgesehen davon, daß ich die Reaktionen gar nicht wissen will, wenn einem von den "großen" Kindern was passiert oder es etwas anstellt in der Zeit, während die Mutter sich ja zwangsläufig ein wenig entfernt vom Geschehen.


