Hallo,
Im Thread wird viel über Angst vor Überdosierung gesprochen, und dabei vergessen, dass es sich bei einer Angst nicht um eine Substanz handelt, sondern um eine Phobie. Der determinierende Faktor einer Vitamin D Überdosierung ist der 25(OH)D-Wert. Ist der zu hoch, liegt eine Überdosierung vor. Alles andere ist mentales Panikhobby.
Überdosierungen sind darüber hinaus extrem selten, und stehen schon in gar keinem Verhältnis zu den oft dokumentierten Mangelzuständen. *editiert wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen* nur wenn der Körper der Mutter ausreichend versorgt ist (was oft nicht der Fall ist), landet auch genug in der Muttermilch. Muttermilch enthält nur dann genug Vitamin D für den Säugling, wenn die Mutter einen 25(OH)D-Wert von 50 ng/ml hat, das sind immerhin 125nmol/L. Wer Erdnussöl skeptisch gegenüber steht, kann auf Alkohol basierte Supplemente zurück greifen. Vitamin D ist hitzestabil bis 118°C, kann also in wenig Flüssigkeit kurz aufgekocht werden, Alkohol verdampft bei etwa 72°C. (z. B. Sterogyl Tropfen).
Aber zurück zur Überdosierung, also der faktischen, nicht der phobischen. Die Angst vor der Überdosierung sollte nicht verwechselt werden mit wirklicher Überdosierung.
Hier mal, zum Ausgleich der Thread vertretenen Heilpraktiker *editiert wegen Verstoß gegen die Nettikette* -Fraktion 10 Fakten zur Vitamin-D-Überdosierung.
1. Sie ist extrem selten.
2. Sie ist extrem selten.
3. Sie ist extrem selten.
4. Hatte ich bereits erwähnt, dass Überdosierung mit Vitamin D EXTREM SELTEN vorkommt, Mangel dagegen EXTREM OFT? Angesichts der Mangelgefahr Angst vor Überdosierung zu haben, ist in etwa so rational wie die Überlegung, einem Verdurstenden kein Wasser zu geben, weil er sich ja dran verschlucken könnte.
5.*editiert wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen* (
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10232622 ) Also _nach_ ein paar Monaten, oder bei mutwilliger Autoaggression.
6. Im Sommer wird bei Ganzkörperbelichtung binnen weniger Minuten in der Haut bis zu 30.000 IE Vitamin D gebildet, wobei es entgegen der Supplementierung zu einem Produktionsstopp kommt wenn der Sollwert erreicht ist. (Nur zum Vergleich, welche Dosierungen Vergiftungspanik auslösen, und was bei 5 Minuten Julisonne prodzuziert wird.
7. Der alles dominierende Faktor der Vitamin D - Vergiftung ist der 25(OH)D Wert. Im Thread bekommt man das Gefühl, Überdosierung wäre eine Art magische Sache, für die man irgendwen anbeten muss (*editiert wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen* ) um es zu verhindern. Nein, es ist standardisiert und messbar. Vergiftungssymptome beginnen ab 500-750 nmol/L in der medizinischen Fachliteratur. (z. B.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18689406 ) Es muss also kein Zweifel bestehen, denn man kann nachsehen. Wer wissen will, wie späht es ist, schaut auf die Uhr, und wer wissen will ob er zu viel (extrem selten) oder zu wenig Vitamin D hat (extrem häufig), läßt einfach den 25(OH)D-Wert ermitteln. Es sei denn man steht auf nagende Zweifel, bestimmt spannender als Sudoku.
8. Darüber hinaus gibt es auch Symptome für Vitamin D - Überdosierung. (akute Überdosierung) Bauchkrämpfe, Unwohlsein, Brechdrang, (chronische Überdosierung) Übelkeit, Brechdrang, Appetitlosigkeit, Wechsel von Verstopfung / Durchfall, Gewichtsverlust, Kribbeln im Mund, Verwirrung, Herzrhythmusstörungen.
9. Dokumentierte Fälle von tatsächlicher Überdosierung waren nie verursacht von normaler Supplementierung, sondern gingen auf Fabrikationsfehler zurück. Durchschnittsaufnahme 2 Millionen Einheiten *pro Tag*. Keiner der beiden Betroffenen hatte bleibende Schäden. (z. B.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11439958 )
10. Außerdem muss man unterscheiden zwischen Überdosierung und Überempfindlichkeit. Überempfindlichkeit, also eine Art allergische Reaktion ist im Verband mit z. B. Schilddrüsenproblemen denkbar. Aber hier haben die Betroffenen bereits sehr hohe Kalziumspiegel (Hyperkalzämie) vor der Vitamin D-Gabe. Ursache für diese hohen Kalziumspiegel sind Erkrankungen wie: Primärer Hyperparathyroidismus (am häufigsten), Sarkoidose, granulomatöse Tuberkulose, einige Krebsarten.
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Welche Dosierungen sind eigentlich, unabhängig gängiger Empfehlungen vertretbar beim Nachwuchs?
Dosierung Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche:
*editiert wegen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen*
Kinder ab dem Alter von 10 Jahren sollten Empfehlungen für Erwachsene befolgen.
Dosierungsrichtlinien übersetzt und ergänzt vom VitaminDCouncil.org, siehe
http://www.vitamindcouncil.org/about-vi ... mentation/