St. Martin

Moderator: Marla84

xknäckebrotx

Re: St. Martin

Beitrag von xknäckebrotx »

laufradstar hat geschrieben:es ist zwar keine christliche kita aber warum feiert man denn sonst das St Martins fest doch wohl zu ehre und verneigung von st martin und nicht weil es schön ist mit 100 kindern spatieren zu gehen??? also ich war traurig und hoffe nun auf weihnachten das da jedenfalls jesus mit vorkommt und nicht nur der weihnachtsmann also wir sind nun nicht 100% christlich aber ich finde diese feste haben einfach ohne denn hintergrund keinen sinn und möchte das meine kinder den sinn auch kennen ... gruß laura

psssst: dann kannst du deinen Kindern ja gleich den Sinn der Feste Weihnachten, Ostern und auch St. Martin mitverraten - nämlich der, ursprünglich germanische und römische feste in christliche "umzukleiden", damit die Christianisierung besser klappt und in der breiten Bevölkerung Fuß fasst.

Insofern schließt das doch Bongo-Trommeln beim Martinszug nicht aus, denn dass der Zweck alle Mittel heiligt, das ist doch ganz legitime christliche Praxis *duckundweg*
Lösche Benutzer 1828

Re: St. Martin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Anna: hört sich jetzt so an, als würdet ihr weder Weihnachten noch Ostern feiern - also gar keine christlichen Feste?

Sicher, vieles, was im Namen der Kirche getan wurde ist mehr als fragwürdig - aber trotzdem kann ich als "gemäßigter" Christ aus vielem auch gute Dinge ziehen.
Lösche Benutzer 1828

Re: St. Martin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

laufradstar hat geschrieben:es ist zwar keine christliche kita aber warum feiert man denn sonst das St Martins fest doch wohl zu ehre und verneigung von st martin und nicht weil es schön ist mit 100 kindern spatieren zu gehen??? also ich war traurig und hoffe nun auf weihnachten das da jedenfalls jesus mit vorkommt und nicht nur der weihnachtsmann also wir sind nun nicht 100% christlich aber ich finde diese feste haben einfach ohne denn hintergrund keinen sinn und möchte das meine kinder den sinn auch kennen ... gruß laura

Naja, aber das ist doch eher Aufgabe des Elternhauses finde ich. Wie jeder das für sich hält und empfindet - das kann man doch n ur selber den Kindern vermitteln. Warum dann nicht den Bongo-Umzug mitnehmen und Freude daran haben?
Bei uns im KIndergarten war letztes Jahr acuh der Weihnachtsmann - ich selber mag das auch nciht, wir feiern aber auch nicht gerade christlich. Die Kindre kennen die Geschichte dahinter aber haben trotzdem auch Spaß an den anderen Dingen. Das eine schließt doch das andere nicht aus.
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nkruemel
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Re: St. Martin

Beitrag von nkruemel »

Sandküste hat geschrieben:Die Kindre kennen die Geschichte dahinter
Aber ist es - realistisch betrachtet - nicht so, dass die Kinder eben nur die halbe Geschichte der Feste kennen, wenn man ihnen erzählt sie wären christlich, ohne zu erwähnen, dass sie eben vor der Christianisierung einen völlig "weltlichen" Hintergrund hatten? Oder wissen deine Kinder dies auch, dann erübrigt sich die Frage natürlich.
Liebe Grüße von nkruemel ( 04/82 )
mit Nr.1 ( 03/79 ) zum Anlehnen, Nr. 3 ( 02/08 ) an der Hand und Nr. 4 ( 07/10 ) im Tuch

"Kinder sind für Erwachsene am wertvollsten, wenn sie schwierig sind" - Jesper Juul
xknäckebrotx

Re: St. Martin

Beitrag von xknäckebrotx »

Sandküste hat geschrieben:Anna: hört sich jetzt so an, als würdet ihr weder Weihnachten noch Ostern feiern - also gar keine christlichen Feste?

Sicher, vieles, was im Namen der Kirche getan wurde ist mehr als fragwürdig - aber trotzdem kann ich als "gemäßigter" Christ aus vielem auch gute Dinge ziehen.
Ich bin kein Christ, ich bin Agnostikerin - da bleiben ja alle Türchen offen :lol:

Nein, im Ernst (obwohl ich mich wirklich als Agnostikerin begreife): Ich fühl mich in einer zunehmend säkularen Gesellschaft gar nicht unwohl und muss auch nicht auf Feste verzichten, die für mich einfach eine andere, hauptsächlich kulturelle Bedeutung haben.

Sprich: Weihnachten ist ein Fest, an dem die Familie zusammenrückt. Wenn's allen Spaß macht, warum nicht? Wir singen sogar an heilig abend drei, vier Lieder mit Klavierbegleitung und wenn mein Vater lustig drauf kommt nach zwei, drei Gläsern gutem Roten, dann gibt er auch mal eine Jazz-Version von Stille Nacht zum besten :lol:

Ist also bei uns ein Familienfest mit gutem Essen, ein paar Geschenken, alle machen sich nett zurecht und sind beisammen. Dieses Jahr das erste Mal mit Enkelkind, das wird bestimmt ein Spaß.

In die Kirche gehen wir nicht, das wär' dann doch etwas scheinheilig. Wobei ich manchmal mit meinen Eltern gegangen bin, wenn's ein besonders gutes Orgelkonzert am 25. gab. Aber nicht aus religiösen Gründen. Mein Vater ist ja sogar studierter Kirchenmusiker und vor ca. 10 Jahren ausgetreten ;)

Ostern hab ich dann tatsächlich nichts mit am Hut, wobei wir auch auf dem Kreuzberg Eier suchen.

Man kann all diese Bräuche ganz säkular erleben, muss auch kein Kind ausschließen und wenn die Fragen nach dem warum kommen, dann lass ich das den Papa erklären, das ist ja schließlich sein Beruf :mrgreen:

Also ich bin einfach unverkrampft in Punkto "christliche Abendlandkultur", wenn man die Hintergründe kennt und die Ausprägungen heutzutage beobachtet, kann man das sowieso alles nicht mehr so gaaanz ernst nehmen - bzw. ich kann das nicht.

Deswegen muss ich ehrlich gestehen, dass mich die Bongotrommeln beim Martinsumzug und die Empörung über den angeblichen Verlust der ach so christlichen Werte ein bisschen zum schmunzeln bringen. Nix für ungut.
laufradstar
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Re: St. Martin

Beitrag von laufradstar »

glauben ist jedermans sache und wir vermitteln ihn halt unseren kindern aber ich verstehen halt nicht warum die feste aus den zusammenhang gerissen werden das war nur das was ich sagen wollte ... mir hat der umzug halt nicht soviel spaß gemacht obwohl sich die lita mühe gegeben hat den kindern hats auch gefallen haben ihn dann zuhause noch die geschichte vorgelesen und im vorfeld immer beim basteln etc mit ihnen darüber gesprochen so das selbst lennard gefragt hat wo den nun das pferd etc war ...
xknäckebrotx

Re: St. Martin

Beitrag von xknäckebrotx »

Hm ja, aber das ist ja dann nicht der Verfall der christlichen Werte, wenn eine Geschichte nicht eins zu eins so nachgespielt wird, wie es im Buch steht, oder?
Lösche Benutzer 1828

Re: St. Martin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Christliche Werte - das sind für mich ganz andere Dinge, als das, was irgendwo geschrieben steht.
Meiner Tochter war es auch ganz, ganz wichtig - wir mußten Bücher über St. Marttin ausleihen, sie sang wochenlang das Lied, teilte m it dem Gummischwert tausende von "Mänteln" und saß laut trällernd im Bus und beglückte unsere Mitmenschen mit der Geschichte vom Heiligen Martin - ja, Rituale sind ihr wichtig, sie liebt so was.
Gestern haben wir emeinsam im Ökowerk einen Adventskranz gebastelt - wieder mit EIfer dabei. Sie hat die Krippe aufgestellt - all die Dekosachen sind für die Ritual und wichtig. Ostern müssen wir zum Osterfeuer gehen.
Aber mit Christentum hat das für mich alles nichts zu tun bzw. man kann das alles auch am machen, ohne gläubig zu sein.
Ich bin wohl auf eine "komische" Art gläubig - ich habe mit mit 35 taufen lassen - aber unsere Pfarrer wußte genau, dass ich nicht an das glaube, was so in der Bibel steht. Ich glaube auch nicht, dass Gott die Erde erschaffen hat - das ist für mich eine naturwissenschaftlicher VOrgang (den ich nicht im Ganzen begreifen kann....), ich glaube nicht an die Geschichte von Jesus als Sohn Gottes, für mich ist die Bibel eine Sammlung alter Geschichten, Teil unserer christlichen Kultur, aber für mich nicht die Wahrheit. Trotzdem war mir die kirchliche Trauung und die Taufe unserer Kinder wichtig - irgendwie kann ich es nicht erklären......

Weihnachten ist für mich die Zeit, an die Familie und auch an andere MEnschen bewußt zu denken, Besinnung, Miteinander.....
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